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Ruhrgebiet, Kohlenpott, Ruhrpott - Fürchterlich !



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So, die schlimmste Zeit meines Lebens ( Grundstudium in Bochum ) möchte ich hier mal thematisieren, auch weil gestern wieder eine Folge " Die Eisenbahnsiedlung in Duisburg " auf RTL2 lief.
Das Leben im " Pott " wie er in den Medien liebevoll genannt wird gleicht einem Kampf um die letzten Nischen der Zivilisation, das wesentliche Investitionen schon seit Jahrzehnten einen Bogen um dieses gefühlte 17. Bundesland machen hat wohl Gründe. Ich versuche diese hier aufzuzeigen:
- hoher Anteil generationsübergreifendes Prekariat an der Bevölkerung
- hoher Anteil derjeniger die sich nicht adequat artikulieren können, sei es wegen fehlender Sprachkenntnisse oder zu geringem Bildungsniveau
- Faulheit, Inkompetenz und die Lösung von ( auch kleinsten ) Problemen mit " Zoff " gelten als Folklore
- statt fehlende Bildung durch Höflichkeit zu kompensieren ist diese weitestgehend überhaupt nicht vorhanden. Eine ausgeprägte Ellbogenmentalität ist vorhanden, auch gegenüber älteren Menschen und Behinderten.
- Körperpflege z.T. auch in der Mittelschicht ein Problem, man kann sich oft " nicht riechen "
- Bausubstanz der meisten Häuser Stand 1960 , allerdings mit weißen Bad
- Politik behindert kleinste Projekte, z.B. kleinteilige Gewerbeansiedlung oder Öffnung einer Umgehungsstraße
- Dauerstau auf der wichtigsten Verkehrsachse A40, Nahverkehr schlecht ausgebaut, dazu das " Geruchsproblem " der Fahrgäste. Daher durch Individualverkehr permanent überlastete Zufahrtsstrassen in die Innenstädte

Werde die Liste gerne fortsetzen und mit Beispielen untermauern soweit gewünscht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.679.718 von immerklein am 06.09.17 14:21:51Wiki auch schonungslos...

"Trotz einiger Erfolge des Strukturwandels der letzten Jahrzehnte leidet das Ruhrgebiet immer noch unter erheblichen Strukturschwächen.[15] Problematisch sind insbesondere das Kirchturmdenken, die eher kleinräumigen Aktionsradien der Menschen und Unternehmen, ferner die durch den demographischen Wandel schrumpfende Bevölkerung mit einem wachsenden Anteil sozial schwacher Bevölkerungsgruppen und die sich verstärkende Ungleichheit der Lebenschancen in den Städten. Die Bundesautobahn 40 markiert einen „Sozialäquator“,[16] eine Grenze zwischen dem ärmeren Norden und dem wohlhabenderen Süden. Die Abwanderung der leistungsfähigeren, gebildeteren Menschen hat ein schwindendes Humanvermögen[17] und das Anwachsen eines Prekariats, Menschen in unsicheren wirtschaftlichen Verhältnissen, zur Folge. Hinzu kommen kommunale Finanznöte sowie Mängel der bisherigen Strukturpolitik. Infolge fehlerhafter Problemanalysen sowie fehlender Schwerpunktbildung blieben die Maßnahmen weitgehend wirkungslos und eine Verbesserung der Strukturen konnte nicht erzielt werden.[18] Der Armutsbericht der Sozialverbände 2016 zeigt, dass die Armutsquote mit 20 Prozent und die Kinderarmutsquote im Ruhrgebiet mit 19 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt. Die Hälfte dieser Kinder lebt im Haushalt eines alleinerziehenden Elternteils. Erstmals lag 2016 auch die Armutsrisikoquote von Rentnern mit 15,6 Prozent über dem Durchschnitt.[19] Schließlich führen Arbeitslosigkeit, Armut, prekäre Lebensverhältnisse, schlechte Wohnquartiere und höhere Immissionsbelastungen zu einer signifikant geringeren Lebenserwartung."

https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrgebiet
#1 "Schöne" pauschale Beleidigungen einer ganzen Gegend einschließlich ihrer Bewohner....

P.S. Ich komme NICHT aus dem "Ruhrpott"

Das es NRW geschafft hat den Strukturwandel weg von Kohle und Stahl wegzustecken bleibt auf dabei auf der Strecke. Und die Altlasten waren nicht ohne.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.679.895 von Doppelvize am 06.09.17 14:39:42@ doppelvize, zunächst mal einen Dank für Deinen Beitrag der belegt das leider immer noch NRW mit dem Ruhrgebiet gleichgesetzt wird. Das Ruhrgebiet ist nur ein Teil NRWs und bezieht sich auf den Bereich Duisburg bis Dortmund und die Achse Datteln bis Hattingen. Andere Bereiche wie Münster und das Rheinland prosperieren und sollten strikt aus dieser Debatte ausgeklammert werden. Düsseldorf zählt z.B. zu den G7 Städten Deutschlands.
Was verstehst Du übrigens unter " Das es NRW geschafft hat den Strukturwandel weg von Kohle und Stahl wegzustecken bleibt auf dabei auf der Strecke "
Die o.g. Ruhrgebietsstädte haben genau das doch nicht geschafft, denn wie erklärst Du dir sonst die prozentual zweistellige Arbeitslosigkeit dort ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.679.895 von Doppelvize am 06.09.17 14:39:42:confused:

"Schöne" pauschale Beleidigungen einer ganzen Gegend einschließlich ihrer Bewohner" kannst Du dann auch Wikipedia unterstellen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.679.718 von immerklein am 06.09.17 14:21:51Früher gab es im Ruhrgebiet Kohle und Stahl, und das Ruhrgebiet war früher eine der wohlhabensten Regionen Deutschlands mit intaklten Strassen und prosperierenden Städten.

Dann regierte jahrezehntelang die SPD in NRW und in vielen Städten des Ruhrgebiets.

Heute gibt es weder Kohle noch Stahl, die Strassen sind kaputt und die Städte verslumen...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.680.129 von Corine am 06.09.17 15:02:31
Zitat von Corine: :confused:

"Schöne" pauschale Beleidigungen einer ganzen Gegend einschließlich ihrer Bewohner" kannst Du dann auch Wikipedia unterstellen.


Naja, von "Faulen" und angeblich schlecht riechenden Menschen ist bei Wikipedia nicht die Rede!

Und Nein, NRW und das Ruhrgebiet ist natürlich nicht gleichzusetzen.

Ich bitte dafür um Entschuldigung.

Im übrigen wurden mit Geldern aus dem Ruhrgebiet jahrelang arme Länder wie Bayern gefüttert! Nun fließt das Geld eben umgekehrt.

#1 Was soll mit dem Ruhrpott bashing erreicht werden?
Das ist doch kein bashing sondern nur ein Erfahrungsbericht .... wenn es nunmal so ist.....


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