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EZB hat die Käufe von Steinhoff-Anleihen gestoppt | Diskussion im Forum



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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Käufe von Anleihen des kriselnden Möbelkonzerns Steinhoff gestoppt, als die Probleme des Unternehmens bekannt wurden. Das sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Die Zentralbank …

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Die EZB kauft doch jedem Mist und haften darf der ( deutsche ) Steuerzahler.
Danke Draghi
Bericht vom 25.08.2017
25.08.17
Finanzabteilung

Steinhoff weist Vorwurf der Bilanzfälschung zurück
Von Florian Bamberg

Ein Bericht über angebliche Ermittlungen gegen den CEO des Möbelherstellers Steinhoff hat die Aktie des Unternehmens auf Talfahrt geschickt. Nun kontert der MDax-Konzern: Der Bericht sei der Kampagne eines ehemaligen Geschäftspartners aufgesessen.

Nach einem Bericht des „Manager Magazins“ wehrt der Möbelhersteller Steinhoff sich gegen die Anschuldigungen. Die Wirtschaftszeitschrift hatte berichtet, die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittle gegen den Steinhoff-Vorstandschef Markus Jooste wegen des Verdachts der Bilanzfälschung. Die Vermutung sei, „dass überhöhte Umsatzerlöse in die Bilanzen konzernzugehöriger Gesellschaften eingeflossen sind“, zitiert das Manager Magazin die Staatsanwaltschaft. So seien in mehreren Transaktionen „jeweils dreistellige Millionenbeträge“ fingiert worden, heißt es weiter.

Dies kontert das MDax-Unternehmen nun. Ein ehemaliger Joint-Venture-Partner „missbraucht die Presse“, um einen laufenden Rechtsstreit mit Skandalmeldungen über das Unternehmen zu beeinflussen, erklärt der MDax-Konzern seine Sicht auf das Geschehen in einer Mitteilung.

Das „Manager Magazin“ berichtet weiter von Razzien in der Europazentrale von Steinhoff im niedersächsischen Westerstede sowie in den Privathäusern von zwei „Steinhoff-Vertrauten“. Dabei seien Dokumente sichergestellt worden, die angeblich Steinhoff-Manager Andreas Seifert unterzeichnet haben soll. Seifert weist laut „Manager Magazin“ zurück, dass er die Dokumente unterschrieben hat. Er soll dem Bericht zufolge Strafanzeige wegen Urkundenfälschung gestellt haben.

Steinhoff sagt: Es gab keine Razzien
Steinhoff erklärt auf den Artikel hin, „wesentliche Fakten und Anschuldigungen sind falsch oder irreführend“. Die Quelle einiger der Anschuldigungen sei ein früherer Joint-Venture-Partner in Europa, mit dem Steinhoff derzeit vor Gericht mehrere Prozesse führe. Im Zuge dieser Prozesse habe der Geschäftspartner die unvorteilhaften Aussagen über Steinhoff an die Presse durchgestochen, mutmaßt man bei Steinhoff. Es habe der Darstellung des Konzerns zufolge aber keine weiteren Ermittlungen oder Razzien gegeben.

Die strittigen Vorfälle liegen offenbar schon einige Zeit zurück. Steinhoff weist darauf hin, der Konzern habe seit Anfang Dezember 2015 regelmäßig über die Ermittlungen gegen den Konzern informiert. Dabei geht es um Bewertungs- und Rechnungslegungspraktiken. Der Konzern habe Kanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften beauftragt, um der Sache unabhängig nachzugehen, schreibt Steinhoff in seiner Mitteilung. Deren Ermittlungen hätten ergeben, dass es keine Belege für Rechtsbrüche durch Steinhoff gebe und dass die aufgeführten Finanzpositionen stimmten, sagt das Unternehmen. Steinhoff befinde sich in einer „konstruktiven“ Zusammenarbeit mit den Behörden, um eine Lösung zu finden, heißt es in der Erklärung weiter.


Steinhoff-Aktie erholt sich am Freitag nach Einbruch wieder
Die Steinhoff-Aktie hatte am Donnerstag einen dramatischen Einbruch erlebt: Binnen weniger Stunden fiel das Papier von 4,26 Euro um mehr als 10 Prozent auf 3,69 Euro. Das heutige Dementi von Steinhoff scheint die Aktionäre etwas beruhigt zu haben. Am Freitagmittag hatte sich die Aktie auf Werte um 3,91 Euro erholt. Auf Jahressicht ist die Bilanz am Aktienmarkt dennoch mau: Im August 2016 hatte das Papier seine Höchststände bei Werten knapp über der 6-Euro-Marke erreicht.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de

https://www.finance-magazin.de/finanzabteilung/treasury/stei…
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.454.581 von gekko2020 am 14.12.17 23:55:08
Massive Nachteile für die Anleihegläubiger zu befürchten
Seit August 2017 kursieren Berichte, in denen von einem Verdacht der Bilanzfälschung bei der Steinhoff International Holdings N.V. die Rede ist. In Deutschland ist Steinhoff vor allem durch die Poco-Möbelhäuser bekannt. Anfang Dezember wurde dann von neuen Informationen über Unregelmäßigkeiten im Konzern berichtet. Der seit zwei Jahrzenten amtierende Konzernchef Markus Jooste trat daraufhin zurück. Der Aktienkurs fiel von 3,42 Euro auf zwischenzeitlich 0,35 Euro. Ebenso brach der Kurs der 800 Mio. Euro schweren Anleihe um fast 50 % ein. Die Anleihe hatte die Steinhoff Europe AG, eine Tochtergesellschaft der Steinhoff International Holdings N.V. mit Sitz in Österreich, im Sommer 2017 mit einer Laufzeit bis 2025 und einem Zinssatz von 1,875 % platziert (WKN: A19LXV) und von der Steinhoff International Holdings N.V. garantiert.

In der Folge ist nach Einschätzung der SdK zu befürchten, dass Banken eventuell Kredite kündigen und die Gläubiger im Wege einer Sanierung des Unternehmens eventuell auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen. Um die Verhandlungsposition der Anleger zu stärken, ist aus Sicht der SdK bereits jetzt die Wahl eines gemeinsamen Vertreters der Anleihegläubiger gem. § 7 SchVG sachgerecht. Das deutsche Schuldverschreibungsgesetz von 2009 (SchVG) ist trotz Sitz der Steinhoff Europe AG in Österreich anwendbar, da die Anleihe nach deutschem Recht emittiert wurde.

Die SdK bietet allen Anleiheinhabern an, sie über die aktuelle Situation der Steinhoff International Holdings N.V. auf dem Laufenden zu halten und deren Stimmrechte auf künftig stattfindenden Gläubigerversammlungen auszuüben. Betroffene Anleger werden gebeten, sich unter www.sdk.org/steinhoff für einen kostenlosen Newsletter zu registrieren

http://63871.seu1.cleverreach.com/m/6893558/505567-316701102…


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