NORDLB belässt Wirecard auf 'Kaufen' (Seite 106) | Diskussion im Forum

eröffnet am 05.02.19 14:12:23 von
neuester Beitrag 22.10.20 14:57:41 von


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23.09.20 20:42:28
Beitrag Nr. 1.051 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.155.054 von faultcode am 22.09.20 13:20:28...
Nach dem Bilanzskandal beim insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard bleibt der frühere Vorstandschef Markus Braun vorerst in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München eröffnete dem österreichischen Manager am Mittwoch einen neuen Haftbefehl, den die Staatsanwaltschaft beantragt hatte, wie das Gericht auf Anfrage mitteilte.

Eine von Brauns Anwälten eingereichte Haftbeschwerde war damit erfolglos. Braun sitzt seit 22. Juli hinter Schloss und Riegel, ebenso wie zwei weitere Wirecard-Manager. Der neue Haftbefehl ersetzt den bisherigen. Staatsanwaltschaften beantragen üblicherweise neue Haftbefehle, wenn neue Sachverhalte im Ermittlungsverfahren auftauchen. Die Vorwürfe seien erweitert worden, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft, ohne Einzelheiten zu nennen.

...
23.9.
Ex-Wirecard-Chef Braun bleibt in Haft
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12960580-ex-wirec…
Wirecard | 0,820 €
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23.09.20 20:59:33
Beitrag Nr. 1.052 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.171.221 von faultcode am 23.09.20 17:33:15
Scheufele - leckeres bayrisches Gericht
https://www.google.com/search?gs_ssp=eJzj4tLP1TfIMDUuyU0zYHR…

Und dann diese unwissende Figur.
Wirecard | 0,820 €
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23.09.20 22:26:53
Beitrag Nr. 1.053 ()
23.9.
Wirecard’s deceit went beyond its fraudulent Asian operations
https://www.ft.com/content/04c77d71-c2ff-4340-8cf9-ee9c55b80…
...
On paper, the previously high-flying business produced EUR1.9 bn in pre-tax earnings in between 2015 and the very first quarter of 2020. However, if its fraudulent Asian operations are omitted, the staying organizations collected EUR740m in pre-tax losses over the very same duration, according to the report.

The losses were never ever revealed due to the fact that Wirecard just reported numbers for the entire group instead of its specific operations.
...

However, the administrator approximates that the genuine worth of Wirecard’s possessions is simply EUR428m, a quantity overshadowed by the EUR3.2 bn in financial obligation that the business had at its collapse.

...
While technological expertise was main to its sales pitch to clients, Wirecard’s own IT facilities was a specific weak point.

Its computer system systems were acquired from business gotten throughout the years and never ever totally incorporated. Wirecard Bank, for example, is still operating on software application initially established for Germany’s little cooperative banks and which will be turned off by its IT company by the end of this year, according to individuals acquainted with the matter.

“If IT auditors had been professional and serious, huge risks, weaknesses and noncompliance issues would have emerged a long time ago,” according to a previous Wirecard IT worker, who was scathing about the “unbelievable brittleness of [Wirecard’s] IT infrastructure”.
...

“Only a fraction” of the staff members were really needed to run Wirecard’s nonfraudulent organization, the report discovered.
...

The internal mayhem resulted in unusual results. A group of IT experts, operating in Athens, however part of a subsidiary with head office in New Zealand, supplied services to Wirecard’s German HQ that were not required, the administrator discovered.

In another example, when the administrator asked supervisors at a various Asianbased subsidiary about how they added to the group, the reply was “we don’t really know”, according to an individual informed on the matter.
...



___
D.h., die von Wirecard gemeldeten Mitarbeitenzahlen können schon gestimmt haben; zuletzt sollen es 6300 gewesen sein (FT oben), aber so gesehen in Mehrheit nur dazu dagewesen, die Simulation von einem profitablen, wachstumsorientierten Geschäft aufrechtzuerhalten.

Schon interessant, daß das so niemandem(?) in einer Gesamtschau, ganz unabhängig von der Bilanz, öffentlich auffiel.
Wirecard | 0,833 €
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24.09.20 22:04:48
Beitrag Nr. 1.054 ()
so, so - nun heißt es auf einmal "die Börse sauber halten" in der Mainstream-Presse:



Tag:
• short seller
Wirecard | 0,788 €
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25.09.20 13:54:13
Beitrag Nr. 1.055 ()
...
Zum aufgeblähten Milliardenreich des insolventen Skandalunternehmens Wirecard gehörte auch eine eigene Bank: die Wirecard Bank. Sie schien, inmitten der Abgründe, ein Kleinod zu sein. Die Betrugsvorwürfe gingen an ihr vorbei. Insolvenzverwalter Michael Jaffé hofft sogar, die Konzerntochter für 100 Millionen Euro verkaufen zu können.

Das kann er wohl vergessen, wie bislang unveröffentlichte Prüfungsberichte der Bank nahelegen, die vom Wirtschaftsprüfer EY für die Jahre 2017 und 2018 erstellt wurden und die dem SPIEGEL vorliegen. Sie strotzen vor kritischen Anmerkungen, vor allem zum Kreditgeschäft, einem zentralen Bereich des Geldhauses.

Richtig unangenehm sind die Dokumente für die Finanzaufsicht Bafin. Die hat sich im Fall Wirecard bisher damit herausgeredet, nicht zuständig zu sein, weil es sich nicht um einen Finanz-, sondern um einen Technologiekonzern gehandelt habe. Bei den Verwerfungen um die Wirecard Bank zieht diese Ausrede nicht mehr – die Bank unterstand ihrer Kontrolle.

...

25.9.
Die Bafin tat... nichts
Spätestens im Mai 2019 hatte die Finanzaufsicht klare Hinweise, dass die Wirecard Bank in krumme Geschäfte der Konzernmutter verstrickt war. Das zeigen bislang unveröffentlichten Berichte des Wirtschaftsprüfers EY.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/wirecard-bank-…
Wirecard | 0,797 €
3 Antworten
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25.09.20 16:09:43
Beitrag Nr. 1.056 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.193.553 von faultcode am 25.09.20 13:54:13Ja hast Du denn etwa geglaubt ,daß gerade die Wirecard Bank sauber gegeblieben wäre
bei diesem grandiosen Betrugsfall ?
Es war schon mehr als lächerlich ,daß gerade M. Braun diese Woche Haftverschonung beantragt
hat ! Mit enem hoffentlich gerechten Staatsanwalt und Richter dürfte der auf alle Fälle zu
Lebzeiten nicht mehr aus dem Gefängnis kommen ! Und selbstverständlich auch alle anderen
Betrüger ,Mithelder und Verantwortlichen !
Wirecard | 0,773 €
2 Antworten
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25.09.20 21:31:14
Beitrag Nr. 1.057 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.195.038 von punta am 25.09.20 16:09:4310 Jahre und danach Irrenanstalt
Wirecard | 0,770 €
1 Antwort
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26.09.20 14:18:24
Beitrag Nr. 1.058 ()
25.9.
...
Vor Bekanntwerden des Wirecard-Skandals ist die Europäische Zentralbank (EZB) dem mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister offenbar ähnlich unentschlossen entgegengetreten wie die deutsche Finanzaufsicht Bafin und andere Behörden. Dieses Bild ergibt sich aus einer Antwort von Andrea Enria, dem Vorsitzenden der bei der EZB angesiedelten Bankenaufsicht, auf Fragen des Bundestagsabgeordneten Markus Herbrand (FDP). Die EZB hat das Schreiben am Mittwoch auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

Darin räumt Enria ein, dass möglicherweise weitere Überlegungen der nationalen und europäischen Gesetzgeber darüber erforderlich sein könnten, wie Unternehmen zu beaufsichtigen und zu regulieren seien, die Zahlungsdienste anbieten. Finanzpolitiker Herbrand sagt der F.A.Z. dazu: „Es ist besorgniserregend, dass neben den deutschen Aufsichtsbehörden auch die EZB die gravierenden Missstände bei Wirecard nicht festgestellt hat, obwohl sie das Unternehmen im Jahr 2018 auf Geldwäsche und tragfähige Finanzen geprüft hat.“

Anlass der EZB-Prüfung war eine von der Wirecard-Gruppe angeblich geplante interne Umstrukturierung, die allerdings nie durchgeführt wurde. Nach Ansicht von Herbrand handelte es sich nur um ein Ablenkungsmanöver von Wirecard, um Zeit zu gewinnen und einer wirksamen Aufsicht durch die Bafin zu entgehen. Die EZB weist diese Behauptung jedoch zurück.


Auch EZB fand keine Mängel bei Wirecard
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/auch-die-ezb-fand-keine…

=> Antwortschreiben hinter Link oben:

erste Seite:


...

__
mit anderen Worten: die "beruflichen Geheimhaltungspflichten" gelten demnach auch im Nachhinein

=> na dann viel Erfolg bei der Aufklärung: "Wir müssen in allen Bereichen klären, was schiefgelaufen ist.", Olaf Scholz, Juli 2020

Ich weiß ja nicht wie Europa funktionieren soll, aber wie soll ein Vertreter der Legislative (Bundestagsabgeordneter) zu besseren Gesetzen beitragen helfen, wenn Vertreter der Exekutive (Zentralbank) bei sowas sagen: "Nö, ist geheim.." :rolleyes:

Ich weiß aber, wie das zumindest früher in den USA gemacht wurde (Enron z.B.):
• da hat man die Strizzis vor den Kongress-Ausschuss geholt und öffentlich befragt, um nicht zu sagen, rhetorisch auseinandergenommen

=> aber in Europa und Deutschland: alles, was wirklich zählt, findet hinter verschlossenen Türen statt

<gut, der u.a. daraus entstandene Sarbanes-Oxley Act ist heutzutage auch für die Katz, siehe Tesla, aber das ist ein anderes Thema...>


Das finde ich ja auch interessant:

In Bezug auf Ihre fünfte Frage zur Einhaltung der Anzeigefrist durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weise ich darauf hin, dass Inhaberkontrollverfahren oft komplex sind und umfangreiche ergänzende Unterlagen erfordern. Sobald die Antragsunterlagen nach Auffassung der NCA vollständig sind, bestätigt die NCA deren Eingang (15) und damit beginnt der Beurteilungszeitraum.

Andrea Enria schrieb: "oft komplex", nicht "manchmal komplex"

=> mit anderen Worten: baue deinen Finanz-Konzern fortwährend immer komplexer und entziehe dich somit schleichend einer wirkungsvollen Aufsicht :D
Wirecard | 0,800 €
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26.09.20 14:56:58
Beitrag Nr. 1.059 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.198.461 von Ninjago am 25.09.20 21:31:14
Zitat von Ninjago: 10 Jahre und danach Irrenanstalt


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Nein das wäre für den nach nur 10 Jahren Haft ja dann wie im Erholungsheim !
Dann schon mindestens 20 Jahre Haft und ohne Verkürzung !
Wirecard | 0,800 €
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28.09.20 06:46:28
Beitrag Nr. 1.060 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.201.581 von faultcode am 26.09.20 14:18:24...ist im heutigen Leben auch kein Wunder! Die verkomplitzierten Regulatorien sind schon teilweise für Steuerberater, die private Kunden betreuen, nicht mehr voll durchschaubar. Wie extrem muss das in der Wirtschaft sein. Wir haben einen Gesetzesdschungel aufgebaut, der uns jetzt selber erschlägt.
Wirecard | 0,785 €
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