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Heimat? Europa? - Heimat Europa (Seite 2)



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Reservate sind die Antwort!
Überraschend, aber ich habe die Antwort für alle Träume der AfD, der Fidesz, der PIS und aller anderer völkisch-nationalistich-rassistischen Träumer:
Wir Europäer bilden eine EU, in der wir uns ohne Grenzen weiterhin zu einem politischen und wirtschaftlichen Raum entwickeln, der die Größe und Stärke hat, es mit anderen global Playern aufzunehmen.

Wie wir notorisch expansiven Europäer das schon früher getan haben, müssen wir das jetzt innerhalb Europa tun:
gewalttätige Nationalisten, Rassisten, Hooligans etc. wollen ja nur ihr eigenes "Reich", ohne Einflußnahme von außen. Also Reservate für Eingeborene. Sollen sie haben.
Niemals jedoch sollen sie sich bejammern als unterdrückte Ethnien.
Von denen gibt es so viele, meist von der AfD unbemerkt.
Jetzt wollen sie selbst einen Staat für "Indigene". Fähnchen an Touristen. Wohlstand pur!

Nein, nein - unser Raubtierkapitalismus hat nichts mit irgendwas zu tun.
Die Chinesen! die üblen Chinesen, die rauben uns "unser" Afrika.
He, Leute geht's noch? Oh ja, denken ist Arbeit - aber wie faul kann man sein!!??:eek::rolleyes:

Deutschland war mal das Land der Dichter und Denker.
Dann das Land der Richter und Henker (und des Vogelschiss)
Dichten müsst ihr nicht (Klempner ausgenomen!), denken ist aber Pflicht.
Und zwar selbst denken, nicht denken lassen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.074.283 von Randfontein am 12.03.19 00:41:54
Zitat von Randfontein: Überraschend, aber ich habe die Antwort für alle Träume der AfD, der Fidesz, der PIS und aller anderer völkisch-nationalistich-rassistischen Träumer:
Wir Europäer bilden eine EU, in der wir uns ohne Grenzen weiterhin zu einem politischen und wirtschaftlichen Raum entwickeln, der die Größe und Stärke hat, es mit anderen global Playern aufzunehmen.

Wie wir notorisch expansiven Europäer das schon früher getan haben, müssen wir das jetzt innerhalb Europa tun:
gewalttätige Nationalisten, Rassisten, Hooligans etc. wollen ja nur ihr eigenes "Reich", ohne Einflußnahme von außen. Also Reservate für Eingeborene. Sollen sie haben.
Niemals jedoch sollen sie sich bejammern als unterdrückte Ethnien.
Von denen gibt es so viele, meist von der AfD unbemerkt.
Jetzt wollen sie selbst einen Staat für "Indigene". Fähnchen an Touristen. Wohlstand pur!

Nein, nein - unser Raubtierkapitalismus hat nichts mit irgendwas zu tun.
Die Chinesen! die üblen Chinesen, die rauben uns "unser" Afrika.
He, Leute geht's noch? Oh ja, denken ist Arbeit - aber wie faul kann man sein!!??:eek::rolleyes:

Deutschland war mal das Land der Dichter und Denker.
Dann das Land der Richter und Henker (und des Vogelschiss)
Dichten müsst ihr nicht (Klempner ausgenomen!), denken ist aber Pflicht.
Und zwar selbst denken, nicht denken lassen...


Nein, nein - unser Raubtierkapitalismus hat nichts mit irgendwas zu tun.

Da musst du was verwechseln, wenn es nach unseren rechten Boardtrollen geht,
leben wir im tiefsten Sozialismus,
daher bedarf es auch ständig neuer Verschwörungstheorien, am besten irgend was mit Islam.

Die Ode vom weisen Übermann wird vor allem von älteren Herrschaften gesungen, an denen so sämtliche gesellschaftliche Veränderungen vorbei gegangen sind, die daher auch auf ein Wertesystem pochen, dass aus dem letzten Jahrhundert stammt. Die Jugend um mich herum fühlt sich als Europäer und sicher gibt es immer ein paar Deutschtümmler. Vor 10 Jahren sah es bei W:0 auch noch anders aus, nur ist die rechte Trolltruppe 24 Stunden, sieben Tage in der Woche im Einsatz, da haben viele die Lust am schreiben verloren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.074.283 von Randfontein am 12.03.19 00:41:54
Worum geht es den Rechtsradikalen in Europa und Deutschland …
In Deutschland hat inzwischen, - nach mehrfacher Spaltung innerhalb von 5-Jahren, - sich der radikale Rest der AfD, von einer ehemals rechtskonservativen AfD, zum Sammelbecken aller rechtsradikalen Strömungen in Deutschland herauskristallisiert, - "zum einer NPD 2.0", - die keinerlei Werte mehr vertritt, sondern Wahrheit und Patriotismus exklusiv für sich allein beansprucht – so lassen sich alle andere Parteien in die Schublade der linksgrün versifften 68-ziger stecken und die etablierten Medien als Systemmedien und Lügenpresse am effektivsten schwächen.
Diese reaktionäre Haltung zerstört aber jede politische Debatte und die eigentliche Stärke der Demokratie – es geht nicht mehr um Inhalte, es geht nur noch darum, dass derjenige, der am lautesten brüllt, vermeintlich am meisten Recht hat. Die politische Kultur verkommt zunehmend unter diesem martialischen Verhalten – Plattitüden und simple Slogans sind leichter anzunehmen, als das Hinterfragen von Politik.

Offener Rassismus - die unaufhaltsame Radikalisierung der AfD
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/offener-rassi…
Höcke: „Die Evolution hat Afrika und Europa - vereinfacht gesagt - zwei unterschiedliche Reproduktionsstrategien beschert. Diese Erkenntnis, die ruft nach einer grundsätzlichen Neuausrichtung der Asyl- und Einwanderungspolitik Deutschlands und Europas, liebe Freunde.“


Während die AfD suggeriert, sie würde die Bürger*innen selbst gegen das Establishment denken lassen und ihm seine ehrliche Meinung lassen, handelt sie nach dem Muster aller rechtsradikalen Parteien und Strömungen in Europa,– Ideen und Thesen werden gefiltert und wirksam verarbeitet, vor allem in Form von Schuldzuweisungen („Angela Merkel hat versagt“) und Ängsten („Wir verlieren unsere Identität“). Was den Bürger*innen bei den aufgeheizten Zeiten wirklich als Option bleibt, ist die Rückkehr zu dem, was eines der höchsten Güter der Demokratie ist – die offene politische Debatte anstatt sich hinter Worthülsen zu verschanzen, sich der Außenwirkung von Politikern bedingungslos zu ergeben oder gar mit Gewalt zu reagieren.
AfD, Pegida, Rechtsextreme
Wie ein Verein in Cottbus gegen Flüchtlinge und Islam hetzt
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik…
Der Verein "Zukunft Heimat" tritt als Zusammenschluss normaler Bürger auf, die sich um die Sicherheit in Cottbus sorgen. Eine Demonstration am Samstag zeichnet ein anderes Bild ...


Wenn die Führer und Anhänger der AfD Sätze mit „ich bin kein Nazi, aber…“ einleiten, sind meist die Grenzen von der Rhetorik zu Handlungen überschritten – die Partei-Führer müssen längst immer wieder einräumen, dass einige von ihnen, wie ihre gläubigen AfD-Mitglieder, mit Hetze, - der Hass erzeugen soll, - an Aktionen und Anfeindungen gegen alles Fremde, wie Moslems, (Schwarz)-Afrikaner und Andersdenkende sich in "Führer-Rolle" beteiligen; - dass sind die Geister aus der "Vogelschisszeit", die sie lauthals rufen.
Postwurfsendung in Sachsen
AfD-Verband zitiert Goebbels und rechtfertigt sich
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_…



Was die Anhänger dieser modernen AfD-Rattenfänger allerdings vergessen, ist die Geschichten zu hinterfragen, die ihnen erzählt werden. Und während die AfD gebetsmühlenhaft behauptet, dass die, - nach Alice Weidel sogenannten, - "Idioten und Schweine" der Bundesregierung sich über Gesetze hinwegsetzen und Migration die Demokratie gefährdet, sind es jedoch genau jene AfDler, Sympathisanten und Anhänger, die mit Gewalt und Hass die deutsche Rechtsordnung aushebeln. Gewalt und Brandstiftung sind Straftaten und Selbstjustiz schwächt, wie AfD-gewollt, die Institutionen.

Gemeinsam mit Pegida
AfD strebt "Machtübernahme" in Sachsen an
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_…
Die AfD in der Nach-Petry-Ära ist offener für den rechten Rand. Im kommenden Jahr strebt sie die "Machtübernahme" in Sachsen an – und sucht dafür auch die Nähe von Pegida.

Antwort auf Beitrag Nr.: 60.138.426 von JoJo49 am 19.03.19 11:54:22
Die Komplexitätsfalle
Zurück zum Einfachen, Überschaubaren - das ist wohl die Sehnsucht der Menschen.
Kirchturm- und Stammtischpolitik sind wieder gefragt.
Lästige Zusammenhänge werden ausgeblendet.

Erstes Beispiel:
das Gesabbel von Höcke über die Reproduktionsstrategien in Europa und Afrika -
mit der Evolution hat das nichts zu tun, vielmehr mit Wohlstandsentwicklung und Absicherung im Alter.
Hätte Höcke ein wenig Ahnung von Geschichte (:eek: !) wüsste er das.
Sollte er zufällig Geschichtslehrer sein, weiß er es und lügt dreist.

Zweites Beispiel:
Brexit. Wie gezielte Desinformation unter dem Deckmantel direkter Demokratie wirken kann.
Frustrierte jahrzehntelange Pub-Trinker meinen, das United Kingdom wäre wieder Weltmacht, wenn es sich aus den Fesseln der EU befreite. Klingt ja auch so einfach: "die geben unser Geld aus". In Wahrheit war schon beim EU-Beitritt die glorreiche Zeit lange vorbei und das marode Land profitierte wenigstens in Teilen davon, als "Sprungbrett in die EU" neue Arbeitsplätze zu bekommen. Nigel Farage (eine Art britischer B. Höcke) war die "Stimme des Volkes", das sich um Inhalte so wenig scherte, wie der durchschnittliche Pegida-Aktivist und wurde zum Helden.
Sofort nach gewonnener "direktdemokratischer" Abstimmung gab er seine Lügen zu.
Das Ziel war ja erreicht. Dass "ja" oder "nein" keine adäquaten politischen Aussagen sind, stellte sich hinterher 'raus. Was bedeutet ein Brexit? Welche Art von Brexit? Welche Zusammenarbeit innerhalb Europas? Viel zu komplex - "another pint o' bitter, please" - ist einfacher.

Zugegeben: auch in Komplexität üben sich die Verdreher von rechts.
Auch hier ein Beispiel:
Lt. Orban und Konsorten ist es die jüdische Weltverschwörung, die Muslime nach Europa und Amerika transportiert, um die Herrschaft der Weißen dort zu brechen.
Seit Jahrzehnten beschäftige ich mich mit Satire und Kabarett, aber weder meine Kollegen noch ich sind jemals auf einen solchen Schwachsinn gekommen, trotz des in der Branche ab und zu feststellbaren Drogenkonsums.
Zumal die einleuchtende Begründung fehlt. Die könnte ich allerdings nachliefern:
Die Juden wollen alle Muslime aus dem Nahen Osten 'raus haben, damit sie sich dort ausbreiten können.
Genial, nicht?:laugh: Genial daneben trifft's wohl eher...:rolleyes:

Der geschätzte Demokrat JoJo49 weist (zurecht) immer wieder auf die Demokratiedefizite der EU hin.
Ist eine Frage von Prinzipien vs. Pragmatismus, dessen Ergebnisse mir nicht immer gefallen.
Aber auch hiier greift die Komplexitätsfalle. Sich im weltweiten Haifischbecken mit Autokraten wie Trump, Xi, Putin & Co als "Europa" eine Stellung zu bewahren ist schwierig, aber notwendig.

Dazu jeden Stammtisch in Bayern, der Lombardei, dem Epirus, den Cotswolds oder Siebenbürgen auf der Suche nach Einstimmigkeit zu befragen wäre weltfremd. Sieht doch die Mehrheit der potenziellen Wähler nur ihren eigenen Kontoauszug und kann noch nicht mal mit diesem umgehen. Sonst gäbe es weniger Privatinsolvenzen.

Ein verdeutlichender Abschluss zur Problematik auf der lockeren Seite:
stellt euch vor, die Fußball-Nationalmannschaft würde basisdemokratisch aufgestellt.:rolleyes:
Und nun stellt euch eine basisdemokratische EU-Nationalmannschaft vor...:eek:

Fröhliches Nachdenken!
Die Ergebnisse davon bitte hier 'rein!
Wäre ein Beitrag zu einem vereinigteren Europa der Bürger...;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.142.080 von Randfontein am 19.03.19 17:29:44
Die EU, dass großartigste Friedensprojekt, ist in Gefahr. Liegt das an zu viel Regeln, ...
... an fehlende Informationspolitik, an der Bundeskanzlerin? Was wir brauchen ist mehr Vertrauen!
Wie kann das erreicht werden?
Es ist gelungen, nach den schrecklichen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs und vieler vorangegangener Kriege zu einem freundschaftlichen Miteinander in Europa zu finden und alte Feindschaften zu überwinden. Wir verdanken der Europäischen Union und ihren Vorgängerorganisationen unglaublich viel, allen voran eine im historischen Vergleich außergewöhnlich langanhaltende Zeit des Friedens in Europa von fast 70 Jahren.
Wenn wir heute einen Blick auf den Zustand Europas werfen, müssen wir jedoch leider konstatieren: Europa geht es nicht gut. Von einer Begeisterung für die Europäische Union und ihre Institutionen ist in der europäischen Bevölkerung derzeit wenig zu spüren. Stattdessen erleben in vielen Mitgliedstaaten solche politischen Kräfte einen Aufschwung, die dem Projekt der europäischen Einigung skeptisch, teilweise gar mit offener Ablehnung begegnen. Dieser Trend wurde auch bei den Wahlen zum Europäischen Parlament sehr deutlich, als eine Vielzahl national und rechtspopulistischer Abgeordneter Mandate erringen konnte.
Aufruf an das Europäische Parlament "Rettet das Friedensprojekt Europa"
Für Frieden. Für Menschenrechte. Für Europa
https://friedensdienst.de/aktuelles/aufruf-das-europaeische-…

Diese Entwicklungen zeigen, dass der zukünftige Bestand der Europäischen Union sowie der weitere Fortgang der europäischen Integration keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Vielmehr müssen sich gerade all diejenigen, denen die gemeinsame Zukunft Europas eine Herzensangelegenheit ist, immer wieder vor Augen führen, dass die europäische Integration ein Projekt ist, für das wir auch weiterhin mit unserer ganzen Kraft werben müssen.
Ich bin überzeugt: Die Antwort auf die Krise lautet nicht weniger, sondern mehr Europa!
Nicht weniger, sondern mehr Europa ist die richtige Antwort
https://markteinblicke.de/128918/2019/01/nicht-weniger-sonde…

Daher sollten wir die politische Union ausbauen und dadurch ein stärkeres Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher und politischer Integration schaffen. Außerdem müssen wir Lösungen entwickeln, um das immer wieder – und häufig zurecht – beklagte Demokratiedefizit von Entscheidungen auf europäischer Ebene zu beseitigen. Denkbar sind hier verschiedene Ansätze: Man könnte die Rolle des Europäischen Parlamentes im Rechtsetzungsprozess weiter stärken, insbesondere im Verhältnis zum Europäischen Rat. Dies würde eine Stärkung der von den Bürgerinnen und Bürgern direkt gewählten Europaabgeordneten mit sich bringen und damit gleichzeitig die Entscheidungen auf EU-Ebene enger an das demokratische Votum der europäischen Bevölkerung bei der Europawahl binden.
„Europa ist das Beste, was uns passieren konnte“
Die Vorsitzende der CSU-Europagruppe, Angelika Niebler, erläutert
im Interview mit Chefredakteur Marc Sauber, warum die EU nur geeint Erfolg
haben kann und warum die Gemeinschaft reformiert werden muss.
https://www.angelika-niebler.de/htm/Interview_Angelika_Niebl…

Auch die Europäische Bürgerinitiative, mit der Bürgerinnen und Bürgern eine Möglichkeit der direkten Einflussnahme auf europapolitische Vorgänge an die Hand gegeben wird, ist in diesem Zusammenhang ein gutes Instrument. Vergleichbare Ansätze sollten auch in Zukunft konsequent weiterverfolgt werden. In der Diskussion befinden sich außerdem Vorschläge, die demokratische Legitimation europapolitischer Entscheidungen durch eine stärkere Einbindung nationaler Parlamente zu erhöhen. Teilweise könnte dies über bereits bestehende Regelungen erreicht werden. Ein Beispiel hierfür ist das Recht des Bundestages, Stellungnahmen zu Regelungsvorhaben auf EU-Ebene abzugeben, an die die Bundesregierung bei den weiteren Verhandlungen in Brüssel gebunden ist. Eine konsequente Ausübung und gegebenenfalls auch Stärkung solcher Mitspracherechte würde dazu führen, dass ein von den Bürgerinnen und Bürgern direkt legitimiertes Organ die Möglichkeit hätte, den Rechtsetzungsprozess auf europäischer Ebene entscheidend mitzugestalten und dadurch dem in den Wahlen auf nationaler Ebene artikulierten politischen Willen auf europäischer Ebene stärker zur Geltung zu verhelfen. Es ist nicht zu bestreiten, dass eine solche Lösung einen Zugewinn an demokratischer Legitimation mit sich bringen könnte. Über diese und andere Reformmaßnahmen werden wir sicher in ganz Europa noch viele Diskussionen führen. Bei allen Meinungsunterschieden im Detail sollten wir dennoch nicht aus den Augen verlieren, dass wir uns bei Reformmaßnahmen stets an einem Ziel orientieren sollten: die Akzeptanz für die Europäische Union zu erhöhen. Dies kann nur gelingen, wenn die Bürgerinnen und Bürger in aller Mitgliedstaaten das Gefühl haben, dass sie tatsächlich Gehör finden auf europäischer Ebene und dass dort nicht entrückte Bürokraten Entscheidungen treffen, die sowohl an der Lebensrealität als auch am politischen Willen der Menschen in Europa vorbeigehen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger in Europa mitentscheiden und gestalten können.

INGO KRAMER IM INTERVIEW
Arbeitgeber wollen nicht weniger, sondern mehr Europa
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1678535/…
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer meint das auch ganz wörtlich und wirbt zugleich nachdrücklich dafür, anti-europäischen Kräften bei der Europawahl im Mai eine Absage zu erteilen. Er warnt: "Nationalismus und der Rückzug hinter die eigenen Deiche lösen keine Probleme, sondern schaffen neue." Und wie wirkt sich dann wohl das Brexit-Chaos aus? Ein Interview.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.180.408 von JoJo49 am 23.03.19 20:45:22
Heimatpartei?
Ich finde es befremdlich, daß ich als Europäer keine europäische Partei wählen kann.
Die Nationalisten haben Europa immer noch - und vermehrt - im Würgegriff.
Als jemand, der geschäftlich und privat immer wieder festgestellt hat,
daß Nationalität als Unterscheidungsmerkmal mindestens in den Ländern der EU ungefähr so aussagekräftig ist
wie Schuhgröße oder Haarfarbe, schmerzt mich das.

Immerhin schön, daß es Bewegungen gibt, die versuchen, sich dem nationalistischen Würgegriff zu entziehen.
Für Europäer, die keine ihrer nationalen Parteien für wählbar halten immerhin eine denkbare Initiative.
Ich sage das bewusst ohne Wahlempfehlung. Bin (noch) kein Anhänger einer dieser Parteien
(Habe ihre Programme noch nicht geprüft, werde das aber tun).
Wohl aber Anhänger europäischen Friedens, europäischen Wohlstands und europäischer Freiheit.
All diese Dinge sind in Gefahr!

Also wählt bitte,
im Zweifel auch eine "Volt", einen "Europäischen Frühling" oder was es sonst noch so gibt.
Informiert euch und geht im Mai zur Wahl!

Finanzhaie und Wirtschaftslobbyisten interessieren sich für die EU.
Die Wähler nicht.
Was Wunder, daß die Einen Einfluss haben und die Anderen nicht...:eek::rolleyes:

Mein Appell an meine europäischen Landsleute:
Hintern hoch! Machen wir die EU zu unserer EU. Denn wir sind Europa!
Nicht die Mauerbauer, Grenzsch(l)iesser, Stammesdünkler und Kriegstreiber.

Demokratie ist nicht Konsum. Da sind zu viele der "Wirtschaft" auf den Leim gegangen.
Demokratie ist mitdenken, mitentscheiden, an Folgen denken - packen wir's an.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.291.471 von Randfontein am 05.04.19 20:06:04"Finanzhaie und Wirtschaftslobbyisten interessieren sich für die EU.
Die Wähler nicht.
Was Wunder, daß die Einen Einfluss haben und die Anderen nicht..."


Randfontein, die Lobbyisten interessieren sich nicht nur für die EU,
sondern sie sind maßgeblich an der Gesetzgebung beteiligt und
genau darin liegt die Schwäche des EU Parlaments.
Die dazu gehörigen Studien kann sich jeder ergoogeln.

Aber auch kein Wunder, betrachten wir Deutschland, werden ins EU Parlament
vor allen abgehalfterte Politiker entsandt.

Habe in der letzten Zeit so ne kleine Umfrage bei unseren jungen Gästen gestartet.
Ergebnis war, Jugendliche fühlen sich zu aller erst ihrem Wohnort und dann Europa zugehörig.
Sie identifizieren sich weniger mit Parteien, agieren nach ihren Interessen,
wobei diese zunehmend politischer sind.

Zu den „Friday for Future“ Demos möchte ich einen Kommentar eines Schülers anmerken.
"Als wir für " Refugees Welcome " auf die Straße gegangen sind,
war das erste was wir gesehen haben, Pfefferspray und Gummiknüppel
und jetzt werden wir tot gelobt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.293.406 von gesine am 06.04.19 02:55:15
Interessse schafft Abhängigkeiten
Hi gesine,
natürlich hast du Recht mit den Lobbyisten. Das war gerade mein Punkt!:eek:
Wenn du keinen Vorteil davon hast, Politik für das Volk zu machen, weil es ohnehin nur mosert,
wist du anfällig für die, die dich für ihre Interessen einspannen wollen.

Also wird es Zeit, daß wir Wähler uns wieder in Erinnerung bringen.
Nicht mit einer Wahlbeteiligung von 44% (abzüglich der Wähler von EU-Gegnern und Spaßparteien),
sondern mit einem kraftvollen:
"Ja, wir wollen ein starkes, einiges und friedliches Europa und wir beschäftigen uns mit den Problemen,
die ihr für uns lösen sollt in Respekt und Kooperation mit euch".

Dann, und nur dann, können wir unsere demokratische Macht wieder ausspielen.
"Alles Mist" ist keine Aufforderung für unsere Repräsentanten!

In der jungen Generation scheint sich ja wieder ein wenig Neigung zu verbreiten,
auch selbst mitzudenken. Das stimmt hoffnungsvoll.
Zu lernen, dass es nicht reicht, sich wie ein Kleinkind an der Supermarktkasse auf den Boden zu werfen und zu schreien "ich will", ist ein Prozesss, den jede Generation durchlaufen muss.
Da muss schon noch mehr kommen und das tut es hoffentlich auch.

Man sagt ja, die Kinder revoltierten mit den Großeltern gegen die Eltern.
Die Generation vor mir ist mehrheitlich Demagogen aufgesessen.
Meine Generation hat den politischen Diskurs gegen viele Widerstände durchgesetzt.
Die Generation danach setzte zu einem erschreckenden Teil wieder auf Demagogen.
Jetzt kommt die Enkelgeneration, die z.B. in Deutschland lt. ARD-Umfrage nur noch zu 6% auf die AfD setzt...

"Totloben" ist der falsche Ansatz. Kritische Begleitug im Dialog tut not.
Daran sollten wir arbeiten, wir Alten und die Jungen.
Wenn die Idee von uns Alten kommt, wird sie kaum angenommen.
Gibt es ein paar Junge hier, die etwas in der Richtung initiieren wollen?
Dann Hintern hoch und lasst uns gemeinsam für Europa streiten und uns in die Arme fallen.
Je nach Bedarf aber immer in gegenseitigem Respekt!

Ohne ein demokratisch orientiertes Volk geht nun mal keine Demokratie.
Dann wir's eben eine Lobbykratie, was denn auch sonst?
Leute, es wird Zeit, für ein demokratisches Europa zu kämpfen!
Packen wir's an.


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