wallstreet:online
40,95EUR | +1,05 EUR | +2,63 %
DAX-1,72 % EUR/USD+1,44 % Gold+1,91 % Öl (Brent)-1,49 %

Zeit für die City-Maut - Pendler gehören verboten, nicht der Diesel - Die letzten 30 Beiträge



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Antwort auf Beitrag Nr.: 57.169.866 von borazon am 02.03.18 12:15:17Zu viel N2O geschnüffelt?
Also ich weiß nicht. OK, der Pendlerverkehr wird in Deutschland mit der Kilometerpauschale stark subventioniert. Geld, das man auch in den Nahverkehr stecken könnte, darüber kann man durchaus diskutieren. Aber wo will man denn in Deutschland eine Fahrspur für Pendler reservieren. Die autobahnen sind doch sowieso Dauerbaustellen, weil man nichtmal mit der Instandhaltung nachkommt. Und mehr als zweispurige Autobahnen gibt es sowieso nur in den Ballungszentren. Das sind doch überwiegend Fernpendler in Deutschland, 20 km einfacher Weg ist völlig normal.

CO2 kann man natürlich streiten, ob das überhaupt eine Relevanz hat. Man muss da ganz klar sehen, das ist ein fossiler Energieträger, die Geschichte, dass da natürlich anteilig mehr Wasserstoff verbrannt wird, als beim Heizöl oder der Steinkohle, ist ja ganz nett. Aber letztlich ist das ja nur ein Verkaufsargument für russisches Erdgas. Letztlich zum Verbrennen zu schade, muss man da eigentlich sagen, denn da könnte man ja Wasserstoff abspalten. (Da hätte man fast schon Strom, aber unsere Politik denkt ja entgegengesetzt.)

Die NO2 Emissionen, da geht glaub einiges durcheinander, scheinbar wird da sogar von öffentlichen Stellen gelogen.
Für 2014 werden von 1,219 Mio Tonnen NO2 Emissionen dem Verkehr 486.000 Tonnen NO2 zugerechnet und den Heizungsanlagen der Kleinverbraucher 124.000 Tonnen.
Für den Personenverkehr werden etwa 900 Mrd Personenkilometer dem Individualverkehr zugerechnet und 150 Mrd jeweils zur Hälfte Bus und Bahn. Vom Gütertransport entfallen 2/3 der Tomnnenkilometer auf LKW etwa 450 Mrd Tonnenkilometer.

Die Emissionen je Personenkilometer werden für PKW mit 0,31 g angegeben, für Linienbusse mit 0,41 g und 0,21 Bahn für U-Bahn bis zu 0,07. also vom Personenverkehr dürften die PKW höchstens 80% ausmachen, meinetwegen 2/3 Dieselanteil, dann wären es 53%. Insgesamt vielleicht 270.000 Tonnen. Kommt aber noch der ganze Güterverkehr dazu, 450 Mrd tkm mal 0,49 Gramm NO2 Emission, alles Zahlen vom Umweltbundesamt, wären 225.000 Tonnen. Und weitere 100.000 Tonnen für den Güterverkehr auf Fluss und Schiene. Jetzt sind wir zwar schon weit über den 486.000 Tonnen, aber nehmen wir es einmal so an.

Das wären dann aber 53% von 270.000 Tonnen, die auf die Diesel PKW entfallen, 135.000 Tonnen und keineswegs viel mehr, als die Hausfeuerungen mit 124.000 Tonnen. Und am gesamten Ausstoß des Verkehrs, sind die 135.000 Tonnen auch nur ein gutes Viertel. Beides ist etwa 10% der Gesamtemissionen, die vor allem aus der Stromerzeugung kommen. Also für die NOx Mengenströme wird das massiv überschätzt. Da geht es hat eher um das Wohlbefinden, man hätte gerne in der City auch die frische Landluft. (In Bodennähe werden die Stickoxide übrigens in kurzer Zeit (einige Stunden) abgebaut, die Emissionen aus Schornsteinen halten sich weitaus länger je nach Höhe.)

Ich will ja nicht darauf hinaus, dass es wenig ist. Sondern man sollte sich schon klarmachen, dass eine stationäre Abgasreinigung bei den Heizungen weitaus billiger kommt, als eine mobile. Und bei LKW und Bussen, ist es halt auch einfacher, als am PKW. Und an 2/3 der Emissionen, die aus der Energieerzeugung und vom Gewerbe, kommt man damit erst noch gar nicht heran.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.158.406 von honigbaer am 01.03.18 14:01:19Das Problem ist weniger die Landflucht als die Zersiedlung mit Pendlerverkehr als Folge. Das sollte man nicht subventionieren.
In den USA gibt es in vielen Städten eine sehr sinnvolle Regelung zur Reduzierung des Pendlerverkehrs durch Begünstigung von Fahrgemeinschaften: Spuren, die für Autos reserviert sind, die mit 4 Personen besetzt sind. Und das wird kontrolliert.

Technologiewechsel: Vielleicht. Ein Hybrid-Benziner hat weniger CO2-Emissionen als ein Diesel. Und bei den Heizungen spielen die NO2-Emissionen keine große Rolle. Die derzeit umweltfreundlichste Lösung sind ohnehin Erdgas-Autos; sie haben auch (nach mit Ökostrom betriebenen E-Autos) die mit Abstand geringsten CO2-Emissionen.

Zum letzten Punkt: Die Emissionen der (Fern- und ÖPNV-)Busse spielen nur eine geringe Rolle - etwa 5% der NO2-Emissionen entfallen darauf. Fast zwei Drittel der NO2-Emissionen stammen von PKWs. 1990 war der Anteil der Diesel-PKW noch 5%, jetzt sind es über 50%. -
Keuzfahrtschiffe sind ein großes Problem - aber da traut sich niemand ran.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.157.326 von rv_2011 am 01.03.18 12:42:20Naja, man muss aber bei so einer City-Maut auch bedenken, dass diese dann die Wohnsitznahme in der Stadt begünstigt, somit unsere Landflucht noch verstärkt. Verbunden mit dem äußerst ineffizienten Wohnungsmangel in der Stadt bei gleichzeitigem Leerstand auf dem Land. Man kann nunmal die Arbeitswelt nicht ignorieren. Die meisten Betroffenen würden das wohl bestenfalls als Schikane empfinden. DAnn lieber eine Parkplatzgebühr für alle in der Stadt, dann schafft vielleicht der ein oder andere Stadtbewohner sein überflüssiges Auto ab.

ÖPNV und Park & Ride müsste natürlich gefördert werden, denn das könnte den Pendlerverkehr reduzieren, ohne Wohnsitze und Arbeitsplätze zu verlagern. Aber das ist natürlich auch ein Anspruchsdenken aus Sicht der Stadtbewohner, mit dem Nahverkehr Verkehr vermeiden. Denn die Kapital- und Unterhaltskosten für ein Auto, ds der Landbewohner ohnehin braucht, erspart er sich auch nicht mit der Monatskarte.

Die NOx Emissionen der Dieselmotoren muss man im Vergleich zu den Heizungsanlagen sehen. Es wäre ja gar kein Problem, diese Emissionen sowohl mit technischen Mitteln weiter zu reduzieren, bis hin zur Abgaswäsche. Es steht ja eher die Frage im Raum, ob die Schädlichkeit im behaupteten Umfang wirklich gegeben ist, dass man damit einen Technologiewechsel zu mehr (gefährlichen?) CO2 Emissionen rechtfertigen kann. Und wenn man zu diesem Ergebnis käme, wäre ja ein Verbot der Öl- und Gasheizungen im Land, bzw deren Nachrüstung mit Abgaswäsche, die ja im stationären Betrieb viel viel weniger Aufwand verursacht, die logische Konsequenz. (Inwieweit der Ozonabbau im Sommer ohne Stickoxide möglicherweise zum Erliegen kommt, diskutiert nebenbei bemerkt auch niemand.)

Also mein Eindruck ist, dass es eben nicht um die NOx Emissionen geht, sondern darum, von politischer Seite den Druck zu einem Technologiewechsel zu erhöhen. So verbrauchsarme PKW sind natürlich den Energielieferanten ein Dorn im Auge. Und den Gasabsatz für die Heizungen will auch niemand gefährden, im Sine der deutsch-russischen Freundschaft im Gaspipeline-Geschäft. Deshalb brauchen wir Elektroautos, die dann mit neuen Gaskraftwerken betrieben werden, die nebenbei die Netzschwankungen ausgleichen sollen. Während KWK bei den Gebäudeheizungen natürlich nicht gefördert wird, da sollen teure Batterien eingebaut werden, die dann aber auch wieder nicht zur Abfederung der Lastspannungen im Netz bereitstehen (dürfen). Man kriegt ja nichtmal ein Mieterstrom-Modell hin, damit die kleinen Vermieter mit KWK oder Photovoltaik effizient ein paar kwh weiterliefern können.

Wenn der Staat das Problem erkannt hätte, wieso fahren denn dann so viele schmutzige Dieselbusse im ÖPNV? Man schiebt doch hier nur den schwarzen Peter für die Versäumnisse der Vergangenheit dem Verbraucher und der Autoindustrie zu. Eine Regulierung, die man in der Vergangenheit unterlassen und nicht kontrolliert hat, will man im Hau-Ruck-Verfahren nachholen. Bei der Debatte könnte man ja tatsächlich meinen, es gehe um die Diesel SUV und nicht um Busse, LKW und Kreuzfahrtschiffe. Und für BMW und Audi ist es natürlich ein Schlag, leider sind große teure Autos "unser" Exportschlager, nicht die kleinen effizienten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.151.116 von honigbaer am 28.02.18 21:26:58Der effektivste Weg zur CO2-Reduktion ist in der Tat die Senkung des Energieverbrauchs und der effiziente Umgang mit Primärenergie.

Hier geht es aber um ein ganz anderes Problem: Die NO2-Emissionen der Turbo-Dieselmotoren.

Eine City-Maut könnte beide Probleme entschärfen und zusätzlich die innerstädtischen Staus reduzieren. Am Besten wäre es, mit den Einnahmen einen kostenlosen ÖPNV zu finanzieren.
Der effizienteste Weg zur Luftreinhaltung wäre eine sparsame und effiziente Energienutzung.
Am einfachsten wäre dies bei der Gebäudeheizung mit Kraft-Wärem-Kopplung zu erreichen und auch für die Luftreinhaltung könnte man dort am leichtesten etwas erreichen.

Die politische Debatte lebt aber von der Inszenierung angeblicher Skandale, die vom eigentlichen Thema ablenken und andere Ziele verfolgen, vor allem die Konsumbeflügelung. Wenn Maschinen und Geräte trotz geplanter Obsoleszenz nicht schnell genug ersetzt werden, greift die Politik mit Normen und Vorgaben ein. Ist alles nur Geschäft.
Da kannst noch so lange auf die Barrikaden. Betrüger, die auch noch hoch offiziell von der Politik einen Persilschein bekommen, brauchen sich da keine Sorgen über irgendwelche Konsequenzen machen.Solange wie die Herren im schwarzen Anzügen diese silbernen Koffer in die Parteizentralen tragen wird sich auch nichts ändern.Wer wählt diese überversorgte Diätenmafia. Richtig,das dumme Volk.Also wir alle.Und weil wir ja alle so sinnvoll oberflächlich sind, wird eben auch sinnfreie Politik gestaltet,immer im Sinne derjenigen die schon an den Fleischtöpfen sitzen und den Hals nicht vollkriegen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Interessant und gut formuliert, erstaunlich dass das Szenario so überhaupt keiner auf der Rechnung hat, bzw. überhaupt mal erwähnt wurde. Finde die Idee erstaunlich gut, sie wäre leicht umzusetzen und würde Kosten verursachen.

Problem ist, dass die deutsche Politik unfähig ist auch nur ansatzweise solche Themen in Angriff zu nehmen. Nicht nur dass die Autolobby von der Politik geschützt und gestreichelt wird, sie bekommen über Subventionen vom Steuerzahler Milliarden an Gelder und bekommen jetzt wahrscheinlich auch noch ein Konjunkturprogramm das sich Dieselskandal nennt. Nach dem Motto - alte Dieselfahrzeuge weg, neue Fahrzeuge her - wie bescheuert ist das denn?

Auch interessant:
Ein Bekannter von mir arbeitet bei einem Zulieferer für BMW und Co. Der erzählte mir vor einem Jahr, dass sie 3 verschiedenen Arten von Katalysatoren bauen, hauptsächlich für BMW und das weltweit. Jetzt kommts, es gibt 3 Varianten von schlecht gefiltert und besonders gut gefiltert - ratet mal in welchem Land die schlechtesten verbaut werden und in welche Länder die besseren - genau, die schlechtesten bekommt der Deutsche Markt, die Besten wandern nach Asien - zum Kotzen diese Politik und Gewinnmaximierung der Autohersteller. Beim Neubau reden wir von einer Ersparnis von knapp 60 € pro Auto für BMW auf das Verzichten der besseren Filterung.

DA KOMMT EINEN DAS GROße KOTZEN!!!
!
Dieser Beitrag wurde von CloudMOD moderiert. Grund: Kopie, kompletter Inhalt aus fremden Medien, Urheberrechtsverletzung, zudem ohne Quellenangabe


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben