DAX+0,53 % EUR/USD-0,05 % Gold-0,05 % Öl (Brent)-0,91 %

Bastei Lübbe AG - zurück in eine bessere Zukunft (Seite 18)



Begriffe und/oder Benutzer

 

die Umsätze die letzten Tage waren sehr dünn und es sind fast keine Käufer am Markt. Wer noch einen Einstieg such...jetzt ist vermutlich eine gute Zeit dafür.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.491.419 von Huta am 21.12.18 17:08:08
Weihnachten
Ich wünsche allen (im Regelfall leidgeprüften) Aktionären der Bastei Lübbe AG, allen, die sich hier am Forum an der Diskussion über die Verlagsaktie beteiligen und allen Interessierten, die hier still mitlesen, ein frohes Weihnachtsfest und natürlich viele tolle Buchgeschenke ;).

Sollte tatsächlich aber kein Buch aus dem Hause Bastei Lübbe unter dem Weihnachtsbaum liegen, würde ich die Verwandten aber schon darauf hinweisen, dass ein solcher Faupax nicht mehr vorkommen darf - schließlich soll es mit der Aktie bald mal nach oben gehen !!! :)

Frohe Feiertage allerseits!
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.503.033 von Huta am 24.12.18 10:35:17DANKE

Dir und allen anderen Usern hier - von mir ebenfalls frohe Weihnachten.

:keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.503.462 von Permaposter am 24.12.18 13:07:12langsam geht es aufwärts, lt Chartbild klar überverkauft, wenn im Februar gute Zahlen kommen dürfte es schnell über 3 € gehen!

:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
:cool:GrußdeSade!:cool:
:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.503.033 von Huta am 24.12.18 10:35:17
2018 wird 2019
Guten Tag !

Am letzten Tag des Jahres ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Wie war das Börsenjahr? Wie hat sich die Aktie entwickelt? Wie sind die Perspektiven?

Um es kurz zu sagen: 2018 war (auch aber nicht nur) für die Bastei Lübbe Aktie (leider erneut) ein sehr schlechtes Börsenjahr. Die Aktie hat nach den Berechnungen des Kölner Stadtanzeigers im ablaufenden Jahr 58,25% verloren und ist von einem Kurs von 3,85 Euro auf 1,60 Euro abgestürzt.

https://www.ksta.de/wirtschaft/aktienkurse-brechen-ein-konze…

Das ist natürlich alles andere als erfreulich - zumal sich dieses Verlustjahr in eine ganze Reihe weiterer Verlustjahre einreiht. Wenn man bedenkt, dass das Unternehmen mal zu 7,50 Euro an die Börse gegangen ist - und man eigentlich noch einen höheren Emissionskurs angestrebt hat - dann war "Geld anlegen" in eine Bastei Lübbe Aktie ähnlich effektiv was die Rendite betrifft wie "Geld auf einen großen Haufen zusammenlegen und anzünden" (okay, ganz so tragisch war es faktisch nicht - aber niemand wird behaupten, dass es eine gute Idee war, Aktien der Bastei Lübbe AG zu zeichnen).

Insgesamt - auch das lässt sich nicht leugnen und kann auch an der Zusammenstellung des Kölner Stadtanzeigers für die Werte aus seinem regionalen Verbreitungsgebiet sehr gut abgelesen werden- war 2018 ein sehr schlechtes Börsenjahr. Auf deutsch: Nicht nur Bastei Lübbe hat im Kurs verloren sondern auch die meisten anderen Werte - aber Bastei Lübbe war schon wieder ganz "vorne" mit dabei, wenn es um Kursverluste geht.

Da niemand weiß, wie sich der Gesamtmarkt im kommenden Jahr entwickeln wird - und inwieweit dann Fundamentaldaten überhaupt durchdringen - kann naturgemäß auch niemand wirklich verlässlich die Entwicklung der Bastei Lübbe Aktie prognostizieren - man kann höchstens die Fundamentaldaten untersuchen und dadurch vielleicht einen Hinweis bekommen, wie sich das Unternehmen und damit der Aktienkurs entwickelt, wenn der Markt wenigstens neutral bleibt.

Mitte des Jahres haben wir hier (wenn auch im "alten Thread") noch sehr intensiv darüber diskutiert, ob Bastei Lübbe das Jahresende überhaupt erleben wird.

Es gab gleich mehrere Nutzer, die das sehr lautstark angezweifelt haben und das Kursziel für das Jahresende bei "0 Euro" gesehen haben. "Planinsolvenz, Banken drehen den Geldhahn zu, Kapitalerhöhung muss zwingend kommen, Zinsen fressen das Unternehmen auf, weil die Banken zwar dann doch nicht den Geldhahn zudrehen, die Zinsen aber deutlichst erhöhen" etc. war hier fast Allgemeinmeinung.

Diese Bedenken waren ganz offensichtlich nicht zutreffend. Bastei Lübbe hatte zwar die Bedingungen für das früher abgeschlossene Darlehen nicht erfüllt, was den Banken die Berechtigung gegeben hätte, die Darlehen zu kündigen. Die Banken haben sich aber in den Verhandlungen mit dem neuen Vorstand dazu bereit erklärt, Bastei Lübbe weiter zu finanzieren (offenbar waren sie von dem Konzept des neuen Vorstands, sich wieder auf die Kernkomptenzen zu konzentrieren, überzeugt). Es gab auch keine KE - derzeit gibt es nicht einmal genehmigtes Kapital. Und zudem ist das Finanzergebnis im laufenden Jahr (bisher) deutlich besser als im letzten Jahr (von "den Gewinn auffressenden Zinsen" ist also nichts zu sehen).

Der Vorstand hat im Juli seine Prognose für das laufende und das kommende Jahr gegeben. Danach wird Bastei Lübbe für das noch bis zum 31.03.19 laufende Wirtschaftsjahr ein ausgeglichenes bis leicht positives Ebit erzielen (und das trotz erneuter und letztmaliger Sonderaufwendungen) und dann ab dem nächsten Jahr eine nachhaltige Ebitmarge von zwischen 6 und 8% anpeilen - bei organisch leicht steigenden Umsätzen.

Wo stehen wir nach den Zahlen zum 30.09.2018? Der Vorstand hält an seiner Prognose fest und die Zahlen zum Halbjahr sind mMn ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass das Unternehmen tatsächlich in ruhigeres Fahrwasser kommt.

Zum 30.09.18 wird ein ausgeglichenes Ebit ausgewiesen und wenn man dann noch berücksichtigt, dass in diesem ausgeglichenen Ebit Sonderaufwendungen für das Effiziensteigerungsprogramm i.H.v. 1,4 Mio Euro enthalten sind - und diese ja nach Implementierung des Programms nicht mehr anfallen - dann wäre das Ergebnis ohne Sonderaufwendungen schon zum 30.09.18 positiv gewesen. Zudem ist auch der Cashflow aus der laufenden betrieblichen Tätigkeit mit 2,2 Mio Euro positiv (was die Selbstfinanzierungskraft von Bastei Lübbe aufzeigt).

Strategisch ist man im letzten Jahr auch voran gekommen. Man hat sich von den Verlustbeteiligungen Buchpartner (noch zum Ende des vorigen WJ), oolipo, bookrix und Beam getrennt. Alle diese Beteiligungen haben enorm Geld gekostet und einen Großteil zum Schuldenstand der BL AG beigetragen. Diese Löcher sind jetzt gestopft - und das ist auch gut so!

Die Beteiligung an der Daedalic AG steht weiter auf dem Prüfstand. Ich persönlich hätte nichts dagegen (und würde mich auch nicht wirklich wundern - und erst recht nicht ärgern), wenn auch dieses Unternehmen Ende 2019 nicht mehr zum Konsolidierungskreis des Unternehmens gehören würde. Damit würde man zwar etwa 10 Mio Euro kalkulierten Umsatz verlieren - aber im Ergebnis trägt Daedalic nichts Positives bei - insofern wäre eine Bastei Lübbe ohne Daedalic etwas kleiner aber dafür höhermargiger.

Für mich ist auch die Installation von Herrn Simon Decot als "Leiter Programmstrategie" ein sehr wichtiger Schritt zur Konsolidierung des Unternehmens.

https://www.luebbe.com/de/news/2018-11-28/simon-decot-uebern…

Durch die forcierte Konzentration auf "Digitales" hat man seinerzeit das Kerngeschäft "Inhalte" erkennbar vernachlässigt. Nun dreht der Vorstand die Uhr wieder zurück und folgerichtig wird auch an herausgehobener Stelle über das Programm, über veränderte Lesegewohnheiten, über die gezielte und trotzdem kostengünstige Ansprache von neuen Lesergruppen nachgedacht. Herr Decot hat bei LYX gezeigt, dass er dieses Metier beherrscht.

Es hat sich also einiges getan bei Bastei Lübbe - es musste aber eben auch einiges getan werden, um das Unternehmen am Leben zu erhalten und die Ergebnis und Verschuldung eine Trendwende einzuleiten.

Warum hat sich denn beim Aktienkurs trotzdem nichts getan? Warum ist der Kurs am Jahresende noch etwas schlechter als er es Mitte des Jahres war als es auch "Börsenbriefe" wie die Vorstandswoche gegeben hat, die für das Unternehmen keine (oder wenn doch, dann nur eine dunkelschwarze) Zukunft gesehen haben?

Das liegt einmal sicher daran, dass Bastei Lübbe durch viele sehr vollmundige Versprechen in der Vergangenheit, die nie eingehalten worden sind, erhebliches Vertrauen verloren hat, das man im Regelfall sehr viel mühseliger wieder zurückgewinnen muss als man es verliert.
Das liegt aber sicher auch daran, dass der Markt insgesamt in den letzten Monaten regelrecht eingebrochen ist. Bei einem marktengen Wert reichen dann schon kleinere Verkaufsorder, um den Kurs abstürzen zu lassen. In dem Zusammenhang ist es sicher extrem ärgerlich, dass Bastei Lübbe während der guten Börsenjahre zu viele hausgemachte Probleme hatte, um von dem Aufschwung an der Börse profitieren zu können und nun, wo man sich konsolidiert und dabei ist wieder profitabel zu werden, bricht die Börse allgemein ein und Fundamentaldaten werden nicht mehr zur Kenntnis genommen.

Wie sieht die Zukunft aus? Tja, wo ist denn nur meine Glaskugel hin...?

Ich glaube schon, dass Bastei Lübbe auf dem Weg ist, von einer "Skandalnudel" des Börsenparketts (die zwar viel Wirbel macht, aber nichts einhalten kann) zu einem seriös wirtschaftenden Unternehmen zu werden. Der Ausspruch des Vorstands, man wäre auf dem Weg in ruhigeres Fahrwasser gefällt mir sehr gut. Auch die Schlagzeile des NWJ "Von einer Lady in Red zu einer Black Beauty" finde ich nicht schlecht.

Man muss sich aber klar machen, dass die neue (alte) Bastei Lübbe nichts mehr zu tun hat mit der Bastei Lübbe, die den Anlegern zum Börsengang versprochen worden ist. Es ist kein "internationales Medienunternehmen" mehr, das angestrebt werden soll - vielmehr will man sich wieder ausschließlich auf seine Kernkompetenzen "Geschichten" konzentrieren und die dann in allen denkbaren Formaten "unters Volk bringen" (was auch die Beibehaltung des Vorsprungs im Digitalbereich bei Büchern beinhaltet). Deshalb halte ich persönlich auch Börsenkurse von 7,50 Euro (oder noch mehr) oder auch 5 Euro für mindestens auf Sicht ausgeschlossen und auch für fundamental unangemessen!

Wenn man sich mal die Analysten anschaut, dann gibt es da zwei (von drei) Häusern, die der Vorstandsprognose für das kommende Jahr nicht trauen (da hat der Vorstand dann mMn schon noch etwas Überzeugungsarbeit zu leisten - viel Glück dabei im neuen Jahr).

Die DZ Bank glaubt an ein EpS von 12 Cent im kommenden Jahr (was ja auch nur noch einem KGV von aktuell 13,5 entsprechend würde). Warburg Research erwartet sogar nur 6 Cent (allerdings habe ich da methodisch meine Zweifel, was die Prognose angeht, weil Warburg vom Jahresüberschuss von 1,4 Mio Euro erstaunlicherweise 0,6 Mio Euro für Ergebnisanteile Dritter abzieht - ich frage mich, woher denn dieses Ergebnis stammen soll - Daedalic trägt ja normalerweise nichts zum JÜ bei, ist aber mWn das einzige Unternehmen, das im Jahresabschluss 19/20 noch konsolidiert werden könnte und das nicht im "Vollbesitz" von BL ist, rechnet man diese Besonderheit bei Warburg raus, kommt man auf ca. 11 Cent EpS für das kommende WJ)).

Solventis dagegen rechnet, ähnlich wie der Vorstand, mit einem Ebit von etwa 5,8 Mio Euro und daraus resultieren einem EpS von 25 Cent (was dann einem KGV aktuell von etwa 6,4 entsprechen würde (und selbst nach dem Kursrutsch zuletzt wäre das ein im Vergleich zu anderen Unternehmen sehr niedriges KGV).

Nimmt man die Kursziele liegen diese bei 2,00 Euro (DZ Bank), 2,30 Euro (Warburg) und gleich 5,50 Euro (Solventis). Ich habe ja schon darauf hingewiesen, dass ich Kurse jenseits der 5 Euro für auf Sicht wenig wahrscheinlich halte - aber selbst wenn man mal das Mittel aus den beiden skeptischeren Analysen nimmt (2,15 Euro) käme man auf ein Kurspotential von etwa 1/3.

Ich selber würde davon ausgehen, dass man im laufenden Jahr tatsächlich ein ausgeglichenes bis leicht positives Ebit schafft und dann im nächsten Jahr die Erträge deutlich besser aussehen.

Im nächsten Jahr würde ich dann von einem Ebit (den Aussagen des Vorstands entsprechend) von etwa 5,5 bis 6,5 Mio Euro ausgehen. Zieht man davon etwa 1,5 Mio Euro Finanzergebnis ab (in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahrs lag dieses lediglich bei etwa - 0,5 Mio Euro aber ich gehe da mal lieber auf "Nummer Sicher" ) und legt einen Steuersatz von 30% an, kommt man auf ein EpS von zwischen 21 und 27 Cent - das KGV würde daher zwischen knapp 6 und 8 liegen.

Das muss dabei auch noch nicht einmal das "Ende der Fahnenstange" sein (es soll ja auch immer etwas "Phantasie" in einer Aktie mitspielen). Erst einmal soll ja der Umsatz organisch und durch Zukäufe wachsen und zudem wird es ja auch wieder Bücher von Follett und Brown geben. Wenn ich mir die Präsentation zur HV anschaue, dann hat Herr Zimmermann in seinem Vortrag ja darauf verwiesen, dass alleine durch die seinerzeit gleichzeitig erscheinenden Bücher von Follett und Brown die Ebitmarge um etwa 2% erhöht war - das würde dann in etwa bedeuten, dass, wenn es nur einen Follett oder Brown gibt, die Marge um 1% steigen würde.

Um das Spielchen "Was wäre wenn" einmal zu spielen: Würde man z.B. im Jahr 2020/2021 einen Follett oder Brown herausgeben und dabei einen Umsatz von 105 Mio Euro erreichen und eine Marge von dann sagen wir mal 7,5%, würde sich ein EpS von 33 Cent errechnen - bei einem aktuellen Kurs von 1,60 Euro. Wie gesagt, das sind derzeit aber nur Gedankenspielereien, die aufzeigen sollen, wohin es gehen könnte, wenn es gut läuft.

Im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt hat ja auch die Bastei Lübbe AG eine Präsentation abgehalten und dort noch einmal das Ziel bekräftigt - das laufende Jahr sieht man als Übergangsjahr und ab 2019 soll dann die Profitabilität steigen. Zudem wurde auch auf dieser Veranstaltung noch einmal darauf verwiesen, dass man vorhat durchaus auch anorganisch zu wachsen - sprich kleinere Imprints zu übernehmen (für ein Unternehmen das nach Meinung vieler Teilnehmer hier vor ein paar Monaten noch kurz vor der Insolvenz stand, sicher eine interessante Aussage). Wenn man derartige Aussagen aber am 27.11.2018 vor der versammelten Analystenschar trifft, dann sollte man es doch schaffen, nicht ein paar Tage später wieder negativ zu überraschen.

Was spricht also jetzt zum Jahreswechsel für die Aktie?

Ich kann da nur von mir persönlich ausgehen - insofern stellt das hier auch keine Empfehlung für andere dar. Ich für meinen Teil finde es sehr positiv, dass man sich in Köln wieder auf die Kernkompetenzen konzentrieren will. Das ist ein Geschäft, das man versteht und in dem man auch erfolgreich war und ist. Der Strategiewechsel war also überfällig und ist mMn sehr positiv zu werten.
Die Aktie ist (s.o.) mMn derzeit sehr günstig bewertet, wenn es der Vorstand schafft, seine Prognosen einzuhalten (KGV von 8 oder weniger), zudem wird das gesamte Unternehmen deutlich unter dem Buchwert gehandelt - das EK lag zum 30.09.2018 bei 31,5 Mio Euro - oder 2,38 Euro je Aktie; der Kurs repräsentiert also nur noch etwa 2/3 des EK - das gesamte Unternehmen ist an der Börse aktuell nur noch gut 21 Mio Euro wert!)

Was spricht gegen eine Engagement bei Bastei Lübbe?

Natürlich gibt es auch Fragezeichen bei dem Unternehmen. Einmal würde ich den noch ausstehenden Verkauf von Daedalic mit einem Fragezeichen versehen. Nicht weil er unsinnig wäre oder strategisch falsch (im Gegenteil!) - aber ich würde nicht ausschließen, dass man bei einem Verkauf nicht den Buchwert erreicht. Für mich würde ein Verkauf auch unter diesen Umständen Sinn machen, weil man damit dann endgültig das Kapitel "Tanzen auf fremden Hochzeiten" beendet und das Ergebnis verbessern würde.
Ein weiteres Fragezeichen ergibt sich aus dem Buchmarkt selber. Dieser bricht zwar keineswegs disruptiv ein, wie mancher behauptet, aber der Buchmarkt als solcher ist "volatiler" als andere Märke. Im Prinzip muss ein Verlag in jedem Jahr zweimal mit seinem Buchprogramm auf dem Markt bestehen - und ein Autor, der heute noch gefeiert wird, kann morgen schon vergessen sein. Ein Genre, das heute noch verlässliche Umsätze bringt, kann morgen schon out sein. Und genau so gut kann ein bis dato vollkommen unbekannter Schriftsteller einen Überraschungsbesteller abliefern, weil er irgendeinen Zeitgeistnerv trifft. Insofern ist es schwer, diesen Markt vorauszusagen und es kann auch unterjährig zu erheblichen Umsatzschwankungen kommen (was u.U. der Börse nicht so gut gefällt).

Alles in allem spricht mMn aber derzeit sehr viel mehr für als gegen die Aktie (wenn man mal die allgemeinen Marktturbulenzen außer acht lässt).

Eigentlich kann es ja im kommenden Jahr nur besser werden - aber wie oft hat man das als Aktionär schon gedacht und dann kam es wieder nur noch schlechter. Hoffen wir mal, dass es im kommenden Jahr anders läuft, dass man tatsächlich in ruhigerem Fahrwasser landet und das Unternehmen sich endgültig konsolidiert und wieder nach vorne schauen kann. Das wünsche ich jedem Aktionär und erst recht allen Mitarbeitern des Unternehmens, die sicher erst recht keine leichte Zeit hatten in den letzten Jahren.

Allen einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2019!
Lieber Huta,

zumindest für mich eine beispielhafte Aktienbesprechung, DANKE!

GESUNDHEIT und FRIEDEN

P. :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.533.237 von Huta am 31.12.18 13:03:41Schöne Zusammenfassung der aktuellen Lage. Ich habe nichts hinzuzufügen. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.538.286 von shuntifumi am 01.01.19 22:49:28
1,85
für Mutige
über 1,85 Tradingposition rein

für defensivere
über 2,00

Ziel:
Hoch bei 2,50
Gap bei 3,90

Widerstände:
200er aktuell bei etwa 2,23



Antwort auf Beitrag Nr.: 59.570.363 von Permaposter am 06.01.19 18:47:43
2000 Stück
mit 2000 Stück 15 Cent und nahezu 10% Kursverlust
:D

das nennt man wohl Käuferstreik

aber egal, irgendwann wird die 1,85 wieder nach oben durchbrochen
und dann dürfte es schnell gehen....
:keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.533.237 von Huta am 31.12.18 13:03:41
Zitat von Huta: Guten Tag !

Am letzten Tag des Jahres ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Wie war das Börsenjahr? Wie hat sich die Aktie entwickelt? Wie sind die Perspektiven?

Um es kurz zu sagen: 2018 war (auch aber nicht nur) für die Bastei Lübbe Aktie (leider erneut) ein sehr schlechtes Börsenjahr. Die Aktie hat nach den Berechnungen des Kölner Stadtanzeigers im ablaufenden Jahr 58,25% verloren und ist von einem Kurs von 3,85 Euro auf 1,60 Euro abgestürzt.

https://www.ksta.de/wirtschaft/aktienkurse-brechen-ein-konze…

Das ist natürlich alles andere als erfreulich - zumal sich dieses Verlustjahr in eine ganze Reihe weiterer Verlustjahre einreiht. Wenn man bedenkt, dass das Unternehmen mal zu 7,50 Euro an die Börse gegangen ist - und man eigentlich noch einen höheren Emissionskurs angestrebt hat - dann war "Geld anlegen" in eine Bastei Lübbe Aktie ähnlich effektiv was die Rendite betrifft wie "Geld auf einen großen Haufen zusammenlegen und anzünden" (okay, ganz so tragisch war es faktisch nicht - aber niemand wird behaupten, dass es eine gute Idee war, Aktien der Bastei Lübbe AG zu zeichnen).

Insgesamt - auch das lässt sich nicht leugnen und kann auch an der Zusammenstellung des Kölner Stadtanzeigers für die Werte aus seinem regionalen Verbreitungsgebiet sehr gut abgelesen werden- war 2018 ein sehr schlechtes Börsenjahr. Auf deutsch: Nicht nur Bastei Lübbe hat im Kurs verloren sondern auch die meisten anderen Werte - aber Bastei Lübbe war schon wieder ganz "vorne" mit dabei, wenn es um Kursverluste geht.

Da niemand weiß, wie sich der Gesamtmarkt im kommenden Jahr entwickeln wird - und inwieweit dann Fundamentaldaten überhaupt durchdringen - kann naturgemäß auch niemand wirklich verlässlich die Entwicklung der Bastei Lübbe Aktie prognostizieren - man kann höchstens die Fundamentaldaten untersuchen und dadurch vielleicht einen Hinweis bekommen, wie sich das Unternehmen und damit der Aktienkurs entwickelt, wenn der Markt wenigstens neutral bleibt.

Mitte des Jahres haben wir hier (wenn auch im "alten Thread") noch sehr intensiv darüber diskutiert, ob Bastei Lübbe das Jahresende überhaupt erleben wird.

Es gab gleich mehrere Nutzer, die das sehr lautstark angezweifelt haben und das Kursziel für das Jahresende bei "0 Euro" gesehen haben. "Planinsolvenz, Banken drehen den Geldhahn zu, Kapitalerhöhung muss zwingend kommen, Zinsen fressen das Unternehmen auf, weil die Banken zwar dann doch nicht den Geldhahn zudrehen, die Zinsen aber deutlichst erhöhen" etc. war hier fast Allgemeinmeinung.

Diese Bedenken waren ganz offensichtlich nicht zutreffend. Bastei Lübbe hatte zwar die Bedingungen für das früher abgeschlossene Darlehen nicht erfüllt, was den Banken die Berechtigung gegeben hätte, die Darlehen zu kündigen. Die Banken haben sich aber in den Verhandlungen mit dem neuen Vorstand dazu bereit erklärt, Bastei Lübbe weiter zu finanzieren (offenbar waren sie von dem Konzept des neuen Vorstands, sich wieder auf die Kernkomptenzen zu konzentrieren, überzeugt). Es gab auch keine KE - derzeit gibt es nicht einmal genehmigtes Kapital. Und zudem ist das Finanzergebnis im laufenden Jahr (bisher) deutlich besser als im letzten Jahr (von "den Gewinn auffressenden Zinsen" ist also nichts zu sehen).

Der Vorstand hat im Juli seine Prognose für das laufende und das kommende Jahr gegeben. Danach wird Bastei Lübbe für das noch bis zum 31.03.19 laufende Wirtschaftsjahr ein ausgeglichenes bis leicht positives Ebit erzielen (und das trotz erneuter und letztmaliger Sonderaufwendungen) und dann ab dem nächsten Jahr eine nachhaltige Ebitmarge von zwischen 6 und 8% anpeilen - bei organisch leicht steigenden Umsätzen.

Wo stehen wir nach den Zahlen zum 30.09.2018? Der Vorstand hält an seiner Prognose fest und die Zahlen zum Halbjahr sind mMn ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass das Unternehmen tatsächlich in ruhigeres Fahrwasser kommt.

Zum 30.09.18 wird ein ausgeglichenes Ebit ausgewiesen und wenn man dann noch berücksichtigt, dass in diesem ausgeglichenen Ebit Sonderaufwendungen für das Effiziensteigerungsprogramm i.H.v. 1,4 Mio Euro enthalten sind - und diese ja nach Implementierung des Programms nicht mehr anfallen - dann wäre das Ergebnis ohne Sonderaufwendungen schon zum 30.09.18 positiv gewesen. Zudem ist auch der Cashflow aus der laufenden betrieblichen Tätigkeit mit 2,2 Mio Euro positiv (was die Selbstfinanzierungskraft von Bastei Lübbe aufzeigt).

Strategisch ist man im letzten Jahr auch voran gekommen. Man hat sich von den Verlustbeteiligungen Buchpartner (noch zum Ende des vorigen WJ), oolipo, bookrix und Beam getrennt. Alle diese Beteiligungen haben enorm Geld gekostet und einen Großteil zum Schuldenstand der BL AG beigetragen. Diese Löcher sind jetzt gestopft - und das ist auch gut so!

Die Beteiligung an der Daedalic AG steht weiter auf dem Prüfstand. Ich persönlich hätte nichts dagegen (und würde mich auch nicht wirklich wundern - und erst recht nicht ärgern), wenn auch dieses Unternehmen Ende 2019 nicht mehr zum Konsolidierungskreis des Unternehmens gehören würde. Damit würde man zwar etwa 10 Mio Euro kalkulierten Umsatz verlieren - aber im Ergebnis trägt Daedalic nichts Positives bei - insofern wäre eine Bastei Lübbe ohne Daedalic etwas kleiner aber dafür höhermargiger.

Für mich ist auch die Installation von Herrn Simon Decot als "Leiter Programmstrategie" ein sehr wichtiger Schritt zur Konsolidierung des Unternehmens.

https://www.luebbe.com/de/news/2018-11-28/simon-decot-uebern…

Durch die forcierte Konzentration auf "Digitales" hat man seinerzeit das Kerngeschäft "Inhalte" erkennbar vernachlässigt. Nun dreht der Vorstand die Uhr wieder zurück und folgerichtig wird auch an herausgehobener Stelle über das Programm, über veränderte Lesegewohnheiten, über die gezielte und trotzdem kostengünstige Ansprache von neuen Lesergruppen nachgedacht. Herr Decot hat bei LYX gezeigt, dass er dieses Metier beherrscht.

Es hat sich also einiges getan bei Bastei Lübbe - es musste aber eben auch einiges getan werden, um das Unternehmen am Leben zu erhalten und die Ergebnis und Verschuldung eine Trendwende einzuleiten.

Warum hat sich denn beim Aktienkurs trotzdem nichts getan? Warum ist der Kurs am Jahresende noch etwas schlechter als er es Mitte des Jahres war als es auch "Börsenbriefe" wie die Vorstandswoche gegeben hat, die für das Unternehmen keine (oder wenn doch, dann nur eine dunkelschwarze) Zukunft gesehen haben?

Das liegt einmal sicher daran, dass Bastei Lübbe durch viele sehr vollmundige Versprechen in der Vergangenheit, die nie eingehalten worden sind, erhebliches Vertrauen verloren hat, das man im Regelfall sehr viel mühseliger wieder zurückgewinnen muss als man es verliert.
Das liegt aber sicher auch daran, dass der Markt insgesamt in den letzten Monaten regelrecht eingebrochen ist. Bei einem marktengen Wert reichen dann schon kleinere Verkaufsorder, um den Kurs abstürzen zu lassen. In dem Zusammenhang ist es sicher extrem ärgerlich, dass Bastei Lübbe während der guten Börsenjahre zu viele hausgemachte Probleme hatte, um von dem Aufschwung an der Börse profitieren zu können und nun, wo man sich konsolidiert und dabei ist wieder profitabel zu werden, bricht die Börse allgemein ein und Fundamentaldaten werden nicht mehr zur Kenntnis genommen.

Wie sieht die Zukunft aus? Tja, wo ist denn nur meine Glaskugel hin...?

Ich glaube schon, dass Bastei Lübbe auf dem Weg ist, von einer "Skandalnudel" des Börsenparketts (die zwar viel Wirbel macht, aber nichts einhalten kann) zu einem seriös wirtschaftenden Unternehmen zu werden. Der Ausspruch des Vorstands, man wäre auf dem Weg in ruhigeres Fahrwasser gefällt mir sehr gut. Auch die Schlagzeile des NWJ "Von einer Lady in Red zu einer Black Beauty" finde ich nicht schlecht.

Man muss sich aber klar machen, dass die neue (alte) Bastei Lübbe nichts mehr zu tun hat mit der Bastei Lübbe, die den Anlegern zum Börsengang versprochen worden ist. Es ist kein "internationales Medienunternehmen" mehr, das angestrebt werden soll - vielmehr will man sich wieder ausschließlich auf seine Kernkompetenzen "Geschichten" konzentrieren und die dann in allen denkbaren Formaten "unters Volk bringen" (was auch die Beibehaltung des Vorsprungs im Digitalbereich bei Büchern beinhaltet). Deshalb halte ich persönlich auch Börsenkurse von 7,50 Euro (oder noch mehr) oder auch 5 Euro für mindestens auf Sicht ausgeschlossen und auch für fundamental unangemessen!

Wenn man sich mal die Analysten anschaut, dann gibt es da zwei (von drei) Häusern, die der Vorstandsprognose für das kommende Jahr nicht trauen (da hat der Vorstand dann mMn schon noch etwas Überzeugungsarbeit zu leisten - viel Glück dabei im neuen Jahr).

Die DZ Bank glaubt an ein EpS von 12 Cent im kommenden Jahr (was ja auch nur noch einem KGV von aktuell 13,5 entsprechend würde). Warburg Research erwartet sogar nur 6 Cent (allerdings habe ich da methodisch meine Zweifel, was die Prognose angeht, weil Warburg vom Jahresüberschuss von 1,4 Mio Euro erstaunlicherweise 0,6 Mio Euro für Ergebnisanteile Dritter abzieht - ich frage mich, woher denn dieses Ergebnis stammen soll - Daedalic trägt ja normalerweise nichts zum JÜ bei, ist aber mWn das einzige Unternehmen, das im Jahresabschluss 19/20 noch konsolidiert werden könnte und das nicht im "Vollbesitz" von BL ist, rechnet man diese Besonderheit bei Warburg raus, kommt man auf ca. 11 Cent EpS für das kommende WJ)).

Solventis dagegen rechnet, ähnlich wie der Vorstand, mit einem Ebit von etwa 5,8 Mio Euro und daraus resultieren einem EpS von 25 Cent (was dann einem KGV aktuell von etwa 6,4 entsprechen würde (und selbst nach dem Kursrutsch zuletzt wäre das ein im Vergleich zu anderen Unternehmen sehr niedriges KGV).

Nimmt man die Kursziele liegen diese bei 2,00 Euro (DZ Bank), 2,30 Euro (Warburg) und gleich 5,50 Euro (Solventis). Ich habe ja schon darauf hingewiesen, dass ich Kurse jenseits der 5 Euro für auf Sicht wenig wahrscheinlich halte - aber selbst wenn man mal das Mittel aus den beiden skeptischeren Analysen nimmt (2,15 Euro) käme man auf ein Kurspotential von etwa 1/3.

Ich selber würde davon ausgehen, dass man im laufenden Jahr tatsächlich ein ausgeglichenes bis leicht positives Ebit schafft und dann im nächsten Jahr die Erträge deutlich besser aussehen.

Im nächsten Jahr würde ich dann von einem Ebit (den Aussagen des Vorstands entsprechend) von etwa 5,5 bis 6,5 Mio Euro ausgehen. Zieht man davon etwa 1,5 Mio Euro Finanzergebnis ab (in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahrs lag dieses lediglich bei etwa - 0,5 Mio Euro aber ich gehe da mal lieber auf "Nummer Sicher" ) und legt einen Steuersatz von 30% an, kommt man auf ein EpS von zwischen 21 und 27 Cent - das KGV würde daher zwischen knapp 6 und 8 liegen.

Das muss dabei auch noch nicht einmal das "Ende der Fahnenstange" sein (es soll ja auch immer etwas "Phantasie" in einer Aktie mitspielen). Erst einmal soll ja der Umsatz organisch und durch Zukäufe wachsen und zudem wird es ja auch wieder Bücher von Follett und Brown geben. Wenn ich mir die Präsentation zur HV anschaue, dann hat Herr Zimmermann in seinem Vortrag ja darauf verwiesen, dass alleine durch die seinerzeit gleichzeitig erscheinenden Bücher von Follett und Brown die Ebitmarge um etwa 2% erhöht war - das würde dann in etwa bedeuten, dass, wenn es nur einen Follett oder Brown gibt, die Marge um 1% steigen würde.

Um das Spielchen "Was wäre wenn" einmal zu spielen: Würde man z.B. im Jahr 2020/2021 einen Follett oder Brown herausgeben und dabei einen Umsatz von 105 Mio Euro erreichen und eine Marge von dann sagen wir mal 7,5%, würde sich ein EpS von 33 Cent errechnen - bei einem aktuellen Kurs von 1,60 Euro. Wie gesagt, das sind derzeit aber nur Gedankenspielereien, die aufzeigen sollen, wohin es gehen könnte, wenn es gut läuft.

Im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt hat ja auch die Bastei Lübbe AG eine Präsentation abgehalten und dort noch einmal das Ziel bekräftigt - das laufende Jahr sieht man als Übergangsjahr und ab 2019 soll dann die Profitabilität steigen. Zudem wurde auch auf dieser Veranstaltung noch einmal darauf verwiesen, dass man vorhat durchaus auch anorganisch zu wachsen - sprich kleinere Imprints zu übernehmen (für ein Unternehmen das nach Meinung vieler Teilnehmer hier vor ein paar Monaten noch kurz vor der Insolvenz stand, sicher eine interessante Aussage). Wenn man derartige Aussagen aber am 27.11.2018 vor der versammelten Analystenschar trifft, dann sollte man es doch schaffen, nicht ein paar Tage später wieder negativ zu überraschen.

Was spricht also jetzt zum Jahreswechsel für die Aktie?

Ich kann da nur von mir persönlich ausgehen - insofern stellt das hier auch keine Empfehlung für andere dar. Ich für meinen Teil finde es sehr positiv, dass man sich in Köln wieder auf die Kernkompetenzen konzentrieren will. Das ist ein Geschäft, das man versteht und in dem man auch erfolgreich war und ist. Der Strategiewechsel war also überfällig und ist mMn sehr positiv zu werten.
Die Aktie ist (s.o.) mMn derzeit sehr günstig bewertet, wenn es der Vorstand schafft, seine Prognosen einzuhalten (KGV von 8 oder weniger), zudem wird das gesamte Unternehmen deutlich unter dem Buchwert gehandelt - das EK lag zum 30.09.2018 bei 31,5 Mio Euro - oder 2,38 Euro je Aktie; der Kurs repräsentiert also nur noch etwa 2/3 des EK - das gesamte Unternehmen ist an der Börse aktuell nur noch gut 21 Mio Euro wert!)

Was spricht gegen eine Engagement bei Bastei Lübbe?

Natürlich gibt es auch Fragezeichen bei dem Unternehmen. Einmal würde ich den noch ausstehenden Verkauf von Daedalic mit einem Fragezeichen versehen. Nicht weil er unsinnig wäre oder strategisch falsch (im Gegenteil!) - aber ich würde nicht ausschließen, dass man bei einem Verkauf nicht den Buchwert erreicht. Für mich würde ein Verkauf auch unter diesen Umständen Sinn machen, weil man damit dann endgültig das Kapitel "Tanzen auf fremden Hochzeiten" beendet und das Ergebnis verbessern würde.
Ein weiteres Fragezeichen ergibt sich aus dem Buchmarkt selber. Dieser bricht zwar keineswegs disruptiv ein, wie mancher behauptet, aber der Buchmarkt als solcher ist "volatiler" als andere Märke. Im Prinzip muss ein Verlag in jedem Jahr zweimal mit seinem Buchprogramm auf dem Markt bestehen - und ein Autor, der heute noch gefeiert wird, kann morgen schon vergessen sein. Ein Genre, das heute noch verlässliche Umsätze bringt, kann morgen schon out sein. Und genau so gut kann ein bis dato vollkommen unbekannter Schriftsteller einen Überraschungsbesteller abliefern, weil er irgendeinen Zeitgeistnerv trifft. Insofern ist es schwer, diesen Markt vorauszusagen und es kann auch unterjährig zu erheblichen Umsatzschwankungen kommen (was u.U. der Börse nicht so gut gefällt).

Alles in allem spricht mMn aber derzeit sehr viel mehr für als gegen die Aktie (wenn man mal die allgemeinen Marktturbulenzen außer acht lässt).

Eigentlich kann es ja im kommenden Jahr nur besser werden - aber wie oft hat man das als Aktionär schon gedacht und dann kam es wieder nur noch schlechter. Hoffen wir mal, dass es im kommenden Jahr anders läuft, dass man tatsächlich in ruhigerem Fahrwasser landet und das Unternehmen sich endgültig konsolidiert und wieder nach vorne schauen kann. Das wünsche ich jedem Aktionär und erst recht allen Mitarbeitern des Unternehmens, die sicher erst recht keine leichte Zeit hatten in den letzten Jahren.

Allen einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2019!


Danke, Huta, für deine sehr informative Zusammenfassung!

Ich überlege schon seit ca. 1 Jahr hier einzusteigen. Kurse waren wie festgetackert zwischen 1,90 und 2,10 EUR. Nun doch noch einmal ein kleinerer Rutsch auf aktuell 1,68 EUR. Die MK ist geradezu lachhaft. Die Bastei ist nun vom Börsenwert ein SmallSmallSmallCap. Der Kurs hat immer Recht. Zumindest sind die 1,68 momentan Fakt und preisen alles ein. Ob 1,68 gut sind wird man wohl erst in ein paar Monaten oder Jahren beurteilen können.

M.E. sind die Chancen größer als das Risiko - von daher: accumulate
 Durchsuchen


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben