AfD - wie erkläre ich was für eine Partei es ist? (Seite 72)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.394.105 von bluechip56 am 02.09.19 18:48:20Man merkt, du bist keine Deutscher.

Du offensichtlich auch nicht!:laugh::laugh::laugh::laugh:
Kommen wir von den Schwarzen zurück zu den "Braunen":

Umfrage: Wie beurteilen die Deutschen die AfD?

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11716508-umfrage-…
Zitat:
"Umfrage: Jeder Zweite beurteilt AfD als rechtsradikal. (...)
Im Westen halten laut INSA 53 Prozent der Befragten die AfD für eine
rechtsradikale Partei, im Osten sind es 37 Prozent. 60 Prozent der
Befragten finden sogar, dass die AfD der Politik schade."
Erklären was die AfD für eine Partei ist?

Steht alles hier:

https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-verfas…

Die Partei verschiebt die Grenzen des Sagbaren, sie gibt Rassisten eine Plattform, stellt sich gegen die offene Gesellschaft. Teile der Partei verletzen Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Andere Teile richten sich gegen Demokratie und Rechtsstaat oder versuchen, die Geschichte zu revidieren und den Nationalsozialismus zu relativieren.
Liebe Mitglieder und Wähler der AfD,
hiermit erkläre ich, Verena Hartmann, Abgeordnete des Deutschen Bundestages und Mitglied der AfD-Fraktion, am heutigen Tage meinen Austritt aus der Fraktion, aus dem Vorstand des Bezirksverbandes Berlin-Pankow und aus der Partei. Ich beabsichtige meine Arbeit und damit laufende Projekte als fraktionsloses Mitglied im Deutschen Bundestag fortzusetzen.
Mit voller Überzeugung und Glaube an die AfD und ihre Programmatik bin ich damals in die Partei eingetreten und habe ihr von Anfang an meine ganze Kraft gewidmet. Als wir in den Bundestag einzogen, kamen wir aus der Mitte der Gesellschaft, standen zuvor voll im Leben, beruflich und privat – absolut bürgernah. Wir sind gewählt worden,
die politischen Entwicklungen aufzuhalten, die immer mehr zur Farce wurden. Viele Kollegen engagieren sich seitdem um der Sache willen. Deshalb bedauere ich es sehr, die AfD aufgeben zu müssen. Doch da ist auch der rechte Flügel, der um jeden Preis nur nach Macht und Einflussnahme strebt und die ganze Fraktion mit seinen Grabenkämpfen vereinnahmt. Diejenigen die sich gegen diese rechtsextreme Strömung wehren, werden gnadenlos aus der Partei gedrängt. Der Flügel will die AfD voll und ganz übernehmen, da es sich mit diesem „Etikett“ mehr erreichen lässt, als mit dem adäquateren NPD-Label.
Leider hat die Partei damit eine Richtung eingeschlagen, die ich nicht mehr mittragen kann:
Die AfD veranstaltete einen Abend im Deutschen Bundestag „30 Jahre Friedliche Revolution – Scheitert die Aufarbeitung der SED-Diktatur?“, zu Gast war die Bürgerrechtlerin Angelika Barbe. Auf diese Weise stellte sich die AfD demonstrativ an die Seite aller Betroffenen der SED-Diktatur und kritisierte scharf die erneute Etablierung unzähliger SED-Funktionäre und Stasimitarbeiter in dieser Gesellschaft. Das war in meinen Augen pure Heuchelei. Auch in unserer Partei haben es diese Personen geschafft, wieder in hohe Positionen zu kommen - ob in Kreisvorständen, als Mandatsträger oder gar im Fraktionsvorstand.
Mit dem AfD-Bundesparteitag wurden die schlimmsten Befürchtungen wahr: der Flügel mit seinen rechtsextremen Gebaren nach innen und außen, hat es bis an die Spitze der Partei geschafft. Durch neue Bündnisse, die vor einem Jahr unvorstellbar waren. Damals haben sich Politiker an der Spitze ganz klar vom Flügel abgegrenzt und positioniert. Doch nun haben sie aufgegeben. Der rechte Flügel ist weder fair, noch kämpft er mit offenem Visier. Durch Intrigen und Diffamierungen lässt er nur zwei Optionen zu: Unterwerfung oder politische Demontage.
So zersetzt er Stück für Stück die Partei und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis nichts mehr von der AfD, die sie noch vor zwei Jahren war, übrig ist.

Zum Jahresende bat die Partei alle Mitglieder um Spenden in Höhe eines ganzen Jahresmitgliedsbeitrages.
Als Verwendungszweck sollen diese Spenden für die bevorstehenden gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Verfassungsschutz eingesetzt werden. Die Parteispitze stellt sich damit faktisch an die Seite des rechten Flügels und deklariert es als Problem der gesamten Partei. Dabei ist diese Lage vor allem den rechtsextremen Aussagen einer Handvoll Politikern des Flügels geschuldet. Mitgliederspenden sollten nicht dazu da sein, den Rechtsstreit einzelner Politiker zu finanzieren, sondern müssen stets für den gesellschaftlichen Auftrag der Gesamtpartei verwendet werden. Dafür sind wir gewählt worden.
Dr. Gauland erklärt ganz offen den Begründer des rechten Flügels, Herrn Höcke, der „Mitte der Partei“ zugehörig. Damit verschiebt sich die Mitte nach rechts und zwingt die gesamte Partei mitzugehen. Er unterstreicht einmal mehr, voll und ganz hinter Höcke zu stehen. Lieber verliert die Parteispitze viele gute Mitglieder, auch Mandatsträger, als einen Höcke. Der rechte Flügel konnte sich dadurch in den letzten Jahren frei entfalten, die Richtung ist vorgegeben und der Wandel der AfD damit besiegelt.
Was noch vor 2 Jahren von den Altparteien und Medien aufgebläht wurde, ist nun tatsächlich groß geworden und nicht mehr aufzuhalten - eine klassische sich selbsterfüllende Prophezeiung.
Die AfD ist leider nicht mehr die Partei, in die ich eingetreten bin und die das Volk gewählt hat.
Ich glaube, diese Erkenntnis ist die größte Enttäuschung.

Verena Hartmann


https://www.stern.de/politik/deutschland/verena-hartmann-beg…
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.512.265 von EllyMaus am 28.01.20 19:06:33Schönes Statement!

Da kann man Verena Hartmann ja nur danken und einen gewissen Respekt zollen! Alles benannt und auch das Kernproblem der AfD nicht in Ignoranz beiseitegeschoben.

Es ist immer erfreulich, wenn Illusionisten die Seifenblasen platzen, die innere Einkehr als Einsicht das Zepter als Konsequenz für folgerichtiges Handeln zurückgewinnt. Nur bei der Bestimmung zeitlicher Eckpunkte, was die besondere Tragik als unheilvolle Entwicklung in der Partei ausmacht, da hinkt Hartmann mit spätem Erwachen und Verzug doch etwas hinterher. Aber gut, eine Hoffnung auf Änderung der Gemengelage, das allein ist ja noch kein schräges Weltbild und kann nicht zum Vorwurf werden, zumal Hartmann die Hoffnungstöter ja richtig adressiert, ergo doch Monsieur Gauland in seinem sonoren Väterlichkeitston den ätzenden Höcke-Flügel mitsamt Netzwerk in die bürgerliche Mitte hievt.

Die letzte Sitzreihe hinter dem Fraktionsblock der AfD im Bundestag erregt zusehends mediale Aufmerksamkeit, da entwickelt sich Opposition gegen die Opposition. Uwe Kamann sondiert schon und lädt schon zu informellen Gesprächen ein, fordert die Bürgerlichen in der Fraktion ebenfalls zum Austritt auf.

Alles Gute und viel Erfolg für diese Bestrebungen! Das sind die redlichen U-Bootfahrer!:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.552.462 von TimeTunnel am 01.02.20 13:04:27Interessante Umfrage: Wie ticken AfD-Wähler ...
- Von den AfD-Anhängern lehnen drei Viertel (75 Prozent) das demokratische System
Deutschlands an sich ab.
- 15% der AfD-Wähler glauben, dass die Morde der Nazis Propaganda-Märchen
der Siegermächte seien (Gesamtdeutschland ohne AfD: 2%).
- 64% der AfD-Wähler meinen, dass "die Juden Geld von Deutschland kassiert" haben
und es "damit jetzt genug" sein müsse.
- dass Deutschland wieder einen "Führer" brauche, wünschen sich 42% (!!!) der AfD-Anhänger
(daher auch die Liebe zu Putin).

Fazit der Umfrage:
"Die AfD-Anhänger zeichnen sich nicht nur durch eine Nähe zu rechtsradikalen
Bewegungen und eine große Fremdenfeindlichkeit
aus, sondern bei vielen ist
auch völkisches Gedankengut weitverbreitet".

Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Umfrage-zeigt-Gesinnung-vieler-A…
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.553.902 von Merrill am 01.02.20 17:24:16Jo, die AfD weiß eben nur zu gut, wie ihre Zielklientel unter den Wählerschichten formvollendet bedient werden muss, damit die gärige Laune auch als 13%-Marke für die Partei erhalten werden kann. Was unter Anhängern nach Hören-Wollen giert, das wird da auch prompt bedient u. beliefert - Maßgeschneidert! Da wird es dann auch unerheblich, ob das aus Parteirichtung strategisches Kalkül als Taktik der Selbsterhaltung ist oder ob sich hier tatsächlich radikale Überzeugungen als Ideologie zum Besten geben.

Wer mit Lumpen paktiert, seine Reformunwilligkeit (Fraktionsspitze Gauland/Weidel) damit manifestiert und unter Beweis stellt, der wird letztlich selbst zum Lumpen! Weidel hält Hartmanns Einschätzung für "Quatsch", Gauland kommt zum Urteil einer "falschen Wahrnehmung". Das klingt nicht nach einem Reparaturset für die Gesamtpartei. Meuthen u. Chrupalla geben hingegen als Zielmarke für die Partei 2020 den Durchbruch in die bürgerliche Mitte vor. Vielleicht sollten sich die vier Protagonisten mal zusammensetzen u. miteinander sprechen .... z.B. im Dschungelcamp!:D

Fazit der Umfrage: "Die AfD-Anhänger zeichnen sich nicht nur durch eine Nähe zu rechtsradikalen Bewegungen und eine große Fremdenfeindlichkeit aus, sondern bei vielen ist auch völkisches Gedankengut weitverbreitet".

Das Eine schließt das Andere ja nicht aus bzw. ich persönlich kann da keine graduelle Unterscheidbarkeit mehr anlegen. Alle drei Zutaten sind Bestandteile derselben Soße … und die ist Tiefbraun!;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.557.038 von TimeTunnel am 02.02.20 12:26:37Fazit der Umfrage: "Die AfD-Anhänger zeichnen sich nicht nur durch eine Nähe zu rechtsradikalen Bewegungen und eine große Fremdenfeindlichkeit aus, sondern bei vielen ist auch völkisches Gedankengut weitverbreitet".


Das ist ja alles nicht verboten!:p Mango ist noch dazu Rassist und ich wähle natürlich die AfD, die Partei wo sich Rassitsten wohlfühlen dürfen!:)

Ehrenhaften Sportlehrergruß sagt Mango
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