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Fondsparplan: Bessere Fondentwicklung, höhere Effektivkosten


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Hallo,

ich hatte gestern einen Versicherungsmakler zu Besuch. Thema war Altersvorsorge und ich überlege einen Fondsparplan abzuschließen. Was mich allerdings stutzig gemacht hat, ist das die Effektivkosten bei diesen Plan steigen wenn sich der Fond besser entwickelt.

Der Berater hat mir versichert, die Verwaltungskosten wären die gleichen und es würden auch keine Boni etc. gezahlt. Die höheren Effektivkosten würden daran liegen, weil die bestehenden Kosten stärker ins Gewicht fallen bei einer besseren Entwicklung, weil sich was man an Gebühren zahlt, nicht weiter entwickeln kann. Das verstehe ich aber nicht. Hat man mir da Murks erzählt oder bin ich zu schlecht in Mathe?
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.969.491 von Plautzi am 17.10.17 22:00:42die Provision für Versicherungsprodukte im Bereich Altersvorsorge wird in der Regel wie folgt berechnet.
Monatsbeitrag * 12 Monate * die Anzahl der Jahre die die Versicherung läuft.
Bsp: 50,- x 12 x 35 Jahre Laufzeit; entspricht einer Bewertungssumme von 210.000 und die wird mit einer Promillezahl multipliziert und fertig ist die Courtage.
Mehr Provision bei gutem Verlauf kenne ich in dem Bereich nicht.
Es handelt sich bei einem mehr an Effektivkosten nicht um mehr Provision. Die Vertriebskosten waren im Angebot ausgewiesen und fest. Aber wenn sich der Fond besser entwickelt, sollen die Effektivkosten steigen, weil sich das was man rausnimmt, nicht entwickeln kann und bei einem besseren FOndverlauf so die Effektivkosten steigen. Aber das verstehe ich nicht ganz.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.983.081 von Plautzi am 19.10.17 13:52:26Ich nehme mal an, dass es sich um frei vertriebene Fonds handelt. Dann kann man in Verkaufsprospekt die Kosten nachsehen und mit anderen Fonds vergleichen. Einen kurzen Einblick dazu liefern auch die Sites deutscher Banken. Dem VK-Prospekt kann man auch entnehmen, ob eine performanceabhängige Gebühr in Rechnung gestellt wird.

Beispiel: http://documents.fww.info/fwwdok_9FcRT73hzy.pdf
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.983.081 von Plautzi am 19.10.17 13:52:26
Zitat von PlautziEs handelt sich bei einem mehr an Effektivkosten nicht um mehr Provision. Die Vertriebskosten waren im Angebot ausgewiesen und fest. Aber wenn sich der Fond besser entwickelt, sollen die Effektivkosten steigen, weil sich das was man rausnimmt, nicht entwickeln kann und bei einem besseren FOndverlauf so die Effektivkosten steigen. Aber das verstehe ich nicht ganz.


Annahme: 10% Ausgabeaufschlag, d.h. es bleiben nur 90 EUR von 100 EUR werden angelegt.

Wertentwicklung 50% --> Ergebnis 135 EUR, d.h. 15 EUR weniger als ohne Ausgabeaufschlag
Wertentwicklung 100% -> Ergebnis 180 EUR, d.h. 20 EUR weniger als ohne Ausgabeaufschlag

Bei konstanten Vertriebskosten am Anfang wird die Wertentwicklung sich nur auf einen Teilbetrag der Anlage auswirken, die positive Wertentwicklung auf die Vertriebskosten erhalt der Käufer nicht.

(Bei Verlusten wirkt das relativ zu Gunsten des Käufers, aber diesen unangenehmen Fall will niemand betrachten. Wertentwicklung -10% --> Gesamtverlust 19 EUR, Wertentwicklung -20% --> Gesamtverlust nur 28 EUR.)
@Plautzi
Dann nenn doch mal den Fonds, um den es geht. Für einen Sparplan brauche ich doch keinen Makler. Einen Sparplan richte ich online ein, kann jederzeit mit Sparraten aussetzen und über den angesammelten Betrag oder einen Teil davon verfügen. Wenn ich will, spare ich auch bis zum Alter.

Vermutlich handelt es sich aber um eine fondsgebundene Rentenversicherung. Da wird hier bei w:o immer wieder darüber gejammert, dass die Rückkaufwerte viele Jahre lang unter den insgesamt eingezahlten Beiträgen liegen. Rendite also negativ.

Immerhin erkundigst du dich hier bevor du unterschrieben hast.


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