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NORDLB belässt Wirecard auf 'Kaufen' (Seite 138) | Diskussion im Forum

eröffnet am 05.02.19 14:12:23 von
neuester Beitrag 10.05.21 13:31:17 von


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09.04.21 15:45:29
Beitrag Nr. 1.371 ()
Nachdem Wirecard kein Interessanter Zahlungsabwickler mehr ist kennt jemand Aktien von seriösen Anbietern in Deutschland ?
Wirecard | 0,387 €
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10.04.21 23:01:33
Beitrag Nr. 1.372 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.726.915 von faultcode am 07.04.21 13:01:269.4.2021
Wie kam Wirecard auf den Trick mit den Treuhandkonten?
Von Carola Rinker
Die fehlenden Milliardensummen auf den Treuhandkonten brachten Wirecard zum Einsturz. Warum hat der Trick so gut funktioniert? Und wer kam überhaupt auf diese Idee?
https://www.finance-magazin.de/blogs/abgeschminkt/wie-kam-wi…
...
Durch den Ausweis der Guthaben auf Treuhandkonten unter den Zahlungsmitteln wurde den Anlegern eine sprudelnde Liquidität vorgegaukelt. Warum musste Wirecard dann dauernd hohe Kredite aufnehmen und 2019 erstmals eine Anleihe in Höhe von 500 Millionen Euro ausgegeben? Diese Frage stellte offenbar keiner, zumindest nicht rechtzeitig.
...
<oben im Blog habe ich die Erwähnung dieses noch geheimen Schreibens nach meiner Erinnerung gepostet>




https://www.carolarinker.de/wie-kam-wirecard-auf-den-trick-m…

Dr. Carola Rinker --> Aktuelle Tätigkeiten:
...
• Anhörung als Sachverständige im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Skandal des Deutschen Bundestags (2020)
...

Die Dame hatte ich schon mal --> Beitrag Nr. 450: https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1297626-441-450/…


___
17.3.2020
Bilanztricks: „Unter Druck drücken die Bilanzprüfer oft ein Auge zu“

7:41

--> Steinhoff erwähnt, Wirecard nicht erwähnt
Wirecard | 0,385 €
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12.04.21 16:19:35
Beitrag Nr. 1.373 ()
12.4.
Wirecard’s Regulator Faces Criminal Probe as Scandal Expands
https://www.msn.com/en-us/money/companies/wirecard-s-regulat…
...
Frankfurt prosecutors said Monday they opened the probe after reviewing information collected from BaFin in February when they visited the regulator’s offices.

For now, no individual suspects have been identified, Nadja Niesen, a spokeswoman for the prosecutors, said in an email. The case targets potential violations of Germany’s stock market rules, she added.

In a rare example of an investigation into the activities of a European regulatory authority, prosecutors stepped in after receiving complaints from citizens. They claimed that BaFin failed to properly handle the Wirecard scandal, including a short-selling ban in early 2019.

BaFin didn’t immediately reply to an email seeking comment. BaFin filed a criminal complaint of its own with prosecutors in Stuttgart in January against a member of staff over suspected insider trading in Wirecard shares.

...
Wirecard | 0,381 €
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14.04.21 12:06:28
Beitrag Nr. 1.374 ()
14.4.
Kritik an fehlendem Aufklärungswillen
Knapp vier Monate hat sich ein Sonderermittler mit den Verbindungen des Pleitekonzerns Wirecard zu Geheimdiensten beschäftigt und kaum etwas finden können. Das soll auch an der mangelnden Auskunftsfreude der Bundesregierung liegen.
https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/wirecard-sonderer…
...
Die Spionageabwehr des Bundesamtes für Verfassungsschutz soll bislang keine Belege dafür gefunden haben, dass der flüchtige ehemalige Wirecard-Vorstand Jan Marsalek an russische Nachrichtendienste angebunden gewesen war. Die Suche gehe jedoch weiter. Das schreibt der Sonderermittler des Wirecard-Untersuchungsausschuss, der ehemalige Berliner Justizsenator Wolfgang Wieland (Grüne), in seinem Ermittlungsbericht, der dem SWR vorliegt. Ende November beauftragte der Untersuchungsausschuss Wieland, sich speziell mit den Kontakten des ehemaligen DAX-Konzerns zu Geheimdiensten zu beschäftigen.

In seinem Bericht erwähnt Wieland außerdem, dass Marsaleks Vorstandskollegin Susanne Steidl bei der Münchner Staatsanwaltschaft berichtet haben soll, dass Marsalek bei ihr "einen kompletten Jahresdatensatz der Wirecard-Geschäftspartner zur Weiterleitung an den BND angefordert und erhalten" habe.

Um was für Daten es sich genau gehandelt habe, geht aus dem Wieland-Papier nicht hervor. Aber: Der BND schließe "nachprüfbar" aus, diesen je bekommen zu haben. Für Wieland stellt sich deshalb die Frage, wer ihn stattdessen erhalten habe.

Ein Sprecher Steidls sagt dazu auf SWR-Anfrage: "Der BND war ein Kunde wie viele andere auch." Deshalb sei der Vorgang aus dem Sommer 2019 auch nicht ungewöhnlich gewesen. Es habe sich außerdem um anonymisierte Daten gehandelt, wie man sie auch bei anderen Dienstleistern einkaufen könne. Was Marsalek mit den Daten gemacht habe, wisse Steidl bis heute nicht.

Kurz nach dem Zusammenbruch des damaligen DAX-Konzerns im Frühsommer des vergangenen Jahres - das zeigen auch Unterlagen, die dem SWR vorliegen - begannen das Bundeskanzleramt und verschiedene Sicherheitsbehörden nach Presse- und Parlamentsanfragen mit Nachforschungen über Wirecard und den flüchtigen Topmanager Marsalek. Dem wurden bereits kurz nach seinem Abtauchen enge Beziehungen zu russischen Geheimdiensten nachgesagt. Doch weder der BND noch der Verfassungsschutz wollen Marsalek und Wirecard auf dem Schirm gehabt haben. "Im Ergebnis wurde das Nichtwissen der Nachrichtendienste bis zum Juni 2020 bestätigt", schreibt Wieland.

Dass Marsalek immer wieder mit Russland in Verbindung gebracht wird, liegt daran, dass er eine Vielzahl von Projekten und Geschäften dort verfolgte und sehr häufig dorthin reiste. 2017 und 2018 versuchte er außerdem zusammen mit einem Arabistik-Professor aus Moskau, einem hochrangigen Offizier des österreichischen Bundesheeres und einem deutschen Flüchtlingsexperten ein Projekt in Libyen zu starten. Außerdem soll ihn seine Flucht mit einem Privatjet über das belarusische Minsk schließlich nach Russland selbst geführt haben.

Der Geheimdienstexperte und Historiker Wolfgang Krieger von der Marburger Philipps-Universität sagt: "Einen Schutz von Russland bekommt Jan Marsalek nicht zum Nulltarif. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er den für Finanzspionage erhalten hat."

Mit dem späteren Skandalkonzern, dessen Milliardenpleite sich zu einem der größten Kriminalfälle der bundesdeutschen Geschichte ausgewachsen hat, arbeiteten ausgerechnet mehrere Einheiten des Bundeskriminalamtes (BKA) zusammen. Ab 2013 sollten mit Hilfe der konzerneigenen Wirecard-Bank Onlinekriminelle überführt werden. Dazu stellte die Bank auch Kreditkarten zur Verfügung. Später wandte sich das BKA an den Konzern, "um bei der Entwicklung neuer Fahndungsansätze mit Hilfe der Daten von Kreditkarten Informationen über den Aufenthalt von bekannten oder unbekannten Tätern möglichst in Echtzeit zu erhalten", schreibt Wieland in seinem Bericht.

Dass trotz allem der Bericht am Ende viele Fragen offen lässt, liegt für Wieland auch an der mangelnden Kooperations- und Auskunftsbereitschaft der Bundesregierung und der bayerischen Landesregierung. So seien Informationen wegen laufender strafrechtlicher Ermittlungen bis zum heutigen Tage gesperrt. Das bayerische Justizministerium habe auf Anfragen nicht einmal Eingangsbestätigungen verschickt. Das kritisiert auch der SPD-Abgeordnete Jens Zimmermann aus dem Wirecard-Ausschuss: "Dass das bayerische Justizministerium auf die Bitte zur Unterstützung durch den Sonderermittler des Untersuchungsausschusses gar nicht reagierte, wirft ein schlechtes, aber bezeichnendes Bild auf den mangelnden Aufklärungswillen in Bayern."

Eine erweiterte Fassung seines Berichts wird Wieland am Donnerstagvormittag dem Untersuchungsausschuss vortragen. Direkt danach müssen zwei ehemalige Geheimdienstkoordinatoren aus dem Kanzleramt vor dem Gremium aussagen. Klaus-Dieter Fritsche, der von 2014 bis 2018 für die Geheimdienste in der Regierungszentrale zuständig war, schloss 2019 einen Beratervertrag mit Wirecard. Bis 2020 lobbyierte Fritsche für den Konzern dann an seiner alten Wirkungsstätte. 2019 kam es so auch zu einem Treffen eines Abteilungsleiters des Kanzleramts mit einem Wirecard-Vorstand.

Nach Fritsche muss Bernd Schmidbauer aussagen, der von 1991 bis 1998 unter Helmut Kohl im Kanzleramt arbeitete. Schmidbauer räumte im Februar ein, sich vor etwa zwei Jahren mit Marsalek in dessen Münchner Anwesen getroffen zu haben. Darüber hinaus war Schmidbauer jahrelang in Kontakt mit einem von Marsaleks Fluchthelfern, einem ehemaligen leitenden Verfassungsschützer aus Österreich.

Der FDP-Obmann Florian Toncar setzt große Hoffnungen in die Vernehmungen der beiden Ex-Top-Geheimdienstler. Der ganze Komplex rund um Wirecard und die Nachrichtendienste sei bislang "unterbelichtet", sagt Toncar. Es sei "beunruhigend", dass sich ausländische Nachrichtendienste offenbar auf Wirecard eingelassen hätten. Dass der Konzern als "Geldwaschmaschine" für Interessen der russischen Regierung oder für die Bezahlung von Söldnern in Libyen oder Syrien oder zur Umgehung von Sanktionen eingesetzt worden sei", nennt Toncar "Hypothesen, auf die Fakten hindeuten".



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"Das bayerische Justizministerium habe auf Anfragen nicht einmal Eingangsbestätigungen verschickt." --> Söder will Kanzler werden und Justizminister Georg Eisenreich soll den Loser-Verein Münchner CSU aufräumen --> siehe oben
Wirecard | 0,375 €
2 Antworten
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14.04.21 13:18:51
Beitrag Nr. 1.375 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.809.299 von faultcode am 14.04.21 12:06:28Stand: 14.04.2021 13:06 Uhr
BKA-Kooperation mit Wirecard - "Den Bock zum Gärtner gemacht"
Das Bundeskriminalamt hat nach BR-Informationen jahrelang eng mit dem Skandalkonzern Wirecard zusammengearbeitet. Die Bundesregierung verschwieg das - trotz konkreter Anfragen der parlamentarischen Opposition.
https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/wirecard…
...
Ende März 2014 ist die Stimmung zwischen Wirecard und dem Bundeskriminalamt (BKA) blendend. Gerade erst hat die zum Konzern gehörende Wirecard Bank AG für das BKA ein Problem gelöst - im Zusammenhang mit einem Konto, das die Bank im Auftrag der Behörde eingerichtet hat.

"Ich darf mich ausdrücklich und herzlich bei Ihnen bedanken, insbesondere 'dass' und 'wie schnell' das Ganze von Ihnen umgesetzt werden konnte", schreibt ein Mitarbeiter der BKA-Abteilung "Schwere und Organisierte Kriminalität" per E-Mail an den damaligen Generalbevollmächtigten der Wirecard Bank.

Dieser leitet die BKA-Dankesmail am gleichen Tag an einen Vorstand weiter. Dazu schreibt er, "wir führen 2 weitere BKA Konten". Der Vorstand antwortet postwendend und überaus zufrieden: "Super - vielen Dank! Wir werden noch zur BKA-Hausbank." Die E-Mails sind Teil eines umfangreichen Datensatzes interner Wirecard-Unterlagen, den BR Recherche einsehen konnte. Er zeigt: Das BKA pflegte über Jahre eine enge Kooperation mit dem mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister.

Der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete und Innenexperte Wolfgang Wieland hat sich die Kooperation in seiner Funktion als Ermittlungsbeauftragter für den Wirecard-Untersuchungsausschuss genauer angesehen. In dem bisher unveröffentlichten Papier, das BR Recherche vorliegt, kommt er unter anderem zu dem Ergebnis, dass sich das BKA die Frage gefallen lassen müsse, ob es nicht "als Instanz zur Bekämpfung von Geldwäsche und Organisierter Kriminalität ihre Partner kritischer hätte unter die Lupe nehmen müssen". Stattdessen habe das BKA "den Bock zum Gärtner gemacht", schreibt Wieland weiter.

So wählte das Bundeskriminalamt die Wirecard Bank aus, um mit Hilfe von Kreditkarten Verdächtige zu überwachen. Im Februar 2014 etwa wandte sich deswegen ein BKA-Beamter mit folgendem Anliegen an die Führung der Wirecard Bank: "Wir würden einer Zielperson gerne eine originalverschweißte mywirecard-VISA als 'Geschenk' geben, damit diese die Karte fleißig nutzt. […] Sobald die auf Überwachung gesetzte Karte eingesetzt wird, wird ein entsprechender Datensatz mit den Informationen unmittelbar an die Strafverfolgungsbehörde gesandt." Da die Zielperson sehr misstrauisch sei, müsse ihr diese Karte originalverpackt übergeben werden.

Beim BKA ist das Vertrauen gegenüber dem Unternehmen offenbar so groß, dass die Behörde Wirecard in Fahndungskonzepte einweiht. Im Januar 2014 schickt sie an die Verantwortlichen bei der Bank ein Fax. Die BKA-Ermittler wollen Wirecard das "Fahndungskonzept 'E-Cash'" erläutern: "Hierzu haben wir bereits Geschäftsprozesse mit div. Kopfstellen und Unternehmen (…) vereinbart. Es würde sich aus unserer Sicht anbieten, Ihnen dieses Anliegen im Rahmen eines gemeinsamen Gesprächstermins (gerne bei Ihnen im Hause) näher zu erläutern."

Zugleich war Wirecard stets bemüht, dem BKA die Arbeit so leicht und günstig wie möglich zu machen. Normalerweise anfallende Kontoführungs- oder Kreditkarten-Nutzungsgebühren erstattete das Unternehmen der Behörde. Dass Wirecard-Verantwortliche dadurch Einblick in die Kontobewegungen von verdeckten Ermittlungen erhalten haben, erfreut einen Vorstand der Wirecard Bank. Er will über Kontostände informiert werden, "dann sehe ich wenigstens, was über das Konto läuft", schreibt er in einer Mail im Juni 2014.

Danyal Bayaz, Bundestagsabgeordneter der Grünen und Mitglied im Wirecard-Untersuchungsausschuss, sieht die Kooperation kritisch: "Bei einem Skandalkonzern wie Wirecard, wo ein Vorstand selbst Kontakte nach Russland, nach Libyen oder zu ehemaligen Sicherheitsbeamten aus Österreich hatte, wer weiß, was mit diesen Daten passiert ist, und das ist natürlich ein Riesenproblem."

Laut des Berichts des Ermittlungsbeauftragten Wieland ist dem Konzern die Kooperation mit dem BKA "wie gerufen" gekommen - "bei der Image-Politur weg vom Porno- und Glücksspielfinanzierer hin zum seriösen Partner von Politik und insbesondere Handelnden aus dem Sicherheitsbereich".

Für das BKA ist die Kooperation offenbar praktisch. Kurz vor Weihnachten 2015 bedankt sich die Behörde bei Wirecard: "Auch für das Jahr 2016 auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit." Und die läuft jahrelang. Nach Einschätzung Wielands sind allein im Bereich der operativen Führung von BKA-Vertrauenspersonen "im Zeitraum von 2014-2020 ca. 33% aller operativen Kreditkartenumsätze mit Wirecard getätigt" worden.

Dabei steht das Geschäftsgebaren von Wirecard längst in der Kritik, außerdem gibt es seit 2015 Ermittlungen gegen Wirecard-Verantwortliche wegen des "Verdachts der Geldwäsche" oder "Beihilfe zu unerlaubtem Glücksspiel". Für Thomas Feltes, langjähriger Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie an der Ruhr-Universität Bochum, ist unverständlich, dass das BKA so lange mit Wirecard kooperiert hat: "Spätestens ab einem bestimmten Zeitpunkt, wo das BKA wusste oder wissen konnte, dass bei Wirecard nicht alles mit rechten Dingen zugeht, hätte man die Reißleine ziehen müssen."

Dieses enge Verhältnis zwischen dem BKA und Wirecard scheint der Bundesregierung im Nachhinein unangenehm zu sein. Diesen Eindruck macht zumindest die interne Kommunikation zwischen Kanzleramt und mehreren Ministerien kurz nach dem Wirecard-Kollaps im Juni 2020. Damals legte die Grünen-Bundestagsfraktion der Bundesregierung einen umfassenden Fragenkatalog vor. Darin will sie unter anderem wissen, ob die Wirecard AG oder eine ihrer Töchter Behörden "beraten, unterstützt oder in anderer Form mit diesen zusammengearbeitet" haben.

Das Bundeskanzleramt bittet daraufhin die einzelnen Ressorts um Zulieferung. Das Bundesinnenministerium als BKA-Aufsichtsbehörde meldet dem Kanzleramt die Zusammenarbeit des Bundeskriminalamts mit der Wirecard Bank. Doch die Experten im Kanzleramt kommen zu dem Schluss, "die bloße Nutzung von Bankkonten oder Kreditkarten" beinhalte keine Zusammenarbeit mit Wirecard "im Sinne der Fragestellung". Und so lautet die am 10. August 2020 übermittelte Antwort: "Der Bundesregierung sind keine Kooperationen bekannt."

Der Grünen-Politiker Bayaz fordert eine umfassende Aufklärung dieses Vorgangs: "Wenn wir heute wissen, dass deutsche Sicherheitsbehörden zum Beispiel Kreditkarten über Wirecard genutzt haben, stellt sich natürlich die Frage, wurden hier mögliche Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland verletzt? Das ist ein hochbrisanter Vorgang. Und da müssen jetzt alle Karten auf den Tisch."

Weder das Bundeskriminalamt noch das Bundesinnenministerium wollten sich zu dem Vorgang äußern. Das Kanzleramt verwies auf die Zuständigkeit des Bundesinnenministeriums. Der Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags wird sich am Donnerstag mit dem Bericht des Ermittlungsbeauftragten Wieland beschäftigen.
Wirecard | 0,379 €
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14.04.21 13:55:29
Beitrag Nr. 1.376 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 67.726.915 von faultcode am 07.04.21 13:01:26...
Ebenfalls am 21. Februar (2019) erschien Wirecard-Vorstand Jan Marsalek bei den Münchner Staatsanwälten, um eine Zeugenaussage zu der angeblichen Erpressung zu machen, von der der Konzernanwalt Bäumler-Hösl sechs Tage zuvor berichtet hatte.
Das Protokoll der Vernehmung liest sich wie ein schlechter Fantasyroman: Korrupte Journalisten von namhaften angelsächsischen Finanzmedien hätten sich gegen Wirecard verschworen, ein Rennfahrer namens „Ali“ könne mithilfe eines „entsprechenden Geldbetrags“ das Problem lösen. Die Schutzgeldzahlung in Millionenhöhe solle als verdecktes Sponsoring für einen Rennstall fließen.

...
12.4.2021
Wie die Bafin ihre umstrittenste Entscheidung durchdrückte
https://www.capital.de/wirtschaft-politik/wie-die-bafin-ihre…

Gut, es steht zumindest nicht da (vielleicht im verlinkten Paywall-Artikel), ob sich damals Jan Maršálek und Frau Bäumler-Hösl persönlich begegnet sind.
Wirecard | 0,378 €
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15.04.21 14:32:22
Beitrag Nr. 1.377 ()
14.4.
Wirecard-Bericht weckt neue Zweifel am Abschlussprüfer EY
Untersuchungen für den Insolvenzverwalter kommen zu dem Schluss: Das in der Wirecard-Bilanz angegebene Milliardenvermögen auf Treuhandkonten existierte nicht. Hinweise auf Ungereimtheiten hätte es schon früher gegeben – auch für die Prüfer von EY
https://www.capital.de/wirtschaft-politik/wirecard-bericht-w…

...
Bei ihren Untersuchungen für Jaffé sind die Compliance-Mitarbeiter und Berater auf eine Vielzahl von Indizien dafür gestoßen, dass Wirecard seine Abschlussprüfer und den Kapitalmarkt jahrelang über das TPA-Geschäft und dessen Erlöse getäuscht hat. So hat die Beratungsfirma Warth & Klein Grant Thornton (WKGT) die behaupteten Treuhandguthaben mit den Jahresabschlüssen der drei Banken verglichen, bei denen über die Zeit die Treuhandkonten für Wirecard geführt worden sein sollen. Dabei hätten sich „in allen Jahren ab 2016 signifikante Unstimmigkeiten“ ergeben, stellten die Berater fest.

Konkret fiel den Bilanzexperten von WKGT auf, dass die von Wirecards Treuhändern angegebenen Guthaben in Euro von 2016 bis 2019 teils um ein Vielfaches höher waren als die Fremdwährungseinlagen, die die Banken in Singapur und auf den Philippinen in ihren offiziellen Bilanzen angegeben hatten. So soll das Guthaben bei der Bank OCBC in Singapur, das ein Treuhänder für Wirecard hielt, zum Jahresende 2018 laut dessen Angaben 1,026 Mrd. Euro betragen haben. Tatsächlich wies die OCBC in ihrer Bilanz zum gleichen Stichtag insgesamt nur 571,1 Mio. Euro an Kundeneinlagen in Euro aus.

Für das Folgejahr war die Diskrepanz sogar noch krasser. Ende 2019 war Wirecard mit dem vermeintlichen Treuhandvermögen zu einem neuen Treuhänder und zwei Banken auf den Philippinen umgezogen – wobei mehr als eine halbe Milliarde Euro angeblich per mobiler Überweisungen transferiert worden sein sollen, was angesichts der Summe sehr auffällig erscheint. Bei einer der philippinischen Banken, der BPI, soll das Treuhandguthaben für Wirecard zum 31. Dezember 2019 insgesamt 814 Mio. Euro betragen haben. Ausweislich des Jahresabschlusses der BPI summierten sich die gesamten Fremdwährungseinlagen des Instituts allerdings auf gerade einmal 104,8 Mio. Euro. Das nüchterne Fazit der WKGT-Bilanzexperten: Da die Richtigkeit der Jahresabschlüsse nicht in Frage stehe, „bleibt nur die Schlussfolgerung, dass die Angaben über die Treuhandkonten unwahr sind.“

Ohne die vermeintlichen Traumerlöse mit den asiatischen TPA-Partnerunternehmen Al Alam, Senjo und PayEasy hätte Wirecard allerdings seit 2017 Verluste geschrieben, wie der Untersuchungsbericht für den Insolvenzverwalter festhält. Demnach lag das Konzernergebnis vor Steuern aus dem Nicht-TPA-Geschäft 2017 bei minus 99 Mio. Euro. In den beiden Folgejahren stiegen die Verluste auf 190 und 375 Mio. Euro.

Die Schlussfolgerungen des Berichts führen zu der Frage, ob auch Abschlussprüfer EY bei früheren Jahresabschlüssen über die Ungereimtheiten bei den Treuhandkonten hätte stolpern können – oder gar müssen. Dazu erklärte ein EY-Sprecher auf Anfrage von Capital: „Für die Jahre 2015 bis 2018 führte das EY-Prüfungsteam Prüfungshandlungen durch, die nach dessen fachlichem Urteil unter Berücksichtigung der anwendbaren Prüfungsstandards ausreichend geeignete Nachweise für die Existenz und Bewertung der Guthaben lieferten.“ Dazu hätten insbesondere schriftliche Bestätigungen des Treuhänders, unterstützende Bestätigungen der TPA-Partner, persönliche Treffen mit dem Treuhänder sowie die Prüfung der in seinem Besitz befindlichen Kontoauszüge gehört. Im Jahr 2018 sei darüber hinaus eine Bestätigung durch den unabhängigen Wirtschaftsprüfer eines der drei TPA-Partner erfolgt.

Für einen – in den Prüfungsstandards nicht vorgesehenen – Abgleich der Treuhänderangaben mit der Bilanz der OCBC, die zu den größten Banken Südostasiens zählt, sah das EY-Team offenbar keine Veranlassung.
...

Tatsächlich liefert die Untersuchung der früheren Compliance-Abteilung von Wirecard weitere Indizien, die schon in früheren Jahren Zweifel am TPA-Geschäft hätten auslösen können. In ihrem Bericht von Ende März verweisen die Autoren darauf, dass es im Konzern „zu keinem Zeitpunkt“ eine „organisatorische Struktur“ gegeben habe, die die angeblichen Aufgaben bei der Vermittlung von Kunden an die TPA-Partner in dem für den Konzern so wichtigen Drittpartnergeschäft hätten erfüllen können. Tatsächlich habe nur ein „unzureichendes Vertriebsteam“ bestanden: Asien-Vorstand Jan Marsalek, Wirecards Dubai-Statthalter Oliver B., eine führende Managerin der Asien-Tochter in Singapur und ein weiterer Manager – Personen, die heute als Drahtzieher oder Beteiligte an dem Betrugssystem gelten. Auch Regelungen zu Prozessen und Boni für die Vermittlung von Kunden an die TPA-Partner habe es nicht gegeben, heißt es in dem Bericht.

Darüber hinaus verweisen die Compliance-Experten auf Merkwürdigkeiten bei dem Dienstleister Citadelle aus Singapur, der über mehrere Jahre für Wirecard die Erlöse aus dem Geschäft mit Drittpartnern verwaltete. Der Treuhänder von Citadelle sei als Gründer, Director oder Anteilseigner bei mindestens fünf Unternehmen involviert gewesen, die im Zusammenhang mit dem TPA-Geschäft von Wirecard „auffällig“ seien. Diese Firmen hätten in einem engen Verhältnis zu Marsalek und dessen Vertrauten B. gestanden.

Zudem kommt die Compliance-Untersuchung zu dem Schluss, dass mehrere an Dubai-Statthalter B. adressierte Saldenbestätigungen dieses Treuhänders aus der Zeit ab 2016 „zu Täuschungszwecken“ angefertigt worden seien. Gefälscht worden sollen die Belege demnach von B., der inzwischen als Kronzeuge der Staatsanwaltschaft München dient. Der Treuhänder wiederum behauptet heute, dass er seine letzten Dienste für Wirecard bereits im März 2017 erbracht habe. Allerdings flog er noch im Frühjahr 2019 nach Aschheim, wo er sich im Rahmen der Abschlussprüfung mit Prüfern von EY traf.
...

In ihrem Bericht kommen die Compliance-Experten zu dem Schluss, dass ein „überschaubarer Kreis“ von Personen mithilfe von Strohleuten das TPA-Geschäft „fingiert“ und umfassende Vermögensabflüsse aus dem Konzern „orchestriert“ habe. Dabei haben sie bei ihren Prüfungen „verdächtige Mittelabflüsse“ in Höhe von rund 500 Mio. Euro identifiziert. Hinzu komme ein dreistelliger Millionenbetrag für Beratungsverträge ohne Gegenleistung oder strategische Darlehen an Firmen aus dem Dunstkreis von Wirecard.

Bei den TPA-Partnern habe es sich jedenfalls nicht um unabhängige seriöse Unternehmen gehandelt, stellen die Experten fest – sondern um eng mit Wirecard verbundene Strukturen, die ein „kollusives Zusammenwirken“ ermöglichen sollten. Dazu passt eine Erfahrung, die der Insolvenzverwalter gemacht hat: Ihm ist es trotz wiederholter Versuche nicht einmal gelungen, Korrespondenz an diese Firmen zustellen zu lassen.
Wirecard | 0,370 €
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16.04.21 14:15:14
Beitrag Nr. 1.378 ()
Zitat von faultcode: ... Nach Fritsche muss Bernd Schmidbauer aussagen, der von 1991 bis 1998 unter Helmut Kohl im Kanzleramt arbeitete. Schmidbauer räumte im Februar ein, sich vor etwa zwei Jahren mit Marsalek in dessen Münchner Anwesen getroffen zu haben. Darüber hinaus war Schmidbauer jahrelang in Kontakt mit einem von Marsaleks Fluchthelfern, einem ehemaligen leitenden Verfassungsschützer aus Österreich...


16.4.
Wirecard-Überraschung: Haben wir die Falschen gejagt?
Der frühere Geheimdienstkoordinator Bernd Schmidbauer sorgte mit unerwarteten Thesen für Erstaunen bei den Bundestagsabgeordneten.
https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/wir…
...
Bernd Schmidbauer ist eine deutsche Geheimdienstlegende. Wie kaum ein zweiter kennt er die internationale Szene. Auch bei seinem Auftritt vor dem Wirecard Untersuchungsausschuss des Bundestags ließ Schmidbauer die Abgeordneten über seine Bedeutung nicht im Unklaren: „Ich treffe auch US-Präsidenten“, sagte der 82-Jährige auf die Frage, warum er immer von „wir“ spreche, obwohl er kein Amt mehr ausübt.

Auf Nachfrage des SPD-Abgeordneten Jens Zimmermann präzisierte Schmidbauer, er habe sich mit Bush Sr., Bush Jr. und dem vormaligen US-Vizepräsidenten Al Gore getroffen. Später erklärte Schmidbauer, der einen ausgesprochen gut informierten Eindruck hinterließ. „Wenn ich ,wir‘ sage, dann kann das jemand sein, der auch etwas weiß.“ Neben sich hatte Schmidbauer sein Handy, eine schwarze Maske und eine sehr dünne Mappe mit wenigen Blättern liegen. Er trug alles aus dem Gedächtnis vor und konnte sich, anders als andere Zeugen, sehr genau an Details erinnern. Es war allerdings nicht immer klar, ob die Details auch wirklich so stattgefunden hatten, wie Schmidbauer sie in Erinnerung zu haben glaubte.

Schmidbauer war in seine Vernehmung mit einem Sympathie-Defizit gestartet: Der Geheimdienstmann soll an Operationen mitgewirkt haben, die auch einer Bespitzelung des Linken Fabio De Masi zur Folge gehabt haben könnten. Gemeinsam mit Beamten des österreichischen Geheimdienstes BVT beteiligte sich Schmidbauer unter anderem an einer digitalen Konversation, in der De Masi als „linker Kretin“ bezeichnet worden war. Schmidbauer versuchte ziemlich unbeholfen, sich zu rechtfertigen, konnte sich jedoch zu keiner Entschuldigung durchringen. De Masi revanchierte sich auf die ihm eigene Weise, indem er „die Glaubwürdigkeit des Zeugen“ durch das Aufdecken von Widersprüchen einem harten Belastungstest unterzog.

In einem Punkt hörten die Abgeordneten dem Doyen der deutschen Dienste jedoch genau zu. Schmidbauer, der den früheren Wirecard-Manager Jan Marsalek einmal in dessen Wohnung in der Münchner Prinzregentenstraße getroffen hatte, sagte: „In wenigen Jahren werden wir feststellen, dass wir die Falschen gejagt haben.“ Der Grund: „Das liegt daran, dass man an die großen Kaliber nicht rankommt.“ Marsalek habe sich überschätzt – etwa, als er versucht habe, militärisch in den Libyen-Krieg einzusteigen: „Ich glaube, das war einer der Punkte, wo er zu sehr am Rad der Weltgeschichte drehen wollte.“

Die wirklichen Drahtzieher hinter Wirecard befänden sich im Ausland. Diese könnten vom Ausschuss daher nicht geladen werden, weshalb die Untersuchungen nur „kleinen Fische“, nicht jedoch die wahren Profiteure des Systems Wirecard ans Tageslicht gefördert würden. Mehrfach sagte Schmidbauer, dass es unter anderem um Geldwäsche gehe.


Schmidbauer sagte, dass die Geschäfte von Wirecard für alle Geheimdienste interessant gewesen seien: „Jeder Dienst, der Einfluss hatte, war begierig, mit ihm zu reden. Alle hatten ihn auf dem Schirm.“ Die „Nachrichtendienste wollten die extravagante Arbeit einer solchen Firma nutzen“. Marsalek habe daher den Kontakt mit Diensten und politischen Entscheidungsträgern gesucht. Schmidbauer: „Man muss sich doch fragen , warum jemand wie der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy zu einem Treffen nach München kommt, um an einem Abendessen mit dem Vorstand eins Dax-Konzerns – Wirecard – über Libyen zu sprechen.“ An dem Abendessen nahmen unter anderen der frühere österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und der frühere bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber teil.

Auf Nachfrage der SPD-Abgeordneten Cansel Kiziltepe, warum Marsalek Stoiber treffen wollte, sagte Schmidbauer, dass Stoiber „als ausgewiesener Experte für internationale Beziehungen im europäischen Raum“ für Marsalek sehr wertvoll gewesen sein könnte.

Schmidbauer sagte, dass die Technologie von Wirecard Geheimdiensten die Möglichkeit geboten hätte, Geldflüsse weltweit nachzuvollziehen. Dies sei zur „Terrorabwehr und Terrorfahndung“ ausgesprochen hilfreich. Schmidbauer: „Wirecard hat auch den Missbrauch als Teil des Geschäftsmodells angeboten.“ Damit hätte der Dienstleister die Möglichkeit gewährt, problematische Zahlungen gleichzeitig abzuwickeln, sie zu verstecken und sie zu überwachen. Im Zusammenhang mit Libyen wäre es so möglich gewesen, Söldner zu bezahlen. Schmidbauer: „In Libyen waren Clearwater aus den USA, Wagner aus Russland, Söldner aus der Türkei – die alle mussten bezahlt werden.“

Schmidbauer erläuterte, dass die Nachverfolgung von Zahlungen außerdem die ideale Form der weltweiten Überwachung darstelle. Marsalek habe mit allen Geheimdienste gesprochen, „auch mit den Amerikanern und Briten“. Daher könne man heute nicht sagen, wohin sich Marsalek abgesetzt habe. Vor Schmidbauer hatte am Freitag der Geheimdienstkoordinator Klaus-Dieter Fritsche erklärt, dass er nicht glaube, dass Marsalek nach Russland geflohen sei. Fritsche hatte gesagt, „Gnade ihm Gott“, wenn sich Marsalek mit russischen Geheimdiensten eingelassen hatte.

Schmidbauer sagte, er könne nicht einmal sagen, ob Marsalek überhaupt noch lebe. Der Geheimdienst-Mann, der seine große Zeit unter Helmut Kohl gehabt hatte, sagte zur Flucht Marsaleks: „Auch aus Minsk fliegen Flugzeuge nach Virginia und auf die Philippinen.“ Auf die Nachfrage des FDP-Abgeordneten Florian Toncar, wie er auf Virginia komme, sagte Schmidbauer: „Das war eine feinsinnige Anspielung auf den Standort der CIA.“ Natürlich sei das nur ein willkürliches Beispiel gewesen. Er habe zeigen wollen, dass es nicht einfach sei, festzustellen, wer wirklich die Drahtzieher hinter Wirecard waren. Schmidbauer: „Es muss nicht immer ein und derselbe Bösewicht sein. Es gibt viele Bösewichter.“

Entgegen dem ersten Eindruck aus dem Bericht des Sonderermittlers zu den Geheimdiensten deutete Schmidbauer an, dass auch die deutschen Geheimdienste sehr wohl mit Marsalek in Kontakt gewesen sein müssten: Wenn sie etwas auf sich gehalten haben, dann müssten sie selbstverständlich von den Wirecard-Möglichkeiten für nachrichtliche Zwecke gewusst haben. Man könne den Diensten daraus nicht nur keinen Vorwurf machen. Vielmehr sei das Problem, dass die Dienste in Deutschland immer weiter eingeschränkt würden und daher suboptimale Arbeitsbedingungen vorfinden. Schmidbauer. „Man kann die Nachrichtendienste nicht kastrieren und dann von ihnen fruchtbare Arbeit erwarten.“


Vor Schmidbauer hatte Fritsche wenig Erhellendes zur Beziehung von Wirecard zu den Geheimdiensten beizutragen gehabt. Auf die Frage des Grünen Danyal Bayaz nach Fritsches Expertise, aufgrund derer Wirecard Fritsche ihn als Berater verpflichtete habe, sagte dieser trocken: „Türöffner-Expertise.“ Fritsche erläutere, er habe Wirecard einfach in Kontakt mit dem Kanzleramt bringen wollen. Der Wirecard-Manager Burckhard Ley habe ihm nämlich gesagt, dass Wirecard-CEO Markus Braun „regelmäßig beim österreichischen Bundeskanzler aus und ein geht“:

„Meine Motivation zu helfen bestand darin, dass der CEO eine Dax-Unternehmens im österreichischen Kanzleramt rumturnt, aber nicht im deutschen Kanzleramt.“ FDP-Mann Toncar sagte nach der Sitzung, Fritsche sei der Typ des seriösen Beamten gewesen, mit dem Wirecard sich einen seriösen Anstrich habe geben können. Der Vorsitzende des Ausschusses, Kay Gottschalk, sagte, man habe den Eindruck, dass die aktiven deutschen Geheimdienstler weniger wissen als die Ehemaligen.
:laugh:
...
Wirecard | 0,372 €
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17.04.21 23:28:40
Beitrag Nr. 1.379 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.229.112 von faultcode am 29.09.20 20:45:15Update Project Ring der FT (EY) von heute:
https://twitter.com/OlafStorbeck/status/1383411629719658497

...

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...


...


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nebenbei:
• der nun veröffentlichte Bericht von Rödl & Partner ist das zu EY, was der damalige Bericht von KPMG zu Wirecard war
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19.04.21 17:03:53
Beitrag Nr. 1.380 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.853.888 von faultcode am 06.02.21 01:41:41erst so..
Zitat von faultcode: 4.2.
Nach Wirecard-Mail Deutsche Bank entmachtet Aufsichtsrat Alexander Schütz
Die Deutsche Bank zieht Konsequenzen aus einer pikanten Wirecard-Mail. Aufsichtsrat Alexander Schütz, als Vertreter des inzwischen kollabierten chinesischen Großaktionärs HNA ins Gremium gekommen, darf in keinem Ausschuss mehr mitreden.
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/alexander-…
...

..und dann so:

19.4.2021

...
https://www.ft.com/content/f283150a-8d26-4515-ad09-f705b40b9…
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