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Wereldhave - ein großer mit Potential



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Da die letzte Diskussion zur Aktie vor 5 Jahren abgeebbt ist, würde ich gerne wieder eine neue Starten.
Verstehe gar nicht, wie eine derartige Aktie so "unspektakulär" sein kann.
Facts zum heutigen Zeitpunkt (20.1.2018):

Portfolio mit ca 30 Shoppingcentern á 27.000m² im schnitt und
über 95% Vermietung
Der bisherige Wachstumstrend geht auch in eine klare Richtung:
Ergebnis 2015: 103,8 Mio €
Ergebnis 2016: 120,8 Mio €
Ergebnis 2017e: 148,4 Mio €

und dann gibt es noch die VIERTELJÄHRLICHE Dividende mi insg. ca 7,2% p.a.
Das KGV steht mit 11,4 für den Immo-Sektor recht gut da. (Vgl. Vonovia 16,1 / DIC Asset: 17,9) Bei 15 spricht man von einem fairen kgv. wenn man die 30% Unterschied auf den Kurs rechnet, dann
ist mal eben Potential bis 53€ da. und selbst ohne Steigerung... Hey! 7% Dividende!

für mich sieht das nach einer echten Chance aus.
was meint Ihr dazu?

quellen:
https://www.wereldhave.com/investor-relations/reports-publications/presentations/
https://www.wereldhave.com/investor-relations/reports-publications/annual-reports/annual-report-2016/
https://www.wereldhave.com/siteassets/documents/presentations/2017-07-25_investor-presentation-hy-results-2017.pdf.pdf
Ja, sieht auch charttechnisch interessant aus. Auf einem mehrfach getesten Niveau aufgekommen.

Aktuell haben halt alle Angst, dass die Menschen in Zukunft nicht mehr so in den Shopping-Malls einkaufen, sondern sich immer mehr nur noch liefern lassen. Auch wenn die letzten Jahre noch gut waren, ab morgen ist alles anders.
Das die Shopping-Mall-Betreiber wirklich in Probleme geraten könnten, zeigt sich in den USA bereits. Dort ist die Entwicklung wohl schon ein paar Jahre weiter.

Trotzdem denke auch ich, dass der stationäre Handel immer einen gewissen Anteil am Handel behalten wird und da der Konsum ingesamt ja weiter wächst, werden auch die Shopping-Malls ein zumindest stabiles bis leicht wachsendes Geschäft haben.

Die Aktie also möglicherweise wirklich eine Chance. Was mich davon nur abhält, ist, dass sie eigentlich zu billig ist.
Notfalls kann man die Malls ja aber auch in AMZN-Lagerflächen und Wohnungen umbauen. ;)
Naheliegend ist der Vergleich mit Dt. Euroshop.

2016 sah es so aus:
------------------- DES Wereldhave
Mieteinnahmen---- 205 201,5
Schulden--------- 1.873 1.566
Eigenkapital------ 2.240 1.978
Börsenwert------- 2.010 1.660

Schulden/ Miete------ 9,13 7,78
Börsenwert/ Miete--- 9,80 8,24
beides/ Miete-------- 19 16

Standort Deutschland mag nun etwas bevorzugt sein, im Vergleich zu Niederlande/ Belgien/ Frankreich.

Aber Wereldhave ist tatsächlich einiges günstiger. Wäre die Bewertung wie bei Deutsche Euroshop, könnte man durchaus 30% Kurspotenzial ableiten. Aber Faktor 19 bzw 16 auf die Miete als Unternehmenswert bei gewerblicher Vermietung, das entspricht gut 5% Rendite bei DES bzw gut 6% bei Wereldhave. Viel Risiko scheint mir da nicht eigepreist zu sein, wobei die Konsummärkte ja durch die Zinspolitik beflügelt sind, was sich auch mal ändern kann. Die Konkurrenz zum Onlinevertrieb ist zumindest insoweit zu spüren, als die Zahl und Fläche der Shoppingcenter absehbar nicht weiter wächst. Insoweit sind auch hohe Ausschüttungen logisch, denn für Investitionen wird das Geld nicht benötigt.

Nachem der Büroimmobilienmarkt in den Niederlanden nach 2008 förmlich zusammengebrochen war, könnte ich mir vorstellen, dass es da immer noch Schnäppchen gibt. Das hat mit den Shopingcentern nicht unbedingt etwas zu tun, aber ein Investor mit regionalem Fokus aus den NL oder Frankreich hat vielleicht eine höhere Renditeerwartung, was den günstigeren Börsenkurs erklärt.

DES und Wereldhave hatten seit 2015 fast 30% Kursverlust zu verzeichnen, das kann natürlich übertrieben sein. Aber ohne die neidrigen Zinsen wären solche Bewertungsfaktoren von fast 20 auf die Mieteinnahmen auch hoch, nüchter betrachtet.
Ich habe mehrere interessante Artikel gelesen, in denen die mögliche Rolle von shoppingcentern in der Zukunft beschrieben wurde. Ein "onlineerlebnis" (der einkauf bei amazon) ist lange nicht so inspirierend oder erlebnisreich, wie ein Besuch in einer gut gemachten Mall. Dorfzentren, welhe lediglich überdachte und aneinandergereihte Läden sind, haben es da schwer gegenüber wahren Ausflugszielen, bei denen die Kinder was zum Spielen haben, für Mittagessen in allen Varianten gesorgt ist und tatsächlich was für´s Auge geboten wird. Zudem können Läden in Zukunft auch von der Digitalisierung profitieren und die Einbindung von VR oder anderen neuen Techniken macht den Besuch schon spannender... Ich glaube schon, dass der Einzelhandel weiter bestand haben wird. (Erinnern wir uns auch ans letzte Weihnachtsgeschäft. Das war alles andere als rückläufig).

Das hier ausgeschüttet statt investiert wird, sehe ich nicht unbedingt. Ich denke schon, dass sich das Management auch überlegt, was man sonst so auf die Beine stelle kann. Immerhin mussten ja auch die letzten Umsatzsteigerungen von irgendetwas kommen. und wie gesagt.. 7% dividende... wer wird denn da meckern. Das hatte ich zuletz bei KTG Energie, die dann aber wegen windigem geschäftsmodell baden gegangen sind. Hier steckt mehr substanz drin.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.781.727 von honigbaer am 21.01.18 15:07:41
Zitat von honigbaer: Naheliegend ist der Vergleich mit Dt. Euroshop.

2016 sah es so aus:
------------------- DES Wereldhave
Mieteinnahmen---- 205 201,5
Schulden--------- 1.873 1.566
Eigenkapital------ 2.240 1.978
Börsenwert------- 2.010 1.660

Schulden/ Miete------ 9,13 7,78
Börsenwert/ Miete--- 9,80 8,24
beides/ Miete-------- 19 16

Standort Deutschland mag nun etwas bevorzugt sein, im Vergleich zu Niederlande/ Belgien/ Frankreich.


Vergleichbar eher mit Klepierre:

Miete 1214 mio (Netto-Umsatz 1083 mio)
NetDebt 8728 mio
EK Aktionäre 10106 mio (Gesamt 12000 mio)
MarketCap 11000 mio
Klepierre erscheint aber teurer, wenn man statt net debt die Schulden anschaut und vor allem ist auch "non-controlling interest" da, also Minderheitsanteile. Ich sehe Klepierre von der Bewertung her näher an DES als an Wereldhave, vielleicht sogar teurer als DES.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.794.588 von honigbaer am 22.01.18 22:34:11
Zitat von honigbaer: Klepierre erscheint aber teurer, wenn man statt net debt die Schulden anschaut und vor allem ist auch "non-controlling interest" da, also Minderheitsanteile. Ich sehe Klepierre von der Bewertung her näher an DES als an Wereldhave, vielleicht sogar teurer als DES.


Naja... den Minderheiten gehört natürlich auch ein Anteil an den Schulden.

Dazu ist das Portfolio ein ganz anderes.
Trotzdem gehören die 11,4 Mrd Marktkapitalisierung zu den genannten 1,214 / 1,083 Mrd Miete.
Nennenswerte Umsatzanteile in Spanien und Italien bedeuten doch für die Bewertung, dass eher niedrigere Multiple angebracht wären. Ich sehe keinen Grund, meine Einschätzung zu ändern.

Der Unterschied zwischen den Unternehmen ist ja nicht so groß, ich sehe das Problem eher vor dem günstigen Zinshintergrund, nur dieser rechtfertigt meines ERachtens Faktor 20 auf die Miete beim Unternehmenswert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.795.398 von honigbaer am 23.01.18 01:02:58
Zitat von honigbaer: Trotzdem gehören die 11,4 Mrd Marktkapitalisierung zu den genannten 1,214 / 1,083 Mrd Miete.
Nennenswerte Umsatzanteile in Spanien und Italien bedeuten doch für die Bewertung, dass eher niedrigere Multiple angebracht wären. Ich sehe keinen Grund, meine Einschätzung zu ändern.

Der Unterschied zwischen den Unternehmen ist ja nicht so groß, ich sehe das Problem eher vor dem günstigen Zinshintergrund, nur dieser rechtfertigt meines ERachtens Faktor 20 auf die Miete beim Unternehmenswert.


1. Würde ich mal keine Miete nehmen sondern den FFO

2. hat Wereldhave nur 30 Shopping-Malls.

Dazu würde ich mal in die USA schauen, wo die Mall-Krise schon älter ist. Verprügelt wird was klein ist und schlechte Malls hat.

Ich finde Malls nicht wirklich günstig. 13-fach FFO ... da bekommt man in den USA langweiligeres ala WPC oder die verprügelten Healthcare-REITS Ventas & Welltower.
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