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Abgeltungssteuer



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Wenn man seine Aktien verkauft, muss man die Gewinne versteuern. Hat man sein Depot beispielsweise bei Onvista wird der Gewinn über nacht direkt versteuert. Früher reichte es einmal am Ende des Jahres seine Gewinne beim Finanzamt einzureichen. Jetzt frage ich mich ob man so etwas wieder manuell beantragen kann. Speziell für daytrader ist das doch wesentlich nützlicher?

Wenn ich meine Aktie für 50€ kaufe und sie steigt auf 60€, dann bleiben von den 10€ Gewinn nach abführen aller Steuern noch gut 7€. Wenn ich nun wieder einsteigen wollte (z.B. nachdem die Aktie eine Schwelle erreicht hat, bei der man davon ausgeht dass es erstmal ein paar Prozent wieder runtergeht), dann müsste die Aktie also mindestens auf 57€ fallen damit ich auch keine Verluste mache. Wenn man einmal am Ende des Jahres versteuert und rechnet dann seine Gewinne zusammen, dann hat man das Problem nicht.

Wieso ist das System so wie es ist?
Also das haben wir jetzt bereits im 11. Jahr

Hast du diese verschlafen oder was.

Wenn du es so willst wie vorher musst du eben einen Broker im Ausland nehmen. Dann hast du bei der Steuererklärung halt die Arbeit die du dir bei Onvista nicht machen musst.

Und warum die Abgeltungssteuer eingeführt wurde dürfte auch jedem klar sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.739.596 von digerdiga am 22.10.19 00:37:42
Zitat von digerdiga: Wenn ich meine Aktie für 50€ kaufe und sie steigt auf 60€, dann bleiben von den 10€ Gewinn nach abführen aller Steuern noch gut 7€. Wenn ich nun wieder einsteigen wollte (z.B. nachdem die Aktie eine Schwelle erreicht hat, bei der man davon ausgeht dass es erstmal ein paar Prozent wieder runtergeht), dann müsste die Aktie also mindestens auf 57€ fallen damit ich auch keine Verluste mache.


Dich zwingt doch keiner zum verkauf bei 60 Euro und wenn du eh wieder einsteigen willst, also von weiteren steigenden Kursen ausgehst, dann bleib doch in der Position drin. Gewinne laufen lassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.739.596 von digerdiga am 22.10.19 00:37:42Das kann schneller kommen als du denkst. Nur wird dann wie jetzt die 25% und der Soli gleich abgegriffen und am Jahresende versteuerst du die Differenz zu deinen persönlichen Einkommenssteuersatz nochmals nach. Die rotgrünen Beutelschneider nennen dies Steuergerechtigkeit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.741.543 von Fullhouse1 am 22.10.19 10:29:35
Zitat von Fullhouse1: Das kann schneller kommen als du denkst. Nur wird dann wie jetzt die 25% und der Soli gleich abgegriffen und am Jahresende versteuerst du die Differenz zu deinen persönlichen Einkommenssteuersatz nochmals nach. Die rotgrünen Beutelschneider nennen dies Steuergerechtigkeit.



Ja kriminell wär das!

Aber bzgl. der eigentlichen Frage: Der Zinseszinseffekt ist ja doch recht stark. Wenn ich das aber richtig sehe, man steigt aus und nimmt zusätzliche 3% vom Kursrückgang mit und kann das noch nicht versteuerte Geld wieder anlegen, dann sind das wenn ich das 100mal mache 1.03^100=19.2. Wenn ich das Geld vorher versteuern muss dann ist das natürlich nicht möglich :-/
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.743.148 von digerdiga am 22.10.19 13:32:14Lösung:

a) nutze einen ausländischen Broker und wickel deine Gewinne/Verluste am Jahresende mit der Steuererklärung ab

b) ziehe z.B. nach Dubai wenn dir das mit den Steuerzahlungen für Schulen, Krankenhäuser, Straßen etc. zu viel ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.739.848 von 1erhart am 22.10.19 06:49:24
Zitat von 1erhart: Und warum die Abgeltungssteuer eingeführt wurde dürfte auch jedem klar sein.


Kannst du das für mich nochmal wiederholen?
Weil es damals einfach zur Steuerhinterziehung eingeladen hatte.
Denn auch damals waren Kapitalerträge steuerpflichtig nach dem Halbeinkünfteverfahren.

Dazu kommt dann auch noch die Vereinfachung bei der Steuererklärung durch den Direktabzug bei den Banken/Brokern wenn sie innerhalb Deutschlands ihren Sitz haben.

Wenn ich daran denke was es für Arbeit war in den Jahren davor mit Listen und Aufstellungen um den genauen Kapitalertrag bei der Steuer anzugeben dann sind das heute noch ein paar Zahlen die man von den Steuerbescheinigungen eingibt und Ende.

Und wer keine Steuererstattung durch die Günstigerprüfung erwartet braucht ja NULL anzugeben, da mit den 25% sowieso alles erledigt ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.743.466 von 1erhart am 22.10.19 14:08:50
Zitat von 1erhart: Weil es damals einfach zur Steuerhinterziehung eingeladen hatte.
Denn auch damals waren Kapitalerträge steuerpflichtig nach dem Halbeinkünfteverfahren.

Dazu kommt dann auch noch die Vereinfachung bei der Steuererklärung durch den Direktabzug bei den Banken/Brokern wenn sie innerhalb Deutschlands ihren Sitz haben.

Wenn ich daran denke was es für Arbeit war in den Jahren davor mit Listen und Aufstellungen um den genauen Kapitalertrag bei der Steuer anzugeben dann sind das heute noch ein paar Zahlen die man von den Steuerbescheinigungen eingibt und Ende.

Und wer keine Steuererstattung durch die Günstigerprüfung erwartet braucht ja NULL anzugeben, da mit den 25% sowieso alles erledigt ist.


Ja, dass es die ganze Steuerabwicklung maßgeblich vereinfacht, geb ich zu. Aber es verhindert auch gleichermaßen den Zinseszinseffekt auszunutzen. Wenn eine Aktie 5 oder 6 Mal an eine Marke scheitert bevor sie durchbricht wird oder es abwärts geht, so kann man durch diese Methode jedesmal noch weitere paar Prozent rausholen. Ist vielleicht min-maxing, aber so vom Gefühl müsste sich das läppern.
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