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ist die Deutsche Bank noch zu retten? (Seite 2)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.718.110 von BolivianRainmaker am 03.06.19 07:02:34
Zitat von BolivianRainmaker: Mehr als 100.000 Euro würde ich zum jetzigen Zeitpunkt aber keinesfalls bei der Deutschen liegen haben. Das Eisen wäre mir viel zu heiß. Was aber passiert wenn jeder so denkt ist auch klar. Dann erfüllt sich die "Prophezeiung" sehr schnell selbst.


Die EdB schützt 100 % der Einlagen, maximal den Gegenwert von 100.000 Euro pro Kunde (§ 8 EinSiG) und
90 % der Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften, maximal den Gegenwert von 20.000 Euro pro Kunde (§ 4 Abs. 2 AnlEntG). Das Europäischen Parlament hat am 18. Dezember 2008 beschlossen, dass die Mitgliedsstaaten bis 30. Juni 2009 nationale Gesetze erlassen müssen, die eine Einlagensicherung von mindestens 50.000 Euro je Kunde ohne den bisherigen Selbstbehalt von 10 % vorsehen. Diese Richtlinie hat die Bundesregierung in der Neufassung des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz vom 1. Juli 2009 gesetzlich umgesetzt. Zum 1. Januar 2011 wurde die Obergrenze von 50.000 auf 100.000 Euro erhöht.

Der Einlagenschutz schützt keine Verbindlichkeiten der Bank, wie Inhaberschuldverschreibungen oder Inhabereinlagenzertifikate! Seit Juni 2016 wird die Deutsche Bank vom IWF-Länderreport für Deutschland als die Bank mit dem weltweit höchsten Systemrisiko eingestuft.

Ich könnte mit einem Depot bei der Deutschen Bank, dass maximal mit dem Gegenwert von 20.000 Euro pro Kunde geschützt ist, keine Nacht mehr ruhig schlafen. :)

Ihr Barinvest
Das Depot ist doch Sondervermögen?

"Verbindlichkeiten aus Werpapiergeschäften" hätte ich als entweder Derivate oder Forderungen aus WErtpapiertranskationen gehalten die ich gegenüber der Bank habe (also Auslieferung des Wertpapiers bei Kauf oder Gutschrift nach Verkauf?
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.725.970 von BolivianRainmaker am 03.06.19 21:58:13
Depot-Werte stehen bei der Deutschen Bank im Risiko
Zitat von BolivianRainmaker: Das Depot ist doch Sondervermögen?


Ja, das Depot gehört zum Sondervermögen. Bei einer Zahlungsunfähigkeit der Deutschen Bank greift aber nicht nur die gesetzliche Einlagensicherung, sondern auch eine zusätzliche, institutsspezifische. Dass die Wertpapiere in den Bankdepots der Deutschen Bank keinesfalls so sicher sind, wie es auf den ersten Blick erscheint, ist vielen Anlegern vermutlich nicht einmal bewusst.

Ein Auszug: „Ist die Bank pflichtwidrig außer Stande, Wertpapiere des Kunden zurückzugeben, so besteht neben der Haftung der Bank im Entschädigungsfall ein Entschädigungsanspruch gegen die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Der Anspruch gegen die Entschädigungseinrichtung ist der Höhe nach begrenzt auf 90 Prozent des Wertes dieser Wertpapiere, maximal jedoch auf den Gegenwert von 20.000 Euro.“

Depot-Werte über 20.000 Euro stehen bei der Deutschen Bank somit voll im Risiko.
Nochmals, es gibt keine Einlagensicherung.






Die Deutsche Bank ist defenitiv in der Kategorie "Systematisches Risiko"
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.723.918 von Nutzer156 am 03.06.19 18:29:54Jetzt wieder in die andere richtung ... weiß nicht wer und wann aussteigt. Für zocker ist die aktie aber sehr interessant geworden :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.730.314 von Abfischer am 04.06.19 13:46:44ich lese in Österreich. Ich schreibe aber über die Deutsche Bank und die Sicherheit der Depots in Deutschland und da besteht eine Obergrenze in der Sicherung von lediglich 20.000 Euro.

Ihr Barinvest

Zitat von Abfischer:

Hier mal ein Artikel zum Thema "Bankenpleite":

Praxisbeispiel: Was würde im Falle einer Pleite der Commerzbank passieren?
Damit Sie die wichtigsten Szenarien kompakt in einer Übersicht haben, hier ein Praxisbeispiel:

Ihre Tages-, Giro- und Festgeldkonten, sowie Sparbücher sind durch die gesetzliche Einlagensicherung bis mindestens 100.000 Euro abgedeckt.
Ihr Aktien- und Fonds-Depot ist Sondervermögen und geht deshalb nicht (!) in die Insolvenzmasse ein. Es wird ohne Verlust auf eine neue Bank übertragen.
Falls Sie Aktien oder Anleihen der Commerzbank besitzen, sind diese rechtlich geschützt, würden aber im Falle einer Commerzbank-Pleite an der Börse wahrscheinlich wertlos verfallen.
Inhaberschuldverschreibungen der Commerzbank unterliegen, da diese nicht börsengehandelt sind, dem sogenannten Emittentenrisiko. Durch die Pleite des Emittenten wären diese Papiere wertlos.
Fazit: Wertpapierdepots im Pleitefall der Bank sicherer als Bankkonten
Aktien und Fonds werden von der Bank nur verwaltet und bleiben Ihr Eigentum. Geldvermögen kann dagegen im Falle einer Bankenpleite ab einer gewissen Grenze verfallen. Vor dem Hintergrund einer möglichen Pleite Ihrer Bank sind Wertpapierdepots sicherer als Bankkonten, die unter die Einlagensicherung fallen.

Denn wie Sie erfahren haben, greift die Einlagensicherung in der Regel nur bis 100.000 €. Darüber hinausgehende Beträge wären im Falle einer Pleite Ihrer Bank sehr wahrscheinlich verloren.

Ihr Wertpapierdepot hingegen würde von einer Bankenpleite gar nicht betroffen sein. Hier müssten Sie sich daher auch über Beträge, die über 100.000 € hinausgehen, keinerlei Sorgen machen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.765.987 von Wandfarbentester am 08.06.19 15:44:54...... von Obergrenze = "20T" für die Aktien im Depot kann ich da nichts lesen.
zu: .... Ich könnte mit einem Depot bei der Deutschen Bank, dass maximal mit dem Gegenwert von 20.000 Euro pro Kunde geschützt ist, keine Nacht mehr ruhig schlafen. :)
Ihr Barinvest

einfach mal die FAZ lesen und keine Panik verbreiten:

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/sparen-u…


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