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WKN: A2ASU8 | Symbol: XOG
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Neuigkeiten zur Extraction Oil & Gas Aktie


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0,43 USD Gewinn je Aktie im letzten Quartal
Bruttogewinnmarge 80 %
Höchstes Kursziel 24 USD - viele um so 17 USD
100 Mio. USD Aktienrückkaufprogramm angekündigt, was aktuell über 10 % der Aktien wäre.

Jetzt ein Kurssturz um 75 % seit August - über 50 % seit Oktober. Aktie unter 5 USD. Börsenwert weit unterhalb des fairen Wertes.

Es sollen ganz enorme Leerverkäufe in der Aktie laufen. Warum?
Hoer Schuldenstand, Fracking ohne Rücksicht auf die Bevölkerung zu nehmen.

Mehrere Fonds scheinen sich aus dieser Aktie zurückgezogen zu haben.

https://finance.yahoo.com/quote/XOG/community?p=XOG
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.454.243 von Datteljongleur am 17.12.18 15:20:24"Hoher Schuldenstand"
Daran kann es nicht liegen. Denn es ist das Geschäftsmodell der Firma und allen bekannt, die die Aktie auf die vorherige Kusniveaus gehievt haben bzw. Aktien zu diesen Preisen via KE's gekauft haben. Auch allen die die Aktien mit den Kurszielen ermpfohlen haben.

Und in einer Volksabstimmung zu den Kongresswahlen hat sich der Mehrheit der Einwohner im Bundesstaat Denver dafür ausgesprochen, das die Mindestabstände auf privaten Grund nicht erweitert werden sollen. Das wäre also eher ein Grund gewesen, das die zuvor gefallenen Kursen nach dem 6.11. wieder anziehen, nachdem diese Belastung weg war. Sind sie allerdings nicht.

Es könnte sein, das massive Leerverkäufer in der Aktie aktiv sind, seitdem Herr Trump defacto fast gar keine Iran-Sanktionen erlassen hat und es somit temporär zu einem Überangebot am Markt gekommen ist. Auch das müsste beendet werden, wo doch die OPEC+ starke Förderkürzungen ab Januar 2019 und zudem schon vorher geringere Exporte in die USA beschlossen haben. Ist bisher auch im Kursverlauf nicht zu sehen.

Somit bin ich ziemlich ratlos. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.454.660 von Wertefinder1 am 17.12.18 16:00:53Tja, ist schon eigenartig.
Aber auch in anderen Foren (USA etc.) ist nichts anderes zu finden.
JP Morgan hat am 7.12. XOG um 2 Ratingstufen abgewertet, aber mehr ist nicht zu finden.
Extraction hat sein Aktienrückkaufprogramm verlängert und aufgestockt.

"Extraction Oil & Gas, Inc. Announces Extension and Increase in its Stock Repurchase Program"

http://ir.extractionog.com/news-releases/news-release-deta…



Das ursprüngliche Programm wurde am 18.11.2018 aufgelegt, und sollte Rückkäufe für bis zu 100 Mio $ beinhalten. Tatsächlich gekauft wurden bis 31.03.2019 insgesamt rund 13 Mio. Aktien für rund 63 Mio. $.

Bis einschließlich 31.12.2018 wurden rund 4,1 Mio. Aktien für 26,2 Mio. $ zurückgekauft. Der durchschnitttliche Kaufpreis lag also bei 6,39 $. Schaut an sich den Chart für den Zeitraum an, sieht man, daß der Kurs anfangs bei max. 7 $ lag, und dann mehr oder weniger geradlinig (und wie ein Stein) bis auf unter 4 $ gefallen ist. Heißt, daß XOG wohl anfangs extrem aggressiv gekauft hat, wahrscheinlich um den weiteren Kursverfall (die Aktie stand noch am 30.09.2018 bei über 10 $) zu bremsen. Völlig vergeblich allerdings.

Im ersten Quartal 2019 wurden weitere 8,9 Mio. Aktien für 36,8 Mio. $ gekauft, also zu einem durchschnittlichen Preis von 4,13 $.

Damit wurden dem Markt ca. 7,6 % aller ausstehenden Aktien entzogen.

Nunmehr wird noch einmal nachgelegt. Weitere 100 Mio. $ stehen bis 31.12.2019 für Aktienrückkäufe bereit.

Eine Frage, welche sich mir stellt, ist, wieviel Prozent am eigenen Unternehmen amerikanische Firmen halten dürfen. Sollte die in Deutschland übliche Grenze von 10% auch in den USA gelten, wäre da ja gar nicht mehr viel Luft. Wäre diesbezüglich für eine Info inklusive Quelle dankbar.

Finanziert werden soll das Ganze aus dem Cash Flow und fortlaufenden Verkäufen von Unternehmensteilen, in diesem Falle wahrscheinlich vor allem Grundstücke. Löblich ist, daß dazu keine Kredite aufgenommen werden, allerdings ist die Tatsache, daß dafür das Tafelsilber verkauft wird, kombiniert mit dem hohen Verschuldungsgrad von XOG, auch nicht gerade vertrauensfördernd. Das es in Q4/18 erstmals einen positiven Free Cash flow gab, und dieser auch für das Gesamtjahr 2019 avisiert wird, ist wiederum positiv zu sehen.

Ob es dem Kurs nachhaltig auf die Beine hilft, wird man sehen.
Der extremst niedrige Aktienkurs kann nur mit massiven Shortspekulationen aufgrund der angestrebten Änderungen beim sogenannten "forced pooling" in Colorado erklärt werden. Bitte googeln.

Allerdings hat die politische Spitze des Bundesstaates erklärt, wie wichtig die Öl-und Gasindustrie für die Finanzierung öffentlicher Aufgaben ist und auch in Zukunft weiter Genehmigungen erteilt werden. Aber aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten von z.B. 2-Meilen-Bohrungen eben unter anderen regulatorischen Voraussetzungen als zu einer Zeit, in der relativ unmittelbar um einen Bohrplatz herum Öl und Gas gefördert wurde und nicht meilenweit entfernt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.266.268 von Wertefinder1 am 03.04.19 14:38:27Danke für den Hinweis. Ich hatte gedacht, mit der Ablehnung von "Proposition 112" im November wäre die Kuh vom Eis. Aber nachdem ich mich dazu etwas belesen habe (und erneut feststellen mußte, daß der US-Journalismus qualitativ vom derzeitigen deutschen Pendant Lichtjahre entfernt ist), sieht die ganze Sache wohl etwas anders aus. "Senate Bill 181" liefert ja direkt neuen Sprengstoff. Das "Colorado House" (deutliche demokratische Mehrheit) hat das Gesetz bereits abgenickt, jetzt muß es zeitnah noch durch den Senat (deutliche demokratische Mehrheit), und anschließend vom Gouverneur (Demokrat) unterzeichnet werden. Und dann ist es Gesetz. Und eigentlich gibt es keinen Grund, warum daran zu zweifeln wäre, das dem so passiert.

Die Auswirkungen werden gravierend sein:

- zukünftig können Kommunen eigene Regeln für das Fracking aufstellen (z.B. Abstandsregeln, Vorgaben zu Emmissionen (Abgase, Lärm)), die das Fracking erheblich einschränken können
- während bisher bei Fracking von den das Bohrloch umgebenden Grundstückeigentümern (unter deren Grundstücken ja horizontal entlanggebohrt wird) nur einer zustimmen mußte, um anschließend alle anderen zu zwingen, ebenfalls mitzumachen, müssen dann mindestens 45% der Eigentümer zustimmen
- die Ölindustrie wird von den neun Entscheidern im Leitungsgremium der für Bohrgenehmigungen zuständigen Behörde zukünftig nur noch einen stellen (bisher 3), die freigewordenen zwei Sitze gehen an, vereinfacht gesagt, Umweltschützer

Da nach Verabschiedung des Gesetzes weitere Gesetze angepaßt werden müssen, was sich hinziehen kann, besteht die Gefahr, daß vorerst gar keine Bohrlizenzen mehr vergeben werden. Der erste Bezirk (Adams County) hat bereits ein Moratorium erlassen. Ausgerechnet hier hat Extraction nicht unwesentliche (26% der Gesamt-)Flächen.

Da Extraction ausschließlich in Colorado fördert, könnnten sie durch das neue Gesetzt besonders hart getroffen werden. Wie Wertefinder bereits schrieb, kann das den desaströsen Kurs wohl zu einem Gutteil erklären.

Nachfolgend ein paar Links zum einlesen in die Thematik. In der XOG-Präsentation gibt es eine schöne Übersichtskarte auf Seite 10, welcher man entnehmen kann, in welchen Countys XOG Flächen besitzt, und wie die Ablehnungraten bei "Proposition 112" in den jeweiligen Bezirekn waren (je höher die Ablehnungsrate, desto ölfreundlicher die Bevölkerung). Und da sieht man zum Beispiel, daß in Boulder, wo XOG weitere 11% seiner Flächen hat, die Ablehnungsrate extrem niedrig war, also potentiell weiteres Ungemach droht.

Ein interessanter Nebeneffekt, so las ich, ist übrigens der, daß "SB 181" Anadarko zum Quasi-Monopolisten in Colorado machen könnte. Der Grund ist, daß Anadarko dermaßen viele Flächen hat, daß sie bei benachbarten Bohrungen anderer Firmen quasi immer zustimmen müssen, damit diese auf die nötigen 45% Zustimmung kommen.


Linkliste:

http://ir.extractionog.com/static-files/04e58cb2-2c54-403b-a…
https://www.greeleytribune.com/news/oil-and-gas-bill-passes-…
https://coloradosun.com/2019/04/01/oil-gas-legislation-indus…
https://www.kunc.org/post/curious-colorado-what-senate-bill-…
https://www.denverpost.com/2019/01/23/colorado-lawsuit-force…

Ich habe von jedem Medium nur einen Artikel verlinkt, aber man kann von dort aus problemlos zu weiteren interessanten Artikeln weitersurfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.270.972 von Origineller_Name am 03.04.19 21:28:17Durch den Senat ist SB181 gestern durch. Jetzt muss noch der Gouverneur unterschreiben. Dafür gibt es noch keinen Termin und es steht wohl eine vertiefte Prüfung an

https://cogcc.state.co.us/#/home

Man kann im Link aber auch sehen, das weitere Bohraktivitäten von Extraction im Genehmigungsverfahren sind.

Ich habe es so verstanden, das viele Flächen im Besitz von Kommunen sind und nicht im Privatbesitz. Das wird wie immer nicht so heiss gegessen wie es seit Monaten hochgekocht wird. Denn es wird ja von den Landbesitzern - speziell also gerade den Kommunen - viel Geld verdient mit der Zurverfügungstellung ihrer unterirdischen Flächen. Sind die unterirdischen Vorkommen ausgebeutet, dann kann oberirdisch immer noch bebaut werden. Und wo man den Bohrturm konkret in z.B. einem 2-Meilen-Umkreis setzt und wie man die Bohrung vornimmt, da gibt es immer mehrere Möglichkeiten.

Außerdem erhielt Extraction erst im Herbst 2018 vom Staat Colorado für seine außergewöhnlichen Aktivitäten und sein Engagement in Sachen Umweltverantwortung eine Auszeichnung. Was zu dieser Auszeichnung geführt hat, ist in der Meldung vom 23.10.2018 aufgeführt.

http://extractionog.com/extraction-in-the-news.php


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