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CFDs am Ende? Ab heute startet ein neues Zeitalter für Daytrader! (Seite 6)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.385.529 von popuphasser am 06.08.18 19:02:00...im Futureshandel hat man die uneingeschränkte Nachschusspflicht das ist korrekt.

Aber im CFD Handel muss man die ja nicht nicht in Kauf nehmen. Das ist ja gerade der Vorteil der BaFin Regelung vom letzten Jahr und der ESMA Regelung von diesem Jahr. Und solange CFD Broker in der Kursstellung nicht reguliert werden oder es einen fairen und transparenten CFD Börsenhandel gibt, solange würde ich nur CFD bei einem Broker handeln, der auf die Nachschusspflicht verzichtet.

Es gilt also abzuwägen, ob man den fairen, transparenten aber nachschusspflichtigen Futuremarkt oder eben den CFD Broker mit all seinen Zicken wählt und das Risiko der Nachschusspflicht abwälzt.

Denn in Zeiten wie diesen, mit Hackerangriffen, Naturkatastrophen, Terroranschlägen, etc. kann es dich am Futuremarkt ganz schnell zerlegen... siehe 9/11 und EUR.CHF
Im Grunde genommen ist es irgendwie alles doof.

Entweder bin ich gezwungen jetzt viel Geld zu einem CFD Broker zu schleppen, oder Offshore zu gehen (wo es gar nichts gibt und sogar die Frage steht, ob ich überhaupt Auszahlungen bekomme) oder nach Australien, wo es keine Einlagensicherung gibt. Oder mich einstufen lasse als Pro, wo es auch keine Einlagensicherung gibt. Echtes Dilemma.

Nach meiner Ansicht ist die schlechteste Lösung offshore zu gehen. Genauso schlecht halte ich es, mich als "Pro" einstufen zu lassen. Das geringste Übel wäre nach meiner Ansicht ein Australia Broker, oder (wenn Geld da ist) in den sauren Apfel zu beißen und mehr Geld zum Broker zu schicken.

Offshore oder Pro-Einstufung, ist nach meiner ganz persönlichen individuellen Meinung, der schlechteste Weg.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.384.707 von Sunny47 am 06.08.18 17:13:37@Sunny47 wahre Worte - wer sich aber bewusst für den größeren Hebel entscheidet der sollte sich den höheren Risiken natürlich bewusst sein.

Zudem gibt es ja auch immernoch Alternativen wie XM wo man trotz des höheren Hebel keine Nachschusspflicht mehr hat. Man muss nunmal die richten Kandidaten kennen. ICM habe ich in diesem Zusammenhang nur genannt, da dieser einer der bekanntesten Broker in Australien ist.

Von Futures rate ich aber derzeit sowieso ab da sie in meinem Augen nur ein sinnvolles Investment für Anleger mit mehr Kapital sind.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.386.249 von Mecklenburg91 am 06.08.18 20:22:53
Zitat von Mecklenburg91: @Sunny47 wahre Worte - wer sich aber bewusst für den größeren Hebel entscheidet der sollte sich den höheren Risiken natürlich bewusst sein.

Zudem gibt es ja auch immernoch Alternativen wie XM wo man trotz des höheren Hebel keine Nachschusspflicht mehr hat. Man muss nunmal die richten Kandidaten kennen. ICM habe ich in diesem Zusammenhang nur genannt, da dieser einer der bekanntesten Broker in Australien ist.

Von Futures rate ich aber derzeit sowieso ab da sie in meinem Augen nur ein sinnvolles Investment für Anleger mit mehr Kapital sind.


Das ist das einzige Problem beim handel mit hohem Hebel: Das Gundkapital

Was macht das nun für einen Unterschied, wenn man nicht mal das Kapital hat für einen FDax mit 25 Euro pro Punkt den aber dann bzgl. hohem Hebel für einige Euro trotzdem handeln kann. Das ist nichts anderes bei den Forex Märkten ein Standard Lot sind 100.000 Geldeinheiten und trotzdem wurde gerade im Forex Bereich alles Ermöglicht mit Micky Maus Einlagen.

Wem das nicht bewusst ist, das man mit etwas über 1.000 Euro hat und bei Hebel 400 mal eben 400.000 Euro bewegt die man nicht auf der hohen Kante hat, der soll dann nicht klagen wenn es daneben geht.

Abgesehen von der Nachschusspflicht, kannst du bei einer Pleite ja Privatinsolvenz anmelden, dann zahlt das eben der Steuerzahler.

oder glaubt einer, das Geld auf den Bäumen wächst (außer die EZB spühlt noch mehr in die Märkte)
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.386.552 von Chris_M am 06.08.18 21:13:26ich finde das alles ein bischen überzogen... wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen...

wer sagt denn, dass alle Trader mit 1.000 Euro Konten den Dax CFD in FDAX Größe handeln? Woher kommt dieses Wissen das alle nur so handeln? Da würde ich gerne mal Beweise sehen. Das ist doch eine reine Behauptung um hier auf den Leuten herumzuhacken.

Bei meinem Broker ging das auch schon vor ESMA nicht - da hätte ich nämlich auch schon vor ESMA 5.000 Euro Margin für so einen Trade hingelegt... also nix FDAX CFD mit 1.000 Euro Konto zocken.

Wer mit einem 1.000 Euro Konto 1 Lot EUR.USD handelt hat einen Hebel von 1:100 - auch wenn das natürlich ein hoher Hebel ist, ist es doch graue Theorie, dass man mit einem 1.000 Euro Konto 400.000 Euro im Markt bewegt- gibt immer noch so etwas wie einen Margin Call- denn das sich der Kurs just nur und ausschließlich in die gewünschte Richtung bewegt, wenn man "all in" geht wäre mir neu... aber vielleicht habe ich ja auch den falschen Broker:).

Aber ich wäre auch für einen Hebel von max. 1:50

Vielleicht nimmst du nicht immer nur die vermeintlich bösen Zocker ins Visier... die Broker sind´s die das so wollten, weil die genauso ihre Kohle machen. Damit die hochkapitalisierten vermeintlichen professionellen nun mit ihren 400 ´er Hebeln weiterzocken können, entbinden die Broker sie sogar noch von der Nachschusspflicht. Rechne doch mal aus, was ein vermeintlich professioneller Kunde mit einem 100.000 Euro Konto und einem hebel von 1:200 im Markt bewegt und dabei keine Nachschusspflicht hat... Da fällt mir anderes ein, als auf denen rumzuhacken, die mit einem 1.000 euro Konto an den Start gehen.
Man darf also vermuten, dass die Broker ihr risikomamagement im Griff haben. Außerdem wissen die Broker nach wenigen Klicks und Trades ihrer Kundschaft, wen sie da an Bord haben. Es wäre eigentlich Aufgabe der Broker gewesen, diesen wenigen extremen Zockern auf die Finger zu klopfen- haben sie aber nicht. Wären die Broker verantwortungsbewusster mit den wenigen Zockern umgegangen, dann hätten wir diese ESMA Krise vielleich nicht und viele Trader, die ordentlich und verantwortungsvoll gehandelt haben wären jetzt nicht im Kollektiv bestraft worden.
Hier haben einige wenige vielen anderen den Markt kaputt gemacht- und die Broker haben zugeschaut, denn die wussten, dass sie die Zocker an Board haben.

Wer sagt eigentlich, dass die ESMA Regulierungen ausschließlich dem Schutz der Anleger dienen sollen? Genauso können Sie dazu dienen, die Broker auszubremsen. Und meine Prognose beim derzeitigen Verhalten der Broker ist, dass die ESMA noch nachjustieren wird- und das nicht wegen all der bösen verantwortungslosen Trader:).
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.386.900 von Sunny47 am 06.08.18 22:06:03
Zitat von Sunny47: ich finde das alles ein bischen überzogen... wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen...

wer sagt denn, dass alle Trader mit 1.000 Euro Konten den Dax CFD in FDAX Größe handeln? Woher kommt dieses Wissen das alle nur so handeln? Da würde ich gerne mal Beweise sehen. Das ist doch eine reine Behauptung um hier auf den Leuten herumzuhacken.

Bei meinem Broker ging das auch schon vor ESMA nicht - da hätte ich nämlich auch schon vor ESMA 5.000 Euro Margin für so einen Trade hingelegt... also nix FDAX CFD mit 1.000 Euro Konto zocken.

Wer mit einem 1.000 Euro Konto 1 Lot EUR.USD handelt hat einen Hebel von 1:100 - auch wenn das natürlich ein hoher Hebel ist, ist es doch graue Theorie, dass man mit einem 1.000 Euro Konto 400.000 Euro im Markt bewegt- gibt immer noch so etwas wie einen Margin Call- denn das sich der Kurs just nur und ausschließlich in die gewünschte Richtung bewegt, wenn man "all in" geht wäre mir neu... aber vielleicht habe ich ja auch den falschen Broker:).

Aber ich wäre auch für einen Hebel von max. 1:50

Vielleicht nimmst du nicht immer nur die vermeintlich bösen Zocker ins Visier... die Broker sind´s die das so wollten, weil die genauso ihre Kohle machen. Damit die hochkapitalisierten vermeintlichen professionellen nun mit ihren 400 ´er Hebeln weiterzocken können, entbinden die Broker sie sogar noch von der Nachschusspflicht. Rechne doch mal aus, was ein vermeintlich professioneller Kunde mit einem 100.000 Euro Konto und einem hebel von 1:200 im Markt bewegt und dabei keine Nachschusspflicht hat... Da fällt mir anderes ein, als auf denen rumzuhacken, die mit einem 1.000 euro Konto an den Start gehen.
Man darf also vermuten, dass die Broker ihr risikomamagement im Griff haben. Außerdem wissen die Broker nach wenigen Klicks und Trades ihrer Kundschaft, wen sie da an Bord haben. Es wäre eigentlich Aufgabe der Broker gewesen, diesen wenigen extremen Zockern auf die Finger zu klopfen- haben sie aber nicht. Wären die Broker verantwortungsbewusster mit den wenigen Zockern umgegangen, dann hätten wir diese ESMA Krise vielleich nicht und viele Trader, die ordentlich und verantwortungsvoll gehandelt haben wären jetzt nicht im Kollektiv bestraft worden.
Hier haben einige wenige vielen anderen den Markt kaputt gemacht- und die Broker haben zugeschaut, denn die wussten, dass sie die Zocker an Board haben.

Wer sagt eigentlich, dass die ESMA Regulierungen ausschließlich dem Schutz der Anleger dienen sollen? Genauso können Sie dazu dienen, die Broker auszubremsen. Und meine Prognose beim derzeitigen Verhalten der Broker ist, dass die ESMA noch nachjustieren wird- und das nicht wegen all der bösen verantwortungslosen Trader:).


dem kann man voll zustimmen
klar ist es Zugespitzt mit den 1.000 Euro und der Bewegung von 400.000 und ich schere nicht jeden über einen Kamm aber wenn Broker große Werbung schalten und sich mit Hebel überbieten. Einige haben Hebel 800 angeboten (im forex wenn ich mich recht erinnere) und wenn dann schön gezeigt wird wie einfach das ist (wurde bei Binäre ja auch so einfach aufgezeigt, aber das ist ein anderes Thema) und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Viele verstehen nicht, das sie durch den Hebel das Vielfache Ihres Einsatzes bewegen. Ich habe nicht gesagt alle!

Und die Broker verdienen daran, das liegt ja auf der Hand. Aber selbst wenn ein Broker eine eigene Regulierung umsetzt, wie z.B. IB Daytrading mit unter 25k nicht möglich, dann rennen die mit wenig Kapital zum nächst besten Anbieter. Die Zocker wirst du nie ganz aus dem Markt raus bekommen, davon lebt der Markt doch!!!

Ich hoffe Euch nicht zu nahe zu treten, ich kenne Euch nicht pers. und missgönne auch niemanden was, aber entweder man hat ein gewisses Grundkapital und weiß das RM/MM richtig einzusetzen und geht sein Setup ein (wozu ich Euch zähle) oder man zockt .. die schlechten Quoten von den Brokern stammen wohl ehr von letztern.

Es geht nicht um "böse Broker" oder "verantwortungslosen Trader" .. den Schuh kann sich jeder selbst anziehen .. Es sind zwei Vertragsparteien .. Ein Broker ist auch kein Wohlfahrtsverein und ein Trader hat auch eine Absicht sein Vermögen auszubauen. Beides ist legitim und passt auch.

Die Regulierungen dienen ja ehr dem (unerfahrenden) Anleger zum Kapitalschutz ..

Hohen Hebel kannst auch bei K.O. Zertis handeln oder man geht halt, wie erwähnt offshore, nach Australien usw.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.386.000 von bomike am 06.08.18 19:45:33
Zitat von bomike: Im Grunde genommen ist es irgendwie alles doof.


Einfach Future handeln. Aus die Maus.
Das Problem ist auch, das der Markt sich nicht selbst reguliert, wie es in allen Branchen üblich ist.

Wenn Du heute im Einzelhandel falsche Werbung machst, dauerst nur kurze Zeit bis Dich Mitbewerber abmahnen. Egal in welcher Branche, alle werden durch Wettbewerbsmechanismen "diszipliniert". Machst Du unlautere Werbung, zack kommen Verbraucherverband, Mitstreiter und Wettbewershüter und Du bekommst auf die Mütze. Eine ganze "Abmahnindustrie" die mehr oder weniger den Markt kontrollieren und korrigieren.

Das gibts im Brokergeschäft überhaupt nicht. Gar nicht. Auch wenn Broker A sieht, das Broker B irreführende Werbung betreibt, macht er gar nichts. Die Branche "korrigiert" sich nicht selbst. Nach dem Motto: "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen."

Es gibt wirklich extreme Beispiele, wo alle Broker wissen, das Broker xy bescheißt, aber keiner will was machen... Das Gegenteil ist der Fall, die sagen sich, na wenn der das macht, machen wir das auch... Das ist in keiner mir bekannten Branche so...
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.387.443 von bomike am 06.08.18 23:56:15
Zitat von bomike: Das Problem ist auch, das der Markt sich nicht selbst reguliert, wie es in allen Branchen üblich ist.

Wenn Du heute im Einzelhandel falsche Werbung machst, dauerst nur kurze Zeit bis Dich Mitbewerber abmahnen. Egal in welcher Branche, alle werden durch Wettbewerbsmechanismen "diszipliniert". Machst Du unlautere Werbung, zack kommen Verbraucherverband, Mitstreiter und Wettbewershüter und Du bekommst auf die Mütze. Eine ganze "Abmahnindustrie" die mehr oder weniger den Markt kontrollieren und korrigieren.

Das gibts im Brokergeschäft überhaupt nicht. Gar nicht. Auch wenn Broker A sieht, das Broker B irreführende Werbung betreibt, macht er gar nichts. Die Branche "korrigiert" sich nicht selbst. Nach dem Motto: "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen."

Es gibt wirklich extreme Beispiele, wo alle Broker wissen, das Broker xy bescheißt, aber keiner will was machen... Das Gegenteil ist der Fall, die sagen sich, na wenn der das macht, machen wir das auch... Das ist in keiner mir bekannten Branche so...




Ich sehe das auch als eines der großen Probleme in der Branche, dass die Branche sich nicht selbst reguliert. Das ist auch meiner Meinung nach einer der Hauptgründe, warum nun BaFin und ESMA regulieren. Auch wenn sie den Tradern damit keinen gefallen tun, sie treffen in jedem Fall die Broker.

In bezug auf die (erschreckend) hohen Verlustquoten bei den Brokern die hier zusammengetragen worden sind sei angemerkt, das es systemimmanent ist, dass die Kunden Verluste machen. Und das aus zwei Gründen... Wie an anderer Stelle in diesem Forum bereits angemerkt ist das Erlernen vom Derivatehandel schwer. Hier geht im übertragenen Sinne Hans Hansen mit seinem 10 Jahre alten Diesel mit den Vettels und den Hamiltons in ihren F1 Boliden auf den Nürburgring- und das kann nur schief gehen. Will sagen, der Tradinganfänger startet ohne jeden Schutz gegen die hochkapitalisierten Vollprofis. D.h. traden muss gelernt werden und was zahlt man da? L e h r g e l d in Form von Verlusten. Was unterschiedlich ist, ist die individuelle Ausprägung von Geschwindigkeit, Art und Umfang der Lernfortschritte. D.h. die einen lernen schneller als die anderen und manche schaffen es halt die Nuss zu knacken und sich das erforderliche Marktverständnis zu erarbeiten um profitabel zu handeln während andere das nicht schaffen und frustriert aufgeben. Aber das alle auf diesem Weg Weg Verluste machen ist normal- und das schlägt sich eben in den hohen Verlustquoten nieder. Die im übrigen bisher gar nichts darüber aussagen wie hoch die Verluste sind.

Viele der Händler, die bei den Brokern die Webinare anbieten räumen ein, dass sie mit Tradingverlusten Handelskonten in erheblicher Größe pulverisiert haben bis sie profitabel waren.
Learning by doing kostet halt- jeder Student, der sein Studium über das BaföG finanziert muss am Ende seines Studiums einen ordentlich Kredit für das in Anspruch genommene BaFög zurückzahlen. Auch hier schaffen die einen den Abschluss und ihnen macht aufgrund der guten Gehälter die sie dann bekommen die Rückzahlung nichts aus- während die Studienabbrecher sich sicherlich mit der Rückzahlung schwerer tun.

Will sagen, ich halte Verluste im Trading auf Seiten der Kunden bis zu einer gewissen Grenze für völlig normal.

Auf der anderen Seite haben wir nun die Broker... die genau um diesen Sachverhalt wissen und und sich diesen zunutze machen- ihre Gewinne damit generieren.
Nun müssen sie wenigstens über die Verlustquoten aufklären. Denn es lässt zumindet die Leute nachdenken, die sich die Mühe machen, die Website des Brokers genau zu studieren.
Trotzdem könnten die Broker erheblich mehr tun um den Kunden das Lernen zu erleichtern und damit die Verlustperiode zu verkürzen. Und da stünde an aller erster stelle die Edukation. D.h. Broker könnten sehr viel mehr Lehrmaterial zur Verfügung stellen und auch Webinare anbieten, von denen die Kunden profitieren. Genau hier Grenzen viele Broker sich aber knallhart ab und sagen- wir bieten die Infrastruktur- die Ausbildung ist Sache des Traders... und damit profitieren sie von den langen Lernperioden der Einsteiger. Hinzu kommt ein anderes Problem, das dem CFD Handel immanent ist- nämlich das "blinde Kuh" Spiel in den Charts. Im Futurehandel gibt es Orderbücher, T&S Liste, Volumenprofile, Marketprofile. D.h. der Futurekunde hat einen sehr viel tieferen und damit besseren Einblick in das Marktgeschehen- und hat damit dem CFD Trader gegenüber erhebliche Vorteile. Was hindert die Broker, den Kunden den kleineren und risikoärmeren CFD zum Handel anzubieten, ihm aber für die bessere Marteinsicht auch die Futurekurse zur Verfügung zu stellen? Man kann doch links auf dem Bildschirm den M5 Chart des FDAX Future mit Orderbuch und T+S, etc. und rechts den Handelschart mit dem Dax CFD haben und dort handeln. Dadurch, dass die Broker fair Value und Zinsen auf die CFD Kurse draufschlagen und das Ganze dann auch noch 24/5 laufen lassen gibt´s Probleme, die nachteilig für den CFD Kunden auswirken. Denn der Broker nutzt den FDAX Kurs als Taktgeber- das was im Fdax passiert spiegelt sich 1:1 im CFD wieder nur, dass durch die veränderte Kursstellung i.d.R. die Pivot Punkte, Tageshoch- und Tiefpunkte, EMA´s usw. im CFD nicht dort liegen wo sie im Future liegen. D.h. der CFD Trader wird immer wieder in den kleinen Zeiteinheiten von Ereignissen überrascht, die nach der Interpretation des Chartbildes keinen Sinn ergeben.
Hier muss reguliert werden. das Tradingbusiness zu lernen ist schwer genug, da muss man nicht auch noch blind ins Rennen geschickt werden.

D.h. der CFD Einsteiger ist doppelt benachteiligt- er hat weniger Wissen und weniger Markteinsicht. Hier gilt es anzusetzen.
Der nächste Knüppel, den viele (nicht alle) Broker den Einsteigern zwischen die Füße werfen ist das Problem Demokonto...
1. bilden viele Demokontokurse die Realität nicht ab- d.h. traden scheint sehr leicht und gewinnträchtig zu sein und
2. limitieren viele Broker die Laufzeit von Demokonten um die Fehler machenden "Greenhörner" möglichst schnell ins für sie erstmal verlustträchtige und für den Broker gewinnbringende Livetrading zu bekommen.
Auch hier sind die Broker gefordert um die Qualität im CFD Handel für Einsteiger zu verbessern. D.h. gefordert sind Kurse im Demo wie um Livekonto und ! unbegrenzte voll funktionsfähige Demokonten.

Wenn man wirklich etwas verbessern möchte und Trader vor hohen Verlusten schützen möchte, dann braucht es
1. Die Restriktion, dass Broker Kunden für den Livehandel erst freischalten dürfen, wenn Sie im zumindest im Durchschnitt auf dem Demokonto profitabel handeln und
2. größere Lotzahlen im Livehandel erst freigegeben werden, wenn der Kunde in der Lage ist so profitabel zu handeln, dass er ein kleines Konto hochgehandelt bekommt.
CFD Broker, die in diesem Zeitrum "dürsten" müssen, weil sie keine oder nur kleine Erträge generieren können ja Gebühren für die Nutzung von Software, Infrastruktur und Lernwebinaren in Rechnung stellen.


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