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Trading - Hin- und Hergerissen


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Hallo Zusammen,

das Thema Börse beschäftigt mich seit Jahren immer mal wieder, insbesondere das Trading.
So richtig bin ich das Ganze aber aus Zeitgründen nie wirklich richtig angegangen.

Mittlerweile versuche ich mich in das Thema auch tiefer einzuarbeiten, jedoch werfen mich häufig einige Kommentare und Videos etwas zurück. Dann zweifel ich eigentlich immer wieder daran, dass dieses "Spiel" tatsächlich für den Einzelnen langfristig funktionieren kann und sehe nur Geldmacherei der Broker, Seminarverkäufer und Möchtegerngurus dahinter. Klar, die Broker verdienen immer, dafür sorgt schon der Spread.

Auf der anderen Seite widmen sich ja Banken und Investoren nicht umsonst dem Thema, sondern um Kapital langfristig zu vermehren, also scheint es ja doch zu funktionieren. Klar ist aber auch, den Wissensvorsprung dieser Gruppe werde ich wahrscheinlich niemals erreichen.

Meine Frage ist eigentlich, wenn man die ganzen "Spinner" mal ausblendet, die im Netz kursieren und mit hohen 3 stelligen Renditen prahlen. Lohnt es sich wirklich sich mit dem Thema intensiv als Privatmensch auseinanderzusetzen? Auch mit dem langfristigen Ziel das Ganze ggf. als 2 Standbein zu betreiben. Man muss ja auch wirklich Zeit investieren und ggf. beruflich etwas umdisponieren...

Außerdem ist es ja eigentlich nur ein Geldumschlagsplatz. Die 95% bringen ihr Geld in den Markt und die 5% greifen es langfristig ab....Zeit und Effort wird eigentlich nicht belohnt, wenn die 5% sowieso immer einen Wissensvorsprung oder aufgrund des Equipments besser ausgestattet oder schneller sind. Dann ist es wie im Casino am BlackJack Tisch. Der minimale Vorteil der Bank frisst über kurz oder lang das Kapital der Spieler auf...selbst wenn der Einzelne kurzfristig Erfolg haben kann.

Eure Meinung dazu? Sollte ich am Thema dranbleiben, wie bewertet ihr diese Ganze Szene für Euch, gehört ihr vielleicht zu den 5% :).

Zu mir:
Stand heute habe ich nur ein Demokonto, noch keine Handelsstrategie.
Lese hier und dort und teste mich langsam voran...also noch kein wirkliches Gefühl für den Markt!
Sowas ist zB. ein Beitrag, der mich dann natürlich auch etwas zweifeln lässt das man langfristig und mit System erfolgreich sein kann:

derjenige, der Zur Zeit einen guten Lauf hat, wird dann immer zum wahren Experten mit echten Fähigkeiten ernannt. Und diejenigen, die aktuell viel verlieren, sind dann immer die Dummschwätzer. Und das obwohl sie früher auch als die Helden mit echten Fähigkeiten erschienen. Nach diesem Prinzip wird es an der Börse immer weiter gehen. Irgendwann erscheinen neue Helden die dann später doch als Glückstritter entlarvt werden. Das macht dann aber nichts, denn der nächste Held wird dann garantiert schon von der Börsenbranche geboren werden.

Auf der anderen Seite ein Bekannter von mir, der angeblich seit 4 Jahren dauerhaft hohe 2 stellige Renditen pro Jahr macht und mir gelegentlich seine Trades präsentiert, auch die Verlusttrades. Jedoch gleicht er die Verluste meist schnell aus. Vielleicht auch nur Glück gehabt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.359.428 von talexx am 15.04.19 16:38:1895% bzw. 5% hin oder her...

Was genau willst du den handeln?

Wenn du bei einem CFD Broker bist, dann vergiss mal gleich die Kursstellung und nachdem der Broker deinen Order abgewickelt hat, gibt er das Risiko gerne weiter. Den ist es egal ob du zu den 5% oder zu den 95% gehörst. Je mehr du handelst um so besser für den Broker bzw. den Marketmaker.

und das was die User auf diesen Plattformen hin und her bewegen, das interessiert auch nicht diejenigen die das Underlying direkt handeln.

D.h. wenn du richtige Kurse haben willst, dann direkt in die Aktie oder mittels Option bzw. im Bereich Index und Forex dann die Futures handeln.

und auch da weißt du doch nichts über die Marktteilnehmer, ob da Oma Helga, Friedrich der Gierige oder Goldmann Sachs eine Order platziert oder long/short geht all das weißt du nicht.

Auch wirst du die Hintergründe nicht kennen weshalb Goldmann long oder short geht. Bestimmt nicht, um ausgerechnet dich zu ärgern. Wohl ehr um eine eigene Position abzuwickeln oder abzusichern etc.

Selbst die Arbitrage Händler die immer von einem risikofreien Geschäft sprechen oder den Hochfrequenzhändlern, auch diese sind nicht befreit vom Risiko. Das fällt uns nur nicht auf wenn es passiert.

Der Informationsvorteil wirkt aber auch nur kurzfristig. In einer Studie habe ich mal gelesen, das die institutionellen durch den Informationsvorteil am Tag ca. 0,65% machen können, wenn aber diese Position länger gehalten wird, dann verpufft auch dieser Vorteil.

Wenn dein Bekannter so gute Ergebnisse realisiert, dann hast du doch schon einen Ansprechpartner bzw. Coach mit den du Grundlegendes besprechen kannst und eventuell beim live Trading jemanden hast mit den du dich austauschen kannst.

Das Mentale muss man durch reales handeln erfahren, dafür gibt es keine Medizin ... d.h. wie du mit Verlusten umgehst usw.

Stattdessen mal überlegen was für Vorteile "Investieren" gegenüber den Trading hat
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.360.583 von Chris_M am 15.04.19 18:24:48
Zitat von Chris_M: 95% bzw. 5% hin oder her...

Was genau willst du den handeln?

....

Stattdessen mal überlegen was für Vorteile "Investieren" gegenüber den Trading hat


Was will ich handeln...also der Dax Future wäre schon mal nicht schlecht, einige "Experten" sagen bestimmte Rohstoffe wären risikoarmer für Anfänger...D.h. so richtig festgelegt bin ich noch nicht...

Mein bekannter handelt eben genau CFDs. Also letztens sagte er DAX und DOW auf CFD Basis. So wie ich dich verstehe lehnst du diese aber eher ab!?

Wenn du sagst investieren, meinst du richtig in das Papier oder meinst du ETFs oder einfach nur langfristig denkend?

Ich wundere mich, wenn Leute behaupten, sie bestreiten vom Trading komplett ihren Lebensunterhalt...Das wäre doch tödlich, wenn man Gewinne einfahren MUSS.
Meine Erfahrung ist, dass ganze hin und her macht nur Sinn wenn man Viel Zeit,Energie und Nerven reinsteckt. Ich bin besser mit Geduld, langfristigen Investitionen in Firmen/Aktien und Der Dividenden Strategie gefahren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.360.802 von talexx am 15.04.19 18:47:20
Zitat von talexx:
Zitat von Chris_M: 95% bzw. 5% hin oder her...

Was genau willst du den handeln?

....

Stattdessen mal überlegen was für Vorteile "Investieren" gegenüber den Trading hat


Was will ich handeln...also der Dax Future wäre schon mal nicht schlecht, einige "Experten" sagen bestimmte Rohstoffe wären risikoarmer für Anfänger...D.h. so richtig festgelegt bin ich noch nicht...

Mein bekannter handelt eben genau CFDs. Also letztens sagte er DAX und DOW auf CFD Basis. So wie ich dich verstehe lehnst du diese aber eher ab!?

Wenn du sagst investieren, meinst du richtig in das Papier oder meinst du ETFs oder einfach nur langfristig denkend?

Ich wundere mich, wenn Leute behaupten, sie bestreiten vom Trading komplett ihren Lebensunterhalt...Das wäre doch tödlich, wenn man Gewinne einfahren MUSS.


ich habe sicher nichts dagegen wenn einer seine Zeit und Energie vor dem Monitor verbringen möchte, Analysen erstellt usw. um dann vielleicht 5 Euro pro Stunde verdient zu haben. Da ist wohl jeder andere Job lukrativer.

Abgesehen davon ist an Sprichwörtern ja oft was dran, wie "viel hin und her macht die Taschen leer"

Bei Aktien und Aktien per CFD zahlst du Transaktionskosten bei Indices auf CFD Basis soweit ich weiß nur den Spread, ggf. Slippage und Overnight ..

Die CFD´s würde ich abraten, weil die Kurse von den Brokern gestellt werden und nicht zwingend mit den Kursen an den Börsen übereinstimmen müssen. Es sind nur Indikatoren bzw. Abbilder.

Zu: "Wenn du sagst investieren, meinst du richtig in das Papier oder meinst du ETFs oder einfach nur langfristig denkend?"

Ja in die Unternehmung durch Aktienkauf und durchaus längerer Laufzeit (nennen wir es mal Positionstraiding) oder halt wirklich langfristig das man nur alle 12 Monate mal die Fundamental überprüft. oder per ETF, so weißt du definitiv das deine Performance nah am Markt ist ohne Aktivismus. (ggf. mit zusätzlichem Sparplan)

zu: "Ich wundere mich, wenn Leute behaupten, sie bestreiten vom Trading komplett ihren Lebensunterhalt...Das wäre doch tödlich, wenn man Gewinne einfahren MUSS."

Überlege mal anders herum, wenn du nur vom Trading leben willst, dann musst du dich auch selbst Krankenversichern. Alleine bei einer Freiwilligen Gesetzlichen KK sind das mal min. 160 Euro pro Monat, je nachdem wie das Tariflich abgesprochen ist und es geht bis zu 4.537,50 Euro/mtl.

Alleine das Geld für die monatlichen Fixkosten (inkl. Versicherungen) aufzubringen ist schon schwer und man sollte noch Rücklagen bilden für Monate wo man keine Gewinne aus dem Trading erzielt oder schlimmer, dass das Kapital schrumpft.

Wie gesagt die Mentalen Faktoren kommen da noch hinzu, denn deinem Mieter oder Strom, Wasser, Wäreversorger ist es doch egal womit du deine Rechnungen bezahlst, Hauptsache pünktlich.

Bei größeren Depots rechnet es sich sicher einfach die fixen Kosten zu deckeln aber mit einem großen Depot kannst du auch auf den Boden der Realität landen.


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