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NORDLB belässt Wirecard auf 'Kaufen' (Seite 13) | Diskussion im Forum



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.255.771 von Traderview am 02.04.19 14:23:11
Kleine Anekdote dazu
Zitat von Traderview: ...30.01.2019 Goldman Sachs Mohammed Moawalla Buy...

=> im November 2017 hat Goldman Sachs, allerdings Tushar Jain, nicht Mohammed Moawalla, also nur wenige Tage vor dem Knall, Steinhoff (nein, WDI ist nicht SNH) von "Sell" auf "Neutral" hochgestuft :eek:

hier nachzulesen: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10051643-analyse-…


..und im Kollektiv, so wie oben bei WDI dargestellt:

• noch Mitte 2014 sahen die meisten Wall Street-Analysten keinen Verfall beim Rohölpreis (außer einer!), der dann doch - Überraschung - gegen Ende 2014 rasch eingetreten ist
<ich finde mein Posting dazu nicht mehr...>


=> was ich sagen will:
• es ist OK sich auf die Mehrheitsmeinung von Sell side-Analysten zu berufen

=> aber das löst nicht das eigene Prognose-Problem, da man es nur auslagert auf eine andere Gruppe von Menschen (oder Maschinen)
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.232.426 von faultcode am 29.03.19 19:03:43
auch der CPO, Susanne Steidl - "Diversität" im Vorstand
Zitat von faultcode: ...es ist auch der derzeitige CFO Alexander von Knoop (seit 1.1.2018), obwohl Ex-PwC (wobei...), beide langjährig (von Braun) sozialisiert bei Wirecard,...

--> damit fehlt in meiner kleinen Rundschau noch ein Vorstandsmitglied, nämlich der CPO Susanne Steidl (CPO seit 1.1.2018 = Chief Product Officer; Eintritt in Wirecard in 2006: https://www.linkedin.com/in/susanne-steidl/), und auch aus Österreich: Alma Mater: Uni Innsbruck; https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Steidl)

--> also auch jemand, der lange Jahre im Unternehmen sozialisiert wurde, und damit der gesamte derzeitige Vorstand

--> Ende März sprach sie auf ihrem Twitter-Account noch von: I love the diversity of our staff...
(https://twitter.com/SusanneSteidl/status/1110795606619013120)


=> ich kenne natürlich nicht die Diversität in den anderen DAX-Vorständen, aber ich meine mittlerweile, daß man es bei Wirecard mit einem DAX-Unternehmen zu tun hat, bei dem die karrieremäßige Diversität mit am geringsten ist.

Das ist ja hier nicht die Vonovia, sondern ein global operierendes Hightech-Unternehmen nach Eigenangaben (ohne der Vonovia nahetreten zu wollen...)
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.256.950 von faultcode am 02.04.19 16:00:00
Zitat von faultcode: => ich kenne natürlich nicht die Diversität in den anderen DAX-Vorständen, aber ich meine mittlerweile, daß man es bei Wirecard mit einem DAX-Unternehmen zu tun hat, bei dem die karrieremäßige Diversität mit am geringsten ist.

further reading
- "Die merkwürdigen Aufseher der Wirecard AG", Bernd Ziesemer, capital vom 4.2.19)

- Spiegel vom 14.3.19
Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte aus der deutschen Provinz, geschrieben von Marsalek und Braun. Zwei Österreichern, die Wirecard seit fast 20 Jahren auf klandestine Art führen. Ende September verdrängte Wirecard die Commerzbank aus dem Dax.
(Quelle)
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.250.893 von faultcode am 02.04.19 00:01:40
Zitat von faultcode: --> Visa (es ging wohl um beide, was ja auch nicht verwunderlich ist) hat das dann später mMn dadurch elegant gelöst, daß Wirecard ab 2015-11 ("Entry into a Material Definitive Agreement.") alle Aktien, die sie bis dahin an der Visa Europe Ltd. gehalten haben

Nee. Visa hat vor dem Börsengang in den USA sein Europageschäft ausgelagert (eine Entscheidung, die ich in einem anderen Leben gerne mal näher anschauen würde). Visa Europe haben dann eine ganze Reihe von banken gemacht (müsste ich nachlesen, wie viele das waren).
Dann hat Visa Visa Europe übernommen (für ziemlich viel geld, 22 Milliardeen oder so, müsste ich nachlesen).
Dieses geld wurde dann unter den beteiligten Banken aufgeteilt. Da haben viele was gekriegt, das war nicht wirecardspezifisch.
Ich hatte dazu mal einen ausführlichen Beitrag geschrieben. Finde ich aber auf die Schnelle nicht.
Das soll hier mal genügen. (Mit dem Visazeugs hat Wirecard einen Sondergewinn erwirtschaftet, paarundachtzig Millionen)
Ich dachte, Du hättest mit MC diesen geheimnisvollen "Brandbrief" gemeint, den es angeblich 2010 gegeben haben soll. Soll nie existiert haben und wenn, dann gefälscht gewesen sein. Eine der wenigen Dinge, die ich trotz meiner Recherchekünste nie klären konnte..
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.259.332 von jigajig am 02.04.19 19:54:24
Visa Europe Shareholders
=> das ist richtig. Laut Exhibit 99.2, der Präsentation, waren es seinerzeit:

• 3000 Financial institutions in 38 europ. Ländern (im weitesten) Sinne --> Slide #6: https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1403161/000119312515…

--> hatte mit WDI nichts zu tun gehabt.
Markus Braun im Interview mit n-tv
03.04.2019 08:05 Uhr – 10:16 min

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Wir-betracht…

--> "...FÜR UNS...UMGESETZT...VERBESSERUNGEN...ZU PROFITIEREN...EIGNET...GESETZT" -- JAWOLLL! HABEN WIR VERSTANDEN.


=> ansonten hier etwas Print: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/wirecard-a…
W:O schreibt, dass Warren Buffett letztes Jahr, im Rahmen des jährlichen Treffens der Anteilseigner von Berkshire Hathaway, erklärt habe, dass die Payment-Branche weltweit eine große Sache sei. Bekanntlich ist Berkshire bei einem brasilianischen und indischen Zahlungsabwickler beteiligt.
Die Relation Enterprice Value /EBITDA (2018) bei der brasilianischen StoneCo, in der Berkshire engagiert ist, beträgt 23,9. Bei Wirecard 21,7. Ob Todd Combs schon ein Auge drauf geworfen hat?

Herr Braun hat sicher nichts gegen einen Ankeraktionär Warren Buffet einzuwenden. :-)
Manager Fraud Investigations at Wirecard Bank AG
ich stell das hier mal rein. Man weiß ja nie:

4.4. (10 Tage alt)
https://job-openings.monster.com/manager-fraud-investigation…

=>







=> was mir (als Laie) dabei auffällt:
• die wirklich jobbezogenen Kenntnisse, also:

Mehrjährige Erfahrung im Risiko-, Bonitätsmanagement und Scoring, insb. im Bereich Zahlungsabwicklung und Kartenakzeptanz sind vorteilhaft (FC: Format)

..sind nur "vorteilhaft", nicht z.B. "zwingend erforderlich" oder so ähnlich formuliert :confused:

=> hier ist eine Stellenanzeige dazu (Schlüsselbegriff "Fraud") bei einer US-Bank in Ohio (einfach gegoogelt):

https://www.indeed.com/q-Fraud-Detection-Manager-jobs.html?v…

=> "Fraud Supervisor"
...
MINIMUM KNOWLEDGE, SKILLS AND ABILITIES REQUIRED: Bachelor's Degree or commensurate work experience. Criminal justice, business, or accounting field of study preferred. Five years experience in fraud detection/prevention/investigation work with one year of supervisory experience required. Resourceful, flexible, high energy, and assertive. Strong organization and communication skills. The ability to negotiate and collaborate with others, initiate action, adapt to change, make difficult decisions and accept challenging assignments. Must be proactive in identifying potential concerns and following up to resolve issues. Comprehensive knowledge of regulatory and compliance issues related to fraud detection/prevention required. Possess the ability to work independently and meet deadlines. Must be proficient with a variety of computer-based systems and Microsoft Office products.


Kontext:

ESSENTIAL DUTIES & RESPONSIBILITIES:

Assists the deposit fraud manager in developing and implementing the fraud detection/prevention program.
Supervises a team of fraud analysts who review fraud detection software to identify and report potential suspicious/fraudulent activity. Provides direction in the investigation and evaluation of suspicious activity.
Assists in the development of fraud detection tactical and strategic planning.
Assists in the development of training programs as well as policies and procedures for the department.
Reviews statistical analysis reports to determine system and staff efficiency.
Establishes fraud detection performance metrics.
Serve as a liaison with Information Technology in the development, enhancement, and ongoing maintenance of fraud detection systems.
Communicates significant issues to management; makes recommendations when weaknesses are identified.
Interacts with bank examiners and/or internal auditors in reviewing the Bank's fraud detection program. Addresses and corrects issues raised in audits and exams.
Works fraud queues, as needed.
Assumes additional responsibilities and leads special projects as assigned.


=> gut, das ist schon eine Führungsaufgabe; heißt ja auch "Supervisor"; aber was ich sagen will:

• diese Anzeige ist ganz anders formuliert, was den erforderlichen Hintergrund des Bewerbers/In angeht: "required"
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.938.163 von faultcode am 22.02.19 01:09:51
SZ von heute: "Der Phönix aus Aschheim" (*)
22.02.19
Zitat von faultcode: ...• einen Tipp habe ich auch noch: der COO Jan Marsalek (*~1981)
--> es ist schließlich nicht das erste Mal, daß jemand, der eine Untersuchung leiten soll, auch derjenige ist, der dafür sorgt, daß so eine Untersuchung nichts zu Tage bringt - natürlich ohne daß der Chef davon was weiß :D
=> q.e.d.

--> siehe: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1140904-42541-42…

=>
...Doch was folgt, ist eine herbe Enttäuschung. Einer der Vorstände schreibt an einen der Juristen, man mache die Probleme in Asien jetzt zur Chefsache: Vorstand Jan Marsalek, der unter anderem für Asien zuständig ist, werde alles Weitere koordinieren, zusammen mit einem Manager in Asien und einer externen Kanzlei. Anders formuliert: Die hartnäckigen Singapurer Juristen sind raus.

Dennoch geben die beiden düpierten Aufklärer in Singapur nicht auf, lassen nicht locker. Royston N., der frühere Staatsanwalt, beschwert sich persönlich beim Finanzvorstand in Aschheim. In einer mehrseitigen E-Mail weist er darauf hin, dass Vorstand Marsalek im vorläufigen Ermittlungsbericht genannt wird, womöglich also selbst in fragwürdige Vorgänge verstrickt sein könnte und deshalb als Aufklärer nicht infrage komme.

Doch der Protest bleibt folgenlos. Und auch heute heißt es bei Wirecard dazu nur, Marsalek sei für die Untersuchung gar nicht zuständig gewesen und sei auch nicht belastet.

Kurz darauf nimmt der Argwohn der beiden Juristen sogar noch weiter zu: Eine Wirecard-Tochter in Singapur soll wenige Tage später eine Millionenüberweisung vornehmen, das Geld soll an einen Geschäftspartner gehen, der im Rajah & Tann-Bericht ausdrücklich für verdächtig erklärt wird. "Ich verstehe das nicht. Was ist los?", schreibt einer der beiden Justitiare im Gruppenchat mit dem deutschen Compliance-Chef in Aschheim. "Was hat der Vorstand nicht begriffen?" Sein Singapurer Kollege springt ihm bei: "Ich verstehe nicht, wie ein paar Leute etliche äußerst schwerwiegende Finanzdelikte begehen und dann ungestraft weitermachen können."

Der deutsche Teilnehmer dieses Chats, er ist immerhin einer der wichtigsten Verantwortlichen für Rechtsfragen im Konzern, scheint auf Linie mit den asiatischen Kollegen zu sein. Auch er äußert den Verdacht, dass sich die Mächtigen im Unternehmen gegenseitig deckten. Sie "pinkeln sich nicht gegenseitig an". Einer der Singapurer Kollegen erwidert: "Das ist keine angemessene Haltung für einen Vorstand ... Falls die Zahlung ... nicht in Ordnung ist, dann ist das Geldwäsche. Und es wird mit Wissen des Vorstands geschehen sein."

Der Justitiar in Asien wird nun sehr grundsätzlich: "... Meine Prinzipien sind nicht verhandelbar. Als ehemaliger Staatsanwalt sag ich es in aller Klarheit. Wir werden persönlich strafrechtlich belangt, wenn wir nichts tun." Der hartnäckige Jurist ist offenbar zum Äußersten entschlossen. Er kann sich sogar vorstellen, den Vorstand zu umgehen und direkt den Aufsichtsrat einzuschalten.

Sein Mitstreiter im Büro Singapur springt ihm bei: "Dem Vorstand ist das Ganze scheißegal, und es gibt intern nicht viel, das wir tun können. Es gibt zu viele Beteiligte mit zu vielen Interessen ... und Edo wird eindeutig geschützt."

Wenige Tage später fließt der umstrittene Millionenbetrag dennoch ungehindert. Spätestens da wird klar, dass das Verhältnis zwischen den Firmenoberen bei Wirecard und den beiden Juristen in Singapur schwer belastet ist. Auch der Compliance-Chef in Aschheim rückt nun von seinen beiden asiatischen Mitstreitern ab....




--> die vielfältigen Bemühungen, Licht in dieses Reich zu bringen, in dem die Sonne niemals untergeht, sind noch lange nicht vorbei


__
(*) https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirecard-spekulantent…
=> die SZ bekommt von mir heute ein Sternchen (nein, ein Abo werde ich nicht abschliessen), zumal ich sie ja zuvor als "quasi der natürliche Feind auf der Beamtenseite" gescholten habe ;)
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