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Nordex wird in Kürze massiv einbrechen



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Gut, eigentlich ist der Aktienkurs schon eingebrochen. Anfang des Jahres standen wir über 20,00 Euro Anfang der Woche standen wir über 9,00 Euro. Heute morgen stand der Kurs noch über 8,00 Euro. Ich denk dass dies aber nur der Anfang ist und es noch weiter runter geht und sich hier immer noch ein langfristiges Shortinvestment lohnt.


09.11.2017 Kurs 7,70 Euro
Kursziel Ende 2018: <3 Euro

1. In meiner Gegend wurde in den letzten Jahres alles mit WKAs zugepflastert und die WKA-Hersteller haben fette Gewinne eingefahren und Kapazitäten aufgebaut. Ich denke der Boom ist jetzt vorbei und die fallenden Aktienkurse bei Nordex sind die nur die Vorboten von Verlustjahren. Deutschland ist der Hauptmarkt von Nordex.

2. Vestas spricht von Preisdruck, steigert gleichzeitig aber massiv den AE, bei im Vergleich zu Nordex immer noch sehr starker Marge. Auftragsbestand von Vestas ist im Jahresvergleich fast 25% im Plus. Nordex halbiert im gleichen Zeitraum den Auftragsbestand. Hier werden Wettbewerber verdrängt und Nordex steht momentan mit weitem Abstand ganz oben auf der Streichliste.

3. Der Laden ist mit einer MK von 750. Mio Euro komplett überbewertet. Selbst im Boomjahr 2016 lag der Gewinn unter 100 Mio.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.144.009 von Aither am 09.11.17 16:10:54Windkraftbranche in NRW fürchtet Umsatzeinbrüche und Massenentlassungen

https://www.ksta.de/nrw/energie-windkraftbranche-in-nrw-fuer…
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.144.156 von Aither am 09.11.17 16:25:37



Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.


Eine Benchmarkanalyse zeigt dass an dem Laden etwas faul sein muss. Wieso läuft der Aktienkurs von Nordex bereits seit Anfang 2016 (bei einem Bullenmarkt) nur nach unten, während der Konkurrent Vestas trotz des heutigen Einbruchs immer noch fett im Plus ist?
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.144.693 von Aither am 09.11.17 17:10:57Ein Grund für den Chartverlauf im Benchmarkvergleich mit Vestas könnte sein, dass Nordex als Nischenanbieter für Schwachwindkraftanlagen Konkurrenz bekommen hat
Was geht hier ab ?

Ich bin rechtzeitig ausgestiegen, weil ich das Desaster habe kommen sehn. Aber das es so hart kommt, geht mir doch an die Nieren.

Ist das eine Shortattake ? Ich bin gerade mit meinem Latein am Ende.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.146.295 von Analyst12815 am 09.11.17 19:18:18Nein, die Aktie ist einfach fundamental überbewertet.

Buchwert: Zieht man den Goodwill und die aktivierten Entwicklungsleistung ab kommt man auf 300-400 Mio. also 3-4 Euro

Gewinn: Bei einem Umsatz von 2 Mrd. und einer Ebitmarge von 3-4% kommt man hier auf 30-40 Mio. und nach Steuern und Zinsen auf 20 Mio. Bei einem 20er KGV sind das auch nur 4 Euro.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.146.577 von Aither am 09.11.17 19:49:09Also das ist doch Blödsinn "die Aktie ist fundamental überbewertet" Mag ja sein mit dem KGV, aber Nordex ist Hochtechnologie.

Ich greife jetzt auch nicht ins fallende Messer, aber irgendwas stimmt hier nicht, ich kann es noch nicht identifizieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.146.628 von Analyst12815 am 09.11.17 19:55:07Ja und deswegen setze ich den fairen Wert auch auf 300-400 Mio. respektive 3-4 Euro pro Aktie an. Der Aktienkurs ist noch zu hoch und muss runter.
Viele Fehler drin:

Es gibt auch in Deutschland noch riesiges Potential für mehr Windkraftenergie. Ansonsten könnte man ja alle Überlegungen zur Elektromobilität oder zum Abstellen von Kohlekraftwerken gleich einstellen. Die meisten heutigen Standorte können über kurz oder lang mit wesentlich leistungsfährigen Anlagen repowert werden und können dann das Vielfache wie bisher erzeugen. Bundesländer wie NRW oder Bayern hinken dem Ausbau weit hinterher. Die Offshorewindkraft steht erst noch am Anfang.

Deutschland ist nicht der Hauptmarkt von Nordex - hier wurde lange Zeit nur ein ganz kleiner Anteil der Anlagen verkauft. Bis man im Schwachwindanlagen seinen Anteil steigern konnte. Marktführer mit ca. 60 % Marktanteil in Deutschland ist Enercon.

Nordex ist kein Nischenanbieter für Schwachwindkraftanlagen. Die können alle Arten von 3flügeligen Anlagen an Land liefern.

Zum Halbjahr 2017 hat man 957 Mio. Euro Eigenkapital ausgewiesen, der Goodwill lag ab 547 Mio. Euro und die aktivierten Eigenleisungen bei 216 Mio. Euro. Da bleiben 194 Mio. Euro übrig und nicht "300-400". Nimmt man zudem die 111 Mio. Euro latente Steuerposition und die 98 Mio. immaterielle Anlagevermögen, dann bleibt gar nichts mehr übrig.

Die AG hat zwar relativ wenige Bankschulden und könnte vllt. Anlagenvermögen gegen weitere Kredite belasten - jetzt mal mit Senvion verglichen, die von einer ganz üblen Heuschrecke dominiert werden. Aber angesichts der heraufziehenden strukturellen Probleme ist das nicht wirklich beruhigend.

Dann erscheint es wichtig den Hintergrund des Deals mit Acciona zu kennen, die seit so April 2016 29,9 % der Anteile halten und 3 Jahre lang nicht aufstocken dürfen. Das hemmt den Einstieg eines z.B. asiatischen Großaktionärs, wenn seitens Acciona keine Signale kommen sollten.

Ganz wichtig erscheint es auch, die Lage von Acciona Windpower bzw. jetzt Nordex in Brasilien und generell Amerika richtig einschätzen zu können.

Wer hier auf der Longseite investiert ist, der muss genau wissen was er macht. Die Investitionshöhe sollte so bemessen sein, das einem auch ein möglicher Totalverlust nicht umhaut.

D.h. nicht, das Nordex an sich in sehr große Schwierigkeiten kommen muss. Aber es gibt genug Beispiele, wo Aktionäre alles verloren haben. Man denke z.B. an die alte General Motors, wo die Aktionäre alles verloren haben. Und deren anschließende Sanierung und Auferstehung an der Börse als "General Motors neu".
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.147.804 von Wertefinder1 am 09.11.17 22:26:44Vielen Dank für deinen informativen Beitrag. Ich teile absolut deine Meinung dass man hier mit einem Totalverlust rechnen muss. Nur weil die Aktie sich 2005 und 2012 erholt hat heißt das nicht dass dies noch mal passieren muss, wie manche in dem anderen Thread denken. Welchen Aktienwert misst du Nordex heute (09.11.2017) bei?


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