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Privatdarlehen - Probleme mit Rückzahlungen



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Ich habe mal eine Frage an Euch und hoffe, Ihr könnt mir helfen:

Mein bester Freund kam vor ein paar Tagen zu mir und war fix und fertig. Er hat seiner damaligen Lebensgefährtin einen recht hohen Geldbetrag (20.000 Euro) geliehen und jetzt hat er Probleme, sein Geld zurück zu bekommen. Geliehen hat er ihr das Geld 2010 und erst bei der Trennung 2017 einen ganz kurzen Vertrag aufgesetzt, der nur beinhaltet, dass sie das Geld von ihm bekommen hat (zinsloses Privatdarlehen).

Zusätzlich haben die beiden noch eine Rückzahlungsvereinbarung aufgesetzt, dass sie es in monatlichen Raten von 500 Euro zurückzahlen kann. Die Ratenzahlung wäre dann immer am 10. d. lfd. Monats fällig und hat im März 2017 begonnen.

Das erste halbe Jahr hat das auch gut geklappt. Im Oktober 2017 hat sie dann einfach die Raten halbiert ohne dass es schriftlich festgehalten wurde. Er hat mehrfach per E-Mail gemahnt, sie angerufen, aber sie hat einfach weiterhin nur noch die 250 Euro bezahlt und das oft auch später als 10. d. M.

Seit März 2018 kommt die monatliche Rate nun entweder gar nicht mehr oder sie schickt mal 100 oder 150 Euro. Auch das ohne Absprache und gegen den Willen meines besten Freundes.

Wie würdet Ihr weiter vorgehen in dieser Sache? Soll er selbst einen Mahnbescheid beantragen oder die Sache gleich einem Anwalt übergeben? Reichen Mahnungen per E-Mail aus oder muss er vorab noch einen Brief per Einschreiben schicken?
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.974.517 von Gabby am 13.06.18 11:26:24Ich würde gleich zu einem Anwalt gehen.
Der kann sich dann nämlich auch gleich mal diesen selbstverfassten Vertrag anschauen und prüfen, ob Fehler gemacht wurden.
Das hilft dem Freund des TE zwar nicht weiter, aber meine Scheidung war um einiges teurer....
Kann alles gar nicht sein.
Genderdings sagt,
(europäische) Männer immer schuld,
alle anderen immer Opfer.
Gabby,
tja das ist Mist, wenn man Geld ohne Vertrag verleiht. Dabei kein Wort zur Rückzahlung. Immerhin hat die ehemalige Freundin bei Trennung noch etwas unterschrieben. Wenn dort steht, sie KANN das Geld in mtl Raten von 500,- zurückzahlen, dann kann sie es ja auch anders zurückzahlen.

Email reicht wohl nicht, um jemanden in Zahlungsverzug zu setzen. Schwer zu sagen, was man machen soll und was es kosten darf.
Ich bekomme seit 10 Jahren 13K von meiner Ex.Allerdings auf ein Wort.Das war dumm.Dein Freund hat wenigstens ein Vertrag und ich würde auf Einhaltung pochen.Erst mal mit einer Mahnung per Einschreiben und Rückschein.Wenn sich dann nichts rührt,ab zum Anwalt.Allerdings ist das ja auch nicht kostenlos.
Danke für Eure Antworten.

Ein schriftlicher Vertrag - wenn auch in Kurzform ist ja vorhanden. Der Vertrag ist auch von beiden Parteien unterschrieben. Somit denke ich schon, dass der Vertrag auch rechtsgültig ist. Was mich nur stört, ist die Tatsache, dass der Vertrag so kurz ist und dass er eigentlich nicht am Anfang der Darlehensgewährung gemacht wurde, sondern erst bei der Trennung - also sozusagen im Nachhinein.

Natürlich kann er jetzt zum Anwalt gehen. Aber er hat seine gesamten Ersparnisse seiner mittlerweile Ex-Lebensgefährtin gegeben und somit sieht es bei ihm finanziell nicht so rosig aus. Eine Rechtschutzversicherung hat er leider nicht, was bedeutet, dass er vermutlich einiges vorfinanzieren muss, was derzeit einfach nicht möglich ist.

Vielleicht hat ja der ein oder andere von Euch noch ein paar Tipps. Das wäre echt nett, weil ich ihm in der Sache gerne weiterhelfen würde.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.975.588 von alzwo am 13.06.18 13:10:20....sie hat was unterschrieben........ ;)
Ein Schuldschein ( Privat) mit einer Kann-Bestimmung, ist keine Darlehnsvertrag.

Zahlungsbefehl( Bogen gibts im Schreibwarengeschäft) per Gericht mit der Forderung ,Plus Zinsen per Gericht.

Nur, wenn die unter der Pfändungsgrenze ist, gibts nix. ;)
Man soll solche Familienangelegenheiten von anfang an so regeln, wie man es mit fremden auch machen würde. Aber wer macht das schon und ein Kredit ohne Sicherheiten, wäre ja auch dann eine riskante Sache. Außerdem hat man eben im Vertrauen auf faires Verhalten im Vertrauen auf die Person gehandelt, das kann schon mal enttäuscht werden.

Wenn man die Beweiskraft der Dokumente untersucht, sieht es vermutlich nicht so gut aus.
Also wird man es auf einen Prozess nicht ankommen lassen, was ja sowieso nur hohe Kosten verursachen würde.

Das Darlehen wegen Verzugs kündigen und den ganzen Betrag fordern hat vermutlich weder juristisch Hand und Fuß, noch ist der Schuldner in der Lage, das zu leisten. Vielleicht kann eine rechtssichere Vereinbarung angestrebt werden, notarielles Schuldanerkenntnis? Wenn das verweigert wird, dann weiß man schon mal, woran man ist. Das Mahnverfahren für rückständige Raten einleiten, geht schon auch, kostet auch nicht so viel. Nur wenn der Schuldner widerspricht, muss man dann doch in kurzer Frist entscheiden, ob man klagen will und braucht dann doch juristischen Beistand. Mangels Erfolgsaussicht ist ja eine Eskalation in diese Richtung eher nicht erwünscht.

Bleibt noch, mal Dritte (freunde, Bekannte, Verwandte) hinzuzuziehen, die vielleicht einen Einfluss haben oder die Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit einschätzen oder sogar beeinflussen können.
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