ANALYSE/Barclays: Fresenius muss Wunden noch länger lecken - Kein 'Kauf' mehr (Seite 2) | Diskussion im Forum

eröffnet am 25.01.19 17:03:42 von
neuester Beitrag 17.12.20 09:15:10 von


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22.03.20 18:45:09
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.093.547 von lazy_invest am 22.03.20 17:02:02Ex-CFO Stephan Sturm ist als CEO nachweislich überfordert, nachdem ihn sein Lehrmeister Ulf Schneider Richtung Nestle verlassen hat. Eine Auswahl:

• Trimmen der deutschen Kliniken auf "Effizienz" ist gescheitert. Ärzte flüchten, und das spätestens seit Anfang 2019
• Akorn-Übernahme gescheitert. Wenigstens gewinnt man den anschließenden Rechtsstreit, nachdem schon die Due Diligence in den Hose ging
• wichtige Bilanzkennzahlen haben sich unter Sturm deutlich eingetrübt: Working Capital, mutmaßlich mächtig aufgeblähte Firmenwerte -- was eben (für Aktionäre) gefährlich wird, wenn das Konzernwachstum so spürbar nachlässt wie bei Fresenius.
Sturm hätte etwas anders machen müssen, als absehbar war, daß die M&A-Maschine ins Stocken geriet und nicht nur am alten Kurs festhalten => in seiner Not hat Stephan Sturm den Konzerngewinn auf Kosten der Substanz gepimpt, was nun - in der Coronakrise - immer mehr zum Vorschein kommt => daher fiel (mMn) der Kurs zuletzt stärker als der DAX

unehrliche Kommunikation: eine handfeste Gewinnwarnung wird hinter dem scheinbar positiven Begriff "kräftige Investitionen" (O-Ton Fresenius) versteckt. Von Handelstag 1 nach den "kräftigen Investitionen" (10.12.2018; Kurs-Massaker am Fr, 7.12.) hat sich die Aktie bis Februar 2020 nur noch wie der (Kurs-)DAX entwickelt, es fand also keine nachhaltige Erholung statt:




• Überlegungen zu einem neuen Vergütungsansatz für Dialysepatienten in den USA treffen FMC (Fresenius Medical Care) unvorbereitet. Wie auch andere Änderungen im US-Gesundheitsmarkt, und das schon in 2018
• und nicht zuletzt: die ganzen FMC- und Fresenius-Schmiergeld-Skandale müssen nebenbei auch noch ausgeräumt werden (auch wenn darunter Altlasten von vor 1. Juli 2016 sind)
Fresenius | 28,43 €
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12.12.20 16:24:07
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.094.288 von faultcode am 22.03.20 18:45:09da ist mal (leider) globale Pandemie, die größte nach WWII, und was macht der Aktienkurs dieses "weltweit tätigen Gesundheitskonzerns"? :eek:




Gibt es in ganz Deutschland keinen besseren CEO für Fresenius als Ex-Investment Banker Stephan Sturm?

OK, man könnte vielleicht auch sagen, daß was Rorsted bei Henkel war, das war Schneider bei Fresenius:
• einer muss ja den CEO machen, der die Suppe auslöffelt

=> also Henkel gegen Fresenius seit 1.7.2016 (Sturm wird CEO): :D

Fresenius | 37,41 €
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17.12.20 09:15:10
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.044.471 von faultcode am 12.12.20 16:24:07Damit möchtest du sagen, dass Fresenius noch Aufholpotenzial hat, oder? :)
Fresenius | 38,79 €


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