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Deutsche Bank & Commerzbank: Bankenfiasko!: DeuComm: Zwei Kranke ergeben gemeinsam keinen Gesunden! | Diskussion im Forum



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Es handelt sich um einen automatisiert angelegten Thread zur Nachricht "Deutsche Bank & Commerzbank: Bankenfiasko!: DeuComm: Zwei Kranke ergeben gemeinsam keinen Gesunden!" vom Autor Volker Glaser

Was am Finanzplatz in Frankfurt abgeht, spottet bei Lichte und mit Abstand betrachtet jeder Beschreibung. Da siechen Commerzbank und Deutsche Bank seit Jahren operativ vor sich hin, während ihre Banken-Pendants aus Frankreich, UK und den USA Rekordgewinne schreiben, die Börsenwerte steigen.

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Nun, es gibt viel Geschaeftsbereiche in der Bankenbranche.

Die Commerzbank ist traditionell stark aus der deutschen Mittelstandfinanzierung mit Firmenkrediten geprägt (gewesen).
Investmentbanking war nicht unbedingt ihre Stärke.
Privatkunden wurden einerseits offline mit in den vergagene Jahren sogar noch ausgebauten Filialen bedient, was vollstaendig dem Trend in der Branche zur Verschlankung durch Filialreduzierung und Digitalisierung der Kundenbeziehung wiederspricht. Andererseits durch die Comdirekt-Tocher im Onlinebereich vorangetrieben, was gut war und ist.

Die Deutsche Bank hingegen hat sich, neben der (ehemaligen) Finanzierung der deutschen Wirtschaftsbetriebe, in das Haifischbecken des anglo-amerkikanischen Investmentbanking begeben und ist darin mit wehenden Fahnen untergegangen.
Das traditionelle Investentbanking mit Anlageprodukten/Fonds, die Vermoegensverwaltung ist bei der Deutschen Bank in groesserem Teil der DWS gebuendelt (worden). Die DWS wurde als eigenstaendige Einheit Boersenreif gemacht und tatsaechlich teilweise an der Boerse verkauft.
Der noch verbleiben Anteil der DWS duerfte im Falle einer Fusion ebenfalls zur Disposition stehen.
Allianz, MunichRe und andere, vielleicht auch auslaendische Vermoegensverwalter, stehen schon bereit fuer die Uebernahme dieses Bereichs.
Der Privatkunde wurde bei der Deutschen Bank nie sonderlich fokussiert. Und wenn doch, dann der Vermoegende. Das geschah frueher ueber Filialen. Den Trend hin zum Online-Banking fuer den Durschnittsbuerger des Landes hat man eher stiefmuetterlich behandelt. Eine groessere Onlinebank und/oder -Broker wie andere grosse Banken hat man eher nicht. Andere Grossbanken (z.B. Franzoesische oder Niederlaendische) haben das substanziell anders gemacht und grosse Online-Angebote und -Broker aufgebaut.

Bei einer moeglichen Fusion stellt sich die Frage wie die zukuenftige gemeinsame Bank sich aufstellt. Wird endlich die dan gemeinsame Comdirektbank in den Kernbereich der gemeinsamen Bank gestellt und der aufgeblaehte konsteninstensive Filialapparat eingedampft?
Oder wird der falsche umgekehte Weg beschritten und die Commdirektbank vollstaendig abgespalten und vielleicht gar verkauft?
Die grosse gut profitable franzoesische BNP-Pariba faehrt seit 20 Jahren einen anderen sehr viel erfogreicheren Kurs. Zuerst kauft man den deutschen Online-Broker Consors und baute Ihn zur online Vollbank aus, dann den von der HVB abgespaltenen deuschen Online-Broker-Pionier DAB-Bank und verschmolz beide.
Die BNP wartet nur dauf, das sie sich im Zuge einer Fusion DeuBa und CoBa die abgespaltene Tochter Commdirektbank einverleiben kann. Denn dann hätten sie den zukurtsorientierten online-Bankenmarkt in Deutschland weitgehend unter Ihrer Kontrolle.
Das der Markt das aehnlich sieht, zeigt sich an den im Zuge der Fusionsgeruechte ebenfalls mit Ansprigenden Kurs der BNP waehren der Kurs eines der verbleibenen groessene Konkurrenten ING-Bank faellt.
Die Politik wuerde sich bei einer Vereinigung der abgespaltenen Commdirektbank mit einem auslaendischen Wettbewerber sicher mit vielen salbungsvollen Worten medienwirksam hinstellen und sich für die europäische integration von Banken feiern lassen.
Fuer den ausgemergelten(oder sollte ich vielleicht ausgemerkelten sagen?) Rest der zurueckbleibenden fussionierten DeutschenCommerzbank waere das, anders als von Politik und vielen erhofft, der Todesstoss oder zumindest der sichere Abstieg in die Beutungslosigkeit.

Fazit: Fuer mich waere im Falle einer Fusion das Schicksal der Tochter Commdirekt-Bank einer der entscheidene Indikatoren dafuer ob aus der ganzen Sache etwas grosses neues entstehen kann oder nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.127.587 von ggw am 18.03.19 10:30:13Deinem Beitrag kann ich vielen Punkten zustimmen, nur die Rolle der Comdirect wird m.E. nach doch überschätzt. Wir reden hier von einer Marktkapitalisierung von ca. 1,5 Mrd. €, was in Relation der beiden potentiellen Fusionspartner doch eher untergeht. Warum die Commerzbank (als 82%-Eigentümer) eine im Vergleich mit dem übrigen Geschäft doch ziemlich ertragsstarken Bereich ohne Not abgeben sollte, erschließt sich mir nicht. Denn man könnte diesen Part im Zuge einer Fusion den Kunden der dann ehemaligen DB "ans Herz legen" und ein demzufolge nicht vernachlässigendes weiteres Umsatz- und Gewinnplus erzielen.

Im Übrigen stimme ich dem Tenor zu, dass man aus zwei Lahmen (wobei ich die DB als deutlich "lahmer" einschätze) keinen "Champion" (und sei es auch nur ein nationaler) formen kann, erst Recht nicht, wenn sich das auf Dränge(l)n der Politik ergibt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.128.874 von Jaci am 18.03.19 12:42:06
Zitat von Jaci: ...Wir reden hier von einer Marktkapitalisierung von ca. 1,5 Mrd. €, was in Relation der beiden potentiellen Fusionspartner doch eher untergeht....


Ok, aber die akutelle Groesse in Marktkapitalisierung darf nicht mit Relevanz fuer die Zukunft des Bankgeschaefts hinwegtaeuschen.


Warum die Commerzbank (als 82%-Eigentümer) eine im Vergleich mit dem übrigen Geschäft doch ziemlich ertragsstarken Bereich ohne Not abgeben sollte, erschließt sich mir nicht.


Wenn dann wuerde ich auf eher politisch motierverte Gruende tippen...


Denn man könnte diesen Part im Zuge einer Fusion den Kunden der dann ehemaligen DB "ans Herz legen" und ein demzufolge nicht vernachlässigendes weiteres Umsatz- und Gewinnplus erzielen.


Genau! Bleibt zu hoffen das es im Falle einer Fusion so kommt.


Im Übrigen stimme ich dem Tenor zu, dass man aus zwei Lahmen (wobei ich die DB als deutlich "lahmer" einschätze) keinen "Champion" (und sei es auch nur ein nationaler) formen kann, erst Recht nicht, wenn sich das auf Dränge(l)n der Politik ergibt.


Das stimmt.


Anfuegen mochte ich noch, dass die DB ja mit der aufgekauften Postbank auch noch einen Geschaeftbereich fuer den kleinen Privatkunden hat. Nur so richtig integriert und damit in der DB angekommen ist der bisher noch nicht.
Warum wird fusioniert?
- Um Arbeitskräfte einzusparen

Zwei Kranken machen keinen Gesunden?
- Jein, endlich gibt es einen Hebel der mal richtig was ermöglicht, als immer dieses klein-klein.

Darum:
KZ DB 6M 15,- Euro
KZ CBK 6M 10,- Euro

Alles darunter sollte mich doch sehr verwundern.

Strong buy!
Die Deutsche Bank hat auch eine Online Bank. Nennt sich MaxBlue. Bei der bin ich. Ich kann aber nicht beurteilen, ob dieser Geschäftsbereich wächst und sich positiv entwickelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.129.201 von aufschwungost am 18.03.19 13:24:43"Warum wird fusioniert?
- Um Arbeitskräfte einzusparen"


Ahhh, ja, ein SPD-Minister drängt zwei Unternehmen zu fusionieren, "um Arbeitskräfte einzusparen". Darauf muss man erstmal kommen! :eek:

Es wird nicht fusioniert, es laufen (wie man hört, widerwilig), Gespräche auf Druck des Finanzministers, der einen ... "Traum" vom "nationalen Champion" hat.

Sollte das realisiert werden, wäre es eher ein nationales Desaster, denn aus den Lehren der Bankenkrise (z.B. HRE) mit "too big to fail" hat man so wenig gelernt, dass man ohne Not den nächsten "big" basteln will, den dann am Ende der Steuerzahler das Überleben sichert.

So geht dann "soziale Marktwirtschaft".
Hoffentlich ist man bei der CB so schlau, sich nicht die DB mit Postbank ans Bein zu binden, wo es ansatzweise so aussieht, dass man das Schlimmste überstanden hat und langsam wieder profitabel wird und hoffentlich bald die 15%-Staatsanteil zurückgeben kann, damit eben kein "Fachmann" vom Schlage eines Herrn Scholz dort herumpfuschen kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.131.157 von brsokrates am 18.03.19 16:38:30:rolleyes:Ich glaube,die würde nicht auf dem Fuße erfolgen!
Es ist eher so,dass es bei der europäischen Finanzplanung offenbar Lücken und Differenzen über eine Fortsetzung des Euros gibt!
Erst,wenn alles über die Bühne ist,ist offenbar der weg frei,um Deutschland noch mehr mit diesem dragischen Muschelgeld zu zermalmen und das würde eben für die Geschäftsmodelle von Banken schwierig werden und wenn dann die Panik ausbricht,dann kommt eine KE in Betracht!
Absurd und bemerkenswert,erscheint mir allerdings das Posting deines vor-Redners,weil hier unterstellt wird,dass letztlich sogar die Coba einen Einfluss auf die Geschäfte der dann fusionierten Bank haben könnte,ich glaube kaum,dass so etwas ernsthaft in Erwägung gezogen werden würde,auch nicht ansatzweise!
Ich glaube nicht ansatzweise,dass die Deutsche Bank,nach all den Jahrzehnten in ehrenhaftem,kaufmännisch geprägtem Geschäftsgebahren bereit währe,ihre Unabhängigkeit soweit aufzugeben,oder zu gefährden!
Die Geschichte hat gezeigt,dass man so etwas dem Land auch nicht an tun kann,die Konsequenz währe das Risiko,eines eventuellen Scheiterns zu ertragen und denen,die unser Land weiter verwüsten wollen,sollte man mannhaft begegnen und ihnen sagen:"Ich bin dazu bereit,bist Du bereit,ebenfalls die konsequenzen zu tragen?"
...und dazu,sind die nämlich definitiv zu feige!
Das wird nie etwas,noch mehr Defizite machen,haufenweise Arbeitsplätze im Militär zu schaffen,die nur Kosten verurachen,gesponsort,aus einem europäischen Topf,um dann wieder "wischi-waschi" zu spielen,dann sieht ganz Europa aus,wie der Rote Platz,zu seinen besten Zeiten,Panzer,Flugzeuge und neuerdings noch einen neuen Flugzeugträger,bei den Defiziten,also bitte!
...das wird niemals Realität und das merken die noch früh genug,die frage ist,wie sieht es in einem solchen falle dann mit den versprochenen Arbeitsplätzen aus?
Eines,ist jedenfalls sicher,nämlich,wie es dann 2 Jahre danach aussieht,mit den Finanzen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.129.462 von Achim_von_Oberstaufen am 18.03.19 13:50:23Ja, MaxBlue gibt es.

Problem dabei ist:

Die DB hatte die Bewegung hin zum Online-Banking und -Brokerage
anfangs voellig verschalfen.
Als es ihnen Jahre nach den Pionieren dann doch daemmerte sich mal um diesen Bereich zu
kuemmern haben Sie MaxBlue erfunden.
Nur da hatten die anderen Vorreiter schon Millionen Kunden und waren schon gross.
Und der hiesige Markt hat halt nur eine begrenzte Zahl potentieller Kunden.

MaxBlue war ein Zwerg und ist es in gewissem Sinne bis heute im Vergleich.

Im Falle einer Fusion mit einem Verbleib der Comdirekt im Konzern,
wird MaxBlue dann vermutlich wohl mit Commdirekt auf die eine
odere andere Art und Weise zusammengefuehrt.


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