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DZ BANK belässt BILFINGER auf 'Kaufen' | Diskussion im Forum



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Es handelt sich um einen automatisiert angelegten Thread zur Nachricht "DZ BANK belässt BILFINGER auf 'Kaufen'" vom Autor dpa-AFX Analysen

Die DZ Bank hat die Einstufung für Bilfinger auf "Kaufen" mit einem fairen Wert von 53 Euro belassen. Aktien kleinerer Unternehmen hätten sich in den vergangenen 30 Jahren tendenziell besser als DAX-Werte entwickelt, hieß es in einer am Dienstag …

Lesen Sie den ganzen Artikel: DZ BANK belässt BILFINGER auf 'Kaufen'
=> das soll alles sein an Begründung ???

"Aktien kleinerer Unternehmen hätten sich in den vergangenen 30 Jahren tendenziell besser als DAX-Werte entwickelt, hieß es in einer am Dienstag vorliegenden Vergleichsstudie.

Dies basiere häufig auf einer höheren Innovationskraft sowie einer erfolgreichen Positionierung in der Nische. Zu den SDax-Favoriten der DZ Bank gehören Bilfinger, Deutz und Krones."
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.022.281 von faultcode am 20.06.18 01:13:13Hätte mich auch nicht interessiert, wenn es nicht da auf SPON diese ganze Salve an Artikeln gäbe:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bilfinger-und-e…
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bilfinger-proze…


..zusammen mit dem letzten Runup (wg. Aktienrückkäufen über die Börse?):




Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.022.287 von faultcode am 20.06.18 01:17:03So, so:
Eckhard Cordes, AR-Chef seit 2014

...und - siehe oben:
Nun soll es der ehemalige Linde-Manager Tom Blades richten. Er sieht die Zukunft des Unternehmens ausgerechnet dort, wo er selbst die meisten Erfahrungen aufweist, allerdings auch die größten Bakschisch-Gefahren lauern: im Nahen Osten.

Cordes hätte sein Veto einlegen können, er tat es nicht. Stattdessen stürzte er den ehemaligen Baukonzern in eine Zerreißprobe, als er im Auftrag des neuen Großaktionärs gegen heftigen Widerstand der Arbeitnehmerbank den Hochbau und die einträgliche Gebäudedienstleistungssparte versilberte und das Unternehmen damit praktisch halbierte...



=> das liest sich weniger gut. Die Welt berichtete auch am 14.06.2018:
Bilfinger zeigt ehemalige Chef-Ermittlerin wegen Untreue an
https://www.welt.de/wirtschaft/article177524178/Untreue-Bilf…


Bilfinger steht nicht nur unter "US-Aufsicht", sondern baut auch in den USA, z.B.:
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industried…

=> soll man darauf positiv wetten?
Bilfinger sei wieder in der Lage, mit verbessertem Risikomanagement solche Großprojekte zu stemmen.


=> einfache Frage: welche Chance ist z.Z. grösser (auf Sicht 12m)?
(a) dass der Aktienkurs bei EUR45 + EUR15 = EUR60 steht?
oder
(b) zumindest zwischendurch mal wieder bei EUR45 - EUR10 = EUR35?


=> hier aktuelle Positiv-Argumente:
https://www.boerse-online.de/nachrichten/zertifikate/bilfing…
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.022.302 von faultcode am 20.06.18 02:03:18Bilfinger hat einen Transformationsausschuss: http://www.bilfinger.com/unternehmen/aufsichtsrat/

=> dass mit der Klage oben, in der Vergangenheit auch abgeändert....

--> da war doch schon was früher in der Karriere des Herrn Dr.Cordes:
https://de.wikipedia.org/wiki/Eckhard_Cordes

=>
Mobbingprozesse bei DaimlerChrysler

In 2006 bestätigt das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg (LAG) ein erstinstanzliches Urteil des Arbeitsgerichts Stuttgart gegen DaimlerChrysler, nachdem Cordes in der Zeit vom November 2000 bis Mitte 2004 das Mobbing eines Mitarbeiters zu verantworten hat.

Das LAG verurteilte DaimlerChrysler zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 25.000 EURO. Bei seinem Urteil zog das LAG die gegen Cordes persönlich gerichtete Klage des Mobbingopfers (Az. 2Ca 306/06) mit in Betracht, in der Cordes vorgeworfen wird, dass dieser während seiner Zeit bei DaimlerChrysler das Mobbing seines Opfers veranlasst und dessen Persönlichkeitsrechte zielgerichtet, schwerwiegend und schuldhaft verletzt hat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.022.302 von faultcode am 20.06.18 02:03:18
Zitat von faultcode: => einfache Frage: welche Chance ist z.Z. grösser (auf Sicht 12m)?
(a) dass der Aktienkurs bei EUR45 + EUR15 = EUR60 steht?
oder
(b) zumindest zwischendurch mal wieder bei EUR45 - EUR10 = EUR35?

Solange der Kurs irgendwo zwischen EUR 35 und 60 liegt, ist große Langeweile angesagt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.027.126 von faultcode am 20.06.18 15:48:48
Wieder Wechsel in der Führungsetage --> neuer CFO
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10709483-bilfinge…

=>
...Beim krisengeplagten Industriedienstleister steht erneut ein Wechsel in der Führungsetage an.
...
Innerhalb von nur drei Jahren wird der Posten des Finanzchefs bei dem MDax-Absteiger zum dritten Mal neu besetzt.

Die Schwedin Christina Johansson, die jahrelang Finanzchefin beim Schweizer Maschinenbauer Bucher Industries war, folgt auf Klaus Patzak. Der ehemalige Osram-Finanzchef verlässt Bilfinger nach nicht einmal zwei Jahren auf eigenen Wunsch und ohne Nennung eines Grunds.

Patzaks Vorgänger, Axel Salzmann, der 2015 Joachim Müller beerbt hatte, warf gerade einmal nach 18 Monaten hin. Er ist heute Finanzchef des Rüstungskonzerns Hensoldt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.177.655 von faultcode am 10.07.18 14:11:39
Monitor Showdown bei Bilfinger - Livschitz vs. Cordes/Freeh - hoffentlich beendet das DoJ die Aufsicht
Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich den MM leider hier nicht posten. Sorry.

https://heft.manager-magazin.de/MM/2018/8/158462563/index.html

Kern der Geschichte ist, dass die Bilfinger Organe unter Führung von Cordes wohl nicht besonders kooperativ gegenüber dem DoJ Monitor Livschitz waren. Jetzt soll Livschitz sogar einen Compliance Verdachtsfall "Neptun" dem DOJ gemeldet haben, in den Cordes angeblich selbst verwickelt ist.

Im Herbst soll Livschitz seinen Abschlussbericht vorstellen - es wäre allen Beteiligten erstmal zu wünschen, wenn die vom DoJ bemängelten Mißstände behoben werden und das Monitorship eingestellt wird.

Allerdings bereitet mir als Aktionär die Konfrontation (lt. Presse) von Bilfinger Management mit dem Monitor gewisse Sorgen. Falls das DoJ seine Entscheidung maßgeblich von Livschitz' Empfehlung abhängig macht, sollte Bilfinger mit ihm kooperieren (sofern das nicht doch ohnehin der Fall ist). Wäre ja ein Supergau für alle Beteiligten, falls ein Monitorship erneut verlängert würde - und das noch wegen Verfehlungen eines Aufsichtsrates iS Neptun.

Dann müssten sich Regressfragen auch gegen Cordes stellen - falls der Neptun-Case wirklich relevant.

Hoffe, die raufen sich zusammen - zumindest für den DoJ Termin. Presseberichte lassen anderes vermuten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.177.655 von faultcode am 10.07.18 14:11:39
Aktienrückkauf
http://www.dgap.de/dgap/News/cms/bilfinger-veroeffentlichung…

=>
...Im Zeitraum vom 23. Juli 2018 bis einschließlich 27. Juli 2018 wurden insgesamt 50.112 Stück Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufs der Bilfinger SE erworben...
...
Das Gesamtvolumen der bislang im Rahmen dieses Aktienrückkaufs im Zeitraum vom 6. September 2017 bis einschließlich 27. Juli 2018 erworbenen Aktien beläuft sich auf 2.787.971 Aktien.

Der Erwerb der Aktien der Bilfinger SE erfolgt durch eine von der Bilfinger SE beauftragten Bank ausschließlich über die Börse (Xetra).



=> obiger Zeitraum im Chart:

Baukonzern Bilfinger soll Exportkredite erschlichen haben
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bilfinger-bauko…

=> passt zu diesem Laden:

Manager des Mannheimer Industriedienstleistungskonzerns Bilfinger haben offenbar nicht nur Amtsträger im Zusammenhang mit Geschäften in Bosnien geschmiert, sondern nach Informationen des SPIEGEL auch österreichische Exportkredite in Höhe von 28 Millionen Euro erschlichen.

Diesen Verdacht legen bislang unbekannte Ermittlungsberichte der britischen Wirtschaftsdetektei Orbis Business Intelligence nahe. Deren Ermittler hatten im Auftrag des Konzerns Geschäfte untersucht, die die österreichische Bilfinger-Tochter VAM Anlagentechnik in den Jahren 2011 bis 2016 mit Universitäten in Sarajevo, Banja Luka und Bihac gemacht hatte.

Sie hatten dabei festgestellt, dass die von der VAM in Rechnung gestellten Preise für technisches Equipment und Dienstleistungen durchgängig "verdächtig hoch" waren und teilweise mehr als 100 Prozent über den gängigen Marktpreisen lagen. Die Differenz zwischen VAM-und Marktpreisen, so die Orbis-Rechercheure, hätten sich womöglich Bedienstete der Bilfinger-Tochter und bosnische Bildungs-Bürokraten geteilt.

Keramik-Öfen für 200.000 Euro

Ebenfalls verdächtig: Manche Universitäten waren mit Ausrüstung beliefert worden, die die zuständigen Fachabteilungen nicht geordert hatten. So erhielt eine Kunstakademie fabrikneue Keramik-Brennöfen für mehr als 200.000 Euro, obwohl sie keine Keramikabteilung haben und deshalb auch nichts zu brennen hatten. Und: Obwohl alle Projekte in Bosnien offiziell angekündigt und öffentlich ausgeschrieben waren, blieb die VAM in allen Verfahren einziger Bieter.

Der österreichischen Justiz hat der Konzern, der seit Jahren wegen Korruption unter Aufsicht des US-Justizministeriums steht, diese Vorgänge nicht gemeldet, wie die Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Korruption dem SPIEGEL mitteilte. Angesichts der Tatsache, dass alle Bosnien-Geschäfte der VAM mit österreichischen Exportkrediten finanziert waren, ein erstaunlicher Umstand, steht doch der Verdacht des Exportkreditbetrugs im Raum, Bilfinger weist alle Vorwürfe von sich. Laut Konzern gab es "keine hinreichend belastbare Faktenbasis" für eine Selbstanzeige. Immerhin: "Der Geschäftsbereich Training & Education der VAM wurde 2016 eingestellt. Die betreffenden Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen."




=> gut, mal wieder eine "alte Geschichte" -- aber die Geister der Vergangenheit lassen Bilfinger doch nicht los ;)


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