checkAd

Bastei Lübbe AG - zurück in eine bessere Zukunft (Seite 89)

eröffnet am 12.08.18 07:57:58 von
neuester Beitrag 14.06.22 16:00:38 von


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben

  • 1
  • 89
  • 90

Begriffe und/oder Benutzer

 

Fragen

 Ja Nein
Avatar
23.08.18 10:05:24
Beitrag Nr. 12 ()
In der Welt der MicroCaps scheint die Welt ein Dorf zu sein. Hallo Huta. ;) Scheinst ja hier genauso eifrig zu sein. Weiter so. :)
5 Antworten
Avatar
21.08.18 12:30:20
Beitrag Nr. 11 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.495.830 von abgemeldet568354 am 21.08.18 10:39:14
Zitat von InYi: aber das Kursziel von 2,- entspricht doch in etwas dem jetzigen Kurs oder habe ich einen Denkfehler? :confused:


Nein, da unterliegst Du keinem Denkfehler. Die DZ Bank sieht das Kursziel bei 2 Euro, Warburg bei 2,30 Euro und Solventis bei 5,50 Euro - soviel zum Thema "Analysten" ;)

Die DZ Bank begründet ihre Zurückhaltung vor allem damit, dass man hinsichtlich der prognostizierten Ebitmarge von zwischen 6 und 8 % nicht sicher ist, ob das Unternehmen die erreichen kann. Man selber prognostiziert für 19/20 eine Ebitmarge von 3,7 Mio Euro, woraus sich dann letztendlich ein EpS von 19 bis 20 Cent (immerhin) ergibt.
Ich bin persönlich, ich hatte das ja ausgeführt, der Ansicht, dass die Marge durchaus machbar ist, wenn man dann tatsächlich keine weiteren Sonderaufwendungen mehr ausweisen muss.

Warburg (sieht auch einen Abschlag vor, weil BL vergleichsweise abhängig von Fremdkapital ist) kommt in seiner Berechnung zwar immerhin auf ein Ebit von 4,2 Mio Euro in 19/20, rechnet aber geheimnisvollerweise einen Minderheitenanteil aus dem Ergebnis heraus (wobei das sich dann ja zwingend auf Daedalic beziehen müsste - Buchpartner ist ja verkauft und oolipo eingestellt). Daedalic liefert aber so gut wie keinen positiven Ebitbeitrag. insofern halte ich die Abrechnung für nicht wirklich nachvollziehbar. Jedenfalls kommt Warburg dadurch auf ein EpS von 9 Cent (erstaunlicherweise aber zu einem höheren Kursziel ?!?!?).

Und Solventis ist als einziges Research der Meinung, dass BL die 6% Ebitmarge in 2019/2020 erreichen kann/wird und kommt damit dann zu einem Ebit von 5,8 Mio Euro und 25 Cent EpS. Im Prinzip stimmt deren Ergebnisermittlung mit meiner eigenen weitestgehend überein (außer dass Solventis mit einem Zinsaufwand von nur noch 1 Mio Euro rechnet während ich da mal sicherheitshalber bei den 1,5 Mio Euro vom letzten Jahr bleibe).

Dennoch würde ich ein Kursziel von 5,50 Euro derzeit für eindeutig übertrieben halten. Ich wüsste auch nicht, wieso ein Verlag mit einem EpS von 25 Cent ein KGV von 22 "vedient", zumal wenn es das erste Jahr seit langer Zeit ist, in dem ein positives Ergebnis ausgewiesen wird.

Was allen Studien gemeinsam ist ist, dass sie alle keine größeren Finanzierungsprobleme in der Zukunft mehr sehen (Zinsaufwand wird für das Jahr 2019/2020 zwischen 1 Mio und 1,5 Mio Euro gesehen) und dass sämliche (drei) Anaylsten glauben, dass BL auf dem richtigen Weg ist - man ist sich nur nicht einig, wie schnell BL die Zielmarge erreichen wird, wobei Solventis glaubt, dass der Vorstand seine Prognose wird einhalten können (2019/2020) und Warburg und DZ glauben, dass erst in 2020/2021 die 6% Grenze erreicht wird.

DZ und Solventis glauben zudem, dass BL ab 19/20 wieder Dividende zahlt (DZ 5 Cent, Solventis 10 Cent), Warburg sieht vorerst keine Dividendenzahlung voraus.

Nun kann sich jede(r) selber die Studie heraussuchen, die ihm/ihr am besten gefällt.

Einen schönen Tag noch
Avatar
21.08.18 10:42:44
Beitrag Nr. 10 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.495.830 von abgemeldet568354 am 21.08.18 10:39:14https://www.boersenblatt.net/artikel-bastei_luebbe_schliesst…

Dass der Vertrieb in ein "junges Team" gelegt wird, ist sicher positiv zu bewerten... weil junge Leute haben oftmals ganz neue und erfolgsversprechende Ideen :lick:
Avatar
21.08.18 10:39:14
Beitrag Nr. 9 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.473.625 von Huta am 17.08.18 15:04:45aber das Kursziel von 2,- entspricht doch in etwas dem jetzigen Kurs oder habe ich einen Denkfehler? :confused:
2 Antworten
Avatar
17.08.18 15:04:45
Beitrag Nr. 8 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.465.441 von Huta am 16.08.18 17:05:32
Neue Researchstudie DZ Bank
Guten Tag !

Es gibt seit gestern ein Researchupdate der DZ Bank, die die Aktie mit "halten" empfiehlt und das Kursziel bei 2 Euro sieht :

https://www.luebbe.com/web/downloads/module/content/2162811/…

Immerhin geht die DZ Bank - anders als Warburg - nicht davon aus, dass erhebliche Anteile des Jahresüberschusses auf "Minderheitenanteile" entfallen (was mMn auch ausgemachter Unfug ist, weil das ja im Prinzip nur bedeuten kann, dass Daedalic erhebliche Anteile am Jahresüberschuss hätte und das wäre ja mal was ganz Neues ;) - andere Minderheitenanteile gibt es jedenfalls nicht (mehr) ).

Und die DZ Bank sieht eine erste Anlaufdividende von 5 Cent schon für das Geschäftsjahr 2019/2020 und dann für das Jahr 2020/2021 eine von 10 Cent.

Dennoch bin ich mit der Studie nicht wirklich "zufrieden". Das betrifft nicht primär das Kursziel sondern die Art und Weise wie man dieses bei der DZ ermittelt.

Auch die DZ Bank sieht die vom Vorstand angekündigte Ebitmarge von zwischen 6 und 8% für das kommende Jahr nicht. Vielmehr geht man bei der DZ von einer Marge i.H.v. 3,7% in 19/20, dann 4,9% in 20/21 und schließlich 5,5% in 21/22 aus.

Ich kann diese Skepsis gegen die Vorstandsprognosen im Fall von Bastei Lübbe sicher irgendwo verstehen (obwohl die verfehlten Prognosen der Vergangenheit von dem inzwischen entlassenen Vorstand und nicht etwa von den amtierenden Vorständen stammten) aber wenn ich mir die Vorjahre vom Zahlenmaterial anschaue, dann kann ich sie nicht wirklich nachvollziehen. Offenbar glauben die entsprechenden Analysten dem Vorstand ja nicht, dass dieser die selbst prognostizierte Marge auch erreichen kann.

Allerdings hat man in den Bereichen Buch und Roman in den Vorjahren durchaus ermutigende Margen erzielt (in realiter nicht nur als Plan).

Ich nehme die Zahlen aus dem Geschäftsbericht 2017/2018 und dort die Seite 38:

Danach hat der Bereich "Buch" in 2016/2017 69,6 Mio Euro umgesetzt und der Bereich "Roman" 9,9 Mio Euro - macht zusammen 79,5 Mio Euro Umsatz. Das Ebit im Bereich Buch betrug (bereinigt um Einmaleffekte) in diesem Jahr 3,8 Mio Euro und im Bereich Roman 1,6 Mio Euro - macht zusammen 5,4 Mio Euro, was bezogen auf den Umsatz für diese beiden Bereiche einer Ebitmarge von 6,8% entspricht.

Für das "Bestsellerjahr" 2017/2018 betragen die Werte: Umsatz Buch 84,7 Mio Euro, Umsatz Roman 9,8 Mio Euro (zusammen also 94,5 Mio Euro) Ebit Buch 4,2 Mio Euro, Ebit Roman 1,5 Mio Euro (zusammen 5,7 Mio Euro, entsprechend 6,2 % Ebitmarge).

Mithin wären 6 - 8% sicher tatsächlich kein Hexenwerk, zumal wenn man sich anschaut, dass der Vorstand bei Bastei Lübbe zusätzlich Einspareffekte in Millionenhöhe erzielen will. Lassen wir es mal zwei Millionen Einsparungen sein, dann würden sich die Ebitmargen in den Jahren 2016/2017 und 2017/2018 auf 9,3% bzw. auf 8,1 % erhöhen!

Nun ist es ja richtig, dass der Bereich "Digital" bisher immer negative Ebitbeiträge geliefert hat - in 2016/2017 minus 1,9 Mio Euro und in 17/18 minus 1,7 Mio Euro.
Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass man den Bereich "Digital" bis auf Daedalic nunmehr bereinigt hat und die dort noch bestehenden Beteiligungen (bookrix, beam und oolipo) veräußern will und dass man ja auch bei Daedalic einen Prüfprozess eingeleitet hat, an dessen Ende durchaus auch ein Verkauf stehen könnte.
Zudem hat man in der Prognose für das Jahresergebnis des laufenden Jahres für das Geschäftsfeld "Digital" nur noch einen Verlust von 0,5 Mio Euro prognostiziert.

Wenn man sich die Geschäftsberichte anschaut, dann sieht man, dass Daedalic alleine in den letzten Jahren die folgenden Ergebnisse (nicht Ebit, was ja eher etwas besser sein müsste, weil Daedalic ja auch Finanzierungskosten hat) erzielt hat:
14/15 bei Ganzjahresbetrachtung + 0,3 Mio Euro (GB 14/15 Seite 97); 15/16: + 0,6 Mio Euro, 16/17: - 0,1 Mio Euro (beides GB 2016/2017, Seite 94), 17/18 - 2,1 Mio Euro - allerdings einschließlich der Sonderabschreibung auf Spiele (GB 17/18 Seite 85).

Allzuviel dürfte eine Daedalic vom Ebit der Bereiche Buch und Roman also in einem normalen Jahr nicht "abbeißen".

Warum dann der Analyst der DZ Bank dennoch glaubt, dass man eine 6% Marge für die kleiner gewordene Bastei Lübbe in den kommenden Jahren nicht wirklich wird erreichen können, ist mir daher ehrlich gesagt schon etwas schleierhaft.

Ich persönlich gehe nach wie vor davon aus, dass das Unternehmen in 2019/2020 durchaus die vom Vorstand gesetzte Marge wird erreichen können - und das muss noch nicht einmal am unteren Rand sein.

Na ja wir werden es ja sehen.

Derzeit ist der Handel in der Aktie ja eher mau - was aber immerhin darauf schließen lässt, dass der schlimmste Abgabedruck aus der Aktie raus ist. Schon kleinere Nachfragen lassen den Kurs um ein paar Cent steigen. Die große Nachfrage fehlt allerdings auch. Mal sehen, ob es auf der HV Mitte September Interessantes zu berichten gibt.

Ein schönes WE allerseits.
3 Antworten
Avatar
16.08.18 17:05:32
Beitrag Nr. 7 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.463.263 von abgemeldet568354 am 16.08.18 13:59:35
Zitat von InYi: ich hatte mir vorgestern drei neue Bücher gekauft und als ich zu Hause gelesen habe, dass sie alle aus dem Bastei Verlag kommen, musste ich gleich an dich denken ;)

vielleicht steige ich auch bald wieder ein :)


Dann wünsche ich Dir mit den Büchern mehr Spaß als mit den Aktien😉!

Was die Aktien angeht hoffe ich, dass mit dem neuen Vorstand die wenig amüsante Zeit auch zu Ende ist...die Börsenstory war ja bisher kein Bestseller!
4 Antworten
Avatar
16.08.18 13:59:35
Beitrag Nr. 6 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.433.323 von Huta am 13.08.18 10:48:12ich hatte mir vorgestern drei neue Bücher gekauft und als ich zu Hause gelesen habe, dass sie alle aus dem Bastei Verlag kommen, musste ich gleich an dich denken ;)

vielleicht steige ich auch bald wieder ein :)
5 Antworten
Avatar
13.08.18 10:48:12
Beitrag Nr. 5 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.428.300 von Huta am 12.08.18 07:57:58
Ebitprognose 2019/2020
Guten Morgen !

Es wird ja immer wieder mal angezweifelt, ob die Bastei Lübbe AG die prognostizierte Marge von 6 bis 8% (was voraussichtlich auch einem Ebit von zwischen etwa 6 und 8 Mio Euro entsprechen dürfte) in 2019/2020 überhaupt erreichen kann.

Im vergangenen Jahr hatte man ja "nur" 4,1 Mio Euro EBIT (vor Sonderaufwendungen) aus den fortgeführten Bereichen erreicht (und dann wird auch gerne noch darauf verwiesen, dass man damit die angestrebte Ebithöhe ja sogar in einem "Zwei-Bestseller-Jahr" verpasst hätte).

Wenn man sich das EBIT des letzten Jahres einmal anschaut, kommt man (wie gesagt vor den jeweiligen Sonderaufwendungen) zu folgenden Einzelergebnissen:
- Buch: + 4,2 Mio Euro EBIT
- Roman: + 1,5 Mio Euro EBIT
- Digital: - 1,7 Mio Euro EBIT

(entnommen dem Kapital "Geschäftsverlauf der Segmente" auf Seite 38 des aktuellen Geschäftsberichts)

Der entscheidende negative Faktor ist also der Bereich "Digital", der ja ab diesem Jahr nur noch aus Daedalic bestehen wird.

Meine Hoffnung ist es ja bekanntermaßen, dass Daedalic auch noch veräußert werden wird, dann bleiben nur noch die beiden durchaus ertragsstarken Segmente Buch und Roman (die im letzten Jahr ein EBIT von zusammen 5,7 Mio Euro erzielt hätten).

Im Jahr davor (ohne Follett und Brown) lagen die entsprechenden Kennzahlen für diese beiden Segmente bei plus 3,8 Mio Euro (Buch) und plus 1,6 Mio Euro (Roman), macht zusammen (in einem "normalen Bücherjahr ohne ausgesprochene Bestseller) 5,4 Mio Euro.

Rechnet man nun noch die vom Vorstand ja angekündigten Kostensenkungen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm hinzu, sieht man, dass die angepeilten 6 bis 8 Mio Euro EBIT nicht unrealistisch sind und (um es mit Herr Halff zu sagen) auch keine "rocket science" sind!

Entscheidend wird es also sein, ob man Daedalic zu einem einigermaßen akzeptablen Preis wird veräußern können (zu verschenken hat man in Köln sicher nichts) oder ob man es schafft, die Verluste auf EBIT-Basis zu verringern (für das laufende Jahr erwartet man bei Daedalic nur noch ein negatives EBIT von 0,5 Mio Euro - selbst wenn man sich beim entsprechenden Prüfprozess also dazu entscheidet, Daedalic nicht zu veräußern, sind die 6 bis 8 Mio Euro EBIT in 2019/2020 nicht unrealistisch!).

Insofern meine jedenfalls ich, dass die prognostizierten Zahlen für das kommende Jahr keinesfalls unrealistisch sind.

Einen guten Wochenstart allerseits.
6 Antworten
Avatar
12.08.18 20:33:23
Beitrag Nr. 4 ()
Gratulation - sehr informativ und präzise. Macht Appetit einige Aktien zu erwerben.
Avatar
12.08.18 16:31:35
Beitrag Nr. 3 ()
ich sei, gewährt mir die bitte, in eurem bunde der dritte
auch von mir die besten Wünsche!
Erlaubnis vorausgesetzt habe ich meine Bewertung "gute Fundamental-Analyse" abgegeben!
wie ich las, stand R2-Alpha vor Gericht? Ist denn schon ein Urteil am Amtsgericht verkündet worden? :look:
werde dann vorrangig hier lesen.
  • 1
  • 89
  • 90
 DurchsuchenBeitrag schreiben


Bastei Lübbe AG - zurück in eine bessere Zukunft