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Lagerstellenwechsel - wer kann helfen - Probleme mit Dragon Mining WKN 880 207


ISIN: AU000000DRA1 | WKN: 880207 | Symbol: DRM
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16.10.18
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Hallo WO Gemeinde,

ich wende mich heute mit einem Problem an Euch in der Hoffnung das mir jemand weiterhelfen kann
oder nützliche Tipps parat hat um in der Sache weiterzukommen.

Da es schon ein spezielles Problem ist muss ich leider etwas weiter ausholen und hoffe das
Ihr die Zeit und das Interesse habt den Beitrag zu lesen :-)


Es handelt sich um die Aktie Dragon Mining WKN 880207, In diese Aktie bin ich seit 15 Jahren investiert und habe im Laufe der letzten Jahre auch immer mal Aktien zugekauft.
Mit großer Verwunderung musste ich Anfang Dezember 2018 feststellen, dass die Aktie nicht mehr bei der Consorsbank handelbar ist und die Aktie in meinem Depot wertlos gestellt wurde.
Ich muss dazu anmerken, das die Gesellschaft existiert und nicht in Insolvenz ist.
Wie ich mit sofort eingeleiteten Recherchen festgestellt habe, wurde die Aktie größtenteils delisted und ist nur noch über die Börse Hongkong handelbar. Soweit - so gut, diese Information ist leider an mir vorrüber gegangen, aber üblichewrweise erhält man dahingehend eine entsprechende Mitteilung. Die ist leider nicht geschehen.

Auf meine weiteren Nachfragen wurde mir dann am 28.12.2018 mitgeteilt das der Handel in HK möglich ist ...ich zitiere "Sie können die Order einfach online über den Handelsplatz Hong Kong einstellen".
Dies habe ich im Anschluß auch versucht, allerdings war es mir nicht möglich den Handelspaltz HK auszuwählen. Auf meine diesbezügliche Mitteillung erhielt ich am 03.01.19 folgende Antwort, ich zitiere "Wir haben die Börsenhandelsdaten nun geliefert bekommen. Sie können das Wertpapier ab sofort über Hongkong verkaufen."

Als ich erneut versuchte das Wertpapier zu handeln wurde mir in der Verkaufsmaske angezeigt, das der Verkauf über HK erst nach kostenpflichtiger Bestandsummeldung möglich wäre, also wiederum Fehlanzeige eines möglichen Handels.
Daraufhin erhielt ich am 07.01.2019 folgende verstörende Mail, ich zitiere....
"Unsere Fachabteilung hat noch einmal die Handelbarkeit geprüft. Auch in Hongkong ist nun kein Verkauf mehr möglich. Eine kostenpflichtige Umlagerung macht daher keinen Sinn. Es tut uns leid, aber aktuell können wir Ihnen leider nicht weiterhelfen."

Nach weiteren mehrfachen Mailverkehr in dem mehr oder weniger salopp mitgeteilt wurde das die Consorsbank da nichts tun könnte und ich mich doch bitte gefälligst damit abzufinden habe, wurde ich erfreulicherweise am 25.01.2019 telefonisch informiert, ich zitiere .....
"Das entsprechende Wertpapier ist nun wieder in HK handelbar"
was ich natürlich sofort ausprobiert habe und zum erneuten Schrecken die Info in der Verkaufsmaske bekam: "Ihre Order konnte nicht angelegt werden. Der Verkauf an der gewählten Börse ist erst nach einer kostenpflichtigen Bestandsumlegung möglich.
Bitte wenden Sie sich dazu an Ihr persönliches Betreuungsteam." Dies tat ich natürlich anschließend telefonisch.

Daraufhin bekam ich am 25.01.19 eine erneute Mail, ich zitiere wieder ....
"Um in Hongkong verkaufen zu können, müssten wir Ihre Aktien erst noch umlegen. Dafür fällt eine Gebühr von 143,60 EUR an. Die Abwicklung nimmt circa 1-4 Bankarbeitstage (ohne Gewähr) in Anspruch.
Kontaktieren Sie uns bitte zur Auftragserteilung der Lagerstellenumlegung telefonisch."
Den Auftrag habe ich natürlich telefonisch am 25.01.19 erteilt.

Mit großer Verwunderung und Enttäuschung erhielt ich dann am 31.01.2019 folgende Mail, ich zitiere....
"Ihren Auftrag zur Umlagerung der Gattung habe ich an unsere Fachabteilung weitergeleitet. Es haben sich nach Ihrem Auftrag noch ein paar Details aufgetan, die eine Umlagerung nicht möglich machen.
Kundenbestände der Gattung die bei der BNP Paribas USA direkt gelagert waren, wurden von der Lagerstelle automatisch und kostenfrei ausgebucht. Ihr Bestand liegt bei Clearstream Banking. Hier ist noch keine Weisung zur Wertlosbuchung an uns weitergegeben worden.
Die Kollegen haben den Handel in den USA geprüft, welcher noch stattfindet. Die Umlagerung ist aber nicht möglich, da die BNP in den USA die Gattung nicht annimmt. Sie können die Gattung kostenpflichtig wertlos Ausbuchen lassen oder an eine andere Bank übertragen, deren Lagerstelle die Stücke annimmt."

Wie die Mitarbeiter des Traderteams auf die Aussage kommen das ein Handel in den USA noch stattfindet, bleibt wohl dessen Geheimnis, denn auch nach intensiver Recherche hat sich dies in keinster Weise auch nur annähernd bestätigt.
Den anschließenden Schriftverkehr erspare ich mir jetzt hier, nur noch dieses Zitat, welches sich nicht lohnt zu kommentieren, da überwiegt lediglich das Unverständnis und auch ein wenig die Wut wie mit Kunden umgegangen wird :-(
"Wir können zu dem Sachverhalt nichts mehr hinzufügen und beziehen daher keine Stellung mehr zu dem Vorgang."

Sorry, aber das soll mal einer verstehen, das ganze Hin und Her empfinde ich schon ein wenig wie kalte Enteignung. Zur Erinnerung.... das Unternehmen existiert und ein regelmäßiger Handel findet täglich über den Handelsplatz HK statt.

Um ehrlich zu sein weiß ich nicht mehr weiter wie ich mit dieser Situation umgehen soll.
Die Consorsbank sieht sich nicht in der Lage die Stücke so von Australien nach Hongkong umzulagern das ein Handel in HK möglich ist.
Von der Consorsbank erhalte ich immer nur die Info das kein Handel stattfindet, obwohl man
gut verfolgen kann das dies unter WKN 1712.HK sehr wohl stattfindet.
Lt. Consorsbank wird der Wert jedoch nur taxiert und nicht gehandelt.

In meinem Depot liegen die Aktien immer noch als WKN 880 207. Wenn ich das recht verstehe
müssten diese Gattung ja "nur" von Australien nach HK umgelagert werden zu 1712HK und schon
wäre diese Angelegenheit erledigt.....

Wer kann hier weiterhelfen oder Tipps geben. Ich bin über jede Antwort dankbar und
freue mich darauf.

Danke im Voraus, Andreas
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.791.812 von Andi64 am 12.06.19 19:08:38Es ist natürlich immer schwierig, aus der Entfernung zu beurteilen, warum hier was hakt. Ich glaube auch nicht, dass Consors dich ärgern will oder sich deine Aktien unter den Nagel reißen will. Was außer Ärger hätten die davon?

Also scheint es ja tatsächlich irgendwelche Probleme zu geben. Der Satz "...an eine andere Bank übertragen, deren Lagerstelle die Stücke annimmt." könnte darauf hindeuten, dass es die Lagerstelle von Consors in Hongkong ist, die Probleme macht (und für die Consors dann am Ende tatsächlich nichts kann).

Dennoch können die dich mit Floskeln nicht abspeisen. Ein Satz wie "Es haben sich nach Ihrem Auftrag noch ein paar Details aufgetan, die eine Umlagerung nicht möglich machen." geht gar nicht.

Unter https://www.hkex.com.hk/Market-Data/Securities-Prices/Equities/Equities-Quote?sym=1712&sc_lang=en sieht man deutlich, dass es Umsätze gibt (heute waren es 10,87 Millionen Stücke oder HKD).

Ich würde nochmal versuchen, die Umlagerung zu veranlassen. Auf jeden Fall schriftlich, weil die Zeit für telefonische Dinge vorbei ist. Am besten per Brief an die Geschäftsleitung mit Schilderung dessen, was passiert ist (gerne auch die Verärgerung über das ewige Hin und Her zum Ausdruck bringen). Dann den Auftrag zur Umlagerung erklären, Hinweis auf den vorhandenen Börsenhandel und den Wunsch, dort zu verkaufen. Und schließlich - für den Fall, dass es doch nicht geht - eine klare, eindeutige Begründung ohne Floskeln einfordern.

Nach meiner Erfahrung wirken auch Hinweise auf das Einschalten der BAFin und eines Rechtsanwalts oft Wunder, aber auf dem Niveau ist der Vorgang noch nicht, oder?

Mit einer guten Begründung könntest du ggf. auf die Suche nach einem anderen Broker mit einer "besseren" Lagerstelle gehen, aber da kommt es auch auf die Größe deiner Position an, zumal du einen Verlust nicht mehr steuerlich geltend machen kannst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.791.812 von Andi64 am 12.06.19 19:08:38Interessant, was stupidgame hier schreibt:

https://wissen.consorsbank.de/t5/Wertpapierhandel/An-der-Nas…

Leider ist er bei w:o abgemeldet.

Ich würde mal andere Broker fragen, z.B. vitrade:

https://www.vitrade.de/handel/wertpapierhandel/international…


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