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Frage zur KESt / Verlustverrechnung


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Hallo,

es geht um folgendes Szenario:

Angenommen ich realisiere im Oktober 2017 einen Veräußerungsgewinn aus einer Aktienanlage in Höhe von 2000,- Euro. Nun behält meine Bank „automatisch" 25 % Kapitalertragsteuer (KapESt) ein und führt diese an das Finanzamt ab. Soli und Kirchensteuer sowie der Sparer-Pauschbetrag seien einfachheitshalber zu vernachlässigen.

Nun realisiere ich im November 2017 einen Veräußerungsverlust aus einer Aktienanlage in Höhe von 2000,- Euro. Die Realisierung des Veräußerungsgewinns im Oktober und die Realisierung des Veräußerungsverlustes im November seien die beiden einzigen Transaktionen des Jahres 2017.

Wie verhält es sich nun? Ich nehme an, dass ich nicht „automatisch" meine abgeführte KapESt von meiner Bank zurückgebucht bekomme, oder? Muss ich extra eine Steuererklärung anfertigen, um die abgeführte KapESt wiederzubekommen? Oder sind realisierte Verluste nur mit zukünftigen Erträgen verrechenbar?

Hätte ich zunächst den Verlust realisiert, wäre mir dieser ja in meinen 'Verlustverrechnungstopf Aktien' gebucht worden und mit dem danach realisiertem Gewinn verrechnet worden, sodass ich im Jahr 2017 keine KapESt zahlen würde.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand Licht ins Dunkel bringen könnte! :)

Schöne Grüße
Fastlane1903
Doch......die bekommst Deine vorher gezahlten Steuern zurückerstattet......ganz automatisch.

Sämtliche Gewinne und Verluste in den Verrechnungstöpfen werden innerhalb eines Kalenderjahres miteinander verrechnet. Am Jahresende wird der Topf dann "Resetet" und Du fängst bei 0 an.
Das ist ja super! :) Hätte ich irgendwie nicht gedacht. Vielen Dank für die Antwort!
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.735.347 von Fastlane1903 am 13.09.17 19:14:29Meine Bank macht das automatisch.

Das passiert sogar, wenn man aufgrund eines Veräußerungsgewinnes später auf Zinsen Steuern gezahlt hat und dieser sich dann wegen späteren Verlusten wieder "pulverisiert"

Allerdings nur innerhalb des gleichen Jahres.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.735.710 von Baldur74 am 13.09.17 19:45:07In diesem speziellen Fall aber nicht.

Da er Aktiengewinn plus Aktienverlust = NULL sind.

Damit hat das ganze mit Steuern auf Zinsen/Dividenden NULL zu tun.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.737.882 von ader am 14.09.17 07:37:52Seit 2009 bleiben Verlustvorträge lebenslang bestehen. Du musst dir das bei Brokerwechsel o. ä. nur bescheinigen lassen.

http://www.gevestor.de/details/verlustvortrag-bei-aktien-so-funktioniert-die-verrechnung-778410.html
Darum ging es doch bei meiner Antwort gar nicht.

Es ging darum 2000 Gewinne auf Aktien realisiert, dann 2000 Verlust auf Aktien realisiert.
Steuer wird sofort zurückbezahlt.

Sondern um bezahlte Steuern auf Dividenden oder Zinsen.

Wenn er nur Verluste auf Aktien realisiert hat oder Verluste grösser der Gewinne auf Aktien wird kein Cent von der Steuer auf Zinsen/Dividenden/Sonstiges sofort zurückbezahlt.

Denn Aktienverluste können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden.

Ist ja die einzige Ausnahme wo nicht Verlusttopf übergreifend gerechnet wird.

Dass die Töpfe lebenslang laut momentanen Steuergesetz gelten ist ja nach 8 Jahren jedem klar.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.738.902 von ader am 14.09.17 09:31:34Sorry, ich wollte eigentl. auf die eigentl. Fragestellung antworten. Habe wohl versehentl. bei Ihnen auf antworten geklickt. Divi u. Zinsen werden natürlich nicht mit Aktienverlusten verrechnet. Und aus der ursprüngl. Fragestellung + Antwort war nicht unbedingt ersichtlich, dass es jedem der lebenslange Verlustvortrag klar ist.

Also, immer schön locker bleiben!


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