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Pressefreiheit in Deutschland



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Für viele Jahre war ich Leser vom Handelsblatt.
Anders als in den anderen angepassten Blättern, wo alles ausgeblendet wurde, was nicht
in das krude Weltbild einer abgehobenen Elite passte, waren hier doch nachdenkswerte Artikel
über eine Welt im Umbruch zu lesen. Man bekam eine gewisse Orientierung in einer
zunehmend konfusen Umwelt.

Mit großem Unmut nahm ich gestern zur Kenntnis, das der Eigentümer Dieter von Holzbrinck
den Herausgeber vom Handelsblatt, Gabor Steingard feuerte, weil er kritisch über den SPD Vorsitzenden Martin Schulz geschrieben hat.

Ich werde am Montag dem Handelsblatt meine Kündigung zuschicken.
Alle, die Produkte vom Dieter von Holzbrink Medien GmbH halten, fordere ich auf diese
zu kündigen.
Boykottiert dieses Unternehmen, das die Pressefreiheit unterdrücken will.
Zeigt dem Dieter die rote Karte.
Ich beziehe kein Handelsblatt,aber Recht haste.Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen.Wo kommen wir da hin, wenn jeder meint er muss seinen Chefredakteur raus schmeißen, der eine berechtigte Kritik aus übt.
Ist das nicht bei allen Medien so? Medien dienen einzig als Waffen oder Werkzeug der Politik, wer das nicht weiß oder erkannt hat, hat m.E. die letzten 20 Jahre verschlafen.

Warum meint ihr zahlen wir Deutsche den höchsten Beitrag für Staatsfernsehen (Öffentlich Rechtlichen). Genau, weil Frau Merkel und Co damit in alle Wohnzimmer kommt zur Massengehirnwäsche, so einfach ist das. Bsp. Tagesschau, läuft gleichzeitig auf gefühlt 20 Sendern, somit kann sich niemand mehr entziehen - ein geniales Werkzeug, besonders beim leichtgläubigen Deutschen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.992.451 von buchi1971 am 10.02.18 12:17:35
... die letzten 20 Jahre....?
erinnert sei in diesem Zusammenhang an Paul Sethe...

Sein wohl berühmtester Ausspruch stammt aus einem Leserbrief im Spiegel vom 5. Mai 1965: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Dort hieß es auch: „Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.“ Er wisse, dass es im deutschen Pressewesen Oasen gebe, „in denen noch die Luft der Freiheit weht, […] aber wie viele von meinen Kollegen können das von sich sagen?“[4] Des Weiteren stellt Sethe fest, dass „[f]rei ist, wer reich ist. Das ist nicht von Karl Marx, sondern von Paul Sethe.“[5] Da Journalisten nicht reich seien, seien sie auch nicht frei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Sethe
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.992.451 von buchi1971 am 10.02.18 12:17:35Buchi was hast du denn bisher gegen die Öffentlich Rechtlichen getan?

Z.B. stand vor einiger Zeit im Handelsblatt, dass die öffentlich Rechtlichen bald in eine
Finanzielle Schieflage geraten, weil sie zu geringe Altersrückstellungen für die
Pensionsansprüche haben. Bei einem DURCHSCHNITTSVERDIENST von 10000 pro Manat!!!!!!!!
reichen die bisherigen nicht aus und es drohen Gebürenerhöhungen.
Und so ist es gekommen. Offizielle Begründung war, das in den letzten Jahren keine
Erhöhung erfolgt sei.

Gibt es eine Petition zu Reform der Öffentlich Rechtlichen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.992.166 von apano am 10.02.18 11:25:14"Mit großem Unmut nahm ich gestern zur Kenntnis, das der Eigentümer Dieter von Holzbrinck den Herausgeber vom Handelsblatt, Gabor Steingard feuerte, weil er kritisch über den SPD Vorsitzenden Martin Schulz geschrieben hat."

Denke, wenn überhaupt, nur die halbe Wahrheit...

Heute zum Thema gelesen und ein paar interessante Hintergründe:

Fritz Goergen: Holtzbrinck, Steingart und Radio Eriwan

"Gabor Steingarts Entfernung aus dem Hause Holtzbrinck hat offensichtlich nichts mit der von Spiegel online verbreiteten verfolgten Pressefreiheit zu tun, sondern mit Managementfehlern des Entlassenen - und tiefroten Zahlen..."

https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/holtzbrinck-…

Naja, Steingart soll ja weiter Morningbriefen...


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