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Allianz SE: Oliver Bäte - der neue Joe Ackermann/Deutsche Bank ?


ISIN: DE0008404005 | WKN: 840400
176,20
13.12.18
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Wenn man dem MM-Artikel von 08/18 Glauben schenken darf, dann durchaus. Dort wurde ja der Name "Ackermann" in Verbindung mit der heutigen Allianz gebracht. Ist also nicht meine Idee:

=> in diesem sehr langen (, lesenswerten) und verheerenden Artikel finden sich locker 5+ Punkte, die auf massive Probleme bei der Allianz in Zukunft schließen lassen könnten:

=> denn teuer ist die Aktie (mMn) - aber wie eben viele DAX-Werte - z.Z. nicht.


Ich will diese Punkte gar nicht hier aufzählen, weil das mein Zeitbudget sprengen würde; aber ohne McKinsey & Company (Bäte: 1993-2007) läuft bei der Allianz offenbar gar nichts mehr.

MM meint aber, daß trotz allem Bäte's Vertrag wieder verlängert wird (->| 30.09.2019 --> https://www.allianz.com/de/ueber_uns/management/vorstand/ver…) , weil AR-Chef Michael Diekmann ihn braucht das zu schaffen, was er selber versäumt oder was auch immer hat:

=> es geht dabei viel weniger um das Was, als das Wie.


__
=> mal ausgeguckt zur späteren Wiedervorlage:
HW87A9 --> https://www.wallstreet-online.de/optionsschein/hw87a9-allian…


=> Vorsicht: bis 30.9.2018 läuft ein neues Aktienrückkaufprogramm: https://www.onvista.de/news/allianz-will-eigene-aktien-zurue…
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.269.992 von faultcode am 21.07.18 17:46:32
die Aktienrückkaufprogramme..
..häufen sich ja nun auffallend bei der Allianz --> das nächste ist bereits das dritte (unter Bäte; 2015 - 2019/...):

3.7.
https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/1-3-prozent-des-grundkap…

=>
...Dabei galt Vorstandschef Oliver Bäte eigentlich nicht als Freund davon, das verdiente Geld für Aktienrückkäufe auszugeben.

Bei seinem Amtsantritt hatte er stattdessen mit großen Zukäufen geliebäugelt. Doch die Gelegenheiten blieben Mangelware. Bei der amerikanischen XL Group wurde die Allianz ausgestochen, weil sie nicht so viel bieten wollte wie der französische Rivale Axa.

Zuletzt hatte Bäte laut über eine „Fusion unter Gleichen“ nachgedacht, ehe Finanzvorstand Giulio Terzariol den Investoren klarmachte, dass der Versicherer sich zunächst auf den Umbau des operativen Geschäfts konzentrieren wolle. Zukäufe seien derzeit „nicht Priorität Nummer eins“...
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.270.022 von faultcode am 21.07.18 17:56:26
Versicherungen - a very special business
ich habe hier - im Zusammenghang mit Universal Insurance Holdings/FL/USA - über das Versicherungsgeschäft im Allgemeinen ein bischen was geschrieben:

Zitat von faultcode: ...Ach so -- 2 Probleme:
* Problem #1 - man selber: gerade bei Versicherungen gilt Davis' Wort: der langfristige Atem ist hier gefragt -- ganz im Gegensatz zu "Manufacturers", wo man schon mal nach 24m wieder raus kann ;)

* Problem #2: die Qualität des Top-Managements spielt offenkundig eine noch grössere Rolle als sonst (bei einem "Manufacturer") -- da relativ kleine Fehlannahmen am Anfang zu einem bösen Ende führen können

=> ich hab's oben (#2) nochmal rot markiert, da ich nun (so nebenbei und zufällig) den Eindruck gewinnen musste, daß Oliver Bäte genau der falsche Mann an so einer sensiblen Stelle ist
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.270.052 von faultcode am 21.07.18 18:07:24
CEO Bäte will Allianz in die Top 25 der bekanntesten Marken katapultieren
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/allianz-ol…

=>
..Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte will Europas größten Versicherer zu einer der 25 bekanntesten Marken der Welt machen. Dafür hat die Allianz einige kostspielige Initiativen gestartet. Dies berichtet manager magazin unter Berufung auf Unternehmenskreise in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag, 20. Juli im Handel ist.

Der Konzern verhandelt laut manager magazin derzeit mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) über eine Sponsorenvereinbarung, die über zehn Jahre laufen und 600 Millionen Euro kosten soll.

Zudem will die Allianz über eine stärkere Präsenz auf Instagram punkten und hat hierfür die Agentur Storymachine des Ex-Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann engagiert. Die Agentur arbeitet daran mit, mehrere als privat deklarierte Instagram-Accounts von Allianz-Mitarbeiterinnen zu befüllen...



=> ich muß sagen, daß ich diese Ideen befremdlich, lustig oder bestürzend finde, je nach Standpunkt
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.270.067 von faultcode am 21.07.18 18:14:21Wurde in dem MM-Artikel erwähnt, was Diekmann als CEO versäumt hatte oder wofür er keine Zeit mehr gehabt hat?

Ich stimme i.A. der kritischen Sicht gegenüber Bäte zu, betrachte das aber nur von der Seite, weil ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr Allianz-Aktionär bin.

Als ich neulich von ihm die Phrase "Merger of equals" (mit wem auch immer) las, fand ich mich in meiner Sicht bestätigt.

Ich finde, die Münchener Rück hat es mit der Ernennung eines neuen CEO aus den eigenen Reihen besser gemacht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.271.561 von El_Matador am 22.07.18 10:22:50
Zitat von El_Matador: Wurde in dem MM-Artikel erwähnt, was Diekmann als CEO versäumt hatte oder wofür er keine Zeit mehr gehabt hat?

=> ja; ich zitiere:
"Das Unternehmen, so befand Bäte schon im Frühjahr 2015, sei viel zu weit weg von seinen Kunden. Der Konzern erstickt in Bürokratie und wuchernden Hierarchien."
...
"Die Allianz, ruft Bäte in sein Haus hinein, muss sich ändern, oder sie wird an Bedeutung verlieren. Schleichend, aber unaufhaltsam."

...

"Am Anfang traf Bäte den Nerv all jener, die zuletzt unter dessen Vorgänger und heutigem Chefkontrolleur Michael Diekmann (63) Selbstzufriedenheit und Stillstand beklagten. Der neue CEO will Policen und Kunden näher zusammenbringen, auch durch die radikalste Digitalisierungsstrategie der Branche. Die Hierarchien sollen flacher werden, die einzelnen Mitarbeiter größere Entscheidungsbefugnisse bekommen."
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.272.323 von faultcode am 22.07.18 13:02:01Ach so, die Verkrustungsthematik. Daran dachte ich zwar, aber dafür müsste Bäte nicht geeigneter sein als andere. Ich glaube, dass das bei allen deutschen Versicherungen ein Thema ist.

Digitalisierung ist ein Dauerthema, dafür würde ich auch nicht McKinsey engagieren.

Im Privatkundenbereich im Schaden- bzw. Unfallgeschäft ist es doch so, dass nur Kundenkontakt zustande kommt wenn ein Schaden bzw. Unfall bearbeitet werden muss. Ansonsten werden Prämien eingezogen und das war's. Im "Idealfall" gibt es nach der Kundengewinnung nie wieder Kundenkontakt.

Im Bereich Lebensversicherung ist es in Deutschland wohl noch krasser gewesen weil bei den deutschen klassischen Risikolebensverträgen zumindest in der Vergangenheit nur Prämien eingezogen wurden und der Kunde auf die Anlagestrategie keinen Einfluss nehmen konnte. Der Kundenkontakt beschränkte sich auf die jährlichen Briefe mit anschließendem Praemieneinzug. In Frankreich beispielsweise war es immer schon so, dass der Kunde die Anlagestrategie seiner Assurance Vie mit oder ohne Berater selbst festlegen und verändern kann. Da kommen zwangsläufig regelmäßige Kontakte zustande. Die Allianz sollte das als Eigentümer der ehemaligen AGF alles seit Jahrzehnten wissen.
ehe AG s sinnlos und verteuert dazukaufen ist ein Aktienrückkaufprogramm das Richtige. Die meisten Zukäufe enden nicht gut, Daimler hat die Erfahrung gemacht und die deutsche Bank auch, die Münchener Rück hat an dem Brocken American Re jahrelang geknabert. Das Rezept ein drittel Dividende, ein drittel Rückkauf, ein drittel einbehalten halte ich für solide. Dabei sollte der Gewinn pro Aktie jedes Jahr um 5% steigen.
ehe AG s sinnlos und verteuert dazukaufen ist ein Aktienrückkaufprogramm das Richtige. Die meisten Zukäufe enden nicht gut, Daimler hat die Erfahrung gemacht und die deutsche Bank auch, die Münchener Rück hat an dem Brocken American Re jahrelang geknabert. Das Rezept ein drittel Dividende, ein drittel Rückkauf, ein drittel einbehalten halte ich für solide. Dabei sollte der Gewinn pro Aktie jedes Jahr um 5% steigen.
Allianz Deutschland macht beim Gewinn erneut Abstriche
16.8.
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/trotz-geschaeftswa…

(a) Im ersten Halbjahr sei das operative Ergebnis um 13 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro geschrumpft, teilte die Allianz Deutschland am Donnerstag in Unterföhring bei München mit.

...

(b) Auch für das Gesamtjahr rechnet die Allianz Deutschland offenbar nicht mit einer Trendwende: Ziel sei eine "solide Entwicklung" bei Umsatz und Ergebnis. 2017 war der operative Gewinn bereits um elf Prozent gefallen.

...

(c) In der privaten Krankenversicherung, die lange mit IT-Problemen zu kämpfen hatte, sei das Neugeschäft um 12,4 Prozent gewachsen.



[ (a) steht nur da, wegen dem Zusammenhang von (b), egal was die Gründe für (a) sind ;) ]



=> zu (c):
It is important to note that digital transformation will not happen all at once, and companies should not use their legacy enterprise resource planning and other backbone systems as excuses not to start the change. :D
McKinsey & Company, July 2018
https://www.mckinsey.com/business-functions/strategy-and-cor…
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