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Kanadas unerkannte Versorgungslücke bei Marihuana | Diskussion im Forum



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Es handelt sich um einen automatisiert angelegten Thread zur Nachricht "Kanadas unerkannte Versorgungslücke bei Marihuana" vom Autor The Motley Fool

Große Dinge gehen in der Marihuanabranche vor sich. Kanada wird bald ein Gesetz unterzeichnen, das den Gebrauch von Marihuana für Erwachsene ab August oder September legalisiert. Diese erwartete Legalisierung ist dem langfristigen Bestreben von …

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Es wird keine Knappheit geben; was die Industrie nicht liefern kann, liefert wie bisher der Schwarzmarkt. Für den Medizinalbereich gibt es mehr als genug.

Woher soll die Nachfrage nach 1000 Tonnen kommen, solange Europa und der Rest der USA an der Prohibition festhält ? Für den canadischen Markt reichen insgesamt ca. 100 -120 Tonnen.
Ich befürchte, dass die in Canada notierenden Cannabisunternehmen niemals an die derzeitige Kapazitätsgrenze von 2500 Tonnen stoßen werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.975.315 von Mojo03 am 13.06.18 12:37:04 Das werden die schon los,da bin ich mir ziemlich sicher.


Eine Vermutung oder Idee, wie, und wo man das schaffen sollte, wäre hilfreicher. ;)
Welches Szenario stellen Sie sich vor, wenn Sie an diese Absatzmengen glauben ?
Die drogenabhāngigen Junkies mit ihren Legenden
schreien nach Stoff.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.975.963 von borazon am 13.06.18 13:51:44Wow, unglaublich qualifizierter Beitrag!

Stimme dem, der die Schnauze voll hat zu. Eine eventuelle Knappheit wird der Schwarzmarkt regeln. Ich bin jedoch nach wie vor überzeugt, dass es bis mindestens 2021 kein signifikantes Überangebot geben wird.

Warum?

1) Meine eigene Erfahrung zeigt, dass Normalverdiener definitiv bereit sind, einen Aufschlag zu zahlen, um aus dem Schatten des Schwarzmarkts treten zu können.

2) Cannabis wird von Beginn an einen starken Preisvorteil gegenüber Alkohol haben (verursacht durch Steuervorteile, die die Regierung auf Weed gewährt, um den Schwarzmarkt auszutrocknen). Wer bisher nur getrunken hat und durch die Legalisierung seinen Cannabis-Rausch erlebt und gut findet, wird zukünftig mehr Cannabis konsumieren. Hier tut sich also eine Zielgruppe auf, die sich bisher schwer taxieren lässt, die aber definitiv wachsen wird.

3) Die Lizenzierungen haben bisher fast immer länger gedauert, als gedacht. Das beschreibt der Motley Fool ja in diesem Artikel ganz gut.

Trotzdem würde ich nur in Unternehmen investieren, die sich ein veritables Export-Standbein aufbauen. Hier wird Kanada auf Jahre einen sehr guten Vorsprung vor dem Rest der Welt haben. Tipp: Auf die sogenannte GMP-Lizenz achten, die den Export in die EU erleichtert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.976.737 von swx85 am 13.06.18 15:28:53
Hi;

Ich bin jedoch nach wie vor überzeugt, dass es bis mindestens 2021 kein signifikantes Überangebot geben wird.

Nicht überall; aber vor allem dort, wo sich legale und illegale Produzenten und Händler den Markt teilen.

Meine eigene Erfahrung zeigt, dass Normalverdiener definitiv bereit sind, einen Aufschlag zu zahlen, um aus dem Schatten des Schwarzmarkts treten zu können.

Aufschlag ja, aber sicher keine Apothekenpreise. Hängt wohl noch von weiteren Faktoren ab. Daneben gibt es den noch günstigeren Eigenanbau in den Ländern, wo er eben geduldet und nicht verfolgt wird.

2) Cannabis wird von Beginn an einen starken Preisvorteil gegenüber Alkohol haben (verursacht durch Steuervorteile, die die Regierung auf Weed gewährt, um den Schwarzmarkt auszutrocknen). Wer bisher nur getrunken hat und durch die Legalisierung seinen Cannabis-Rausch erlebt und gut findet, wird zukünftig mehr Cannabis konsumieren. Hier tut sich also eine Zielgruppe auf, die sich bisher schwer taxieren lässt, die aber definitiv wachsen wird.

Kommt darauf an wo und wie die Gesetzeslage drumherum aussieht. . Durch die lange Nachweisbarkeit der Abbaustroffe winkt im Ernstfall zumindest bei uns und anderen Ländern der EU der Führerscheinentzug und MPU mit Kosten im mittleren vierstelligen Bereich..
In den NL z.B. gibt es einen krassen Steuernachteil für den geduldeten Verkauf von Cannabis in CS. Satte 50% vom ausgewiesenen Gewinn :laugh: Selbst kenne ich niemanden, der von Alkohol auf Cannabis umgestiegen wäre (Alkohol hat ein weit höheres Suchtpotential und ist eben ein wirkliches Zellgift; vielleivt könnte man aber Alkoholkranke über Cannabis auf eine weit weniger gefährliche Substanz runter therapieren) Kannte aber jemanden, der nach einer Bewährungsstrafe wegen Cannabis anschließend mit Alkohol so richtig abgestürzt ist-

Trotzdem würde ich nur in Unternehmen investieren, die sich ein veritables Export-Standbein aufbauen. Hier wird Kanada auf Jahre einen sehr guten Vorsprung vor dem Rest der Welt haben. Tipp: Auf die sogenannte GMP-Lizenz achten, die den Export in die EU erleichtert.

Ja, das sollte man; allerdings macht der Export im Medizinalbereich zurzeit das Kraut nicht fett, dazu gibt es in der EU und bei uns noch viel zuwenig aufgeklärte Ärzte, die Kassen verweigern zu 50%, und in den meisten Ländern Europas gibt es noch überhaupt keine Möglichkeit Cannabis als rein biologische Naturmedizin zu konsumieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.979.011 von derdieschnautzelangsamvollhat am 13.06.18 19:21:51Aufschlag ja, aber sicher keine Apothekenpreise. Hängt wohl noch von weiteren Faktoren ab. Daneben gibt es den noch günstigeren Eigenanbau in den Ländern, wo er eben geduldet und nicht verfolgt wird.

In Kanada werden keine Apothekenpreise fällig werden. Der Preis für ein Gramm wird wohl je nach Sorte zwischen 7 und 10CAD liegen. Das ist, gemessen an meinen Erfahrungen in Vancouver, mehr als konkurrenzfähig mit dem Schwarzmarkt. Die deutschen Apothekenpreise sind hier nicht der Maßstab. Mal von der Auswahl der verschiedenen Sorten, die der Schwarzmarkt per se nicht bieten kann, ganz zu schweigen.



Kommt darauf an wo und wie die Gesetzeslage drumherum aussieht. . Durch die lange Nachweisbarkeit der Abbaustroffe winkt im Ernstfall zumindest bei uns und anderen Ländern der EU der Führerscheinentzug und MPU mit Kosten im mittleren vierstelligen Bereich..



Daran haben die Kanadier natürlich gedacht. Der Grenzwert für aktives THC im Straßenverkehr wird bei 2,5ng / ml Vollbut liegen. Das ist eine Schwelle, mit der jeder verantwortungsbewusste Konsument umgehen können wird, insbesondere jene, die Freitag oder Samstag lieber kiffen als zu saufen. Zu Abbaustoffen habe ich nichts gefunden, die scheinen also irrelevant zu sein (das ist ja auch wissenschaftlicher Mumpitz).



In den NL z.B. gibt es einen krassen Steuernachteil für den geduldeten Verkauf von Cannabis in CS. Satte 50% vom ausgewiesenen Gewinn :laugh: Selbst kenne ich niemanden, der von Alkohol auf Cannabis umgestiegen wäre (Alkohol hat ein weit höheres Suchtpotential und ist eben ein wirkliches Zellgift; vielleivt könnte man aber Alkoholkranke über Cannabis auf eine weit weniger gefährliche Substanz runter therapieren) Kannte aber jemanden, der nach einer Bewährungsstrafe wegen Cannabis anschließend mit Alkohol so richtig abgestürzt ist-

[/quote]

Die Niederlande sind aber nicht Kanada. ;) Du siehst ja selbst den zahlenmäßigen Unterschied. Die hohen Steuern sind sicher als Strafe gedacht... "Wir lassen euch zwar euer Zeug verkaufen, aber dafür müsst ihr halt auch richtig blechen". Die NL sind halt seit fast 30 Jahren konservativ dominiert, und diese Regierungen haben Stück für Stück die liberale Politik der 70er und 80er zurückgebaut / beschnitten. Deshalb besteht auch null Interesse, dort eine regelrechte Industrie entstehen zu lassen. Die Weed-Situation in NL ist eigentlich ein Paradoxon, weshalb ich wirtschaftliche, soziologische und juristische Vergleiche für schwierig halte.

Während meiner Zeit in Berlin habe ich viele lebensältere Menschen kennengelernt, die irgendwann auf Gras umgestiegen sind. Interessant ist auch, dass die Eltern einiger Bekannter von mir durch ihre Kinder das Zeug irgendwann für sich entdeckt haben. :laugh: Ich kenne natürlich aber auch einige, die es einmal probierten und merkten, dass die Art des Rausches nichts für sie ist.


Ja, das sollte man; allerdings macht der Export im Medizinalbereich zurzeit das Kraut nicht fett, dazu gibt es in der EU und bei uns noch viel zuwenig aufgeklärte Ärzte, die Kassen verweigern zu 50%, und in den meisten Ländern Europas gibt es noch überhaupt keine Möglichkeit Cannabis als rein biologische Naturmedizin zu konsumieren.

Das ist jetzt ne Prognose als studierter Politologe: Die Märkte und nationalen Policies werden reihenweise fallen, wenn große Vorbilder (Deutschland, Groß Britanntien) den Medizinalmarkt weiter öffnen und die Pharmaindustrie Morgenluft schnuppert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.983.562 von swx85 am 14.06.18 10:32:17
In Kanada werden keine Apothekenpreise fällig werden. Der Preis für ein Gramm wird wohl je nach Sorte zwischen 7 und 10CAD liegen. Das ist, gemessen an meinen Erfahrungen in Vancouver, mehr als konkurrenzfähig mit dem Schwarzmarkt. Die deutschen Apothekenpreise sind hier nicht der Maßstab. Mal von der Auswahl der verschiedenen Sorten, die der Schwarzmarkt per se nicht bieten kann, ganz zu schweigen.

Für Kanada sehe ich das genauso; wollte aber die Gesamtsituation in Nordamerika und Europa mit berücksichtigen, denn der canadische Markt benötigt vielleicht fünf Prozent der möglichen Gesamtkapazität legaler Produzenten. (auf Basis der von der Exekutive geschätzetn Konsumentenzahlen bei uns, mit einem Bedarf um die 250 Tonnen jährlich)

Daran haben die Kanadier natürlich gedacht. Der Grenzwert für aktives THC im Straßenverkehr wird bei 2,5ng / ml Vollbut liegen. Das ist eine Schwelle, mit der jeder verantwortungsbewusste Konsument umgehen können wird, insbesondere jene, die Freitag oder Samstag lieber kiffen als zu saufen. Zu Abbaustoffen habe ich nichts gefunden, die scheinen also irrelevant zu sein (das ist ja auch wissenschaftlicher Mumpitz).

Die 2,5 ng oder bei uns das geringst messbaren 1 ng beziehen sich außer auf aktives THC auch auf nicht psychoaktive Abbaustoffe; d.h. man wird bestraft, auch wenn der Konsum schon länger zurückliegt und keinerlei Wirkung über THC mehr vorhanden ist. Die Wissenschaft war den Gesetzgebenden bisher ziemich egal; unsere Gesetze entstehen vor allem über den Einfluss von Lobbygruppen auf die Politik. So blockiert man einen möglichen legalen Markt wie in Canada..Leider.

Die Märkte und nationalen Policies werden reihenweise fallen, wenn große Vorbilder (Deutschland, Groß Britanntien) den Medizinalmarkt weiter öffnen und die Pharmaindustrie Morgenluft schnuppert.


Auf Deutschland würde ich nicht hoffen :laugh:

Politiker wie J.Trudeau gibt es hier nicht (war schon ein Fan seiner Eltern; sein Vater war ebenfalls MP ;)), und die ganze Geschichte in die Hände der Pharmaindustrie und Apotheker zu geben wird nicht dazu führen, den illegalen Markt auch nur im Ansatz auszutrocknen. Das sollte mit ein Ziel sein, wird aber nur über die Preisschiene möglich. Zurzeit wird für ca. 4€ importiert und der Privatpatient und die Kassen bezahlen über 20; dabei verdienen vor allem die Importeure und Apotheken. Mit entsprechendem Equipment lassen sich, sowohl von kriminellen Organisationen als auch von Privatpersonen qualitativ gleichwertige Produkte herstellen. Die Vielfalt eingeschlossen. Für ein Zehntel der Apothekenpreise und noch darunter.

Kanadas unerkannte Versorgungslücke bei Marihuana | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1282281-1-10/kanadas-unerkannte-versorgungsluecke-marihuana#beitrag_57983562
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.984.633 von derdieschnautzelangsamvollhat am 14.06.18 12:19:42Ich bin ja echt erstaunt, dass wir in diesem Forum eine vorurteilsfreie, respektvolle Diskussion hinbekommen. Sieht man selten. ;) Also schon mal vielen Dank dafür.

Was den kanadischen und allgemein Freizeitmärkte angeht, gebe ich dir grundlegend recht. Da wird es früher oder später ein Überangebot geben, aber imho frühestens 2020. Denn dein MPU-Argument lasse ich für Kanada weiterhin nicht gelten. Ich habe nur Zahlen zum aktiven THC-Wert gefunden, von daher gehe ich davon aus, dass es keine Regelungen gibt abseits des aktiven THC. Ich bin also weiterhin überzeugt, dass einige Gelegenheitskonsumenten vom Alkohol auf Gras umsteigen werden – insbesondere hinsichtlich der Vielfalt an Konsumformen, die dank des legalen Umfelds entstehen werden. :)

Zum Medizinalmarkt:
Deutschland wird aktuell international dafür gefeiert, den Medizinalmarkt bereits so weit geöffnet zu haben – vor allem wegen des Details, dass die Krankenkassen prinzipiell erstmal zahlen müssen (auch wenn es hier und da natürlich noch knirscht). Bei den Briten ist das Gesetz aktuell auf dem Weg. Ich bezog mich bei dem Argument auch nur auf den medizinischen Markt, von einem Freizeitmarkt wage ich in Mitteleuropa noch lange nicht zu träumen (Spanien zeigt hingegen einen Weg der schleichenden Legalisierung auf).

Allerdings gehen Frau Mortler langsam die Argumente aus, wenn ein G7 Staat Cannabis legalisiert und eventuell sogar die WHO Cannabis herunterstuft. FDP, Linke und Grüne machen immer mehr Druck bei dem Thema. Also mal sehen, was die Zukunft bereithält.
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