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ETF-Sparplan Kosten (Anfänger-Fragen)



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Sehr geehrte Wissende,


möchte mir ein kleines Finanzposter ansparen und mir deshalb einen Fondssparplan anlegen. Momentan sind Comdirect, CortalConsors, Flatex und OnVista bei mir erste Wahl.

Als Neuling auf diesem Gebiet hätte ich vorab einige grundlegende Fragen, welche Ihr mir sicher kompetent und aussagekräftig beantworten könnt und wollt.

Als erstes meine Frage zu den Kosten. Das Depot an sich ist ja kostenlos bzw. sollte kostenlos sein. Die Ordergebühren eines ETF-Fonds, welche dann auf mich zukommen, betragen entweder einen Fix-Preis pro Order/Ausführung oder einen prozentualen Anteil der „Ordersumme“. Soweit richtig – oder?

Wenn ich dann nach xx Jahren mein Sparziel erreicht habe und „an mein Geld will“, muss ich die Fondsanteile ja wieder verkaufen. Ich gehe davon aus, dass dann nochmals Gebühren fällig werden.

-Wie hoch sind diese (ungefähr)?
-Gibt es Möglichkeiten die Gebühren dann irgendwie möglichst gering zu zahlten (Wie – Depotkonto auflösen und Guthaben auf Referenzkonto überweisen oder keine Teilverkäufe, sondern alles auf einmal,…….)?
-Ich habe dann ja ggf. „ganze“ Anteile und „Bruchstücke“ eines Fondsanteils. Gibt es hier beim Verkauf dann höhere Kosten o.ä. bzw. wie wäre hier die „richtige/günstigste Verkaufstaktik“?
-Ist allgemein hier ggf. ein Auszahlungsplan (wenn es denn so einen gibt) sinnvoll?
-Muss ich steuerlich auf etwas besonders achten (außer die 801€)?


Ich danke für hilfreiche Antworten.
Grüße
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.401.176 von silberruecken69 am 03.09.19 17:06:03wie hoch die Kosten in zig Jahren sein werden, kann dir niemand sagen. Beim Verkauf gelten die ganz normalen Ordergebühren aus den Preis- Leistungsverzeichnis des Brokers.

Bruchteile werden beim Komplettverkauf aufgelößt, da muss man aber machmal noch mit dem Broker kontakt aufnehmen. Das wird .n.m.E. im Direkthandel abgewickelt (Extrakosten hatte ich da noch nicht)

Alles was über den Freibetrag geht wird akt. mit 25,x% versteuert. Auch hier kann in der viel passieren.

Auszahlungsplan ist sicher nett, wenn man z.B. jeden Monat 200 Euro ausgeschüttet bekommt. Genauso gut kannst das auch selbst steuern und pro Jahr 2400 Euro entnehmen (12x200)

Bzgl. Gebühren Sparplan liegen die bei 1,5 bis 2,5% je nach Broker.

Günstiger würdest nur kommen wenn du a) Aktionen mitmachst (einige ETF werden ohne Ordergebühr gekauft) oder b) ab einen gewissen Betrag sind z.B. 7 Euro auf 1000 Sparbetrag relativ günstiger oder bei einigen Broker auch Aktionen ab 1500 Euro ohne Ordergebühr...
Hallo,

danke für die Rückmeldung und den Link. Das man nicht weiß, wie sich die Kosten in Zukunft entwickeln, ist mir natürlich bewusst. Hier meinte ich die "nach heutigem Stand".


Sie schreiben von Gebühren für den Sparplan, deren Höhe vom ausgewählten Broker abhängig ist. Bedeutet das, dass zu den Ordergebühren noch diese Kosten zusätzlich drauf kommen und das z. B. ein Sparplan von monatlich 50€ dann um diesen Betrag gekürzt wird?

Sie sprechen auch die ETF´s ohne Ordergebühr an. Dann müssten hier die aus meinem Beispiel genannten 50€ des Sparplans in voller Höhe bespart werden, oder?


Zur Kosteneinsparung:
1) Eine „Taktik“ wäre dann, so einen kostenlosen ETF zu besparen und wenn für den dann irgendwann Gebühren verlangt werden, würde ich den dann ruhen lassen und mir einen anderen kostenlosen ETF suchen (Änderungen einer Order sind glaube ich meistens kostenlos). Kann man „ungefähr“ sagen, wie lange ein kostenloser ETF auf dem Markt ist? Nicht dass die Dinger nur 1-2 Jahre angeboten werden und ich dann in xx Jahren übertrieben gesagt 20 Fonds in meinem Sparplan habe. Oder ist so ein vorgehen bzw. eine hohe Anzahl an ETF´s in einem Sparplan keine Seltenheit?

2) An sich wäre ja auch der Trick möglich, sich in der Ansparphase einen Broker zu suchen, der beim Ordern möglichst günstig ist und wenn es Richtung Auszahlung geht, den kompletten Fonds zu einem Broker zu übertragen (Fondsübertrag ist meistens kostenlos glaube ich), welcher hier möglichst wenig Gebühren verlangt.

Grüße
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.417.931 von silberruecken69 am 05.09.19 13:31:26
Zitat von silberruecken69: Hallo,
Sie schreiben von Gebühren für den Sparplan, deren Höhe vom ausgewählten Broker abhängig ist. Bedeutet das, dass zu den Ordergebühren noch diese Kosten zusätzlich drauf kommen und das z. B. ein Sparplan von monatlich 50€ dann um diesen Betrag gekürzt wird?


z.B. 1,75% vom Sparbetrag (50 Euro) = 0,875 Euro Gebühr und für 49,125 Euro werden Anteile gekauft.

Ein Broker soll wohl 1 Euro für das Anlegen für den Sparplan nehmen...

Bitte in das Preis- Leistungsverzeichnis schauen oder beim Broker erfragen. Alle Details kenne ich auch nicht von allen Brokern.



Zitat von silberruecken69: Sie sprechen auch die ETF´s ohne Ordergebühr an. Dann müssten hier die aus meinem Beispiel genannten 50€ des Sparplans in voller Höhe bespart werden, oder?


Ja aber auch hier gelten i.d.R. Aktionsregeln, z.B. maximaler Sparbetrag 500 Euro und nur auf ausgewählte ETF für einen bestimmten Zeitraum.





Zitat von silberruecken69: Zur Kosteneinsparung:
1) Eine „Taktik“ wäre dann, so einen kostenlosen ETF zu besparen und wenn für den dann irgendwann Gebühren verlangt werden, würde ich den dann ruhen lassen und mir einen anderen kostenlosen ETF suchen (Änderungen einer Order sind glaube ich meistens kostenlos). Kann man „ungefähr“ sagen, wie lange ein kostenloser ETF auf dem Markt ist? Nicht dass die Dinger nur 1-2 Jahre angeboten werden und ich dann in xx Jahren übertrieben gesagt 20 Fonds in meinem Sparplan habe. Oder ist so ein vorgehen bzw. eine hohe Anzahl an ETF´s in einem Sparplan keine Seltenheit?


Kann man sicher so machen ... Die Aktionszeiträume sind auch beim Broker nachzulesen.



Zitat von silberruecken69: 2) An sich wäre ja auch der Trick möglich, sich in der Ansparphase einen Broker zu suchen, der beim Ordern möglichst günstig ist und wenn es Richtung Auszahlung geht, den kompletten Fonds zu einem Broker zu übertragen (Fondsübertrag ist meistens kostenlos glaube ich), welcher hier möglichst wenig Gebühren verlangt.

Grüße


Ich würde nicht immer daran denken, das alles auf der Welt kostenlos ist. Die Mitarbeiter beim Broker möchten auch ihr Gehalt und das möchtest du von deinem Arbeitgeber auch (und verschenkt der was???)

1,5-2,5% für eine Mickymaus Order von 50-300 Euro sind doch schon wenig. Andernfalls mit 1000 Euro und 7 Euro Gebühr ... selbst das ist einigen noch zu viel.

Es gibt auch einen Broker wo jede Order 1 Euro kostet. Ist nME der z.Zt. günstigste Dt. Broker und dann kann man die Anteile auch woandershin übertragen.

Ein Broker ist noch in der Testphase und will es mit Null Euro Ordergebühr versuchen.

There is no free lunch!



Auszahlen ist z.Zt. wohl ein Thema was weit in der Zukunft liegt. Deshalb gehe ich darauf nicht weiter ein
Ich möchte natürlich keinen um sein Geld bringen – aber auch nicht übertrieben viel zahlen.

Momentan gefällt mir bei COMDIRECT, dass man im Sparplan 10 ETF´s haben kann. So kann man hier „die Last“ auf mehrere Schultern verteilen kann. Auch könnte man hier einen kostenlosen ETF nehmen und wenn der was kostet den ruhen lassen und den nächsten nehmen. Nach xx Jahren habe ich dann EINEN Sparplan mit mehreren besparten ETF´s. Der eine Sparplan kostet mich dann nur einmal die „Verkaufsgebühr“. Wenn ich mehrere Sparpläne hätte würden dann mehrmals Verkaufsgebühren anfallen. Ist meine Annahme hier richtig?

Bei COMDIRECT wird auch unterschieden zwischen Festpreisgeschäft und Kommissionsgeschäft. Die Begriffe habe ich soweit verstanden. Für die Praxis hätte ich die Frage, ob man UNGEFÄHR sagen kann, mir welcher Variante ein Verkauf am lukrativsten für mir wäre (z.B. bis zu einem Betrag x ist Variante 1 besser,….o.ä.).

Ist es korrekt, dass man bei COMIRECT dann einen Sparplan nur im Kommissionsgeschäft verkaufen kann und nicht im Festpreisgeschäft?

Grüße
Hallo zusammen,

ich hätte dazu auch noch eine Frage und zwar investiere ich monatlich in drei verschiedene ETFs.

MSCI World excluded Europe ~60%
MSCI World emergency markets ~25%
MSCI Switzerland Index ~15%

soweit bin ich damit sehr zufrieden, das einzige worüber ich mir nicht sicher bin alle drei ETFs sind in Referenzwährung: EUR

Dazu meine Frage, was passiert eigentlich mit den ETF´s falls der Euro scheitern (scheitern ist ja schwer zu definieren) oder in einer starken Inflation enden sollte?

Ich traue dem Euro und den europäischen Banken zur Zeit 0. Desweiteren hat Europa Aufgrund von negativ Zinsem im Falle einer größeren Kriese in meinen Augen nur noch die Möglichkeit extrem viel Geld zu drucken (somit starke Inflation).
Will darüber jetzt auch keine Diskussion entfachen, ob das passieren kann und wann, darum geht´s bei der Frage jetzt auch nicht.

1) Szenario: sehr starke Inflation des Euro. Was könnte mit ETFs mit der Referenzwährung Euro passieren?
2) Szenario: der Euro dankt ab und wir bekommen wieder eine DMark oder was ähnliches (Euro light oder so)?

Wäre es ggf. Sinnvoll ETFs mit einer anderen Währung ins Boot zu holen? (z.B. Schweizer Franken).

Bin auf eure Antworten gespannt
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.547.568 von goofy15 am 23.09.19 16:08:12
Zitat von goofy15: Hallo zusammen,

ich hätte dazu auch noch eine Frage und zwar investiere ich monatlich in drei verschiedene ETFs.

MSCI World excluded Europe ~60%
MSCI World emergency markets ~25%
MSCI Switzerland Index ~15%

soweit bin ich damit sehr zufrieden, das einzige worüber ich mir nicht sicher bin alle drei ETFs sind in Referenzwährung: EUR

Dazu meine Frage, was passiert eigentlich mit den ETF´s falls der Euro scheitern (scheitern ist ja schwer zu definieren) oder in einer starken Inflation enden sollte?

Ich traue dem Euro und den europäischen Banken zur Zeit 0. Desweiteren hat Europa Aufgrund von negativ Zinsem im Falle einer größeren Kriese in meinen Augen nur noch die Möglichkeit extrem viel Geld zu drucken (somit starke Inflation).
Will darüber jetzt auch keine Diskussion entfachen, ob das passieren kann und wann, darum geht´s bei der Frage jetzt auch nicht.

1) Szenario: sehr starke Inflation des Euro. Was könnte mit ETFs mit der Referenzwährung Euro passieren?
2) Szenario: der Euro dankt ab und wir bekommen wieder eine DMark oder was ähnliches (Euro light oder so)?

Wäre es ggf. Sinnvoll ETFs mit einer anderen Währung ins Boot zu holen? (z.B. Schweizer Franken).

Bin auf eure Antworten gespannt


Was ist dein deine Landeswährung?

natürlich kannst du Ängste um den Euro etc. haben. Doch was bringt dir ein MSCI World in USD wenn dein Konto doch eh in EUR geführt wird.

Im MSCI sind außerdem 50% US Aktien und Apple und Co sind internation aufgestellt.

Du kannst auch in den Index aus Venezuela investieren, doch was bringt das insb. bei der dortigen Hyperinflation.

Die Schweizer Unternehmen wie Nestle verdient doch den größten Haufen Geld außerhalb der Schweiz wie auch Roche, Novartis, Kühne + Nagel International, Syngenta, Liebherr International, Lindt & Sprüngli, Tissot, TAG Heuer usw.

Oder verdienen die ihr Geld ausschließlich in CHF?

There is no Free Lunch und da es keine Zinsen mehr gibt, gehören wohl Aktien in jedes Depot. Für diejenigen die Aktien nicht mögen sollten Gold kaufen und hoffen, das morgen kein Gold Komet auf die Erde fällt.
Hi Chis, danke für die Antwort.
Ne schon klar, wenn der Euro vor die Hunde geht, erwischt das ja alle großen Konzerne egal in welchem Währungsraum die sitzen.

Die Frage etwas anderst formuliert, nehmen wir mal an der Euro gerät in eine sehr hohe Inflation. Wäre es dann sinnvoller z.B. den MSCI World in USD zu haben anstatt in Euro?


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