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HelloFresh nach Börsengang (Seite 11)



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50 Millionen € Umsatz bei der Schlussauktion. HAMMER.
HelloFresh | 12,50 €
Hallo Katjuscha:

o Ein Produkt jenseits der Zeit, weil es mit ganz viel unnötigen Verpackungsmüll verbunden ist.
o Ein Produkt jenseits der Zeit, weil es mit ganz viel unnötigen Transporten verbunden ist.
o Ein Produkt das auf günstige Transporte angewiesen ist, was aber angesichts des Fahrermangels zumindest in Deutschland mit Fragezeichen verbunden werden muss.
o Die Konkurrenz schläft nicht. Z.B. die Frosta AG mit ihren hochwertigen Gefrierbeuteln. Supermärkte mit mehr frischen Fertiggerichten. ReWe to go mit Aral für eine Abdeckung näher am Kunden.

o Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei Hellofresh waren zum Halbjahr 2019 9 x höher als die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 115 versus 13 Mio. Euro waren glaube ich die Zahlen. D.h. Hellofresh finanzierte sich zum Halbjahresstichtag sehr stark zu Lasten seiner Lieferanten.
o Die Liquidität war glaube ich noch um 165 Mio. Euro. Der Nettoverlust betrug 51 Mio. Euro im Halbjahr bei noch 202 Mio. Euro Eigenkapital.

Ein Teilblick auf meinen Balkon - Urban Gardening ist das Stichwort:


Ich hatte schon Jahre mit 20 Kilogramm nur Tomatenernte. Mit einem Garten ernte ich zudem Erdbeeren, Süss- und Sauerkirschen, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Pflaumen, Mirabellen, Aprikosen, Weintrauben, Paprika, Gurken, Kohlrabi, Brokkoli, Hokkaidokürbisse, Kartoffeln, Haselnüsse. Kräuter oder z.B. Cherry-Tomaten kann man auch in einer Wohnung auf der Fensterbank anbauen. Viel Aufwand ist das alles nicht.

Ich habe mit diesem Hintergrund überhaupt kein Verständnis für das noch nie Gewinn generierte Geschäftsmodell von Hellorfresh und absolut nicht für die abenteuerliche Börsenbewertung. Ich halte das Geschäftsmodell für ein "Yuppie-modell für versnobte Städter" in guten Wirtschaftszeiten. Kommt eine Rezession, werden die Abo's ganz schnell gekündigt und man kauft nach Jobverlust billiger im Supermarkt ein.
HelloFresh | 13,48 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.586.109 von Wertefinder1 am 27.09.19 18:49:34
Zitat von Wertefinder1: o Die Konkurrenz schläft nicht. Z.B. die Frosta AG mit ihren hochwertigen Gefrierbeuteln. Supermärkte mit mehr frischen Fertiggerichten. ReWe to go mit Aral für eine Abdeckung näher am Kunden.



Lieber Wertefinder1!
Danke, dass Du die Diskussion vom Salzgitter Forum hier rüberverlagert hast.

Katjuscha wird Dir sicher gerne weiterhelfen, das Geschäftsmodell zu verstehen. Mein Tipp: Gehe mal auf deren Webseite https://www.hellofresh.de und informiere Dich bevor Du wieder postest. Wenn Dir HF zuwider ist, kannste auch auf https://marleyspoon.de/ gehen. Das ist nämlich die direkte Konkurrenz zu HF.

Wie ich Dir schon erklärt habe, HF bietet eben keine Fertiggerichte, auch kein ToGo und auch nichts Gefrorenes für ihre Kunden an. HF ist ein Abomodell für Zutaten, abgestimmt auf ein Menu, nicht mehr und nicht weniger. Das kann im übrigen auch für ältere Menschen interessant sein, die sich mit dem täglichen Einkauf schwerer tun und ab und zu Lust auf Abwechslung und exotischere Speisen haben. Dazu braucht man kein Hipster zu sein.
HelloFresh | 13,52 €
Wie deutet Ihr die Tatsache, dass man bei HelloFresh zwischen zig über 1 Jahr laufenden klassischen Call-Optionsscheinen auswählen kann, es aber keinen einzigen Put gibt?

Haltet Ihr das für eine bodenlose Verschwörungstheorie, wenn ich glaube, dass die Emittenten dem Geschäftsmodell von HelloFresh "on the long run" ebenso wenig über den Weg trauen wie ich und wie offenbar auch Rocket Internet?
Letztere haben sich ja schon letzten Mai von ihrem großen Paket getrennt zu einem Kurs von 8€ - sicherlich mit deutlich tieferem Einblick in die Firma als wir alle zusammen...
HelloFresh | 13,56 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.596.022 von Der Tscheche am 30.09.19 11:41:26Es gibt 87 OS Calls und 38 OS Puts. Das ist ein ziemlich normales Verhältnis.

Bei den KO Zertis siehts etwas anders aus (159 Longs und 18 Shorts), was daran liegen dürfte, dass der Kurs in letzter Zeit so stark gestiegen ist. Da wurden etliche Shorts ausgeknockt.


Ich sehe jedenfalls keinen Anlass für deine Ausführungen. Ist bei Hellofresh nicht anders wie bei anderen Werten ähnlicher Größe, teils sogar wie bei MDax/Dax-Aktien.
HelloFresh | 13,80 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.596.022 von Der Tscheche am 30.09.19 11:41:26Wenn es dir um die Laufzeit geht, gibt es auch nur eine einzige Bank (die DZ Bank), die überhaupt Optionsscheine auf HF anbietet. Das sind etwa 15 Longs mit Laufzeit 14 Monate und 10 Longs mit Laufzeit 6/2021.

Ich denk mal, das liegt an zwei Dingen. HF ist einfach noch zu klein für größere Emitenten. Man ist halt nur im SDax. Ich finde es eh immer albern, auf solche Aktien viele Derivate rauszugeben. Zudem ist der Kurs stark gestiegen. So sortiert man sich als Emitent vielleicht auch erstmal.


Grundsätzlich seh ich eh kein Argument für deine Aussage, weil es für die Bank ja letztlich völlig egal ist, ob man an Puts oder Calls gewinnt. Man hedged das ja sowieso sofort mit der Aktie. Verdienen tut man an Spread und Gebühr.
HelloFresh | 13,82 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.586.109 von Wertefinder1 am 27.09.19 18:49:34Hi Wertefinder

1. Zu deinen ersten zwei Punkten solltest du vielleicht wissen, dass HF eine geringeren CO2 Abdruck hat als bei einem vergleichbaren Kauf im Supermarkt. Das liegt an Lieferkette und regionalen Produkten.

2. Fahrermangel? Na ja, der große Vorteil ist ja, dass es genug Menschen gibt, die sich etwas dazu verdienen wollen. Ob das gut genug bezahlt ist, ist ne andere Geschichte, aber ich hab das jahrelang sowohl als Student als auch in den Jahren danach gemacht, meist am Wochenende. Ich hatte meist 9 € netto pro Stunde raus. War okay. Könnte aber sicherlich besser bezahlt sein. Andererseits fand ich immer, dass ich für ein bisschen Auto- oder Fahrradfahren und manchmal etwas Treppensteigen nun auch nicht gerade Toplohn verlangen kann. Von Unternehmensseite hängt es sicherlich auch davon ab, in welcher Entwicklungsphase man ist. In den ersten Jahren der Investition in die Marktstellung und ohne Gewinn kann man von solchen Unternehmen mit dem Gros der Kosten im Personalbereich sicher nicht verlangen, dass sie gute Löhne zahlen. Das muss dann über die Masse an Kunden geschehen, so dass man nach einigen Jahren dann vielleicht auch die Löhne anhebt. Würde es Personalmangel geben, müsste man ohnehin etwas ändern. Aber scheint ja nicht der Fall zu sein.

3. Die Konkurrenz ist nicht Frosta oder Rewe. Ich hab ja nun einen Rewe direkt vor der Tür. Da finde ich nichts vergleichbares. Frische Fertiggerichte? Was soll das sein? Zumal dabei ja das Kocherlebnis zuhause fehlt. Bei Rewe gibt's meist frische Salate, aber keine kompletten Gerichte (es sei denn aus der Kühltruhe, wie Frikassee, KönigsbergerKlopse, Nudelgerichte etc). Wie soll das auch gehen, frische Komplettgerichte frisch zu halten? ReWe ist ja kein Restaurant. Im Supermarkt müsste man sich alles erst zusammen kaufen und dann auch wissen, wie man es portioniert und zubereitet. Du magst es nicht glauben, aber es gibt halt ein gewisses Klientel, dem ist das nicht klar. Siehe auch mein Punkt 7 weiter unten.

4. Gegenüber wem solle man denn hohe Forderungen haben? Bzw. vielleicht hat man einfach nur ein gutes Forderungsmanagement. Zudem ist es doch Quatsch, dass man sich über die Lieferanten finanziert. Muss man sich ja in der Entwicklung des Umsatzes und den Bilanz ganzheitlich anschauen. Ich kann das Thema aber gerne mal bei der IR nachfragen, wobei ich das nicht bedeutend finde.

5. Ich weiß nicht wieso das Eigenkapital bei dir immer so eine beliebte Kennzahl ist, unabhängig vom Geschäftsmodell. HF hat doch außer Cash keine großen Vermögenswerte. Wieso auch, bei dem Geschäftsmodell? Zudem vergisst du komplett die Gesamtentwicklung des Konzernes bei Umsatz und Marge. Erkläre mir doch mal wieso 165 Mio Cash nicht ausreichend sein sollen, wo man in Q2 gerade den ersten Gewinn erzielt hat, und zwar nicht nur bereinigt sondern auch unbereinigt! Seit Jahren steigt die Marge, und vermutlich wird man 2020 auf Jahresbasis 3-5% Gewinnmarge erzielen. Ex-USA erzielt man ja bereits ziemlich dicke Gewinne.

6. Ich baue auf dem Balkon auch eigene Tomaten sowie unterschiedliche Kräuter an. Für mehr ist da allerdings kaum Platz. Und du solltest bedenken, dass viele Wohnungen in den Innenstädten überhaupt keine Balkons haben, geschweige groß genug für den eigenen Anbau von Gemüse. Nicht desto trotz find ich das gut, wenn man das nach Möglichkeit macht. Das ist ja auch ein Teil der Klimadebatte als auch Versorgungsdebatte.

7. Selbst wenn man HF für ein Yuppie-Modell hält, sollte man nicht vergessen, dass es erstens bestimmten Menschen hilft und zweitens kaum verbreitet ist. Wir reden von daher von einer sehr niedrigen Basis, von der sich halt wachsen lässt, egal wie fragwürdig das der Großteil der Menschen finden mag. In meinem Bekanntenkreis haben 3 Leute HF abonniert. Das sind ausschließlich Paare ohne Kinder, die viel arbeiten. Sprich, sie haben wenig Zeit, viel Geld, und wenig Expertise im Kochen, aber würden gern gemeinsam oder manchmal auch allein gerne kochen/braten. Und genau auf diese Leute zielt HF eben ab. Für mich als aktueller Single lohnt es sich nicht, weil ich erstens nen Supermarkt direkt vor der Tür habe, zweitens meist zuhause bin und drittens das Abo-Modell für mich alleine zu teuer wäre. Wäre ich aber zu zweit, hätte wenig Zeit, dann wäre es durchaus eine Option, weil HF halt die Speisen mit Anleitung gut proportioniert, und ich zudem ja darüber bestimme in welchen Wochen das Paket kommt und wann nicht. Deshalb sind die aktiven Kunden ja auch so fluktuativ bei HF. Die kommen aber oft auch wieder zurück, wenn Bedarf vorhanden ist. … HF kann jedenfalls noch ohne Ende wachsen, nicht nur in Deutschland. Selbst wenn man also meint, in Deutschland wäre das Konzept aus der Zeit gefallen (was ich anders sehe), sehen die Leute in den USA das vielleicht etwas anders, und das bei geringen Spritpreisen dort. Interessanterweise ist man aber in Europa bereits profitabel, in den USA noch nicht.



Grundsätzlich kann man ja als Kunde über HF als Geschäftsmodell unterschiedlicher Meinung sein, aber wieso guckst du dir als Anleger die Zahlen nicht vorurteilsfrei ganzheitlich an und gibst vielleicht auch mal zu, dass die Margenentwicklung schlicht beeindruckend ist?! Es ist doch jetzt schon absehbar, dass HF im kommenden Jahr bei allen Gewinn/Cashflow-Kennzahlen positiv abschneidet.

Ich mein, ich war bis vor einem Jahr ja auch ziemlich skeptisch. Aber HF liefert halt das was man verspricht, sowohl dem Kunden als auch dem Anleger in Form starker Daten.

Ich sag noch nicht, dass sich HF am langen Ende mit tollen zweitstelligen Margen wird behaupten können. Das muss man mal abwarten. Aber aktuell sieht es doch wirklich ganz stark aus. Dass man die nächsten Jahre gute Gewinne und Cashflows ausweist, steht für mich fest. Und da jetzt ein KUV von 1,0 fürs Jahr 2020 als abenteuerliche Bewertung zu bezeichnen? Na ich weiß ja nich …
HelloFresh | 13,84 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.586.109 von Wertefinder1 am 27.09.19 18:49:34Prognoseerhöhung, und zwar heftig.

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11813578-dgap-adh…

Vor allem Q3 Gewinn überrascht schon sehr. Da hatte der Markt eher mit -10 Mio bis Null AEbitda gerechnet. Nur mehr als 10 Mio Gewinn.

Da sieht man, was in den kommenden Jahren an horrenden Gewinnen möglich ist, wenn jetzt schon im saisonal eher schwachen Q3 ordentlich Gewinn anfällt.

Ich werd mir das mal bis morgen durchrechnen, aber ich werd wohl meine 2020er Prognose nochmal deutlich erhöhen müssen.
HelloFresh | 14,50 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.689.778 von katjuscha-research am 14.10.19 20:05:53
Zitat von katjuscha-research: wenn jetzt schon im saisonal eher schwachen Q3 ordentlich Gewinn anfällt.

"Auf Segmentebene erzielten beide operativen Segmente der Gesellschaft (International und USA) ein positives AEBITDA im dritten Quartal 2019."

Also unter "ordentlich Gewinn anfällt" verstehe ich etwas anderes.
HelloFresh | 14,44 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.689.970 von Der Tscheche am 14.10.19 20:29:19
Zitat von Der Tscheche: Also unter "ordentlich Gewinn anfällt" verstehe ich etwas anderes.



Also rund 15 Mio AEbitda in einem einzigen Quartal bei 3,4% Marge, und dazu in einem saisonal eher schwachen?

Wer hätte denn das für möglich gehalten? Nicht mal die kühnsten Optimisten hier oder anderen Foren. Und in Foren sind ja normalerweise die größten Pusher unterwegs. ;)



Also ich werd wohl meine Ebitda Prognose auf 110 Mio € (5% Marge) fürs kommende Geschäftsjahr anheben.
HelloFresh | 14,44 €
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