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Ausgabeaufschlag zurück



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Interessant für Fondsanleger: Gegenüber aktiv verwalteten Fonds sind ETF so erfolgreich, weil sie Privatanlegern Konditionen bieten, wie sonst nur institutionellen Investoren. Profis erhalten auch bei Publikumsfonds besondere Anlageklassen zu signifikant reduzierten Kosten und zahlen insbesondere keine Ausgabeaufschläge. Nach dem Gesetz sind aber alle Fondsanleger fair zu behandeln. § 26 KAGB bietet andernfalls Schadensersatz: Ausgabeaufschlag zurück!
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.180.052 von Finanzanwalt am 09.11.18 16:06:34
Fondsverwaltung will erstatten
Soeben kündigte eine namhafte Fondsgesellschaft an, Mandantschaft den Ausgabeaufschlag zu erstatten. Zusätzlich würden darauf für über sieben Jahre Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über Basiszins gezahlt. Weiter sei man bedingt bereit, die bisherigen Fondsanteile in eine Anlageklasse umzutauschen mutmaßlich ohne Bestandsprovision.

Was halten Sie / haltet Ihr von dem Ansatz, der zu dieser für Privatanleger erfreulichen Entwicklung führte?
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.180.052 von Finanzanwalt am 09.11.18 16:06:34
Ausgabeaufschlag zurück mit Zinsen
Die BaFin beanstandete 2015 unterschiedliche Kenntnisse der Anleger ein und desselben Investmentvermögens über die Vermögensgegenstände im Portfolio als Verstoß gegen den Grundsatz fairer Behandlung, die Investmentgesellschaften sicherzustellen hätten. Privatanlegern 1,8 % Kosten zu berechnen, Institutionellen nur 0,95 %, lässt sich mit "fairem Mehraufwand" beim Management schwerlich begründen.

Eine Fondsgesellschaft gab den Ausgabeaufschlag zurück , wie angekündigt. Was unternehmt Ihr/Sie?
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.368.901 von Finanzanwalt am 05.12.18 13:12:35
Häufige Frage zur Zeit:
Was hat der Fondsanleger zum Erfolg beigesteuert?

Antwort: Abrechnung vom Wertpapierkauf, Versicherungsnummer Rechtsschutz, Mail an Anwalt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.180.052 von Finanzanwalt am 09.11.18 16:06:34
Gerichte sensibilisiert
Die ersten angerufenen Gerichte haben sofort die Brisanz des Themas erkannt. Und wie immer bei neuen Entwicklungen gibt es unter den Anlegern mit Rechtsschutzversicherung entschlossene, die früh ihre Chancen nutzen und sich exklusiver Unterstützung vom Erfinder versichern. Bei der Masse der anderen werden Fondsverwalter am 31.12. wieder den Haken "Verjährung" machen hinter ein weiteres Jahr, für das Kunden endgültig keine Ansprüche gestellt haben. Schade. Der eigene Aufwand, etwas zu unternehmen, ist minimal und mit der Unterstützung einer Rechtsschutzversicherung gibt es überwiegend kein Kostenrisiko.

Was also sollte Fondsanleger hindern, eine faire Behandlung aktiv einzufordern?


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