METRO -- keine Chance gegen Amazon fresh (Seite 63)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 62.085.881 von Ari_Gold am 05.12.19 11:40:16Gute Nachrichten?, naja.
Außer Spesen nix gewesen mit redos.
Jetzt wieder Spesen und Verzögerung.
Vor allem aber wohl nur noch ein Interessent, was den Preis kaum in die Höhe treiben wird, eher umgekehrt.
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Was kann man da als Kaufpreis denn so erwarten?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 62.086.694 von honigbaer am 05.12.19 13:00:42Hab was von 500 Mio gelesen, die Metro zufliessen sollen. Muss freilich nicht der Saldo sein, je nachdem ob bspw. Schulden mit übernommen werden.
Je länger die neuen Verhandlungen dauern desto stärker dürfte Metro unter Druck kommen, endlich abzuschließen.

Ist ja nicht so, daß real hübsche Gewinne abliefert, sondern eher daß es die Neuausrichtung stört. Wird die Gegenseite auch wissen.

Zudem sind Konjunkturabkühlung und zu fallen beginnende Immobilienpreise (zugegeben, Gewerbe auf der grünen Wiese ist etwas andere Kategorie) ebenfalls kaum verkaufspreisförderlich.
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Doch, das sollte wohl der um die Saldo mit den verrechneten Schulden sein, also equity value. Zum verkauften Teil gehören offenbar noch 0,5 Mrd. € Nettoschulden, die Gesamtbewertung für Real liegt also bei einem kommunizierten Nettozufluss des Verkaufserlös von 0,5 Mrd. bei ca. 1 Mrd. €.
Alles auch nochmal nachzulesen auf Seite 6 der Q2-Präsentation.

Bei Redos war der Verhandlungsstand, dass die Metro 3 Jahre lang mit im Boot bleiben sollte und 24,9% weiterzuhalten - Metro hätte dann entsprechend auch 24,9% der operativen (Transformations-)Verluste tragen müssen. Dieses scheint bei dem jetzigen x-bricks Angebot nun vom Tisch zu sein - das ist natürlich eine klare Verbesserung zum vorherigen Stand, keine Ahnung warum manche das hier anders sehen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 62.087.405 von Ari_Gold am 05.12.19 14:23:02
Das wird 2020 ganz schnell gehen
Der Sinneswandel zu X-Bricks trägt bereits Kretinskys Handschrift. Er hat Redos nie getraut und auch der dreijährige Verbleib mit einem Minderheitenanteil war ihm sicher ein Dorn im Auge. Wenn im I. Quartal diese Never-ending-story beendet sein sollte, werden die Karten neu gemischt. Koch steht hier insofern unter Druck, da er auf der HV im Februar Erfolge verkünden muss, sonst kann er gleich da seinen Hut nehmen.

Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich Kretinsky mit den beiden Stiftungen einigt. Da über X-Bricks der erste Kontakt bereits hergestellt ist und er es mit dem alten Schwarz gut kann, sehen wir 2020 vielleicht eine interessante Koalition. Dann werden es die Shortseller nicht so einfach haben, den Kurs wie gestern in drei Verkaufswellen wieder unter die 14 € zu drücken.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 62.087.405 von Ari_Gold am 05.12.19 14:23:02
Zitat von Ari_Gold: Bei Redos war der Verhandlungsstand, dass die Metro 3 Jahre lang mit im Boot bleiben sollte und 24,9% weiterzuhalten - Metro hätte dann entsprechend auch 24,9% der operativen (Transformations-)Verluste tragen müssen. Dieses scheint bei dem jetzigen x-bricks Angebot nun vom Tisch zu sein - das ist natürlich eine klare Verbesserung zum vorherigen Stand, keine Ahnung warum manche das hier anders sehen.
Du bringst da imo etwas durcheinander: Angebot und (finales) Verhandlungsergebnis.

Das o.g. Angebotselement mag durchaus positiv für Metro sein, Wunsch von Metro. Es sagt nur gar nichts über die letztendliche Vorteilhaftigkeit des Angebots aus, weil nicht bekannt ist, was x-Bricks für dieses Gesamtpaket zu zahlen bereit ist bzw. sich an anderer Stelle ausbedingt.

Wenn es so einfach oder eindeutig vorteilhaft wäre, hätte man nicht noch Monate weiter mit redos verhandelt oder?

Und jetzt liegt m.W. auch noch kein unterschriebener Vertrag mit x-Bricks vor, sondern es beginnen Verhandlungen.

Genau darauf hatte ich mich bezogen, dass in diesen Verhandlungen x-Bricks eine ziemlich gute Position besitzen dürfte. Besser als redos zuvor mit x-Bricks im Nacken. Doch selbst das hat offenbar nicht gereicht, redos einen Metro zufrieden stellenden Deal zu entlocken.
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Ich glaube dir ist entgangen, dass sich x-bricks Ende November mit einem "deutlich verbesserten" Angebot erst wieder ins Spiel gebracht hatte - soviel zum Thema ziemlich gute Verhandlungsposition. Gut, wir kennen beide keine Details, aber warum du scheinbar davon ausgehst, dass ein endgültiges Verhandlungsergebnis schlechter sein wird als ein Angebot von einem Bieter halte ich auch für sehr zweifelhaft. Im Unterschied zu damals hat x-bricks übrigens ja nun offenbar auch keine Exklusivvereinbarung mit Kaufland mehr, bei der man ja damals kartellrechtliche Schwierigkeiten vermutete - das war ja auch ein Argument pro Redos damals.

Ich sehe das wie Renditenfuchs, nach der langen -für uns Außenstehende- Hängepartie sollte nun bis zur Hauptversammlung eigentlich alles vergleichsweise schnell gehen.
METRO | 14,02 €
Einer von Kochs Fehlern war, die Verhandlungen jeweils exklusive nur mit einem Partner zu führen. Auch als X-Bricks nachbesserte, hielt man an REDOS fest. Die haben den Bogen jedoch offensichtlich überspannt.

Da nun auch der (alte) Aufsichtsrat (noch ohne Kretinskys Mann/Frau) dem Wechsel zu X-Bricks zugestimmt hat, dürfte schon vieles klar(er) sein. Wenn der für die Vertragsunterzeichnung vorgesehene (ambitionierte) 31.01.2020 (eineinhalb Jahre nach Ankündigung des REAL-Verkaufs) nicht gehalten werden kann, ist für Koch wahrscheinlich zwei Jahre früher Schluss als geplant.

Kretinsky hat ihm bereits vorgehalten, dass Metro "undermanaged" sei. Der Vorwurf trifft natürlich auch den Aufsichtsrat, der eineinhalb Jahre der unsäglichen Hinhaltetaktik von REDOS tatenlos zugesehen hat.

Diese Schwäche des Managements und seines Aufsichtsorgans haben die Leerverkäufer genutzt und den Aktienkurs zu ihrem Spielball gemacht. Nur einmal sind sie nach Kretinskys Übernahmeangebot kurz in Panik geraten und haben den Kurs auf 16,25 € hochgetrieben. Nach einigem Hin und Her haben sie jetzt wieder das Zepter in die Hand genommen und diese Woche erfolgreich die 14 € Marke geknackt. Im Gegenzug hat die Dividendenrendite wieder die 5 % erreicht. Mal abwarten, wann der Markt Metro wieder in einem besseren Licht sieht und die Eindeckungen der Leerverkäufer (ich schätze um die 6 Mio Stücke) zum zusätzlichen Treibsatz für den Kurs werden.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 62.089.376 von Ari_Gold am 05.12.19 17:48:02
Zitat von Ari_Gold: Gut, wir kennen beide keine Details, aber warum du scheinbar davon ausgehst, dass ein endgültiges Verhandlungsergebnis schlechter sein wird als ein Angebot von einem Bieter halte ich auch für sehr zweifelhaft.
Ist doch logisch, allgemein, fast trivial. Beim Bieten bietet Kaufinteressent zunächst niedriger, Verkäufer verlangt mehr. Dann trifft man sich irgendwo dazwischen oder eben nicht.

Solange der Kaufinteressent keine Unterschrift geleistet hat, ist das Angebot - und sei es noch so schön - unverbindlich, allenfalls Orientierung, Richtung. Bei dem vorliegenden TA-Volumen findet sicherlich eine Due Dilligence statt. In deren Verlauf der potenzielle Käufer dann dies und das bemängeln kann und schlauerweise wird, wofür er Zugeständnisse wie bspw. Preissenkung verlangen wird. Alles ganz normal. Metro andererseits und genauso normal wird versuchen, solche Dinge schön zu reden, um den Preis möglichst oben zu halten.

Beispiel Übernahme Kartellrisiko. Meinst Du wirklich, wenn der eine Bieter dieses Risiko selbst trägt, macht er das umsonst? Kaufland trennt sich dann von bspw. XX Märkten, die operativ längst gut eingebunden sind, um YY real-Märkte zu erwerben, die bisher nicht allzu gut laufen, erst noch logistisch, IT-technisch, ... zu integrieren sind samt Umbauen und Umlabeln der neuen Märkte. Weil sich ausgerechnet mit diesen Märkten diese Investitionen so schnell verdienen lassen?

Nein, wenn Metro dieses Kapitel nun schnell und komplett abschliessen, nichts mehr mit real zu tun haben will, werden sie dem das Risiko dann allein tragenden Erwerber erhebliche Zugeständnisse machen müssen. Meine Meinung.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 62.092.562 von Renditenfuchs am 06.12.19 07:52:07
Zitat von Renditenfuchs: Einer von Kochs Fehlern war, die Verhandlungen jeweils exklusive nur mit einem Partner zu führen. Auch als X-Bricks nachbesserte, hielt man an REDOS fest. Die haben den Bogen jedoch offensichtlich überspannt.

Da nun auch der (alte) Aufsichtsrat (noch ohne Kretinskys Mann/Frau) dem Wechsel zu X-Bricks zugestimmt hat, dürfte schon vieles klar(er) sein. Wenn der für die Vertragsunterzeichnung vorgesehene (ambitionierte) 31.01.2020 (eineinhalb Jahre nach Ankündigung des REAL-Verkaufs) nicht gehalten werden kann, ist für Koch wahrscheinlich zwei Jahre früher Schluss als geplant.

Kretinsky hat ihm bereits vorgehalten, dass Metro "undermanaged" sei. Der Vorwurf trifft natürlich auch den Aufsichtsrat, der eineinhalb Jahre der unsäglichen Hinhaltetaktik von REDOS tatenlos zugesehen hat.

Diese Schwäche des Managements und seines Aufsichtsorgans haben die Leerverkäufer genutzt und den Aktienkurs zu ihrem Spielball gemacht. Nur einmal sind sie nach Kretinskys Übernahmeangebot kurz in Panik geraten und haben den Kurs auf 16,25 € hochgetrieben. Nach einigem Hin und Her haben sie jetzt wieder das Zepter in die Hand genommen und diese Woche erfolgreich die 14 € Marke geknackt. Im Gegenzug hat die Dividendenrendite wieder die 5 % erreicht. Mal abwarten, wann der Markt Metro wieder in einem besseren Licht sieht und die Eindeckungen der Leerverkäufer (ich schätze um die 6 Mio Stücke) zum zusätzlichen Treibsatz für den Kurs werden.


Schräg.

Die Kritik von Kretinsky am Real-Verkauf bezog sich doch ausschließlich darauf, dass ihm der damals erwartete Transaktionserlös zu gering erschien.

Kretinsky und seine Vertreter im AR können nun wohl kaum ein Verschenken an X-Bricks/Kaufland befürworten und erst Recht nicht, weil der Kretinsky den Schwarz so gerne mag.

Wenn Metro Real hätte verramschen wollen, hätten sie das auch mit Redos tun können. ich gehe davon aus, dass man wie beim Verkauf von Kaufhof sich im Preis nicht drücken läßt.

Wenn ein Komplettverkauf an X-Bricks oder sonst wen nicht erreicht werden kann, wird Real eben portioniert und in Tranchen einzeln an diverse Einzelhändler verkauft und ein unverkäuflicher Teil geschlossen und abgewickelt. Das ist sicherlich nicht der favorisierte Weg, weil es mehr Aufwand ist und länger dauert als ein Komplettverkauf. Da das Management offenbar aber auch bisher keine Preisnachlässe gewährt, hat um die Sache zu beschleunigen, werden sie das jetzt auch nicht tun.
METRO | 14,11 €
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