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Freiwillige Zusatzbeiträge für Vorruhestand immer beliebter ...



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Hallo,

wer kennt sich hier aus und kann helfen?
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Ich denke darüber nach, freiwillige Zusatzbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, um im Alter vorzeitig (mit 63 Jahren) ohne Abschläge in Rente gehen zu können.
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Diese Zusatzbeiträge können als zusätzliche Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden.
### Annahme (Beispiel):
EUR 50.000,00 über die nächsten 10 Jahre einzahlen
Durch den Steuervorteil beim Einzahlen:
EUR 50.000,00 mit 35% Steuergrenzsatz macht effektiv EUR 32.500,00 Aufwand!
---
https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/freiwillige-zu…
---

Alternativ könnte man diese Beträge in einen ETF (z.B. MSCI-World) oder guten Mischfonds (z.B. Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities) einzahlen.
### Annahme (Beispiel):
Einzahlungen von EUR 32.500,00 über die nächsten 10 Jahre.
-> Welche Gesamtsumme kommt dann hier raus?
-> Was kann man dann über Entnahmeplan monatlich bekommen?

### Bitte um Hilfe?

VG Hannes
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.122.691 von Schiff_Ahoi am 17.03.19 11:30:06
Zitat von Schiff_Ahoi: Alternativ könnte man diese Beträge in einen ETF (z.B. MSCI-World) oder guten Mischfonds (z.B. Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities) einzahlen.
### Annahme (Beispiel):
Einzahlungen von EUR 32.500,00 über die nächsten 10 Jahre.


-> Welche Gesamtsumme kommt dann hier raus?


Nun, wenn man die Performance der nächsten Jahre kennen würde.. aber die kennt ja keiner, ergo kannst nur ne Milchmädchenrechnung unterstellen. und selbst wenn man mit 4-8% rechnet und dann zum Renteneintritt die Märkte einbrechen, was bleibt dann über?

Zitat von Schiff_Ahoi: -> Was kann man dann über Entnahmeplan monatlich bekommen?


Nun einen Entnahmeplan bestimmt man doch selbst, so wie man z.B. bei einem Sparplan auch die z.B. monatlichen Beträge selbst bestimmt.

Der MSCI World (ausschüttend) da fließen z.Zt. ca. 2% an Bruttoausschüttungen pro Jahr

Beim Flossbach von Storch SICAV sind es z.Zt. ca. 0,6% an Bruttoausschüttungen pro Jahr

Bei 32.000 Euro wäre das noch unter den Freistellungsautrag von 801 Euro ..

Nur mal unter annahme, das nach 10 Jahren 150% Performance da steht ist das ein Buchwert von 80.000 Euro (ohne Vorabbesteuerung). Davon 2& wären 1800 Euro Brutto Ausschüttungen.

Vermögen baut man auch indem man zusätzlich einen Sparplan laufen lässt und zudem die Ausschüttungen reininvestiert (siehe Dax Kursindex vs. Dax Performanceindex).

Ob du dann nach 10 Jahren mit der Dividenden bzw. den Ausschüttungen die Rente ausstockst oder z.B. durch ein Entnahmeplan ist dir überlassen.

Entnahmeplan sagt man 4% aus dem Kapitalstock entnehmen (netto) und davon ein Jahr die Rente aufstocken, das sollte theoretisch 25 Jahre funktionieren.
Ich würde niemals freiwillig auch nur einen Cent in die Rentenversicherung einzahlen (zahle zwangsweise schon mehr als genug).

Ich würde immer einen langfristigen ETF-Sparplan vorziehen, der sich - auf lange Sicht - mit etwa 6 bis 8 % im Jahr rentieren sollte. Irgendwo las ich mal, dass die Rendite der Gesetzlichen irgendwo bei -4 % läge. Den Link dazu finde ich jetzt nicht, hier ist dann Google dein Freund.

Hinzu kommt, dass das Geld an die Rentenkasse "weg" ist und du von den Launen der Politiker abhängig bist. Die Fondsanteile gehören dagegen dir und sie können im schlimmsten Fall zu Geld gemacht werden oder an deine Kinder vererbt werden.
Hier ist doch alles auf moderne Sklaverei getrimmt. Eine Politik die die Renten extrem niedrig hält, um auch in Zukunft der Hochfinanz u. der Industrie die Sklaven zur Verfügung stellt. Zudem lässt sich eine Gesellschaft leichter manipulieren, die wenig hat. Nach dem Motto: Wer verteilt, bestimmt die Regeln.

Unseren Nachbarländer lachen sich kaputt über ein so dummes Volk wie wir es mittlerweile sind. Österreich zum Bsp. zahlt in etwa die selben Rentenbeiträge, bekommt aber über 50% mehr raus und gehen früher in Rente.

Wählt schön weiter die schwarze Pest, wundert euch aber in Zukunft nicht!!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.123.234 von buchi1971 am 17.03.19 14:04:44
Zitat von buchi1971: Unseren Nachbarländer lachen sich kaputt über ein so dummes Volk wie wir es mittlerweile sind. Österreich zum Bsp. zahlt in etwa die selben Rentenbeiträge, bekommt aber über 50% mehr raus und gehen früher in Rente.


AT ist ein schönes Beispiel, da zahlen Beamte und Bürger auch alle in einem Topf.

Aber unsere klugen Poliitiker meinen ja, wenn alles in D aus einem Topf bezahlt würde, würden die Einzahler noch mehr leiden. Und Beamte sind ja besser Gebildet und deshalb bekommen Sie das dreifache an Pension als ein Bürger an Altersrente.

Gibt wohl genug gebildete Bürger die den Politikern das Wasser reichen können und Unternehmer, die das Rückrad der Wirtschaft bilden und im Rentenalter als arm gelten. Armes Deutschland

So genug Politik.

Ich schließe mich dem "Ich würde niemals freiwillig auch nur einen Cent in die Rentenversicherung einzahlen (zahle zwangsweise schon mehr als genug). " an
Hallo zusammen,

ich denke, hier gibt es Verständnisprobleme!?

### 1. Gesetzliche Rente
---
EUR 50.000,00 über die nächsten 10 Jahre einzahlen
Durch den Steuervorteil beim Einzahlen:
EUR 50.000,00 mit 35% Steuergrenzsatz macht effektiv EUR 32.500,00 Aufwand!
---
Das bedeutet:
Ich muss EUR 32.500,00 investieren, um mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen!
Dadurch habe ich (Stand heute) EUR 211,00 im Monat mehr Rente.
=> Pro Jahr = EUR 2532,00 mehr Rente
=> Pro 10 Jahre = EUR 25320,00 mehr Rente
=> Pro 20 Jahre = EUR 50640,00 mehr Rente
---

### 2. ETF- oder Fondssparplan
---
-> Was habe ich für einen Kontostand, wenn ich über 10 Jahre EUR 32.500,00 investiere; also monatlich EUR 270,00?
-> Was bekomme ich nach Abzug von Kapitalertragsstuer (25%)?
-> Wenn ich von dieser Summe monatlich EUR 211,00 entnehme, wie lange reicht dann das Polster?
---

### Ist das jetzt klarer?
### Meinungen?


Danke, Hannes
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.124.020 von Schiff_Ahoi am 17.03.19 16:59:11
Zitat von Schiff_Ahoi: Hallo zusammen,

ich denke, hier gibt es Verständnisprobleme!?

### 1. Gesetzliche Rente
---
EUR 50.000,00 über die nächsten 10 Jahre einzahlen
Durch den Steuervorteil beim Einzahlen:
EUR 50.000,00 mit 35% Steuergrenzsatz macht effektiv EUR 32.500,00 Aufwand!
---
Das bedeutet:
Ich muss EUR 32.500,00 investieren, um mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen!
Dadurch habe ich (Stand heute) EUR 211,00 im Monat mehr Rente.
=> Pro Jahr = EUR 2532,00 mehr Rente
=> Pro 10 Jahre = EUR 25320,00 mehr Rente
=> Pro 20 Jahre = EUR 50640,00 mehr Rente
---


Problem ist, das du jetzt 32k Euro investieren willst, um 211 Euro mehr Rente zu bekommen aber leider weiß doch keiner, wann unsere Zeit gekommen ist. Vater Staat freut sich, wenn man vor Eintritt in die Altersrente den Löfel abgibt.




Zitat von Schiff_Ahoi: ### 2. ETF- oder Fondssparplan
---
-> Was habe ich für einen Kontostand, wenn ich über 10 Jahre EUR 32.500,00 investiere; also monatlich EUR 270,00?
-> Was bekomme ich nach Abzug von Kapitalertragsstuer (25%)?
-> Wenn ich von dieser Summe monatlich EUR 211,00 entnehme, wie lange reicht dann das Polster?
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Hannes,

hier mal ein Sparplanrechner https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Da kannst du mit unterschiedlichen Performances (Zinssätzen) alles durchlaufen lassen.

Die Kapitalertragsteuer bezahlst du ja nur auf Ausschüttungen, Dividenden bzw. Zinserträgen. Auf den Buchwert deines Investments jedoch nichts sondern lediglich, wenn du den Gewinn realisierst. Bei ETF´s und Fonds gibt seit 2018 jedoch das eine Vorabbesteuerung erfolgt. (ich bin in der Thematik nicht fit genug, einfach mal google nutzen)

Zur Letzten Frage, wenn du mit dem o.g. Rechner alle Möglichen Senarien durch hast und einen Endwert hast brauchst doch nur den Betrag durch die 211 teilen (ist auch nur Milchmädchen, denn der Restliche Betrag X - 211 wird ja sicher weiter für dich arbeiten.

Ich würde ehr Fragen, wieviel Geld sollte man mind. zurückgelegt haben, um sich monatlich 211 Euro auszahlen zu können über z.B. 25 Jahre.

211 + 12 = 2532 Euro pro Jahr was ca. 4% Entnahme entsprechen sollte -> 63.300 Gesamtbetrag

So aber die 2532 müssten ja noch versteuert werden und Freibtrag lasse ich mal weg.

Dann müssten 3400 Euro p.a. Entnahme nach KapSt. ca 2550 Euro entsprechen = 212,50 Euro/mtl

Nach der Rechnung sollten 85.000 Euro vorhanden sein (85000/3400=25Jahre)

Das ist aber alles nur Theorie.

ich hoffe dir etwas geholfen zu haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.124.020 von Schiff_Ahoi am 17.03.19 16:59:11Das alles kann sicher nur einen groben Anhaltspunkt geben, aber 2 Dinge sollten zusätzlich beachtet werden, wenn schon klein / klein gerechnet wird.

1. Die Steuerersparnis wirkt sich auch auf Kirchensteuer und Soli (wer gluabt ernsthaft, dass der abgeschafft wird?) aus.
2. Auch Renten sind zu einem gewissen Teil zu versteuern, also auch ein Teil 211 €. Bei den genannten Beträgen gehe ich nicht von Steuerfreiheit aus. Wenn doch, unterliegen wohl auch die Kapitalerträge nicht dem Steuersatz von 25%
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.124.257 von linkshaender am 17.03.19 17:44:33Hab' gerade mal nachgelesen: Bei einem Renteneintritt in 2030 (wahrscheinlich bei den genannten Daten) sind 90% der Rente steuerpflichtig, d.h. nur ein geringer Vorteil ggü. Kapitalerträgen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.124.299 von linkshaender am 17.03.19 17:53:40
Zitat von linkshaender: Hab' gerade mal nachgelesen: Bei einem Renteneintritt in 2030 (wahrscheinlich bei den genannten Daten) sind 90% der Rente steuerpflichtig, d.h. nur ein geringer Vorteil ggü. Kapitalerträgen.


Genau das ist das Problem, die Steuersparer kommen später dran.

Ich bin und bleibe dabei:
Aktien !!!!
keine Fonds - keine EFTs und schon gar keine Rentensparpläne

Wozu sich festlegen????

Aktien sind doch die letzte grosse Freiheit. Oder ist die Auswahl zu gering?
Und das schöne:
Wenn du falsch liegst, bist du es ganz alleine, kein Fondsmanager, kein Riestermüll....

Die beste Rentenvorsorge
wäre eine Amazon, Apple, Google gewesen.
Und keine Anreden, die kannten wir alle :look:

Wer monatlich sparen will, kann ganz flexibel Aktien kaufen, Goldminen-Aktien, Silber-Minen,
Rohstoff-Aktien....streuen, Cash halten, die Aktienquote zurückfahren.


Nur so als Idee erwähnt, ihr könnt natürlich gerne euer Geld in andere Hände geben
und vertrauen, dass nicht alles den Bach runtergeht
Sorry, bin ein bisschen negativ was die unser Europa angeht.
Oder denkt ihr wirklich, unsere Rente wird in Euro noch ausgezahlt?


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