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Funktionsweise Aktienanleihen?



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Hallo erstmal,

ich bin neu hier im Forum und insgesamt neu in der Finanzwelt.
Da ich nun mein hart-erspartes respektiv verdientes Geld sinnvoll anlegen wollte, bin ich auch über Aktienanleihen gestolpert.
Da man ja bekanntermassen in nix investieren soll was man nicht versteht, wollte ich meine Kenntnisse erstmal weiter auffrischen was das Thema betrifft.
Die zigtausenden Internetseiten mit ihren Erklärungen und Definitionen habe ich mir alle schon reingezogen, und auch soweit kapiert, aber wirklich Grundlegendes vermittelt einem leider niemand.

Mir ist das Funktionsprinzip von Anleihen bewusst, mir ist auch klar dass AAs quasi zusammengesetzte Produkte sind, aus mehreren Paketen geschnürt. Nur ist mir im Kern nicht klar woraus sie bestehen:

Wenn ich eine Anleihe eines Unternehmens kaufe, ist das Unternehmen der Emittent. Bei einer AA jedoch eine Bank. Wie kommt das zustande? Enthält die AA überhaupt eine Anleihe des Unternehmens?
Ich hatte gedacht bei einer AA man kauft eine Anleihe beim Unternehmen, wobei DIESES jedoch dann entscheidet ob man Aktien oder Geld bekommt. Scheinbar ist es jedoch die Bank?
D.h. sollten die Kurse der AA fallen, unter den ausgemachten Basispreis, dann kauft die Bank erstmal die Aktien um sie mir zu übertragen?

Ich glaube das waren erstmal die wichtigsten Fragen.

Besten Dank und beste Grüsse!
Goole
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.316.308 von NazGoole am 22.08.19 10:53:44Lt. diesem Artikel
https://www.capital.de/geld-versicherungen/wie-sicher-sind-a…
ist eine Aktienanleihe eigentlich ein Zertifikat. Ich halte es für klug, den Artikel bis zum Schluß zu lesen :)

Ich für meinen Teil habe noch nicht gehört, das Firmen direkt Zertifikate ausgeben, sondern nur Banken. Aber ich kann mich irren...

Viel Erfolg.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.316.308 von NazGoole am 22.08.19 10:53:44Die Aktienanleihe ist nach meinem Verständnis eine reine Spekulation auf den Kurs der Aktie. Mit Anleihen, die dieses Unternehmen herausgegeben hat, hat die Aktienanleihe absolut nichts zu tun.

Aktienanleihen werden von den Bankberatern gern angeboten, weil sie anscheinend mehr daran verdienen.

Unter den Anleihen gibt es einige, die den Kupon nur auszahlen, wenn die Firma schwarze Zahlen schreibt (Genußscheine, Tier1-Anleihen) und bei einer Südzucker-Anleihe ist die Zahlung an die Höhe des Free Floats gekoppelt, bei anderen an die Zahlung einer Dividende. Solche Anleihen haben eine höhere Verzinsung als solche mit fixem Kupon und fester Laufzeit, die gern als "plain vanilla" bezeichnet werden.
NazGoole,
eine Aktienanleihe (AA) ist ein Finanzprodukt, ein Zertifikat. Banken haben dieses Produkt erfunden und verkaufen immer wieder neue AA auch über die Börse. Eingelöst wird eine AA von der emittierenden Bank. Die AG, deren Aktienname benutzt wird, hat mit einer AA nichts zu tun.

Eine AA ist eine Anleihe (meist 1000,- €) mit einer Rückzahlbedingung. Der Kurs einer Aktie muß an einem bestimmten Tag an einer bestimmten Börse (meist Xetra Schluß) über einem festgelegten Betrag liegen. Andernfalls liefert die Bank eine festgelegte Anzahl Aktien in dein Depot. Die Zinsen erhältst du in jedem Fall.

Diese Rückzahlbedingung rechtfertigt einen gehobenen Zinssatz.
Eine Aktienanleihe ist ein geeignetes Produkt, wenn du mit einer moderaten Kursentwicklung der Aktie (in beide Richtungen) rechnest, also damit, dass sich die Aktie wenig verändern wird.

Wenn du mit stark steigenden Kursen rechnest, ist die Aktienanleihe nicht geeignet, weil die Chancen nach oben durch den Cap (diese bestimmte Kurs, den alzwo genannt hat) begrenzt sind. Dann sind eher Optionen oder direkte Kauf der Aktie gut.

Bei stark fallenden Kursen bekommst du zum Ende der Laufzeit Aktien, die stark im Wert verloren haben.

Darum Aktienanleihen nur, wenn du bis zum Ende der Laufzeit mit einer Seitwärtsbewegung rechnest.


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