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Meine kleine Sammlung an Börsenstatistiken (Seite 4)

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Sharpe Ratio aktiver Aktienfonds - auch völlig unbrauchbar
Darauf bin ich gekommen durch einen MM-Artikel 2017/09 zum Thema "Die Fondsfaulpelze".
Hier ähnlicher Inhalt: https://www.welt.de/finanzen/article152496338/Der-grosse-Blu…

Immerhin sind in den Tops-/Flops-Listen (jeweils 5 Stk.) 5Y-Sharpe Ratios (SR's) abgebildet.
Als Quelle wird Morningstar (MS) angegeben, mit Stichtag 30.6.2017, z.B.:
http://www.morningstar.de/de/funds/snapshot/snapshot.aspx?id…

MS hat auch die Untersuchung für's MM getätigt.

IdR liegen die SR's der Tops über denen der Flops (logischerweise, obwohl man in der Finanzwelt aufpassen muss), mit einer Ausnahme im USA-Bereich (der Bereiche Deutschland, Europa, USA, Welt).

Im Bereich Deutschland hatte demnach DE0009769869 ("DWS Aktien Strategie Deutschland LC") das Beste 5Y-SR mit 1.37.

An sich, siehe Beitrag Nr. 24 oben, ist er mit > 1.0 schon ziemlich gut; aber auch noch zu kurz.
Finanzen.net (http://www.finanzen.net/fonds/dws_aktien_strategie_deutschla…) liefert auch 10Y-SR's, falls es den Fonds schon so lange gibt:

=> wie man leicht sieht, weichen die SR-Daten substantiell voneinander ab (bei der Vola weniger, was aber auch kein gutes Bild auf die Branche wirft):



Bemerkungen:
- klar, kann das eine SR-Datum vom 30.6. anders als das vom 31.7.2017 ausfallen => aber so grosse Unterschiede?
- jeder Dantenlieferant scheint anders zu rechnen; selbst bei einer vermeintlich einfachen Sache wie der (annualisierten) Vola der letzten 3 Jahre (+)
- haben zwei Anbieter auffallend gleiche Werte, dann haben sie wahrscheinlich auch denselben Datenlieferanten
- die grösste Unsicherheit scheint bei der Verwendung einer risikolosen Anlage über denselben Zeitraum zu herrschen; daher bieten viele Seiten nur das SR des letzten Jahres an; das vereinfacht die Rechnung ungemein

=> eigentlich sollte ich einen Brief an die EU-Finanzregulierung schreiben; jeder Mist in der EU ist reguliert, aber nicht wie man die risiko-adjustierte, historische Rendite einer Finanzanlage ausrechnet. Dabei wird auf vielen Finanz-Internet-Seiten mit der Vergleichbarkeit des Sharpe Ratios geworben.

Ich würde nicht mal den MS-Zahlen glauben, da auch sie nicht genau sagen, wie sie das SR ausrechnen, v.a. nicht über mehrere Jahre hinweg.


__
(+) https://www.wallstreet-online.de/fonds/dws-aktien-strategie-…
=>

=> am unteren Rand der Webseite stehen die Datenlieferanten
The danger in black-box investment algorithms - Value Investing
aus: http://www.marketwatch.com/story/this-experiment-shows-the-d…

=>
- black-box investment algorithms now account for nearly a third of all U.S. stock trades
- they are particularly dangerous because they are so efficient at discovering statistical patterns
- but so utterly useless in judging whether the discovered patterns are meaningful

Hier kommt dann ein Experiment mit 100 Eingangsvariablen in Korrelation zum SP500
=> davon sind 5 übriggeblieben als aussichtsreich (aus > 75m Variationen mit 1...5 Variablen).

=> hier eine Kombination mit sehr guter Korrelation von 0.88 aus Vorhersage und tatsächlichem Index-Stand:

=> diese Vorhersage ist in der Tat beeindruckend genau.

=> aber dann in 2016:

=> fooled by randomness (würde Nassim N. Taleb sagen/FC).
=> For a model to keep working with fresh data, it needs to have a theoretical foundation.

Aufklärung:
Are my five explanatory variables sensible? Nope. I used a computer random-number generator to create 100 random variables.

=> was natürlich auch die Schwäche dieses Experiments darstellt.
Autor: Fletcher Jones Professor of Economics at Pomona College: https://www.goodreads.com/book/show/35138553-money-machine


Aber auch "Value Investing" muss man erst mal durchhalten können; siehe:

“Value investing is easy.”




aus: http://www.marketwatch.com/story/these-charts-could-blow-up-…
--> tolle Seite; daraus kann man immer mal Argumente und Gegen-Argumente ziehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.562.521 von faultcode am 20.08.17 16:10:16
Bild mit Divergenz fehlt oben
...dieses ist gemeint:



aus: http://www.athrasher.com/growing-divergence-performance-sp-5…
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.606.559 von faultcode am 27.08.17 16:25:25
(n) Bild fehlt
dieses ist gemeint:



doppelt hält besser:
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.614.098 von faultcode am 28.08.17 19:44:32
(+) diese SR-Tabelle fehlt oben:
Hyperbolisches Wachstum - Bitcoin Group (1)
(zum 2.Teil, einer exponentiellen und hyperbolischen Regression komme ich vielleicht noch mal später - gelang mir mit R nicht auf die Schnelle; manchmal muss man die Dinge einfach (vorerst) unvollendet lassen - er ist mir aber wichtiger vor dem neuen Börsentag zu posten... nachher kann jeder...(+) )

Also:
Hyperbolisches Wachstum kann durch eine hyperbolische Funktion nachgebildet werden, z.B.:

x(t) = K/(tc-t)

mit tc = konstant > 0 und bei der x(t), der Aktienkurs, bei t gegen tc (der Singularität) gegen +unendlich geht (*). K ist dabei lediglich ein Skalierungsfaktor.

Nach Didier Sornette ist hyperbolisches Wachstum (mit positivem Feedback) das Kennzeichen einer Preis-Blase (**). Dieses liegt anfangs sogar unter dem von exponentiellem Wachstum (ohne positivem Feedback). Das ist einfach mathematisch so.


1.Ableitung, d.h. "Wachstum", von x(t) = K*(tc-t)^(-1):

dx/dt = -1*K*(tc-t)^(-2)*(-1) = K*(tc-t)^(-2) = 1/K*x(t)^2

(mit Kettenregel: dy/dx = dy/du*du/dx mit hier: u = tc-t)

=> d.h., das finale Wachstum einer hyperbolischen Funktion ist noch deutlich stärker, nämlich hier quadratisch mit x(t)^2, als das einer (vergleichbaren) exponentiellen Funktion wie z.B.:

x(t) = b^(t-tc) = b^(-tc)*b^t
mit dx/dt = b^(-tc)*t*b^(t-1)

=> d.h., Kurs vor der Singularität geht das (Preis-)Wachstum (quasi) gegen +unendlich beim hyperbolischem Wachstum und in einem logarithmischen Chart kann keine Gerade mehr in der letzten Phase einer Blase an den Kursverlauf gelegt werden.


Und nachdem ich heute nur (+) soweit gekommen bin am Beispiel der Bitcoin Group SE
(DE000A1TNV91, https://www.wallstreet-online.de/aktien/bitcoin-group-aktie), hier nur der lineare und darunter der logarithmische Chart:



_
Man kann sich nun überlegen, wie es morgen am 5.9.2017 mit dem Kurs der Bitcoin Group-Aktie weitergehen könnte. Nachdem meine Regression in R leider gescheitert ist (an der nls-Funktion, bei der die Start-Parameter unglücklicherweise schon relativ nah an den finalen Werten liegen müssen für Konvergenz...), bin ich auf Beispiel (***) gestossen, bei der die Welt-Bevölkerungsentwicklung von hyperbolisch (vor 1962/63) in invers-hyperbolisch übergeht (nach 1990). So ein invers-hyperbolisches Wachstum nennt man auch logistisch (++), zumindest nach (***), S.20/128 =>




=> aus Erfahrung wissen wir aber, dass so ein günstiges, stabiles Verhalten bei Wertpapier-Preisen eher nicht eintritt, sondern am Punkt der Singularität, als im Verlaufe des Handelstages 4.9.2017 nach meiner Einschätzung, das hyperbolische Wachstum abbricht - und damit andere Kursverläufe ab dem 5.9. stattfinden werden. So wie es bei bisherigen Kursverläufen beim Bitcoin-Preis auch der Fall war, z.B. Ende 2013 mit einem Salami-Crash - bevor wieder anschliessend nochmals hyperbolisches Wachstum einsetzte.

Letzteres muss aber bei der Bitcoin Group nicht gegeben sein. Man könnte nach einem (Salami-)Crash-Ende auch von einem normalen, exponentiellen Wachstum ausgehen.


__
(*) hyperbolic growth: https://en.wikipedia.org/wiki/Hyperbolic_growth
(**) Financial bubbles: mechanisms and diagnostics, Didier Sornette and Peter Cauwels, 2014: https://arxiv.org/abs/1404.2140
(***) see: World Population Growth, 500 BCE–2300 CE, millions
https://www.academia.edu/32757085/Introduction_to_Social_Mac…
(++) https://en.wikipedia.org/wiki/Logistic_function
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.666.596 von faultcode am 05.09.17 05:04:39Wozu die Zahlen, Formeln und Charts???
An der Börse braucht man nur eines: GLÜCK
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.666.596 von faultcode am 05.09.17 05:04:39
Hyperbolisches Wachstum - Bitcoin Group (1-a)
Wie noch vor Handelseröffnung XETRA oben festgestellt ("...als im Verlaufe des Handelstages 4.9.2017 nach meiner Einschätzung, das hyperbolische Wachstum abbricht..."), ergab sich am folgenden Handelstag kein solches Kurswachstum mehr:



__
Handelsverlauf XETRA (Schluss) bis zum finalen Handelstag mit hyperbolischem Wachstum:

Antwort auf Beitrag Nr.: 55.675.539 von faultcode am 05.09.17 23:43:34
Hyperbolisches Wachstum - Bitcoin Group (1-b)
Halten wir fest:

(a) das Kurs-Wachstum der Bitcoin Group-Aktie war von Anfang an (1.Handelstag XETRA 4.10.2016) hyperbolisch angelegt und damit zumindest anfangs als solches nur extrem schwer zu entdecken, vor dem 31.7. gar unmöglich mMn nach für Menschen und Maschinen (ich kann das aber auch nur in Rückschau feststellen, weil die Diskussion für die notwendigen und hinreichenden Vorraussetzung zu hyperbolischem Wachstum den Rahmen dieser paar Postings sprengen würde.)





(meine eigene Regression zur Bitcoin Group-Aktie ist immer noch nicht fertig... siehe (+) oben)


(b) allerdings gab es empirisch an diesem Beispiel am 8./9./10.08., also an drei aufeinander folgenden Handelstagen, für aufmerksame Marktteilnehmer ein deutliches Zeichen dafür, dass hyperbolisches Wachstum vorliegen könnte - und das mit hoher Wahrscheinlichkeit => d.h. am 10.08., oder bei Geduld am 11.08., und sogar nach dem Wochenende am 14.08., konnte man sich entsprechend Long positionieren - und das bei relativ kontrolliertem Risiko:

- ich habe zu diesen drei Handelstagen geschrieben, sich "zügig" (aber nicht hektisch) Long zu positionieren. Der Grund dafür ist, dass man auch nach diesen Handelstagen noch nicht (mMn) die genauen Parameter des hyperbolischen Wachstums kennt (also K und tc bei x(t) = K/(tc-t) ):
=> d.h., es ist in einem hoch verrauschten, adaptiven und komplexen System wie dem Aktienmarkt einfach nicht besonders sinnvoll so etwas zu tun, v.a. vor dem Hintergrund, wenn es - wie hier vorliegend - möglicherweise ein ausreichend gutes Handels-Signal gibt (r); siehe nachfolgend (c).


(c) mir scheinen die dann beobachteten +50% (+ X%) Kurszuwachs am finalen Handelstag mit hyperbolischem Wachstum als guter Indikatorwert zum Handeln zu dienen für beide Seiten, Long und Short (für Long-Positionen hätte auch - für vorsichtige Marktteilnehmer - der +40%-Handelstag zuvor zum Ausstieg genutzt werden können. Dieser Tag wäre aber für Short-Händler u.U. böse ausgegangen --> anschliessende hohe Short-Squeeze-Gefahr)


(r) dieses Handelssignal kennt man u.U. nicht vorher - allerdings mit der bisherigen Untersuchung des Bitcoin Group-Kursverlaufes liegt eben nun eine erste (für mich) Arbeits-Hypothese vor - die gegebenenfalls anzupassen ist, v.a. im Hinblick auf Unternehmen mit höherer Marktkapitalisierung (MK; auf Werte mit noch weniger MK würde ich am dt. Aktienmarkt meine Resourcen nicht allzusehr verschwenden - deren Kursverläufe sind zu sehr von unvorhersehbaren Diskontinuitäten geprägt.)
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.675.689 von faultcode am 06.09.17 00:08:36
Hyperbolisches Wachstum - Bitcoin Group (1-c) - Kapitalmarkt-Blasen und Unternehmensbewertung
Im betreffenden Thread (https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1222914-921-930/…) ist am 5.9. ein interessante Frage in diesem Zusammenhang gestellt worden. Nämlich wie kann es sein, dass noch am 4.9. nach Handelsschluss die Bitcoin Group rund EUR400m "wert" ist, und keine 24h später nur mehr rund EUR250m? (s)

Nun, mMn ganz einfach: der (regulierte) Markt musste vom hyperbolischen Wachstum ablassen, da bereits restlos alle verfügbare Liquidität in der Bitcoin Group investiert war.

Damit kommt anschliessend, d.h. ab 5.9. einschliesslich, nur noch und bestenfalls:
(a) "normales", also exponentielles oder
(b) invers-hyperbolisches (auch logistisches, siehe (++) oben)
Wachstum in Frage.
Damit verabschieden sich aber genügend alte Marktteilnehmer, die an einem solchen nicht mehr interessiert sind (zumal das ob und wenn ja, welche Parameter ja vollkommen offen sind zu diesem Zeitpunkt...).

Das ist eben der grosse Unterschied zwischen hyperbolischem und exponentiellen Wachstum, wie von Didier Sornette und Co. oben in Figure 2 beschrieben: Growth without positive feedback can continue ad infinitum...


Hyperbolisches Wachstum ist an sich nicht "betriebsfremd" oder "unnatürlich" - siehe die Beispiele unter: https://en.wikipedia.org/wiki/Hyperbolic_growth#Applications

Es taucht auch an regulierten Finanzmärkten mitunter auf, v.a. in Einzelwerten. Letzteres ist mMn eher unproblematisch, da nicht die ganze Kapitalmarkt-Liquidität (mit dem Fremdkapital) in einen einzigen Wert fliesst. Bei einem breiten Gesamtmarkt ist eine Blasenbildung naturgemäss nicht erwünscht, v.a. wenn (zu) viel Fremdkapital, also geliehenes Geld, im Spiel ist, siehe die Tokioter Börse Ende der 80er Jahre.


__
Eine Bemerkung zu diesem Godmode-Artikel und seinem Ruf nach gezielter Markt-Beobachtung:
https://www.godmode-trader.de/analyse/bitcoin-group-der-fahn… ("Die Pusherkolonne dürfte sich nun zum nächsen Ziel bewegen. Das wird so weitergehen, bis die Bafin sich dem Ganzen mal annimmt.").

Warum dieser Ruf eigentlich (immer) nur aufgrund einer vorangegangenen Marktbewegung?
(Ketzerische Frage: warum nicht schon am 10.08.2017 - siehe oben unter (b).)

Noch konnte nicht festgestellt werden, dass sich das Unternehmen und/oder seine Führungskräfte und/oder Insider nicht entsprechend den Regularien verhalten hätten. Genauso wenig externe Marktteilnehmer (Stichwort "Pump and Dump").

Ich denke sowieso, dass sich die Bafin generell/punktuell Tagesbewegungen von >+50% und <-50% (im CDAX) anschaut - und dann idR nichts feststellt. Die Deutsche Börse hat ja ihre "Circuit Breaker"-Rules etc.: http://www.xetra.com/xetra-en/newsroom/current-regulatory-to… (soll die Bafin deren Einhaltung erstmal überwachen...)

Preisblasen sind eben Teil des Sortiments an Phänomenen von Finanzmärkten immer schon gewesen - ganz ohne Marktmanipulation, und werden es in freien Märkten, selbst bei Regulierung (ausser Tot-Regulierung), immer auch bleiben.

__
(s) "Price Is the Best Indicator in the World.", Michael Covel, 2014


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