Direkte Beobachtung des Treibhauseffektes
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Das ist ein richtiger Hinweis.
Das ist ein schönes Beispiel für einen Scheinbeweis. Man kann es ebenso gut als Schweiderlegung verkaufen, wie es zahlreiche Beispiele in Desinformations-Sites gibt.
Der direkte Nachweis des Treibhauseffektes durch Beobachtung aus dem All geht ins Jahr 2001 zurück https://www.spektrum.de/news/direkter-nachweis-des-treibhaus… Es war der Nachweis, dass die Abstrahlung der Erde im infraroten Bereich zurückgeht, und dass dies gerade im Absorptionsbereich der Treibhausgase geschah.
Eine aktuelle Arbeit von J.K. Shaw und Kollegen, Current and Future Changes in Earth's Outgoing Infrared Spectrum. Geophysical Research Letters, 53, e2026GL121893. https://doi.org/10.1029/2026GL121893 bespricht die erweiterten Möglichkeiten der Satelliten bei der direkten Beobachtung des Treibhauseffektes und den Veränderungen im Laufe der Zeit. Dazu auch, welche detaillierteren Effekte bis 2040 mit den vorhandenen Satelliten beobachtet werden können. Da diese Arbeit sehr viele, allerdings auch komplexe Informationen enthält, wollte ich dies auf mehrere Beiträge aufteilen. Grundsätzlich aber ist auch dies eine Arbeit, die belegt, dass der Treibhauseffekt und seine Ursachen direkt beobachtet werden können und nicht "bloß eine Theorie" oder "etwas aus Modellen" sind.
Ja, es gibt leider derzeitig ein hohes Spam-Aufkommen.
Eine Reihe von Arbeiten in diesem Thread berichten darüber, dass mit hochempfindlichen Strahlungsmessgeräten verschiedene Komponenten der Strahlung vom Boden und aus der Atmosphäre, womöglich auch spektral aufgelöst, gemessen wurden, um das Strahlungsbudget zu bestimmen oder gar direkt den Strahlungseffekt von Treibhausgasen zu bestimmen. Solche Verfahren sind teuer und aufwendig. Es gibt aber sehr viele meteorlogische Stationen, deren Daten trrotzdem dazu beitragen können, den Treibhauseffekt zu beobachten. Dazu muss man zwei Schritte gehen.
Kurze Frage: kann man den Treibhauseffekt mit einem einfachen Laboraufbau demonstrieren. Kurze Antwort: Nein.
Ich hatte im letzten Beitrag darauf hingewiesen, dass Pyrgeometer geeignet sind, eine direkte Messung des Treibhauseffektes durchzuführen. Pyrgeometer sind Geräte, die die Wärmestrahlung aus einer Richtung (von oben oder unten aus dem gesamten Halbraum) messen, indem ein ideal schwarze Fläche im Gerät durch diese Strahlung erwärmt wird und die Temperatur gemessen wird. Führt man solche Messungen über lange Zeiträume sehr genau durch, kann man direkt messen, wie der Himmel abseits der Sonne immer stärkere Strahlung abgibt.
So etwas hat zum Beispiel Atsumu Ohmura gemacht mit Daten von 22 Stationen von 1998 bis 2021 auf der ganzen Welt und 2024 veröffentlicht: "Atsumu Ohmura: Decadal variation of longwave downwelling and net radiation as observed at the surface with implication for climate sensitivity: Based on pyrgeometer and pyranometer measurements. Journal of the European Meteorological Society, 1, 2024) https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S295063012…
Wenn Treibhausgase in der Atmosphäre sind, erzeugen diese Gase die sogenannte Gegenstrahlung - die Luft ist in der Lage, entsprechend ihrer Temperatur, infrarote Strahlung abzugeben, unsichtbar, aber als Wärme fühlbar. Die Moleküle, die von infraroter Strahlung angeregt werden und deshalb für eine erhöhte Temperatur der Atmosphäre sorgen, können aus dem gleichen Grund auch strahlen. Die Messung der Strahlung der Luft, abseits von der Sonnenstrahlung, ist ein direkter Beweis, dass der Treibhauseffekt aktiv ist.
Eine schöne Übersicht der Energieflüsse der Erde, somit auch der Gegenstrahlung und damit die Voraussetzung, den Treibhauseffekt vom Boden aus zu messen, findet man auf dieser Seite, die an der Uni Bremen gepflegt wird:
Noch mal der Hinweis: in diesem Thread werden Arbeiten verlinkt und beschrieben, die den direkten Nachweis des Treibhaueffektes führen. Es geht darum, dass dies nicht "nur" Theorie und Modellergebnis ist, sondern man kann mit Messapparaturen direkt beobachten, dass es einen Treibhauseffekt gibt, der den Strahlungshaushalt verändert und die Erde erwärmt.
In diesem Thread wurden eine Reihe von Arbeiten verlinkt und vorgestellt, bei denen der Treibhauseffekt (meistens aufgrund erhöhter CO2-Konzentration, aber auch durch andere Treibhausgase) direkt gemessen wurde. Im Allgemeinen betrachtet man als Treibhauseffekt, dass das Strahlungsbudget der Erde sich verändert zeigt - messbar geht weniger Strahlung von der Erde aus als die Erde von der Sonne empfängt. Üblicherweise beobachtet man das über den Rückgang der Abstrahlung der Erde oder als Anstieg der Gegenstrahlung aus der Atmosphäre. Das entspricht der Definition des Treibhauseffektes: der globale mittlere Treibhauseffekt ist die Differenz zwischen der berechneten mittleren Temperatur der Erde im Gleichgewicht mit der Sonneneinstrahlung und der tatsächlichen global gemittelten Erdbodentemperatur. Letztere ist erhöht, weil die Atmosphäre Treibhausgase enthält, die die direkte Abstrahlung ins All behindert. Die Abstrahlung ins All erfolgt meistens in größeren Höhen bei einer niedrigeren Temperatur als am Erdboden. Der Effekt liegt bei ca. 33 Kelvin (oder Grad). Man beobachtet also bei einer Verstärkung des Treibhauseffektes immer, dass die Abstrahlung ins All bei einer niedrigeren Temperatur erfolgt und kann dem Absorptionen der Treibhausgase im Abstrahlungsspektrum zuordnen.
In diesem Thread geht es um die direkte Beobachtung des Treibhauseffektes. Klimaleugner behaupten unter anderem, der wachsende Treibhauseffekt wäre "nur eine Theorie", wäre nur Ergebnis von "Modellrechnungen". Jedoch belegen mehrere hier im Thread präsentierte wissenschaftliche Arbeiten, dass der Treibhauseffekt, sein Wachstum mit dem Anstieg der atmosphärischen Treibhausgasanteile und die dadurch verstärkte Wärmezunahme der Erde direkt beobachtet werden können. Die globale Erwärmung durch den Treibhauseffekt ist beobachtet und gemessen.
Hier diskutiere ich eine Publikation von Shiv Priyam Raghuraman, David Paynter, V. Ramaswamy, Raymond Menzel, Xianglei Huang: Greenhouse Gas Forcing and Climate Feedback Signatures Identified in Hyperspectral Infrared Satellite Observations, Geophysical Research Letters, doi.org/10.1029/2023GL103947 (Volume 50, Issue 24, 28 December 2023), https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/202…
Die Tropopause erkennt man also an zwei Effekten: die Temperatur der Luft hat ihr Minimum erreicht. Oder die Abnahmerate der Temperatur mit steigender Höhe sinkt erstmals unter einen niedrigen Grenzwert. Damit deutet sich schon an: es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Tropopausenhöhe zu bestimmen. Sie führen zu ähnlich, aber nicht exakt gleichen Ergebnissen.
Die direkte Messung der Tropopausenhöhe ist sehr schwierig. Das ist schade, denn eigentlich wäre der Anstieg der Tropopausenhöhe ein direktes Maß für die optische Dichte der Troposphäre, ihre Wärmeaufnahme und damit den Treibhauseffekt. Traditionell misst man die Tropopausenhöhe aber mit Hilfe von Radiosonden, die zweimal am Tag an vielen Orten auf der Erde aufsteigen. Gerade dort, wo es am wichtigsten wäre, in den Tropen, sind die Messorte aber eher dünn verteilt. Die Messpunkte in der Höhe an der Tropopause liegen auch nicht dicht genug, um auf den Meter genau die Tropopause zu bestimmen. Die Messreihen umspannen auch nicht die Zeit seit 1850, wie die globalen Temperaturmessungen am Boden, sondern nur die letzten Jahrzehnte.
Neben der Auswertung der Radiosondenmessungen kann man diese auch in die Wettervorhersage füttern und sich aus dem Wettervorhersagemodell Reanalysedaten geben lassen. Das sind keine Vorhersagedaten, sondern die optimale Anpassung an die Messungen in den Wettermodellen. Aus diesen Daten läßt sich die Tropopausenhöhe genauso gut bestimmen, wie aus den eigentlichen Messdaten, aber zusätzlich erhält man jetzt Daten auch zwischen den Orten, an denen Radiosonden aufgestiegen sind. Die Daten sind wirklich global abdeckend.
Der derzeitig beste Übersichtsartikel zu den Reanalysedaten zur Bestimmung der Tropopausenhöhe mit globaler Abdeckung über die letzten 40 Jahre bis 2021 ist hier verlinkt:
Variability and trends of the tropical tropopause derived from a 1980-2021 multi-reanalysis assessment. Zou Ling , Hoffmann Lars , Müller Rolf , Spang Reinhold, Frontiers in Earth Science 11 (2023). DOI=10.3389/feart.2023.1177502
https://www.frontiersin.org/journals/earth-science/articles/…
Der Artikel zeigt zum einen: ja, die Tropopausenhöhe (über den Tropen) steigt. Die Anstiegsrate ist 0,06 +/- 0,01 km/Jahrzehnt. Die Anstiegsrate ist allerdings seit 2006 niedriger als bis 2005. Dabei spielt vielleicht eine verbesserte Messung seit 2006 eine Rolle. Außerdem spielen viele störende Effekte eine Rolle. Die Tropopausenhöhe schwankt über das Jahr hinweg und durch Einflüsse wie ENSO oder Vulkanausbrüche. Auch die Abnahme der Ozonmenge in der Stratosphäre durch FCKW (Ozonloch) und die Erholung in jüngerer Vergangenheit beeinflusst diese Daten. Zwischen verschiedenen Reanalysemodellen gibt es deutliche Unterschiede, die im Artikel diskutiert werden. Vereinfachend sollte man aber hier die ERA5-Daten als Standard nehmen.
Der Artikel verdeutlicht erneut: die Tropopausenhöhe ist ein schwieriger Indikator für den Treibhauseffekt. Aber immerhin ist auch dies ein Beweis für den Treibhauseffekt als Antrieb für den Klimawandel durch direkte Messungen, die über die Reanalyse als globale Daten bereit gestellt werden können.
Da die Sonne offenbar ein Organismus ist, sollte sie selbst die "Verdauung" bzw. den Stoffwechsel regeln (Teil des eigenen Körpers).
Größere Änderungen durch den Menschen könnten sehr unethisch sein (wie Schwarzmagie).
Die Arbeit ist von João Teixeira, Robert C. Wilson und Heidar Th. Thrastarson: Direct Observational Evidence from Space of the Effect of CO2 Increase on Longwave Spectral Radiances: The Unique Role of High Spectral Resolution Measurements, Atmos. Chem. Phys., 24, 6375–6383, https://doi.org/10.5194/acp-24-6375-2024, 2024.
Preprint: https://egusphere.copernicus.org/preprints/2023/egusphere-20…
Artikel: https://acp.copernicus.org/articles/24/6375/2024/
Ziel der Arbeit ist, die im All für die Erde beobachtete Rückstrahlung mit den entsprechenden Modellberechnungen zu vergleichen, die auch den Effekt des Anstiegs des CO2-Anteils enthalten. Besonders hier ist die hohe spektrale Auflösung der Messungen - es wird eine sehr feine Struktur über die Frequenzabschnitte der Strahlung, also die verschiedenen "Farben", betrachtet. Das ist erforderlich, um Effekte von Wasser und Temperatur auf die Spektren identifizieren zu können. Indem sehr viele Spektren mit ähnlichen Anteilen von Wasser und Temperatur, aber sehr verschiedenen CO2-Anteilen aufgenommen werden, kann der spezifische CO2-Anteil aus den Satellitenbeobachtungen erkannt werden.
Was man also sieht ist, wie stark sich durch die Änderung der CO2-Anteile an der Atmosphäre die Rückstrahlung ins All in hoher spektraler Auflösung absenkt. Diese fehlende Rückstrahlung ist die Energieaufnahme der Erde durch den zusätzlichen Treibhauseffekt durch das zusätzliche CO2, als die direkte Beobachtung des Treibhauseffektes.

Die blaue Linie im Bild ist die Beobachtung, die rote Linie die Berechnung. Die gute Übereinstimmung zeigt, dass der Effekt verstanden ist, der Treibhauseffekt experimentell bestätigt ist. Beide Linien sind die Abweichung von einem Spektrum ohne den Einfluss von CO2. Zugleich sieht man, dass in die durchgezogene blaue Linie viele gemessene Spektren eingehen, die dann gemittelt werden (blaßblaue Linien).
So ein Unsinn. Die Nettostrahlung ins All ist etwa gleich geblieben (II. HS der Thermodynamik). Die Abstrahlung von der Erdoberfläche (und auch die konvektive Abgabe) haben zugenommen. Die Gegenstrahlung am Ort der Erdoberfläche als Teil der Nettostrahlung hat stärker zugenommen - und damit wird die stärkere Aufwärtsstrahlung als Teil der Nettostrahlung versorgt.
Zur Betrachtung des Treibhauseffektes reicht eben nicht die Oberflächenbetrachtung, der THE ist ein Volumeneffekt und dazugehört das Ansteigen der Tropopausenhöhe - was auch gemessen wird.
Deine "schöne" Rechnung erklärt nicht, was die Ursache der Temperaturzunahme ist - und warum gerade 50 Jahre. Außerdem krankt das Ganze noch daran, das sowohl die gespeicherte Wärme im Ozean, als auch an der Oberflächenschicht und teilweise in der Atmosphäre wegen der höheren Temperatur zugenommen haben.
Die Quadratmeter Lufthülle hat bei 1 K plus 10000 KJ Wärme aufgenommen, der Erdboden, gerechnet bis in 2 Meter Tiefe, 4000 Kg, spez. Wärme 2, 8000 KJ Wärme, oder Wasser bis in 2 Meter Tiefe auch 8000 KJ Wärme, also Luft und Boden zusammen 18000 KJ Wärme.
Diese 18000 Kilojoul Wärme entsprechen 18000 Kilowatt, die der Energiebilanz fehlen.
In 50 Jahren 18000 KJ Wärmeaufnahme, ergeben in Einem Jahr 360 KJ, an einem Tag 0,99 KJ, in einer Stunde 0,04 Kj, in einer Minute 0,00068 KJ, in einer Sekunde 0,000011416 KJ, oder 0,011416 Joul die einer ausgeglichenen Energiebilanz pro Sekunde fehlen.
Die Temperatur ist um 1 K gestiegen und der Boden emittiert somit nicht mehr mit 288 K 390,08 W/qm, sondern mit 289 K und 395,53 W/qm, das sind plus 5,45 W/qm.
Nun zeigt der WD in der von dir Nebenan verlinkten PDF eine Grafik mit einer Bilanz, nach der 6% der Bodenstrahlung als Fensterstrahlung direkt ins All emittiert werden.
Das wären bei 288K dann 390,08 W/qm, davon 6%, 23,40 WIqm.
Bei 1 K plus dann 289 K, 395,53 W/qm, 6%, 23,73 W/qm, also 0,33 W/qm mehr an Fensterstrahlung.
Es zeigt sich also, dass zusätzliches CO2 nicht die Ursache der 1 K Temperaturerhöhung der letzten 50 Jahre ist, denn die gespeicherte Wärme von 18000 KJ kann nur eine negative Bilanz von 0,011416 W/qm am TOA erzeugen, während gleichzeitig bei 1 K plus die Fensterstrahlung der Bodenemission um 0,33 W/qm, also das 29-Fache zunimmt, wäre eine Erwärmung durch zusätzliches CO2 eine physikalische Unmöglichkeit.
Der Übergang vom strahlungsbedingten Temperaturgradienten (Stratosphäre) zum adiabatisch bedingten Temperaturgradienten (Troposphäre) ist Folge der Treibhausgase. Also reicht die geringe(?) Menge der Treibhausgase aus, die Zweiteilung der Atmosphäre zu erklären. Wenn das für Dich nicht relevant ist, dokumentierst Du keine Ahnung vom Treibhauseffekt zu haben.
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