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Aktuelle Forbes-Liste: Zwei Drittel der Top-15 sind Selfmade-Unternehmer | Diskussion im Forum



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Es handelt sich um einen automatisiert angelegten Thread zur Nachricht "Aktuelle Forbes-Liste: Zwei Drittel der Top-15 sind Selfmade-Unternehmer" vom Autor Rainer Zitelmann

"Die Superreichen haben fast alle ihr Geld geerbt", "heute ist es viel schwieriger als früher, aus eigener Kraft reich zu werden": Beide Aussagen sind falsch, wenn wir auf die aktuelle Liste der reichsten Menschen der Welt schauen.

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Ich gehöre auch zu den Personen, die glauben, dass es heutzutage schwieriger geworden ist, ein Unternehmen erfolgreich zu gründen.
Wer es nicht glaubt, kann gerne versuchen, seine selbst gemachten Pizzas oder Süßwaren bei REWE oder Edeka zu verkaufen. Um überhaupt in den Ordersatz aufgenommen zu werden, sind schon mal 100.000,- Euro fällig. Und wenn man es dann trotzdem schafft, machen einen die großen Unternehmen wie Dr Oetker od Nestle platt. Das ist in anderen Branchen genau so.

Vor zwanzig Jahren, nach dem Studium, hatte ich mit Banken und der KfW Kontakt. Woran ich mich noch gut erinnern kann, ist ein Formular in dem gefragt wurde "Wieviel Eigenkapital steht zur Verfügung ? Sind Ihre Eltern bereit für Sie zu haften ? Welcher Ihrer Verwandten wird eine Bürgschaft übernehmen ... etc. ".
Das Problem ist aus meiner Sicht, dass es heute grundsätzlich schwieriger geworden ist, überhaupt zu arbeiten. Der Staat macht Auflagen ohne Ende (Mindestlohn, Arbeitnehmerüberlassung, Zeitverträge, Betriebsräte etc) und allein durch die Tatsache, dass man eine selbstständige Tätigkeit ausübt fühlen sich Schmarotzer wie die IHK oder die Handwerkskammer berufen über eine Zwangsmitgliedschaft abzukassieren. Da man regelmäßig bei der Arbeit fernsieht und/oder Radio hört (Achtung: Ironie!) ist man natürlich auch sofort Zwangsmitglied in der staatlichen Organisation für Agitation und Propaga.... nee, sry, bei uns heißt das ja öffentlich rechtlicher Rundfunk, war ein Versprecher.

Ich habe mein erstes Geld mit 12 Jahren (in Worten: ZWÖLF!!!) bei einem Ferienjob verdient, das wäre heute unmöglich... man stelle sich das Echo in den Medien vor, wenn so etwas publik würde..... Kinderarbeit! Kindersklaven in Deutschland! Kinder in deutschem Unternehmen ausgebeutet! so ungefähr würden die Überschriften bekannter deutscher Tageszeitungen in Schriftgröße 2500 pt lauten. Kein Unternehmer - egal ob Einzelunternehmer oder Firmenboss mit vielen Angestelllten würde sich heute diesem Risiko aussetzen.

Stattdessen wird in der Schule (Inhalt einer Klassenarbeit der Klasse 9 Hauptschule, mit eigenen Augen gesehen!!) abgefragt, welche Rechte Arbeitnehmer nach dem Betriebsverfassungsgesetz, dem Arbeitszeitgesetz etc haben..... nicht, dass ich das grundsätzlich für falsch hielte, solches Wissen zu vermitteln, aber diese Saat wird gesät in den Köpfen von Kindern die überwiegend noch keinen einzigen Cent volkswirtschaftlichen Mehrwert erarbeitet haben. Sie haben bislang daher auch nie die Befriedigung erfahren, wie es ist, eigenes, selbst verdientes Geld in der Tasche zu haben. Diese Erfahrung wäre aber wichtig, um ein Gegengewicht zu haben gegen die schulische Indoktrination, Arbeit ist etwas Lästiges, Unternehmer sind raffgierige Geier, die Arbeitnehmer nur ausbeuten und der Staat müsse deshalb regulierend eingreifen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte, aber ohne die andere Seite der staatlichen Regulierung und der daraus folgenden schulischen Indoktrination, nämlich die erste bezahlte Arbeit und Stolz über das erste selbst verdiente Geld wird sich die Waagschale in den Köpgfen der Schüler wohl einer ungesunden Einstellung zur Arbeit zuneigen - so zumindest meine Erfahrung.

Es ist schon deshalb schwieriger geworden, durch eigene Kraft reich zu werden, weil eine positive Einstellung zu Arbeit und zum Geldverdienen staatlicherseits unterminiert wird.

Nein, Herr Dr. Zitelmann: Die Aussage, dass es heute schwieriger ist als früher, aus eigener Kraft reich zu werden, haben Sie mit diesem Artikel nicht widerlegt. Ich habe zu viele eigene Erfahrungen und zu viele Beispiele im Freundes- und Bekanntenkreis, die diese Aussage belegen. Trotzdem habe ich ein "Daumen hoch" vergeben für Ihren Artikel. Sie bilden mit Ihren Artikeln ein erfrischendes Gegengewicht gegen sozialistische Neiddebatten und staatliche Regulierungen. Weiter so.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.221.308 von Disagio am 08.03.18 11:43:19
Gut gekontert, Disagio!
Früher war es definitiv leichter zu arbeiten und Geld zu verdienen! Heute gibt es meist nur noch schlecht bezahlte sogenannte "Honorar"-Jobs, die nur den Anbietern Geld einbringen.Zudem verkennt Zitelmann, dass praktisch alle Top-Milliardäre aus den USA(oder China) kommen.Dort gibt es nur wenige bis gar keine stattlichen Regularien, die einem das Leben als Unternehmer zur Hölle machen können.In Deutschland sollte man am besten Kaufmann, Steuerfachwirt und Verwaltungsfachwirt in Personalunion sein.


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