Wie 1 Million Euro anlegen?

eröffnet am 18.05.18 17:36:09 von
neuester Beitrag 21.04.20 13:22:00 von


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18.05.18 17:36:09
Hallo,

ich habe durch einen Verkauf etwa 1 Million Euro zur verfügung. Ich bin aktuell 29 Jahre alt und lebe in Deutschland.

Ich würde dieses Geld gerne anlegen und habe mich viel mit den Möglichkeiten beschäftigt. Mein Ziel ist eine Rendite aus dem Kapital zu ziehen, dass ich nicht mehr im klassischen Sinne arbeiten muss.

Meine Idee:

- 500.000 Euro in MSCI World-ETFs

- 150.000 in Aktien

- 150.000 Euro riskantere Anlagen (Estateguru, Peer-to-Peer-Kredite etc.)

- 200.000 - 300.000 Euro in eine Immo und vermieten

Ich lebe dauerhaft mietfrei.

Was sagt ihr dazu?

Freue mich auf euer Feedback ;)
4 Antworten
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18.05.18 18:42:36
Prinzipiell Gute Voraussetzungen würde ich sagen.
Aber Sie wollen wenn ich Es richtig verstehe Dieses Geld "EInmal Irgendwo reinstecken, und Ruhe* haben"?
*Nichts mehr -arbeitsaufwändig- mit zu tun.
Dafür dürfte es sicher auch Optionen geben, aber ich würde von Dieser Art immer, immer abraten.

Sondern: AKTIV. SELBER.
Was immer Dies bedeutet.
Sie können bspw. bei Diesem Verein mal reingucken.
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1173084-31821-31…
Die sind nicht GANZ doof(no guarantees).


Egal für Welchen Weg Sie sich entscheiden,
ganz, ganz urgent Ratschlag: nehmen Sie sich ZEIT.
Für Diese Vorbereitung.
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18.05.18 19:15:48
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.791.743 von DiorLio am 18.05.18 17:36:09Viel zu kompliziert.

alles rein in den S&P 500 Index. wird nicht mehr fallen, nie mehr.
Dafür ist von ganz oben gesorgt.

Rechnen kannst Du dann im Schnitt mit 4-9 % Gewinn pro jahr. Ein Leben lang !

das Geld hatte ich auch in Deinem Alter, aber nicht diese Chancen wie heute, sind 20 jahre her.

hab das meiste Versoffen... Mach nicht den gleichen Fehler, Geh Long in S&P und alles wird gut.
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18.05.18 22:16:20
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.791.743 von DiorLio am 18.05.18 17:36:09M.E. deutlich zu riskant, v.a. als Einsteiger. Wie kommst du damit klar, wenn schnell 100k von den 700k Risikoanlagen weg sind?

Ich würde nicht auf Cash und Gold verzichten. Evtl. könnte man auch mal wieder über Anleihen nachdenken.

Aktive Fonds würde ich auch beimischen.
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18.05.18 22:19:21
Ich finde Abfischers Vorschlag ziemlich gut. Ich würde ihn nur leicht modifizieren.

Der S&P 500 besteht aus 500 Aktien und hat eine Dividendenrendite von ich meine knapp unter 3%. Das ist nicht der Knaller und da würde ich optimieren.
Ich würde den S&P 500 nach Dividendenrendite sortieren und vielleicht ganz stur die 300 höchsten "seriösen" Dividendenzahler kaufen. Dividendenrenditen > 6% weglassen (weil nicht seriös) und die 300 Aktien darunter in gleicher Höhe kaufen.
Und vielleicht nicht alles so investieren.

Der MSCI-World hat zu wenig Dividendenrendite.

Dann gibt es noch ein Problem. Wenn die Kurse mal fallen muss man damit umgehen können. Am besten nur auf die Dividende schauen. Wie bei einem Haus auch, wo die monatlichen Mieteinnahmen zählen und nicht was ein Käufer für die Wohnung zahlen würde. Aber diese Gelassenheit zu behalten ist schwer, wenn es mal 40% runter geht.
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23.05.18 08:16:44
Würde von einem Immo-Kauf im Moment absehen und dafür lieber ca. 1/3 des Geldes in Cash gehen und zuschlagen, wenn sich die Preise wieder normalisieren.

500.000 in Aktien. Breit diversifiziert. Nicht in den MSCI-World. Lieber von Hand streuen.
Ich halte es seit Jahren so: 1/3 Dax ETF, 1/3 ETF USA (50 % S&P, 50 % Nastaq), 1/3 Emerging Markets (Hong Kong, China, Asien allgemein, Türkei, kein Südamerika oder Afrika). Wobei ich wiederum von den 500.000 momentan nur 1/3 investieren würde. Rest immer wieder bei stärkeren Rücksetzen nachkaufen.

Bei deiner Anlagesumme kannst sicher noch einige Einzelaktien beimischen, von denen du überzeugt bist.
Keine aktiv gemanagten Fonds. Viel zu teuer und regelmäßig Underperformer.

Rest des Geldes als Reserve konservativ in Anleihen. Die US-10jährige notiert nunmehr z.B. auf über 3 %. Das ist nicht schlecht als sicherer Teil, der Aktienmarkt macht langjährig auch "nur" 7-8 % und von einem Bärenmarkt kann man nie sicher sein. Auf das riskante Internet-Zeug würde ich verzichten. Wenn du dazu wirklich Bock hast, bitte allenfalls 50.000 als Spielgeld.
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27.05.18 12:21:20
Vielen herzlichen Dank für die vielen hilfreichen Antworten. Freue mich sehr über den wertvollem Input ;)

Zur Konkretisierung meiner Situation:

Ich habe in jungen Jahren ein Startup aufgebaut und verkauft. Die Mio stammt aus dem Verkauf. Ich habe die letzten Jahre durch den Aufbau des Unternehmens kaum Freizeit gehabt. Mein Leben bestand zum großen Teil aus Arbeit, Arbeit und noch mal Arbeit. Ich möchte es nun langsamer angehen und weniger arbeiten.

Ich komme aus der Affiliate Branche und könnte mir durchaus vorstellen nach einiger Zeit wieder einige kleinere Projekte aufzuziehen, welche mir monatlich ein zusätzliches gutes Einkommen bringen könnten (3-10k im Monat).

Die Mio sollte mir eine Rendite abwerfen und als Altersvorsorge dienen. Ich habe für jeden Euro hart gearbeitet und möchte das Geld nicht einfach verballern. Daher wäre mir eine solide Anlage mit überschaubarem Risiko wichtig. Mit einem kleinen Teil (5 - 10%) kann es gerne auch risikoreicher sein.

Mir ist mittlerweile klar, dass ich mich mit einer Mio vermutlich nicht bis ans Lebendsende auf den Bahamas im Luxus Resort chillen kann ohne etwas zu arbeiten. Ich sehe die Mio bzw. die Rendite daraus als zusätzliche Sicherheit und Polster. Zudem kann ich dadurch eve. einen Großteil meiner Lebensunterhaltungskosten etc. decken.

Also kurz und knapp:

- Altersvorsorge

- Und das Geld soll mir eine Rendite einbringen und nicht auf dem Sparkassen Konto versauern

- Langfrisitig würde mir eine Rendite von +- 5% sehr gefallen und ausreichen. Nach Abzug der Abgeltungssteuer wäre das ein schönes monatliches Taschengeld. Luxus bzw. einen teuren Lebensstil müsste ich mir nach wie vor über Arbeit dazu verdienen.
1 Antwort
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02.11.19 02:11:52
Hmm was ich nicht verstehe, wieso hier nicht dazu geraten wird auch Geld in Immobilien zu investieren?
am besten keine einzelne Wohnung sondern einen kompletten Neubau in Hamburg. Bei einer Investition von 300k,würde man ein Bauvolumen i. H.v.1.500.000 Euro finanziert bekommen. Das entspricht in einer Hamburger Randregion gut 5 bis 6 Wohnungen mit circa 375 m2 Wohnfläch. So könnte man noch besser das Risiko streuen. Und wenn die Investition nach 25 Jahren abbezahlt ist, hat meine Klasse Altersvorsorge. Des Weiteren ist das Objekt nach 10 Jahren steuerfrei verkaufbar.
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17.11.19 10:28:19
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.819.576 von Unkreativer25 am 02.11.19 02:11:52Eine Immobilie eignet sich m.E. für eines nicht:
Ohne Aufwand eine risikogerechte Rendite zu generieren.

Eine vermietete Immobilie kann Rendite bringen. Bringt in jedem Falls aber Arbeit.
Beispiele:
- Der Durchschnittsmieter bleibt 5 Jahre? Also alle 5 Jahre neuen Mieter suchen
- Jährliche Nebenkostenabrechnung. Und selbst wenn die ausgelagert wird (die Kosten für die Erstellung sind nicht umlagefähig) bedeutet es Belege sammeln und einschicken.
- Anrufe der Mieter. Die beginnen bei kaputten Lampen im Treppenhaus bis hin zu meine Wohnung ist überschwemmt. Je nach Geldbeutel prüft man den "Schaden" dann vorher Beauftragung von Handwerkern selbst. Ansonsten kann es passieren, dass der Elektriker anrückt um die Sicherung wieder rein zu machen.
- Angebote von Handwerkern einholen. Arbeiten überwachen und koordinieren.
- Streitigkeiten unter Mietern klären und schlichten. Beispielsweise Lautstärke kann ein Thema sein, was darf ins Treppenhaus, was darf in die Mülleimer.
- Und zu guter Letzt Ärger mit den Mieter selbst. Das ist im Zweifel richtig aufwändig und ggf teuer (Räumungsklage).

Also ich bin der festen Überzeugung dass Immobilien vermieten mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Andernfalls bleibt, inbesondere bei den aktuellen Kaufpreisen kaum Rendite übrig.

Zum Thema 1 Mio anlegen.
Der bereits erwähnte Thread ist, wenn man selbst aktiv investieren will, sicher einer der seriösesten hier bei W:O.
Zum passiv investieren gibts ein riesige Auswahl an Indexfonds, wobei ich mich auf Standardindizes (MSCI World, S&P500, StoxxEurope, Hang Seng, Nikkei) mit geringen Kosten beschränken würde.

Gold und festverzinsliche Kapitalanlagen würde ich weglassen. Das Ziel ist Altersvorsorge, also besteht ein Zeithorizont von 30 - 40 Jahren. Über den Zeitraum haben in der Historie Eigenkapitalinvestments immer die anderen genannten Investments übertroffen und ich sehe keinen Grund warum das zukünftig anders sein sollte.

In jedem Fall sollte m.E. die Summe nicht auf einen Schlag investiert werden. Eine Idee wäre jetzt ein Viertel und die restlichen dreiviertel über einen Zeitraum von 5 Jahren zu verteilen. Das reduziert das Risiko über Jahre im Minus zu sein, reduziert u.U. aber die Rendite (falls wir unter die jetzigen Stände nicht mehr fallen sollten).


In jedem Fall aber meinen Glückwunsch an den TE. Sich selber erstmal zu informieren war die richtige Entscheidung. Bei windigen Vermögensberatern (es gibt auch seriöse) steht häufig die eigene Provision im Vordergrund.
Viel Erfolg an den TE.
2 Antworten
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17.11.19 13:53:24
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.841.435 von DiorLio am 27.05.18 12:21:20Auf dieser Seite findest Du Gleichgesinnte...
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