Diskussion zur Deutschen Börse AG (Seite 3)



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Martin Price, Analyst von Jefferies & Co, nimmt die Coverage für die Deutsche Börse AG-Aktie (ISIN: DE0005810055, WKN: 581005, Ticker-Symbol: DB1, Nasdaq OTC-Symbol: DBOEF) mit dem Rating "buy" ein. Das Kursziel laute 165 Euro. (Update vom 13.01.2020)
Deutsche Boerse | 143,50 €
28.01.20 08:40
BNP Paribas

Paris (www.aktiencheck.de) - Deutsche Börse AG-Aktie markiert aktuelles Allzeithoch bei 150,90 EUR - Chartanalyse

Die Aktie der Deutschen Börse AG (ISIN: DE0005810055, WKN: 581005, Ticker-Symbol: DB1, Nasdaq OTC-Symbol: DBOEF) befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung, wie aus der Veröffentlichung "dailyAKTIEN" der BNP Paribas hervorgeht.

Am 2. September 2019 sei sie erstmals über das Allzeithoch aus dem Dezember 2017 ausgebrochen. Anschließend sei sie bis 16. Oktober 2019 auf ein Hoch bei 145,95 EUR geklettert. Nach einer etwas längeren Konsolidierung sei am 17. Januar 2020 der Ausbruch über dieses Hoch gelungen. Am Donnerstag habe der Wert sein aktuelles Allzeithoch bei 150,90 EUR markiert.

Die aktuellen Gewinnmitnahmen könnten noch etwas andauern und zu einem Rückfall auf 145,95 EUR führen. Dort könnte die Aktie aber wieder nach oben drehen und mittelfristig in Richtung 160,00 oder sogar 165,00 EUR ansteigen. Sollte der Wert allerdings unter 141,90 EUR abfallen, müsste mit Abgaben in Richtung 133,25 EUR gerechnet werden. (Analyse vom 28.01.2020)
Deutsche Boerse | 148,65 €
Weimers Höhenflug hält an - Warten auf neue Pläne
dpa-AFX | 06.02.2020 | 13:35
FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim traditionellen Neujahrsempfang der Deutschen Börse Anfang Februar herrschte eitel Sonnenschein. Der jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren amtierende Konzernchef Theodor Weimer war bestens gelaunt - und das nicht ohne Grund. Die Geschäfte laufen blendend, der Aktienkurs eilt von Rekord zu Rekord und zuletzt gelang ihm auch einer der von ihm vollmundig angekündigten ergänzenden Zukäufe. Was bei der Deutschen Börse los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI DER DEUTSCHEN BÖRSE:

Nach wie vor halten die hohe Nachfrage nach Absicherung von Risiken, der Aufbewahrung von Wertpapieren und der Handel von Aktien die Deutsche Börse auf Erfolgskurs. Zudem haben die Investoren weiter die Hoffnung, dass der Börsenbetreiber von einer stärkeren Regulierung von einigen Marktplätzen wie dem Handel mit Devisen oder Rohstoffen profitieren kann.

In diesem Segment hatte die Deutsche Börse in den vergangenen Jahren immer wieder zugekauft, meist aber kleinere Anbieter. Der große geplante Wurf mit der Refinitiv-Devisenhandelsplattform FXall blieb Weimer verwehrt, da sich der Konkurrent aus London, die London Stock Exchange (LSE), für 27 Milliarden Dollar den Finanzdatenanbieter Refinitiv im Ganzen geschnappt hat.

Damit ist Weimer weiter auf der Suche von Handelsplätzen für Devisen und Währungen. In einem anderem Segment konnte er aber Anfang des Jahres zuschlagen - und zwar im Fondsbereich. Für umgerechnet rund 360 Millionen Euro sicherte sich die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream 51 Prozent der UBS-Fondsvertriebsplattform Fondcenter - eine Komplettübernahme ist nicht ausgeschlossen.

Die Übernahme sei ein weiterer strategischer Schritt zur Erreichung der von Weimer verordneten Ziele innerhalb der sogenannten "Roadmap 2020", hatte es bei der Ankündigung der Übernahme geheißen. Der frühere HVB-Chef will den Börsenbetreiber unter anderem mit Übernahmen unabhängiger vom Aktien- und Derivategeschäft machen.

Ein Kandidat könnte dabei die State-Street-Plattform Currenex sein. Die "Financial Times" hatte Anfang Januar berichtet, dass die US-Bank diese verkaufen will und deshalb unter anderem mit dem deutschen Börsenbetreiber spricht. Von den Unternehmen gab es dazu keinen Kommentar. Geld genug haben die Frankfurter.

UBS-Analyst Michael Werner bezifferte den finanziellen Spielraum auch nach der Fondcenter-Übernahme auf bis zu 1,7 Milliarden Euro, ohne neue Aktien ausgeben zu müssen. Aber selbst eine Kapitalerhöhung dürfte bei dem aktuellen Marktumfeld und der hohen Nachfrage nach den Deutsche-Börse-Titeln kein Problem sein.

Zudem sollten innerhalb der 2018 festgelegten Roadmap 2020 mit neuen Technologien und der Verlagerung von Stellen die Effizienz gesteigert werden, ohne dabei die Suche nach Wachstumsoptionen zu vernachlässigen. Außerdem hatte Weimer im Mai 2018 - also kurz nach seinem Amtsantritt - angekündigt, den Umsatz quer durch alle Einheiten organisch steigern zu wollen.

In den vergangenen Jahren kam er in allen Bereichen voran, so dass die Investoren gespannt warten, was er bei dem Kapitalmarkttag am 28. Mai in London vorstellen will. Beim Neujahrsempfang kündigte er auf jeden Fall schon mal an, dass er da den Weg für die kommenden drei Jahre präsentieren will. Mitte Februar steht er aber erst einmal der Presse zur Bilanz des vergangenen Jahres Rede und Antwort.

Wie schon bei der 2018er-Bilanz wird er ein kräftiges Plus beim Gewinn und auch einen Anstieg beim Umsatz im Gepäck haben. Die von Bloomberg befragten Experten rechnen derzeit bei den Nettoerlösen mit einem Plus von rund fünf Prozent auf etwas mehr als 2,9 Milliarden Euro. Beim Überschuss wird der Sprung über die Marke von einer Milliarde Euro erwartet. Die Durchschnittsprognose liegt aktuell bei 1,02 Milliarden Euro - das wäre ein Plus von 24 Prozent.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Das Papier kennt seit dem Amtsantritt Weimers so gut wie nur eine Richtung - die nach oben. Seit seinem Start, der das Ende der unrühmlichen Ära seines Vorgänger Carsten Kengeter inklusive der geplatzten Übernahme der London Stock Exchange und einer Insider-Affäre markierte, zog der Kurs um rund 55 Prozent an.

Damit zählte das Papier zu den besten Titeln im Dax, der im gleichen Zeitraum lediglich fünf Prozent zulegen konnte. Kurz nach dem Neujahrsempfang und rund zwei Wochen vor Bekanntgabe der 2019er-Zahlen hatte die Aktie mit 152 Euro ein Rekordhoch markiert. Der Höhenflug hatte die Aktie auch in die Beletage der europäischen Aktiengesellschaften befördert - seit September ist das Papier im Eurozonen-Auswahlindex EuroStoxx 50 gelistet.
Der Börsenwert liegt aktuell bei knapp 29 Milliarden Euro, womit die Deutsche Börse das mit Abstand wertvollste Finanzunternehmen am Standort Frankfurt ist. Das Unternehmen ist inzwischen deutlich mehr wert als die Deutsche Bank (18 Mrd Euro) und die seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank (7,1 Mrd Euro) zusammen.

Doch trotz der jüngsten Investoren-Zuneigung bleibt ein Wermutstropfen für Weimer. Obwohl der Konzern nach der LSE der zweitwertvollste Börsenbetreiber Europas ist, bleiben die großen Konkurrenten aus den Vereinigten Staaten wie die CME oder IntercontinentalExchange , zu der zum Beispiel die New York Stock Exchange (NYSE) gehört, in weiter Ferne.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Trotz der seit einiger Zeit anhaltenden Rally stufen immer noch fünf der 16 im dpa-AFX Analyser erfassten Experten die Deutsche Börse mit einer Kaufempfehlung ein. Die Mehrheit der Experten gibt sich aber zurückhaltender - neun Analysten haben eine neutrale Einstufung, zwei raten dagegen zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 144 Euro und damit rund sieben Euro unter dem aktuellen Niveau.

Mit Blick auf das Kursziel ist das Analysehaus Jefferies am optimistischsten. Die Experten der US-Bank hatten erst vor kurzem die Bewertung mit "Buy und einem Kursziel von 165 Euro aufgenommen und diese nach dem Bericht über das Interesse an der State-Street-Plattform Currenex bekräftigt.

Verhaltener ist der Commerzbank-Experte Christoph Blieffert, der nach der Fondcenter-Analyse das Kursziel auf 158 Euro erhöhte. Da er aber nicht glaubt, dass sich die Deutsche-Börse-Aktie besser entwickelt als der Sektor, bestätigte er seine "Hold"-Einstufung. Blieffert geht zudem davon aus, dass der Gewinn im laufenden Jahr unter anderem wegen der wieder niedriger werdenden Zinsen in den USA nicht mehr so stark zulegen kann.

Der zuletzt in den USA wieder gesenkte Leitzins ist für die Deutsche Börse vor allem bei der Tochter Clearstream ein Problem, da dieser auf die Zinserlöse dort drückt. DZ-Bank-Experte Thorsten Wenzel sieht die Deutsche Börse im laufenden Jahr denn auch durch zyklischen Gegenwind durch die niedrigeren Leitzinsen in den USA konfrontiert.

Die Abwicklungs- und Verwahrungssparte ist nach dem Segment Eurex (Finanzderivate) der zweitgrößte Erlös- und Gewinnbringer. So war das anhaltende Zinstief auch das Einzige, das Weimer beim Neujahrsempfang etwas die Laune verderben konnte. Minuszinsen seien zwar gut für Staaten und den Schuldenabbau, aber schlecht für Banken und Sparer. Sie seien eine heimliche Art der Steuer./zb/eas/mis
Deutsche Boerse | 152,05 €
dpa-AFX | 17.02.2020 | 07:17
FRANKFURT/ESCHBORN (dpa-AFX) - Beim traditionellen Neujahrsempfang der Deutschen Börse Anfang Februar zeigte sich Konzernchef Theodor Weimer in bester Stimmung. Der seit gut zwei Jahren amtierende Manager hat allen Grund dazu: Die Geschäfte des Frankfurter Marktbetreibers laufen blendend, der Aktienkurs eilt von Rekord zu Rekord und zuletzt gelang auch noch einer der begehrten Zukäufe: Für umgerechnet rund 360 Millionen Euro sicherte sich die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream 51 Prozent der UBS-Fondsvertriebsplattform Fondcenter.

An diesem Montag (17.2.) veröffentlicht der Dax-Konzern nach Börsenschluss die Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr, tags darauf stellt sich der Vorstand den Fragen der Finanzpresse. Analysten erwarten bei Umsatz und Gewinn kräftige Zuwächse. Von Bloomberg befragte Experten rechnen bei den Nettoerlösen mit einem Plus von rund fünf Prozent auf etwas mehr als 2,9 Milliarden Euro. Beim Überschuss wird der Sprung über die Marke von einer Milliarde Euro erwartet: Im Schnitt liegen die Prognosen der Analysten bei 1,02 Milliarden Euro - das wäre ein Plus von 24 Prozent zum Vorjahr.

"Wir sind mehr als eine solide Gewinnmaschine. Wir entwickeln uns stetig nach vorne", sagte Weimer beim Neujahrsempfang. Der langjährige Chef der Hypovereinsbank hatte die Führung des Dax-Konzerns nach dem Krisenjahr 2017 übernommen. Im dem Jahr war der geplante Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE gescheitert, ein auf den damaligen Konzernchef Carsten Kengeter zugeschnittenes Vergütungsprogramm zog Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen möglichen Insiderhandels nach sich.

Inzwischen steht das Tagesgeschäft wieder im Vordergrund. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2018 hatte Weimer das Ziel ausgegeben, den Umsatz quer durch alle Einheiten organisch, also aus eigener Kraft, steigern zu wollen. In den vergangenen Jahren kam die Deutsche Börse in allen Bereichen voran. Das Unternehmen profitierte auch davon, dass wegen der Verunsicherung infolge internationaler Handelskonflikte und dem Drama um den Brexit mehr gehandelt wurde.

Wie er sich den weiteren Kurs der Deutschen Börse für die nächsten drei Jahre vorstellt, will Weimer den Investoren beim Kapitalmarkttag am 28. Mai in London vorstellen. Angesichts des Höhenflugs der Aktie machte Weimer schon mal Werbung für Europas zweitwertvollsten Börsenbetreiber: "Ich kann es mir nicht verkneifen, insbesondere die deutschen Investoren darauf hinzuweisen, dass sie nur mit 17 Prozent an diesem wunderbaren Unternehmen beteiligt sind. Mensch Leute, investiert doch da, wo das Geld zu verdienen ist!"

Für Weimer selbst zahlt sich der Erfolg der vergangenen Jahre auf jeden Fall aus. Ende vergangener Woche hatte der Aufsichtsrat seinen bis Ende 2020 laufenden Vertrag um vier Jahre verlängert. Er soll die Deutsche Börse bis Ende 2024 führen. "Theodor Weimer hat seit seinem Amtsantritt vor etwas mehr als zwei Jahren die Deutsche Börse in überzeugender Weise geführt", sagte Aufsichtsratschef Joachim Faber./ben/zb/DP/zb
Deutsche Boerse | 154,50 €
Deutsche Börse legt wie erwartet zu - Dividende enttäuscht

dpa-AFX | 17.02.2020 | 19:43
(Wiederholung aus technischen Gründen.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Börse hat 2019 von der anhaltend hohen Nachfrage nach Absicherung von Risiken, dem regen Handel an den Finanzmärkten und auch Übernahmen profitiert. Die Nettoerlöse legten um sechs Prozent auf 2,94 Milliarden Euro zu, teilte der im Dax notierte Finanzkonzern am Montagabend in Frankfurt mit. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um rund acht Prozent auf 1,81 Milliarden Euro geklettert.

Unter dem Strich verdiente der Konzern, der sich erst Ende vergangener Woche die Dienste des seit Anfang 2018 amtierenden und seitdem sehr erfolgreichen Unternehmenschef Theodor Weimer für weitere vier Jahre und damit bis Ende 2024 gesichert hat etwas mehr als eine Milliarde Euro - fast 22 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Dividende soll um 20 Cent auf 2,90 Euro je Aktie steigen. Das Ergebnis lag im Großen und Ganzen im Rahmen der Analystenerwartungen, die Dividendenhöhe enttäuscht dagegen etwas.

Der Aktienkurs, der zuletzt von einem Rekordhoch zum nächsten gestiegen war, rutschte in einer ersten Reaktion auf der Handelsplattform Tradegate etwas ab./zb/he
Deutsche Boerse | 155,30 €


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