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Neuigkeiten zur Extraction Oil & Gas Aktie


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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.689.870 von Origineller_Name am 29.05.19 13:42:03"Je größer die Nachfrage, desto größer die Investitionen in diesen Bereich, desto mehr Ingenieurwissen fließt hinein, desto besser werden sie, desto höher die Nachfrage - weiter s.o."

und

"Je größer die Investitionen in H2/E, desto weniger Geld bleibt den Autokonzernen für die Weiterentwicklung der Verbrenner, desto mehr veralten sie im Vergleich zum Fortschreiten der H2/E-Technik, desto schwerer können sie regulatorische Vorgaben erfüllen, weiter s.o."



---> dazu zitiert die FAZ heute aus einer Ernest & Young-Studie: "Den gestiegenen Investitionen in die Elektromobilität im vergangenen Jahr steht derweil ein Rückgang der Gesamtinvestitionen gegenüber. [...]Viele Hersteller setzen gerade alles auf eine Karte“, sagt Constantin Gall, der die EY-Sparte „Automotive & Transportation“ leitet: „Sie nehmen Milliardensummen für die Entwicklung und den Ausbau der Produktion von Elektroautos in die Hand und sparen massiv an anderer Stelle.""

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/f-a-z-ex…
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.689.870 von Origineller_Name am 29.05.19 13:42:03
Zitat von Origineller_Name: ...
"Warum fällt die XOG Aktie so extremst stark? Ich finde weltweit keinen Grund."

-> Naja, dann bleib halt investiert.


Bleibt mir angesichts meines riesigen Verlustes nichts anderes übrig. Ich bin jetzt ein Gefangener des Marktes. Selbst wenn sich die Aktie mal 10, 20, 30, 40 % nach oben bewegt, dann nützt es mir wenig. XOG hatte seinen großen Aktienrückkauf Ende 2018 bei mehr als dem Doppelten des aktuellen Kurses begonnen.

Das ist so krass und so extrem rasant hier. Und niemand findet einen Grund. Wenn man sich die Q1-2019-Konferenz nochmal anhört, dann gibt es auch da keinen Grund. Das allerniedrigste jüngste Kursziel der Analysten liegt jetzt schon fast 100 % höher. Das Höchste bereits stark gesenkte Kursziel bei mehr als dem Dreifachen des aktuellen Kurses.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.689.108 von Wertefinder1 am 29.05.19 12:30:03"Die Entwicklung ist doch eine ganz andere."

-> Was Du nachfolgend beschreibst, ist die kurzfristige Entwicklung. Worüber ich aber schrieb, ist die langfristige Entwicklung.


"Nie zuvor wurden so PS-starke Autos in Deutschland verkauft. Im Schnitt 152 PS waren es letztes Jahr. Nie zuvor wurden soviele Monsterautos verkauft. Jeden Tag nimmt auch die Zahl der Benzinautos in China zu. Die weltweite Zahl der Menschen steigt. Nie zuvor wurde soviel Öl verbraucht wie heute. Und nach den Prognosen steigt der tägliche Bedarf noch mindestens die nächsten 15 Jahre."


-> Jaja, alles richtig. Aber nicht mehr in der Zukunft. In zwanzig Jahren wird der Anteil der Verbrenner in Deutschland bereits ein gutes Stück in Richtung des Marktanteils vorangekommen sein, welchen heute noch die E-Autos haben. Das sind Entwicklungen, die gerade erst angefangen haben. Wir sehen gerade die ersten, ungelenken Schritte der Zero-Emission-Autos. Aber das sind Entwicklungen, die jetzt disruptiv voranschreiten und sich selbst permanent verstärken.

--> Je mehr E/H2-Autos gebaut werden, desto billiger wird ihre Produktion, desto mehr Leute kaufen sie, desto billiger wird ihre Produktion und so weiter.

--> Je größer die Nachfrage, desto größer die Investitionen in diesen Bereich, desto mehr Ingenieurwissen fließt hinein, desto besser werden sie, desto höher die Nachfrage - weiter s.o.

--> Je größer die Investitionen in H2/E, desto weniger Geld bleibt den Autokonzernen für die Weiterentwicklung der Verbrenner, desto mehr veralten sie im Vergleich zum Fortschreiten der H2/E-Technik, desto schwerer können sie regulatorische Vorgaben erfüllen, weiter s.o.

--> Je mehr Leute sich H2/E-Autos leisten können und kaufen, desto mehr steigt der Druck auf die Kommunen, Verbrenner auszuschließen, um die Luftreinheit zu verbessern. Je mehr Kommunen Vernrenner ausschließen, desto höher der Anreiz, sich ein H2/E-Fahrzeug zuzulegen, desto niedriger die Schwelle für die Kommunen, Verbrenner zu verbieten, weiter s.o.


-> Ich lasse da jetzt mal Aspekte wie die generelle Abkehr vom eigenen Auto und die schon am Horizont dräuende CO2-Steuer außen vor. Aber auch die wird kommen, verlaß Dich drauf!


"Nach Deinen allgemeinen Ausführungen müssten auch die Kurse von Shell, BP, Total, OMV etc fallen - tun sie aber nicht."

-> Auch hier gilt: langfristig denken! Abgesehen davon zahlt z.B. Shell im Gegensatz zu XOG eine stattliche Dividende, trotzdem stagniert der Langfristchart über die letzten 20 Jahre, und das trotz Inflation und Aktienaufwertung im Zuge der 0-Zins-Politik. Und auch an Shell geht der Wandel nicht vorbei, wie die jüngst angekündigten Investitionen ins E-Lade-Netz zeigen.


"Warren Buffet steigt sogar dick neu ins Frackinggeschäft ein."

-> Warren Buffet ist ein Mann von gestern. Seine Erfolge will ich gar nicht schlecht reden, aber er hat den Sprung in das Datenzeitalter definitiv verpaßt. Und jetzt läuft er nur noch hinterher. Siehe "in den vergangenen zehn Jahren hat er nicht mal den Durchschnittsanleger geschlagen." (https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/wie-gut-ist…)


"Warum fällt die XOG Aktie so extremst stark? Ich finde weltweit keinen Grund."

-> Naja, dann bleib halt investiert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.688.481 von Origineller_Name am 29.05.19 11:40:18Die Entwicklung ist doch eine ganz andere.

Nie zuvor wurden so PS-starke Autos in Deutschland verkauft. Im Schnitt 152 PS waren es letztes Jahr. Nie zuvor wurden soviele Monsterautos verkauft. Jeden Tag nimmt auch die Zahl der Benzinautos in China zu. Die weltweite Zahl der Menschen steigt. Nie zuvor wurde soviel Öl verbraucht wie heute. Und nach den Prognosen steigt der tägliche Bedarf noch mindestens die nächsten 15 Jahre.

Nach Deinen allgemeinen Ausführungen müssten auch die Kurse von Shell, BP, Total, OMV etc fallen - tun sie aber nicht. Warren Buffet steigt sogar dick neu ins Frackinggeschäft ein.

Warum fällt die XOG Aktie so extremst stark? Ich finde weltweit keinen Grund.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.681.014 von Wertefinder1 am 28.05.19 16:50:37Ja, das ist schon krass was bei Extraction abgeht. Mein obiger Beitrag ist gerade mal eine Woiche alt, und nun steht der Kurs schon fast 19 % tiefer.

Das ist für jeden Investierten natürlich bitter. Und am bittersten ist es, dann den Entschluß zu fassen, die Aktie zu verkaufen. Denn je tiefer der Fall, desto höher die potentielle Erholung.

Da Du aber jemand bist, der, wenn ich Deine Dividendenargumentation bei der DRAG sehe, eher langfristig orientiert ist, ist es meine bescheidene Meinung, dann auch auf langfristige Trends zu setzen. Und langfristig hat Öl einfach keine Zukunft.

Natürlich werden auch in Jahrzehnten noch eine Menge Kraftfahrzeuge mit Benzin und Diesel angetrieben werden. Schon allein deshalb, weil die in Ländern wie Deutschland dann verstoßenen Verbrenner über den Umweg über Osteuropa dann irgendwann in den armen Ländern in Asien und (vor allem) Afrika landen werden, und dort der Bevölkerung zur Mobilität verhelfen werden. Aber dort wird am Ende auch nur ein Bruchteil der hier ausgemusterten Fahrzeuge ankommen. Mit Plaste und Co. ist es ähnlich. Jetzt begehren (endlich!) sogar die Länder auf, in welche wir unseren Müll exportiert haben.

Aber der Gegentrend ist definitiv eingeläutet. Menschen, und damit die Gesellschaften, aus denen sie ja bestehen, wollen grundsätzlich ihre Lebensbedingungen verbessern. Dies hat beginnend ab Ende des 19. Jahrhunderts, sich reißend Bahn brechend im 20. Jh., und sich bis heute fortsetzend auch im 21. Jh., dazu geführt, daß nachdem Grundbedürfnisse wie Frieden, Kampf gegen Hunger und für ein vernünftiges Dach über dem Kopf, etabliert waren, vor allem der Konsum bestimmend war - orchestriert von einer gewaltigen Propagandamaschinerie der Industrielobby. Und das Auto war (und ist noch in vielen Ländern) das Statussymbol schlechthin.

Aber die Bedürfnisse entwickeln sich weiter. Was die Leute heute erstreben, vor allem die heranwachsende Generation, ist nicht mehr das eigene Auto oder die große Karriere, sondern eine Work-Life-Balance (auch wenn das so plakativ klingt). Und dazu gehört vor allem und zuallererst ein ungestreßtes Leben mit Familie und Freunden in Gesundheit. Und da passen Benzinschluckmonster und Plastetütenflut einfach nicht mehr rein.

Diese Entwicklung nimmt in den entwickelten Industriestatten gerade mächtig Fahrt auf, aber auch in Ländern wie China scheint das schon loszugehen.

Natürlich wird auch diese Entwicklung von der Industrie vereinnahmt werden. Jeder Mensch, der auf den Kauf eines 40.000 €-Schlittens verzichtet, hat 40.000 € mehr in der Tasche. Wenn man dann einrechnet, daß so eine Mühle ja mehrmals im Laufe des Lebens erworben wird, dann kann man getrost davon ausgehen, daß das eingesparte Geld dazu ausreichen dürfte, alternative Fortbewegungsmethoden (ÖPNV, Fahrrad etc.) zu nutzen und sich gleichzeitig zu 100% bio zu ernähren.

Nachdem die Ökobewegung nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, habe ich in letzter Zeit das Gefühl, daß jetzt der Moment da ist, wo sie in der Masse angekommen ist. Und da halte ich Fridays-For-Future für gar nicht so relevant. Was die Leute vielmehr alarmiert hat - so zumindest das Gefühl, welches ich in persönlichen Gesprächen gewonnen habe - ist z.B. das Insektensterben, welches, wenn die Beobachtungen wahr sind, mit einem Insektenschwund in Deutschland von 80 % in wenigen Jahren Ausmaße erreicht hat, welche gar nicht mehr zu überschätzen sind.

Im "Wettkampf" um die lebenswerteste Gesellschaft wird in Zukunft, da bin ich mir sicher, neben einer demokratischen Verfaßtheit, Meinungsfreiheit, umfassender medizinischer Versorgung für alle Menschen egal welches Vermögens, und des Brechens des (gerade in Deutschland extremen) Leistungsdrucks vor allem eine lebenswerte Umwelt ein überragender Punkt sein (das die Menschen da heute sensibler sind als noch vor wenigen Jahren, hat ja auch XOG durch SB181 schon zu spüren bekommen).

Und genau in solche Branchen sollte man schauen, wenn man langfristig investieren möchte. Als direkte Alternative zum Öl-Investment sind das für mich z.B. alternative Antriebe und der ÖPNV. Immer mehr Menschen ballen sich in den Städten. Und die haben einfach keinen Bock mehr, in Abgasen zu baden, nur um den Egokrücken derjenigen, die diese als nötig erachten, freie Fahrt zu gewähren. Die Europawahl zeigt, was in Deutschland abgeht. Die Grünen haben in den größten Städten durchgehend die meisten Stimmen aller Parteien geholt. Und wenn sie sich jetzt nicht selbst ins Aus kicken, bestehen meines Erachtens gute Chancen, daß der nächste Bundeskanzler von ihnen gestellt wird.

Ohne jetzt direkt Aktien empfehlen zu wollen, wirst Du in den oben genannten Bereichen bestimmt interessante Alternativen zu XOG finden. Was natürlich nicht heißt, daß XOG nicht einen gewaltigen Rebound hinlegen kann. Aber auf die große Distanz von 20 bis 40 Jahren, und von der spreche ich hier, wird man, meiner Ansicht nach, mit einem Ölförderer auf keinen grünen Zweig (hier sogar im doppelten Wortsinn) mehr kommen bzw. den Performancewettkampf mit Aktien aus den oben beschriebenen Bereichen haushoch verlieren.

Das da einige Aktien momentan extrem sportlich bewertet sind, steht außer Frage. Und gewaltige Rückschläge sind absolut möglich. Aber da werden auch noch viele neue Player und Investmentmöglichkeiten kommen, die heute noch gar nicht absehbar sind. Auch aus Bereichen wie Gesundheit, Ernährung usw. Wichtig ist die Tendenz, und da spricht meiner Meinung nach alles gegen einen Ölfracker wie XOG.
Der krasse Kursverfall beschleunigt sich eher noch. Jetzt tatsächlich 80 % seit Juli 2018. Ähnlich aufgestellte Förderer und Pipelinebetreiber werden zum zigfachen (20) übernommen.

Das Rätsel wird immer größer. Ich bin ratlos mit meinem Depot. Ein einziges Desaster.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.619.267 von Wertefinder1 am 22.05.19 09:20:25Zitat:

"Ich verstehe den Abverkauf der Aktie weiter nicht, obwohl ich jetzt schon eine Menge gelesen habe."

-> Das ist, wie immer, eine Gemengelage diverser Faktoren:


1. Gesamtmarkt

-> Es herrscht Unsicherheit über die zukünftige Weltwirtschaftsentwicklung. Sollte der Handelskrieg eskalieren, dürfte sich das negativ auf die Weltwirtschaft auswirken, das wiederum negativ auf die Ölpreise, das dann negativ auf die Finanzen von XOG, und das ganze wirkt sich jetzt schon einmal negativ aufs Sentiment aus.


2. Ölmarkt

-> Man muß sich auf jeden Fall ehrlich machen über den Ölmarkt. Trotz der Tatsache, daß aus Venezuela und Iran jeweils Millionen Barrel Öl auf der Angebotsseite weggefallen sind, daß die OPEC sich eine strikte Förderbeschränkung auferlegt hat, daß Saudi-Arabien, wie man 2016 gesehen hat, problemlos deutlich mehr Öl fördern könnte, als sie vor den Förderkürzungen schon verkauft haben, gibt es immer noch einen Angebotsüberhang. Dieser wird durch die rapide steigende US-Förderung (die sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren um 4 Mio. Barrel erhöhen wird) noch mehr vergrößert. Und ständig werden irgendwo neue Ölfunde gemeldet. Eine Ölknappheit im Sinne der technisch derzeit und zukünftigen verfügbaren Mengen wird es auf abshebare Zeit nicht geben.

-> Auch die Nachfrage wächst natürlich noch, und das wahrscheinlich um die zwanzig Jahre. Aber der Nachfrageanstieg kann locker kompensiert werden durch die Angebotsseite. Und in den nächsten Jahren wird der Bedarf in den Industrieländern im Zuge der Ökologisierung, meiner Meinung nach, deutlicher nachlassen als derzeit erwartet.

-> Neben den erneuerbaren Energien ist dem Öl ein neuer, wahrscheinlich noch gefährlicherer Konkurrent erwachsen - Erdgas. Mit Erdgas wird die Ökobilanz verbessert, und daher wird es sowohl in der Energieerezeugung als auch bei den Kraftstoffen eine immer größere Rolle spielen. Zu letzteren Punkt empfehle ich Dir einen Blick ins Hexagon-Forum. Dort kannst Du lesen, wie erheblich zum Beispiel VW in den nächsten Jahren die CNG-Flotte ausbauen will. Und auch für Wasserstoff wird, bis dann genügend erneuerbare Energien zur Verfügung stehen, Erdgas die wichtigste Ausgangsbasis bleiben. Wasserstoff ist momentan noch ein Randthema, aber z.B. Hexagon prognostiziert eine Verhundertfachung der damit angetriebenen Motoren bis 2028, also binnen neun Jahren. Wie relevant Erdgas ist, zeigt auch, das z.B. Aramco, bisher ein reiner Öl-Förderer, jüngst erhebliche Investitionen von 150 Mrd. Dollar angekündigt hat - in Erdgas.


3. XOG

-> XOG ist bei weitem nicht so gut aufgestellt, wie frühere Kurs von um die 20 $ suggeriert haben. Letztendlich sind für mich die derzeitigen Kurse näher an der Realität. Sowohl der horrende Verlust in Q1/19, als auch der riesige Gewinn in Q4/18 entspringen ganz wesentlich Hedgings. Läßt man die außen vor, ist die Marge nicht der Knüller, ein Leverage von 1,8 auch nicht. Und die Gesamtmarktsituation (s.o.) wird den Druck nicht verringern. Die Förderung wird wohl bis Ende des Jahres/Anfang 2020 stagnieren. Dann erst soll eine Vielzahl neuer Bohrungen in Betrieb gehen. Die gleiche Timeline haben allerdings auch NOG und DRAG. Wenn man das so sieht, und dann mal davon ausgeht, daß dieses Drei nicht ausgerechnet die Ausnahme sein werden (Schweinezyklus), kann man davon ausgehen, daß der US-Öl-Output nach einem leichten (!) Schwächeln über Q2 (was sich momentan schon abzeichnet) wahrscheinlich spätestens ab Q4 wieder stark zunehmen wird. Was das für die Preise bedeuten wird, kann man sich ausmalen. Somit wird auch XOG, langfristig betrachtet, weiter Druck auf die Margen verspüren.


4. Psychologie

-> Rein vom Sentiment her ist XOG deutlich angeschlagen, eine stabile Investorenschaft momentan (noch) nicht auszumachen. Da scheint noch einiges an hin und her stattzufinden. Die Investoren sind sich wohl selbst nicht ganz klar, was das werden wird.

-> Und natürlich gibt es auch immer Situationen, in denen eine Aktie auch einfach fundamental unterbewertet ist. Wenn man sich darüber ganz sicher ist, hilft nur kaufen. Allerdings ist hier das Objekt ein wenig groß, um signifikant Einfluß ausübern zu können...
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.618.655 von Origineller_Name am 22.05.19 08:24:35Habe ich bereits gemacht. DCP hatte ich über die Internetsuche nur mit Flusswasser gelesen.

Von der DRAG-Beteiligung EOG ist bekannt, das es da 2018 Transportprobleme gab. Aber nicht weil die Pipelinekapazität zu gering bemessen war, sondern weil die Förderung weit höher als erwartet war und deshalb dann in der Folge die Kapazität nicht ausreichte. Also aus etwas Positiven wird dann analystenseitig etwas negatives gemacht. Jetzt hat sich das erledigt.

Ich verstehe den Abverkauf der Aktie weiter nicht, obwohl ich jetzt schon eine Menge gelesen habe.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.617.506 von Wertefinder1 am 21.05.19 23:23:01Zitat:
"Ein anderer Analyst kam im April auf ein Kursziel von 6 USD. Er teilte mit, XOG hätte 2018 eines der schlechtesten Bohrprogramme durchgeführt. Irgendetwas mit "DCP". Verstanden habe ich es nicht. Mangelnde Öl-Pipelinekapazitäten? - Fehlendes Wasser?"

-> Er bezog sich vermutlich hierauf (GB 2018 (http://ir.extractionog.com/static-files/52d890b8-4786-456f-b…), S. 20) :

"We estimate that midstream constraints negatively impacted our production by approximately 18.5 MBOE/d, or 24%, during the year ended December 31, 2018. We are currently working with various midstream providers to address processing constraints in the DJ Basin."

-> Heißt, hätte ausreichend Pipeline-Kapazität zur Verfügung gestanden, hätte XOG ein Drittel mehr Umsatz machen können. Unschön, daß diese Engpässe bestehen. Es zeigt aber auch das zukünftige Umsatzpotential, wenn diese ausgeräumt werden könnten. Deshalb gibt es ja auch das ehrgeizige Pipeline-Projekt via 100%-Tochter Elevation Midstream. Näheres dazu findet man auf den Seiten 18 bis 20 der (ohnehin sehr interessanten) Präsentation zum Q1/19 - die demnächst von der XOG-Seite getilgt werden dürfte. Also besser noch schnell herunter laden:

http://ir.extractionog.com/static-files/563497ff-5064-473d-9…
Die US-Bank Wells Fargo hat heute das Coverage der Aktie mit Kursziel von 8 USD wieder aufgenommen, was fast eine Verdopplung wäre. Das Rating lautet allerdings seltsamerweise nur Market Performer. Also müsste laut der Bank vllt. der gesamte Ölsektor vor einer Kursverdopplung stehen? - Wer weiss - vllt. macht Trump es möglich.

http://thefly.com/news.php?symbol=XOG

Ein anderer Analyst kam im April auf ein Kursziel von 6 USD. Er teilte mit, XOG hätte 2018 eines der schlechtesten Bohrprogramme durchgeführt. Irgendetwas mit "DCP". Verstanden habe ich es nicht. Mangelnde Öl-Pipelinekapazitäten? - Fehlendes Wasser?

Im Februar sah ein weiteres Analystenhaus nach Vorstellung der Pläne für 2019 ein Kursziel von 12 USD.

Ende Januar 2019 senkte noch ein Analystenhaus das Kursziel von 22 auf 10 USD. Wegen volatiler Ölpreise. Nunja - das der Ölpreis volatil ist, das ist ja nicht neu. Dieses Analystenhaus senkte auch das Kursziel für Anadarko Petroleum von 70 auf 55 USD. Dieser Kurs liegt stabil bei fast 73 USD nach dem Übernahmeangebot von Occidental Petroleum/Bershire Hathaway.

Es gibt glaube ich keine Aktie in dem Feld, die so extrem stark im Kurs abgesackt ist wie XOG.
Extraction hat eine neue Präsentation verfügbar:

http://ir.extractionog.com/static-files/5614b1e5-522c-4a48-8…

Es werden natürlich diverse Schaubilder verwendet, die schon in vorherigen Präsentationen zu finden waren. Allgemein scheint der Fokus auf der Darstellung der Unbedenklichkeit der Extraction-Bohrungen in Bezug auf SB181 zu liegen. Allerdings hat sch das Wording hier (S. 15) leicht geändert. Statt "No Impact to Core Drilling Inventory" heiißt es hier neu "Expect minimal impact to core drilling inventory". Mal schauen, wie sich die Formulierung in den nächsten Präsentationen weiter entwickelt.

Sehr interessant ist zum einen ein Darstellung der Schichtung des Bodens (Übersicht und Lage der erdölführenden Schichten) im DJ-Basin (S. 5), als auch eine Übersicht des Breakeven je Barrel Öl für die Förderung in verschiedenen Gebieten der USA (S. 6). Das DJ-Basin rangiert hier mit 38 $ an zweiter Stelle hinter dem Permian (34 $), und damit unter anderem vor Egale Ford (39 $), Bakken (45 $) und mit weitem Abstand vor dem Uinta Basin (67 $), in welchem die DRAG Flächen erworben hat, und sich demnächst an weiteren Bohrungen beteiligen wird.

Außerdem gibt es auch eine Übersicht zu den Bohrkosten (S. 10) und (unten in Klammern) deren Kosten umgelegt je geförderetes Barrel:

1 Meile = 2,6 - 2,9 Mio. $ (9,31 - 10,96 $)
1,5 Meilen = 3,5 - 4 Mio. $ (7,16 - 8,61 $)
2 Meilen = 4,2 - 4,9 Mio. $ 6,01 - 7,41 $)
2,5 Meilen = 5,2 - 6 Mio. $ (5,69 - 7,02 $)

Wie schon früher geschrieben, werden ältere Präsentationen bei XOG relativ schnell gelöscht, sobald neue eingestellt werden. Meist kann man nur die aktuelle, oder maximal noch die vorhergehende, einsehen. Wer also dauerhaft darauf zugreifen möchte, sollte sie sich auf jeden Fall herunter laden.
Die "Institutional Holdings"-Daten von XOG offenbaren große Veränderungen zum 31.03.19 (im Vergleich zum 31.12.18).

Summa summarum haben institutionelle Anleger 43 Mio. Aktien abgestoßen, aber nur 30 Mio. Aktien neu erworben - eine Gesamtreduzierung von 13 Mio. Aktien. Endgültig geschlossen wurden dabei Positionen von 26 Mio. Aktien, während nur 5 Mio. Aktien von neu dazugekommenen Investoren gekauft wurden.

Größte Veränderung ist, daß der bisher drittgrößte institutionelle Anteilseigner (bisher 11,6 Mio. Aktien), Capital World Investors, komplett ausgestiegen ist. Ein generelles Muster ist nicht erkennbar. So hat z.B. Morgan Stanley als zweitgrößter Verkäufer 5,3 Mio. Aktien abgestoßen, während Goldman Sachs um 4 Mio. Aktien aufgestockt hat.


Zum Vergleich noch NOG:

Hier haben institutionelle Anleger 44 Mio. Aktien abgestoßen, und immerhin 39 Mio. Aktien neu erworben - eine Gesamtreduzierung von 5 Mio. Aktien. Endgültig geschlossen wurden dabei Positionen von 6 Mio. Aktien, während immerhin 24 Mio. Aktien von neu dazugekommenen Investoren gekauft wurden.

Auch hier hat ein ganz Großer abgebaut. Der nach wie vor größte Anteilseigner, Crestview, hat seinen Bestand um ein Drittel von 48,6 auf 32,2 Mio. Aktien reduziert. NOG erwähnte in der Telefonkonferenz zu den Q1/19-Zahlen, daß der Kurs derzeit noch durch Verkäufe von Aktien belastet ist, die im Rahmen von Übernahmen als Zahlung verwendet wurden. Crestview war im Zuge der W Energy-Übernahme im Sommer 2018 an Bord gekommen. Damals wurden sie als langfristiger Investor begrüßt, aber ganz so langfristig scheint die Beteiligung dann wohl doch nicht zu sein. Größter Neueinsteiger ist Point 72 mit 7,3 Mio. Aktien.


Während also sowohl NOG als auch XOG in Summe Abflüsse bei institutionellen Anlegern zu verzeichnen hatten (bei XOG im Verhältnis deutlich höhere als bei NOG), gibt es einen wesentlichen Unterschied im Verhalten der Anlegerschaft. Bei den neu erworbenen Aktien ist die Quote zwischen Anteilseignern, welche ihre Bestände aufgestockt haben, und solchen, die neu dazu gekommen sind, bei XOG 84:18, bei NOG 37:63.

Quellen:

https://www.nasdaq.com/symbol/xog/institutional-holdings
https://www.nasdaq.com/symbol/nog/institutional-holdings
https://www.businesswire.com/news/home/20180731005337/en/Nor…
Was is los? - Ca. 20 % Spread gerade in Frankfurt. "Ein bedauerndswerter Trottel" in Deutschland?
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.553.968 von Origineller_Name am 13.05.19 13:45:37Die Pipeline-Gesellschaft von XOG wird immer ausführlich in den Berichten und Präsentationen genannt:

https://www.evolutionmidstream.com/

Das könnte schon nochmal einen besonderen Charme haben, wenn XOG in wichtigen neuen Bohrgebieten für den Transport deutlich weniger als andere Förderer bezahlen müsste, weil ihnen die Pipelines selbst gehören. Bis zu 500 Mio. USD stellt da ein externer Finanzinvestor für den aktuellen Ausbau bereit. Insgesamt könnte auch das dann eine Firma mit (finanzierten) Assets im Milliardenbereich sein.

Soo klein im Vergleich zu Anadarko Petroleum ist das hier nicht. 4 Milliarden USD Ölförderanlagen stehen in der Q1-Bilanz.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.553.410 von Wertefinder1 am 13.05.19 12:43:06Ich wollte eigentlich keine direkte Verbindung zu XOG aufzeigen. Es ist für mich nur ein Beleg, das momentan wohl eine Marktneuordnung im US-Öl-Business stattfindet.

Wenn der Schreiber des unten verlinkten Artikels von Ende April im zweiten Fall auch so einen guten Riecher haben sollte, wie im ersten, dann...

https://newburghpress.com/2019/04/30/two-worthy-stocks-for-i…
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.553.284 von Origineller_Name am 13.05.19 12:19:35Hast Du einen Überblick über den Pipelinebau, den die Gesellschaft hier in ihren Berichten erwähnt? - Der wird offenbar nicht mit Geld von XOG durchgeführt, sondern durch von Dritter Seite bereitgestellte Investitionen. Scheint eine größere Sache zu sein.
Neue Milliardenübernahme im amerikanischen Öl-Sektor - diesmal ein Pipeline- und Öl-Lager-Konzern:

"Oil M&A Continues As IFM Buys Out Buckeye For $10.3B"

https://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/Oil-MA-Co…
Chevron legt beim Angebot für Anadarko Petroleum nicht nach:

https://www.chemie.de/news/1160963/chevron-steigt-aus-bieter…

Das wäre auch verwunderlich, denn die Gebotshöhe liegt je anch Rechnung beim Vielfachen - in der Spitze auch zweistellig Vielfaches - über dem Preis, für den kleinere Wettbewerber derzeit an der Börse gehandelt werden.

Extraction Oil and Gas ist wie Anadarko Petroleum auch im DJ Bassin in Colorado aktiv. Und sie produzieren eigenen Angaben nach dort sogar leicht günstiger als im vielgenannten Permian Becken in Texas. Die aufgebauten Reserven sind auch gar nicht so wenig im Vergleich zu den Reerven von Anadarko Petroleum in Nordamerika.

Wann kommt Extraction Oil and Gas bei der aktuell völlig irrealen Börsenbewertung in das Visier einer Übernahme? - Der gesamte Börsenwert liegt aktuell unterhalb dessen, was Anadarko an Strafgebühr an Chevron zahlen muss.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.415.077 von Wertefinder1 am 24.04.19 18:22:46Occidental legt noch einmal nach:

"Occidental versüßt Angebot für US-Ölföderer Anadarko"

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/hoehere-barkompone…


Zitate:

"Den Angaben zufolge will Occidental die Übernahmesumme nunmehr zu 78 Prozent in bar zahlen - statt wie ursprünglich angeboten nur zur Hälfte."

"Zudem will Occidental auch die Strafgebühr von 1 Milliarde Dollar übernehmen, die bei der Auflösung des Vertrages mit Chevron fällig würde"

"Zudem hat Occidental mit dem Ölkonzern TOTAL bereits einen weiteren Deal ausgehandelt: Im Falle einer erfolgreichen Übernahme sollen Geschäftsteile von Anadarko in Ghana, Mosambik, Algerien und Südafrika für 8,8 Milliarden Dollar an die Franzosen weiterverkauft werden. "
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.479.663 von Origineller_Name am 03.05.19 13:22:56Es wird auch geschrieben bzw. es wurde gesagt, das im ersten Halbjahr ca. ein Drittel der neuen Bohrungen in Betrieb gehen werden und zwei Drittel in der zweiten Jahreshälfte. Daher gehe ich davon aus, das der Aktienrückkauf erstmal gedrosselt wird. So lese sich das auch heraus. Nach dem Geldabfluss für diese Investitionsphase könnte er zum Ende des Jahres dann wieder angezogen werden.

Insgesamt bleibt festzustellen, das die beiden Angebote für Anadarko Petroleum - eines auch noch wesentlich von der Investorenlegende Warren Buffet - bisher überhaupt gar keinen Einfluss auf die Kurse der anderen Ölaktien hatte. Obwohl meiner Ansicht nach die Gebotshöhe von berichteten 58 Milliarden USD absolut jenseits der Bewertungen andere Ölaktien liegt.

Apropro:
In Deutschland wird eine Baugenehmigung m.W. für 3 Jahre erteilt. In dieser Zeit muss man bauen. Man kann sie m.W. einmalig um 3 Jahre verlängern, danach verfällt die Genehmigung. Da oft nach Genehmigung aber keine Wohnungen gebaut werden, sondern mit der Genehmigung vllt. eher auf einen Verkauf ohne Bau spekuliert wird, soll die Genehmigung auf 2 Jahre reduziert werden. Ein Zeitablauf einer Genehmigung ist also nicht ungewöhnlich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.478.922 von Wertefinder1 am 03.05.19 11:54:21"Das Management sagt, das sie von SB181 keine negative Auswirkungen erwarten, da man bereits in der Vergangenheit mit den Kommunen zusammengearbeitet hat. Man hat aktuell Genehmigungen für 470 Bohrungen, was für 4 Jahre Bohrtätigkeit ausreichen würde."

-> Das ist richtig, allerdings wird an anderer Stelle im Conference Call auch gesagt "Most of that number, 470, that we referenced, they -- if they are in municipal areas, we already have municipal agreements with those localities, and then a good majority of the others are County permits that we already have full approval on. And then as far as timing goes, right now, the state permits last for two years, so that would be kind of the time frame to get those drilling began or the wells spud."


"Im ersten Quartal wurden für 37 Mio. USD Aktien zurückgekauft, insgesamt mit dem Q4 2018 dann bereits über 63 Mio. USD. Das sind rund 7 % aller Aktien. Weitere 137 Mio. USD sind noch 2019 vorgesehen"

-> Es sind nicht weitere 137 Mio. $, sondern das Programm wurde am 01. April wieder auf 100 Mio. $ aufgestockt. Zuvor waren schon für 63 Mio. $ Aktien zurückgekauft worden - das Gesamtprogramm umfaßt also ein Maximum von 163 Mio. $ für Rückkäufe bis 31.12.19. Bis 01. Mai wurden davon weitere 1,3 Mio. Aktien für 5,5 Mio. $ gekauft (siehe Q1/18-Bericht, Seite 12). Bis Ende Dezember verbleiben somit noch 94,5 Mio. $ für weitere Aktienkäufe. Das wären satte 11,8 Mio. $/Monat. Allerdings haben die Käufe im April mit 5,5 Mio. $ schon deutlich nachgelassen gegenüber den ersten drei Monaten 2019 mit im Schnitt 10,5 Mio. $. Die Frage ist, ob ihnen der Aktienkurs nach dem Sprung von Anfang April dann schon zu hoch war, oder ob die derzeitige Liquidität von 112 Mio. $ dann doch etwas zum Sparen zwingt, nachdem der Liquiditätsabfluß in Q1 stolze 122 Mio. $ betrug.


"Desweiteren wurden/werden Anleihen zurückgekauft - auch hier sind 100 Mio. USD freigegeben und teilweise bereits zurückgekauft. Bisher mit einem Abschlag von 21 %. Eine wahnsinnige Gelddruckmaschine: Man gibt in der Euphorie von Investoren Anleihen zu 100 % aus und kauft die in deren Depression unter Ausgabewert zurück. :-)"

-> Das die Anleihen fast 20% unter Wert zurückgekauft werden konnten, zeigt aber auch, wie kritisch die Anleihehalter die Situation bei XOG einschätzen - das sind ja keine Dummköpfe, die ihre Anleihen aus Jux und Dollerei unter Wert abstoßen. Und das, obwohl sie noch sieben Jahre lang 5,625% jährliche Zinsen erhalten würden.


"Es bleibt für mich weiter hochgradig unverständlich, warum der Aktienkurs so extrem niedrig notiert - ca. 80 % Rückgang seit Juli 2018 trotz attraktiven Ölpreisniveau. Aber das ist ja irgendwie in weiten Teilen des US-Ölsektors der Fall. Die Offerte von Chevron bzw. Occidental Petroleum / Warren Buffet für Anadarko Petroleum zeigt allerdings, was hier möglich ist."

-> Das kann natürlich unter anderem an der Schuldentragfähigkeit liegen. Nach meinen Berechnungen ist das Verhältnis von Schulden zum Jahresumsatz in etwa folgendes

DRAG = 0,51
APC = 1,13
XOG = 1,76
NOG = 2,16

Da sieht man, daß Anadarko bedeutend besser da steht als Extraction, auch wenn zugegegebenermaßen alle anderen relevanten Kennzahlen eine extreme Unterbewertung Extractions zeigen, legt man das Occicdental-Angebot für Anadarko daneben.

Bei Anadarko ist im übrigen sehr interessant, daß die gesamte Analystenschar betont, daß sich Chevron, und jetzt Occidental, damit vor allem im Permian verstärken wollen würden, obwohl Anadarkos Flächen (+ 10%), aktive Bohrlöcher (+49 %) und Umsatz (mindestens +500 %) im DJ Bassin deutlich größer sind als im Permian, welches im übrigen gerade einmal rund ein Drittel aller Anadarko-Flächen in den USA ausmacht, von den Offshore-Bohrungen im Golf von Mexiko und diversen Auslandsliegenschaften mal ganz abgesehen.


-> Zum Thema Boulder wird gesagt "In light of our robust permitted inventory in Broomfield, Greeley and Hawkeye, we decided to remove our Boulder County acreage from our core acreage and inventory counts." . Heißt, hier wird in absehbarer Zeit nichts passieren in Sachen Bohrungen. Im Umkehrschluß hieße das allerdings, daß man bis März (da war Boulder in der Präsentation noch enthalten) davon ausgegangen wäre, dort in einem absehbaren Zeitraum aktiv zu werden. Da hätte ich schon gern gewußt, was den Stimmungsumschwung ausgelöst hat.


-> Im großen Ganzen lese ich aus dem Protokoll der Telefonkonferenz jetzt nicht soviel Optimismus heraus wie Du, aber die Q2-Zahlen sollten auf der Einnahmeseite auf jeden Fall eine Verbesserung zeigen, schließlich war der WTI-Preis im Durchschnitt im April Pi mal Daumen um über 10 $ bzw. mehr als 20 % höher als im Januar, dem ersten Monat des Q1. Und sollten keine gravierenden Dinge passieren, sollten Mai und Juni auch Februar und März in Sachen Ölpreis deutlich übertreffen können.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.477.047 von Wertefinder1 am 03.05.19 08:56:04Das Management sagt, das sie von SB181 keine negative Auswirkungen erwarten, da man bereits in der Vergangenheit mit den Kommunen zusammengearbeitet hat. Man hat aktuell Genehmigungen für 470 Bohrungen, was für 4 Jahre Bohrtätigkeit ausreichen würde.

Man tätigt nur relativ wenige Bohrungen pro acre und die sind damit dann effizienter - sieht man am vor einigen Jahren noch unvorstellbaren Ergebnis bei der Tochter der Deutschen Rohstoff AG EOG, die die Investitionssumme in weniger als 12 Monaten amortisiert hat. Ein Analyst stellt im Q&A fest, das Bohrungen zu den 1 % besten Bohrungen im gesamten Becken zählen.

Planungen sollen alle im Soll sein. Der krankheitsbedingte Ausfall des CEO hat offenbar keine operativen Auswirkungen. Man geht von seiner Rückkehr Ende des Jahres aus - aber bei so einer Erkrankung weiss man das ja nie. Ca. ein Drittel der neuen Bohrungen werden im ersten Halbjahr in die Förderung gehen, ca. 2/3 im zweiten Halbjahr.

Im ersten Quartal wurden für 37 Mio. USD Aktien zurückgekauft, insgesamt mit dem Q4 2018 dann bereits über 63 Mio. USD. Das sind rund 7 % aller Aktien. Weitere 137 Mio. USD sind noch 2019 vorgesehen bei einem Börsenwert von derzeit unter 800 Mio. USD. Das ist echt ein vergleichsweise riesiges Rückkaufprogramm.

Desweiteren wurden/werden Anleihen zurückgekauft - auch hier sind 100 Mio. USD freigegeben und teilweise bereits zurückgekauft. Bisher mit einem Abschlag von 21 %. Eine wahnsinnige Gelddruckmaschine: Man gibt in der Euphorie von Investoren Anleihen zu 100 % aus und kauft die in deren Depression unter Ausgabewert zurück. :-)

Einige Teilflächen wurden und werden noch verkauft. Auch ist man für Angebote für andere gehaltenen Flächen offen.

6 Analysten stellten Fragen und die sind offenbar im Thema drin. Alle gratulieren der Firma zu ihren Bohrergebnissen bzw. ihren Flächen. Vllt. wird der Aktienkurs wegen des Aktienrückkaufs so extrem niedrig gehalten. Aber wie funktioniert das?

Es bleibt für mich weiter hochgradig unverständlich, warum der Aktienkurs so extrem niedrig notiert - ca. 80 % Rückgang seit Juli 2018 trotz attraktiven Ölpreisniveau. Aber das ist ja irgendwie in weiten Teilen des US-Ölsektors der Fall.

Die Offerte von Chevron bzw. Occidental Petroleum / Warren Buffet für Anadarko Petroleum zeigt allerdings, was hier möglich ist. Anadarko Petroleum weisst ein Eigenkapital von rund 8,5 Mrd. USD aus - das Angebot von Occidental Petroleum liegt bei rund 58 Mrd. USD. XOG wird nicht mal mehr mit der Hälfte des Eigenkapitals bewertet - und das bei diesen Flächenreserven bwz. schon genehmigten Bohrungen. Ergo könnte sich die Aktie in einem entsprechenden Börsenumfeld bzw. einem Übernahmeangebot vllt. verzehnfachen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.477.047 von Wertefinder1 am 03.05.19 08:56:04Da versteht man den extremst niedrigen Aktienkurs nochmals weniger.

Erst recht wenn man sieht, was u.a Warren Buffet gerade für Anadarko Petroleum bietet. Mit 10 Milliarden USD (!) will der in das Ölbusiness einsteigen. Nicht so ein Quatsch wie Lyft, Uber, Weworks ... sondern Geschäfte mit denen Geld verdient wird.
Die XOG-Zahlen für Q1/19 sind da:

http://ir.extractionog.com/news-releases/news-release-detail…


Nicht so besonders gute Zahlen, um es mal ganz klar zu sagen. Der Q4/18-Gewinn von 0,52 $/Aktie hat sich in einen Verlust von 0,60 $/Aktie verwandelt. Die extremen Ausschläge lassen sich im wesentlichen auf die Gewinne/Verluste aus Absicherungs-Derivaten zurückführen.

Die Schwankungsbreite ist exorbitant. Hochgerechnet auf ein Jahr würde ein Gewinn von 52 Ct/Quartal/Aktie ein EPS von 2,08 $/Jahr bedeuten, ein Verlust von 60 Ct/Quartal/Aktie ein EPS von -2,40 $/Jahr - und das bei einem Kurs von derzeit 4,26 $.

Anläßlich der Quartalszahlen wurde auch die Präsentation (http://ir.extractionog.com/static-files/563497ff-5064-473d-9…) überarbeitet. XOG hat leider die unangenehme Angewohnheit, mit Veröffentlichung einer neuen Präsentation die jeweils vorhergehende zu löschen. Ich habe sie mir zum Glück gespeichert, und beim direkten Vergleich einen interessanten Unterschied bemerkt:

Die Flächen im Bezirk Boulder werden nunmehr nicht mehr mit aufgeführt. In der neuen Präsentation ist Boulder auf Seite 4 an der linken Seite zwischen Larimer und Jefferson gelegen. Die Besitztümer sind zwar noch eingezeichnet, aber aus dem Zahlenwerk auf der rechten Seite herausgerechnet (siehe Fußnote 1 unten auf der Seite). Immerhin handelt es sich dabei um 20.000 Acres, also ca. 6,6% der gesamten XOG-Flächen, und 11,1 % der Flächen im Core DJ Bassin.

Den gleichen Effekt kann man sehr gut auf Seite 11 sehen. Auch hier sind die Flächen noch eingezeichnet, es ist aber offensichtlich keine Erschließung vorhanden oder geplant.

Auf Seite 13 schließlich sind die Flächen bereits gelöscht. Auch hier ist ein Blick auf das Zahlenwerk interessant. Rechts auf der Seite findet sich die Zahl der bereits erteilten Bohrgenehmigungen und Flächenanteile. Noch in der letzten Präsentation war Boulder dort enthalten. Die Zahlen haben sich wie folgt geändert.

März 2019
Adams = 75 Bohrgenehmigungen / 26 % Flächenanteil
Arapahoe = 125 / 19 %
Boulder = 0 / 11 %
Broomfield = 75 / 3 %
Larimer = 0 / 6 %
Weld = 204 / 35 %

gesamt: 479 / 100 %


Mai 2019
Adams = 75 / 32 %
Arapahoe = 125 / 22 %
Broomfield = 75 / 3 %
Larimer = 0 / 6 %
Weld = 191 / 37 %

gesamt: 466 / 100 %


Weder in der Präsentation, noch im Quartalsbericht findet sich ein Hinweis, warum Boulder jetzt herausgerechnet wurde. Interessant sind dabei zwei Dinge. Zum einen wurden für Boulder noch keinerlei Bohrgenehmigungen (Approved Core Permits, S. 13) erteilt (siehe obige Zahlen), zum anderen war in Boulder die Zustimmung zur Proposition 112 am geringsten im Vergleich zu allen anderen Bezirken, in welchen XOG Flächen hält, heißt, hier war man am aufgeschlossensten gegenüber Fracking. Darüber hinaus grenzen die Flächen auch mehr oder weniger an die in Broomfield, welches gerade von XOG bevorzugt entwickelt wird (Seite 15).

Für das Herausrechnen von Boulder kommen meines Erachtens im wesentlichen zwei Gründe in Betracht. Der eine wäre, daß die Flächen nicht werthaltig sind, oder nicht entwickelt werden können. Das erscheint mir aber aufgrund der Lage und der Fracking-Zustimmung vor Ort eher unwahrscheinlich. Der zweite wäre, daß diese Liegenschaften demnächst in den Verkauf gehen. Natürlich sind auch weitere Gründe denkbar.

Im April 2018 wurden 15.100 Acres größtenteils nichtproduzierender Flächen für 72,3 Mio. $ verkauft (Acre-Preis = 4.788 $) und 1.000 Acres nichtproduzierender Flächen in Arapahoe für 9,4 Mio. $ (Acre-Preis = 9.400 $). Nimmt man diese Zahlen als Grundlage und läßt Ölpreisschwankungen und den genauen Flächenwert in Boulder mal außen vor, könnte dies Einnahmen von 98 - 193 Mio. $ brutto bedeuten, welche der XOG-Bilanz auf jeden Fall sehr gelegen kommen würden, da sich der Cashbestand immerhin so deutlich reduziert hat, daß XOG auf Seite 5 seiner Präsentation den vorher dort zu findenden Punkt "Strong balance sheet with ample liquidity" ersatzlos gestrichen hat.
Um den u.a. US-Ölförderer Anadarko Petroleum entbrennt ein Wettbieten:

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/oel-multi…

Occidental Petroleum bietet 57 Milliarden USD gegenüber 50 Milliarden USD von Chevron zuvor. Beides in einem Bar- und Aktiendeal.

Wenn ich das überschlagsmäßig vergleiche mit der Bewertung von XOG oder auch anderen Werten, dann bleibt mir sprichwörtlich "die Spucke weg". SO HOCH liegt das Gebot über den Bewertungen anderer Unternehmen. Die Anadarko Aktie notierte Ende 2018 knapp über 40 USD, kürzlich noch bei 45 USD und wird jetzt mit 76 USD bewertet!

Wenn man dann noch annimmt, das nur einer der Bieter zum Zuge kommt und der andere sich dann ein anderes Übernahmeziel in der Branche sucht, dann kann man nur dringend raten kein Stück der XOG Aktien aus der Hand zu geben. Warum sollten hier recht schnell nicht wieder 15 statt wie derzeit 5 USD je Aktie möglich sein? Dramatik gewinnt das Ganze ja auch durch die gemeldete Erkrankung des CEO, die einen Verkauf der Gesellschaft vllt. wahrscheinlicher macht.
Ich denke: Jetzt gaanz viel Geduld mitbringen und die Gewinne gaanz stark laufen lassen.

Jetzt geht's los - jetzt geht's los ... . ;-)

Mega-Merger: 33 Milliarden-Offerte von Chevron für Anadarko versetzt Öl-Sektor in Aufregung

http://www.deraktionaer.de/aktie/chevron--aktie--anadarko--u…
Außerbörslich bei L+S in Deutschland werden die Kurse in den USA nicht nachvollzogen. Warum?
Spekulation oder auch schon Hinweise darauf, das die Kartoffel nicht so heiss gegessen wird wie sie gekocht wurde - und dann geht es natürlich beim meistverprügelten Wert XOG auch mal zweistellig rauf.

https://seekingalpha.com/news/3448547-colorado-oil-gas-names…


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