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Supermarkt bauen, ist das noch interessant?



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Hallo,

durch eine abenteuerliche Vorgeschichte, kann ich 2020 wahrscheinlich das komplette Eigentum an einem Gewerbegrundstück erlangen, das die Gemeinde und ein örtlicher Supermarkt, gerne als neuen Standort neben der Bundesstraße sehen würden. Die Übliche Geschichte eben, der vorhandene Supermarkt will raus aus dem engen Ortskern, auf die grüne Wiese an der viel befahrenen Straße.

Die Gemeinde war lange Zeit ein verschlafenes 5000 Seelen Nest in Bayern, am Rande eines Speckgürtels. Seit einigen Jahren ist der Speckgürtel übergeschwappt und alles was an Bauland ausgewiesen wird, wird trotz Vervielfachung der Immobilienpreise, sofort bebaut und überwiegend vermietet. Man kann es also durchaus als aufstrebende Gemeinde bezeichnen.
Im Umkreis von 5-8km gibt es aber bereits viele große moderne Supermärkte, fast aller bekannter Ketten, teils doppelt. Wer ein Auto hat, dem würde ohne diesen örtlichen Supermarkt, nicht viel fehlen. Auch meine Verwandtschaft sieht darum den Langfristigen Bedarf im Einzugsgebiet eher skeptisch. Da bleibt dem Supermarkt eigentlich nur die Rolle als Nahversorger für eher immobile Einheimische und etwas Durchgangsverkehr der Bundesstraße. Ob das aber dem Supermarkt langfristig für die Miete und die spätere Erneuerung des Mietvertrages reicht?

Mir alleine wäre die Sache eh eine Nummer zu groß, da mich aber ein Investor angesprochen hat, es gemeinsam zu machen, kann man wenigstens mal darüber nachdenken. Andererseits würde mir der Verkauf des Grundstückes, auch ein nettes Sümmchen einbringen, das ich als langjähriger überzeugter Aktionär, mindestes genauso gerne in weitere Dividendentitel stecken würde. Mich treibt also mehr eine rentable Verwertung das Grundstückes, als der Wunsch ausgerechnet einen halben Supermarkt zu besitzen und dafür wahrscheinlich (0,x% günstige) Schulden zu haben.

Neben eurer Einschätzung, wüsste ich gerne, wie/wo man vor Ort möglichst seriöse „Beratung“ findet (Hausbank?). Leider ist mir noch kein Berater eingefallen, bei dem ein Interessenskonflikt ausgeschlossen werden kann.
Supermarkt ! so hast Du ein 2. Standbein.

Und da Du Deine Produkte fast komplett aus China importierst mit eigenem Wunschlabel,

sparst richtig beim Einkauf. also eine Win Win Situation.


wer denkt das die Lebensmittel im Supermarkt aus der Region kommen, der glaubt auch das man

mit 10.000 € an der Börse schnell ein Vermögen machen kann.

Antwort auf Beitrag Nr.: 61.841.679 von cu@dausend am 05.11.19 15:58:29Hausbank bzw. Steuerberater vor Ort kennen die Gegebenheiten.

Der LEH hat eine zu geringe Marge und es wird Geld durch die Masse und den schnellen Umschlag gemacht. Du musst auch bedenken, das du als Händler auch ansatzweise den Warenbestand haben musst, denn ist eine Warengruppe nicht da, dann kann ich es doch gleich beim Einkauf woanders mit erwerben.

Ob du jemanden zur (Gewerbe)miete findest ist auch eine Frage von Fläche und Parkplatzmöglichkeiten. Sicher kann man auf 500 Quadratmetern ein gutes Sortiment anbieten. und ohne Parkplätze bringt der beste LEH vor Ort auch nichts, denn viele fahren doch direkt von der Arbeit zum Einkaufen.

Kannst ja versuchen zu vermieten.. mit einen 5 Jahres Mietvertrag (sofern sich jemand darauf binden lässt)
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.841.787 von Abfischer am 05.11.19 16:07:02
Zitat von Abfischer: Supermarkt ! so hast Du ein 2. Standbein.

Und da Du Deine Produkte fast komplett aus China importierst mit eigenem Wunschlabel,

sparst richtig beim Einkauf. also eine Win Win Situation.


wer denkt das die Lebensmittel im Supermarkt aus der Region kommen, der glaubt auch das man

mit 10.000 € an der Börse schnell ein Vermögen machen kann.



jup jede dritte Konserve bereits aus China aber meinst das ein kleiner Dorfhändler in China die Konditionen bekommt wie ALDI, Lidl und Co die Kontainerweise bestellen?
5 - 8 km ist für Rentner viel. Wir sind hier ein 2500 Seelendorf, mit Lidl, Aldi u. Rewe. Die laufen alle 3. Ein Pluspunkt ist die Durchgangsstrasse. Aber beteiligen ist so eine Sache. Wenn dann selber...ansonsten kann dir jeder was vom Pferd erzählen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.847.187 von ghaq am 06.11.19 07:48:15
Zitat von ghaq: Ein Supermarkt?

Ich habe bereits 50.000 Stk. Gekauft.


Was 50 000 Stk.???
Dosen Hirnsuppe??
Danke für die ernstgemeinten Beiträge.

Wir sprechen hier von einem Neubau mit Parkplätzen und Verkaufsfläche, nach Wunsch des Mieters.

Es überrascht mich, dass ich selbst der Sache eigentlich am kritischsten begegne. Das hat vielleicht mit dem katastrophalen 0-Zinsumfeld zu tun. Als Aktionär kalkuliere ich weiterhin konservativ mit langfristig durchschnittlich 8% p.a., aus Dividende und Kurssteigerung.
Ein großes Einzelinvestment in ein Immobilienprojekt, halte ich für riskanter, als meine Aktien, darum will ich von der Immobilie, wenigstens theoretisch mehr Rendite erwarten können. Vielleicht 10-12%?
Irgendwo habe ich in einem PDF aber gelesen, dass wegen der Dichte der Discounter, nur noch max. 7% zu erzielen seien.

Die längst noch nicht vereinbarte Partnerschaft beim Projekt, gefällt mir auch nicht zu 100%. Aktuell erscheint es nützlich, sie nicht auszuschließen. Klar ist, dass man sich, wenn es nach Jahren gut gelaufen ist, wahrscheinlich fragt, wozu man dafür jemanden fremden ins Boot gelassen hat. Einer Bank zahlt man irgendwann den Kredit ganz zurück und man ist alleine Herr über weitere Entscheidungen.

Da noch einige Hürden zu nehmen sind, möchte ich noch nicht mit Bank, Steuerberater oder potentiellen Mieter sprechen. Auf dem Land lässt sich sonst nichts geheim halten. Das ist ja mein Dilemma. Ich habe zu wenig Wissen über das Thema Vermietung an Gewerbetreibende, brauche es aber langsam, um herausfinden zu können, wie ich das Grundstück möglichst vernünftig verwerten könnte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.850.910 von cu@dausend am 06.11.19 12:34:57
Zitat von cu@dausend: Danke für die ernstgemeinten Beiträge.

Wir sprechen hier von einem Neubau mit Parkplätzen und Verkaufsfläche, nach Wunsch des Mieters.

Es überrascht mich, dass ich selbst der Sache eigentlich am kritischsten begegne. Das hat vielleicht mit dem katastrophalen 0-Zinsumfeld zu tun. Als Aktionär kalkuliere ich weiterhin konservativ mit langfristig durchschnittlich 8% p.a., aus Dividende und Kurssteigerung.
Ein großes Einzelinvestment in ein Immobilienprojekt, halte ich für riskanter, als meine Aktien, darum will ich von der Immobilie, wenigstens theoretisch mehr Rendite erwarten können. Vielleicht 10-12%?


Nun die Rendite bei einer Immobilie ist wohl durch die Werbung von P2P Plattformen gemeint. Bei einer Immobilie wirst du dich wohl mit weniger Rendite zufrieden geben müssen. Die Abschreibung ist auch dementsprechend lange und man muss auch Rücklagen aufbauen für spätere Sanierungen etc.

Ist halt Betongold



Zitat von cu@dausend: Irgendwo habe ich in einem PDF aber gelesen, dass wegen der Dichte der Discounter, nur noch max. 7% zu erzielen seien.


LEH weit weniger aber die Details liegen in den Geschäftsberichten auch wo anders. Schließlich investieren die großen LEH auch Milionen in die Expansion bzw. Sanierung etc. Das hat auch steuerliche Gründe ;)


Zitat von cu@dausend: Die längst noch nicht vereinbarte Partnerschaft beim Projekt, gefällt mir auch nicht zu 100%. Aktuell erscheint es nützlich, sie nicht auszuschließen. Klar ist, dass man sich, wenn es nach Jahren gut gelaufen ist, wahrscheinlich fragt, wozu man dafür jemanden fremden ins Boot gelassen hat. Einer Bank zahlt man irgendwann den Kredit ganz zurück und man ist alleine Herr über weitere Entscheidungen.


Bsp. mein AG hat von der Zentrale entschieden das das eine Objekt nichit gekauft wird, weil die Gegend nicht gut genug sei. Ja Zentrale 1000km entfernt und es hat sich zur Goldmiene entwickelt. Ja Mietvertrag läuft aus, was dann wesentlich teurer weiter mieten oder jetzt doch noch teurer erwerben.

Die Zukunft kennt von uns keiner und Verträge haben doch eh Laufzeiten. Vielleicht stehst nach dem Ablauf eh alleine da.


Zitat von cu@dausend: Da noch einige Hürden zu nehmen sind, möchte ich noch nicht mit Bank, Steuerberater oder potentiellen Mieter sprechen. Auf dem Land lässt sich sonst nichts geheim halten. Das ist ja mein Dilemma. Ich habe zu wenig Wissen über das Thema Vermietung an Gewerbetreibende, brauche es aber langsam, um herausfinden zu können, wie ich das Grundstück möglichst vernünftig verwerten könnte.


Richtig sowas sollte nicht an die Öffentlichkeit... Ich kenne auch Projekte wo lt. Gerüchten heißt, dort hat X einen Auftrag... und dann geht das geschacher los und anderen wollen eventuell mitbieten usw. ... an manchen Stellen war es wie das Gerücht und die Erde wurde bewegt (es wurde neu gebaut) und an anderen Stellen ist zeit Jahren alles unverändert.

Alles Gute weiterhin
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.850.910 von cu@dausend am 06.11.19 12:34:57
Zitat von cu@dausend: Es überrascht mich, dass ich selbst der Sache eigentlich am kritischsten begegne.

Das ist gut so. Meiner Meinung nach ist so ein Projekt nur sinnvoll, wenn man sich damit auskennt. Ich würde bei dem bleiben, was du beherrschst. Wenn doch Immobilien, dann kleiner anfangen und Erfahrungen sammeln. Du würdest einem Aktien-Anfänger auch nicht empfehlen, sich für Papiere eines komplizierteren Marktsegments zu verschulden, auch nicht nach Beratung.
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