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Hallo, da es auf Sparbüchern keine Zinsen mehr gibt, wurde ich vor einiger Zeit von meiner Bank angesprochen ob ich nicht Interesse hätte einen kleinen Betrag in Fonds zu investieren. Ich habe mich mal auf ein Beratungsgespräch eingelassen. Gemeinsam sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass ich eher Fonds ohne hohes Risiko nehmen sollte. Mir wurde empfohlen das Geld in 3 unterschiedliche Fonds zu verteilen um das Risiko noch mehr zu verteilen. Wen man sich den Gesamtverlauf dieser 3 Fonds der letzten Jahre ansieht, würde man auf eine Gesamtrendite von 3 Prozent kommen. Ehrlich gesagt, dafür dass ich immer noch ein Risiko eingehe sollten dabei schon ein paar Prozent mehr raus kommen. Ich hatte noch nie etwas mit Börse, Aktien oder Fonds usw. zu tun, habe aber mal vor längerem etwas von Fonds gelesen, welche zweistellige Rendite abwerfen. Vielleicht hat mir der Berater auch einfach nur die falschen Fonds empfohlen. Kann mir jemand Fonds mit nicht allzu hohem Risiko nennen die trotzdem etwas mehr Gewinn abwerfen? Ehrlich gesagt bin ich mit der Beratung nicht ganz so zufrieden
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.870.602 von DerNeue78 am 08.11.19 10:11:55
Zitat von DerNeue78: Hallo, da es auf Sparbüchern keine Zinsen mehr gibt, wurde ich vor einiger Zeit von meiner Bank angesprochen ob ich nicht Interesse hätte einen kleinen Betrag in Fonds zu investieren. Ich habe mich mal auf ein Beratungsgespräch eingelassen. Gemeinsam sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass ich eher Fonds ohne hohes Risiko nehmen sollte. Mir wurde empfohlen das Geld in 3 unterschiedliche Fonds zu verteilen um das Risiko noch mehr zu verteilen. Wen man sich den Gesamtverlauf dieser 3 Fonds der letzten Jahre ansieht, würde man auf eine Gesamtrendite von 3 Prozent kommen. Ehrlich gesagt, dafür dass ich immer noch ein Risiko eingehe sollten dabei schon ein paar Prozent mehr raus kommen. Ich hatte noch nie etwas mit Börse, Aktien oder Fonds usw. zu tun, habe aber mal vor längerem etwas von Fonds gelesen, welche zweistellige Rendite abwerfen. Vielleicht hat mir der Berater auch einfach nur die falschen Fonds empfohlen. Kann mir jemand Fonds mit nicht allzu hohem Risiko nennen die trotzdem etwas mehr Gewinn abwerfen? Ehrlich gesagt bin ich mit der Beratung nicht ganz so zufrieden


Der Bankberater wird schon die richtigen (hauseigenen) Fonds empfohlen haben, die entsprechende Ausgabeaufschläge haben.

und breit streuen, dazu braucht man auch kein 3 oder 5 verschiedene Fonds

z.B. der ETF MSCI all country world index ACWI beinhaltet je nach Anbieter zwischen 1500 bis 8000 Aktienunternehmen. Das ist breit aufgestellt.

ETF Suche: https://www.justetf.com/de/find-etf.html

Klar der besteht aus 100% Aktien und wenn dir das Risiko zu groß ist, dann mach ein Pantoffel Portfolio. z.B. 30% in einen ETF und die Restlichen 70% in Cash halten. Ist meiner Meinung nach zwar viel Cash und die Inflation frisst daran ja auch aber das soll nur ein Beispiel sein.

Sag deinem Bankberater mal was er die an ETF MSCI World Produkten vorschlägt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.871.037 von Chris_M am 08.11.19 10:54:25Sag deinem Bankberater mal was er die an ETF MSCI World Produkten vorschlägt.

"Nix" wird der Bankberater davon halten, weil die "Gebührenstruktur" für ihn bzw. seine Bank eher ungünstig ist!:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.870.602 von DerNeue78 am 08.11.19 10:11:55DerNeue78 hat wohl noch nicht begriffen, daß der Bankberater davon lebt, welche Vehikel er seiner A+D - Kundschaft andrehen kann (A+D heißt alt und doof). Der Bankberater ist ein Verkäufer von Finanzprodukten und dafür erhält er Provisionen.
Nach zwei Jahren wäre er bei dem üblichen Ausgabeaufschlag von 5% und dem Quellensteuerabzug von 25% plus Soli, plus ev. Kirchensteuer noch immer in den Miesen und er wollte doch Gewinne schreiben.
Wenn es schon Fonds sein sollen, kaufen Sie solche Fonds billiger an der Börse, an die Sie sich aber nicht herangetrauen wollen. Ein kostenloses Depot sollten Sie sich als erstes zulegen bei einem Anbieter mit niedriger Provision für jeden Kauf.
Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb, heist eine alte Börsenweisheit. Streuen Sie das Risiko über Instrumente und Branchen hinweg. Eine höhere Rendite bedingt auch ein höheres Risiko. Eine Anleihe mit einem Kupon von 7% hat ein höheres Risiko, daß die ausgebende Firma pleite geht, als eine Anleihe mit Rating A, AA, oder AAA, die heutzutage eine negative Verzinsung bieten. Letztere werden von Institutionen gekauft, die auf den Euro spekulieren, den Euro als sicherer als andere Währungen ansehen.
Der Mindesteinsatz pro Posten sollte 3.000€ betragen, sonst sind die anteiligen Kaufkosten zu hoch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.882.113 von nickelich am 09.11.19 20:21:07
Zitat von nickelich: DerNeue78 hat wohl noch nicht begriffen, daß der Bankberater davon lebt, welche Vehikel er seiner A+D - Kundschaft andrehen kann (A+D heißt alt und doof). Der Bankberater ist ein Verkäufer von Finanzprodukten und dafür erhält er Provisionen.
Nach zwei Jahren wäre er bei dem üblichen Ausgabeaufschlag von 5% und dem Quellensteuerabzug von 25% plus Soli, plus ev. Kirchensteuer noch immer in den Miesen und er wollte doch Gewinne schreiben.
Wenn es schon Fonds sein sollen, kaufen Sie solche Fonds billiger an der Börse, an die Sie sich aber nicht herangetrauen wollen. Ein kostenloses Depot sollten Sie sich als erstes zulegen bei einem Anbieter mit niedriger Provision für jeden Kauf.
Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb, heist eine alte Börsenweisheit. Streuen Sie das Risiko über Instrumente und Branchen hinweg. Eine höhere Rendite bedingt auch ein höheres Risiko. Eine Anleihe mit einem Kupon von 7% hat ein höheres Risiko, daß die ausgebende Firma pleite geht, als eine Anleihe mit Rating A, AA, oder AAA, die heutzutage eine negative Verzinsung bieten. Letztere werden von Institutionen gekauft, die auf den Euro spekulieren, den Euro als sicherer als andere Währungen ansehen.
Der Mindesteinsatz pro Posten sollte 3.000€ betragen, sonst sind die anteiligen Kaufkosten zu hoch.



Ok, natürlich bezahlt man für eine Beratung und mir ist auch klar, dass die Bank in erster Linie seine eigenen Produkte verkaufen möchte. Nun habe ich aber überhaupt keine Erfahrung also bin ich auf Informationen/Beratung (Woher auch immer) angewiesen. Sparbuch bringt nichts mehr also bin ich auf der Suche nach einer Alternative. Ich möchte natürlich auch nicht in 5 Jahren mit einem Verlust dastehen. Deshalb ja auch geringeres Risiko. In welchen Fonds könnte ich also z.B. investieren um das Risiko auch weit zu streuen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.888.352 von DerNeue78 am 11.11.19 09:47:52
Zitat von DerNeue78: Ich möchte natürlich auch nicht in 5 Jahren mit einem Verlust dastehen.


ok aber niemand kann dir sagen wo morgen die Aktien Indices stehen geschweigenden wo sie in 5 Jahren stehen. Aus diesem Grund heißt es ja a) nur Geld investieren was nicht benötigt wird b) Zeitraum langfristig und nicht fixieren sondern auch flexibel bleiben etc.

was wäre wenn es 4 Jahre alles super läuft und dann im 5. Jahr du auf dein Invest zugreifen willst und gerade in der Zeit die Märkte schwäche zeigen...


Zitat von DerNeue78: Deshalb ja auch geringeres Risiko. In welchen Fonds könnte ich also z.B. investieren um das Risiko auch weit zu streuen?


Geringes Risiko kannst du ja steuern wieviel Prozent deines Vermögens investieren willst ..

Wenn du ängstlich bist dann kannst es auch in Tranchen machen, um erstmal ein Gefühl zu bekommen und zu erfahren wie es sich auf deine Psyche auswirkt.

Bsp. Gesamt verfügbares Kapital 10.000 Euro
Du investierst erstmal 1.000 Euro (10%) und siehst wie es für oder gegen dich läuft. Wenn du -100 Euro hast und zittrige Hände bekommst, dann ist das schon zu viel Risiko.

Wenn du klarkommst, kannst du eine weitere Tranche mit 1.000 Euro machen etc.

Als breiter Index habe ich ja schon den ETF MSCI all country world index ACWI genannt. viel breiter kann man sein Kapital auf Aktien nicht streuen.

....

Dein Spaßkassenberater hat sicher noch Immobiiienfonds genannt und Renten Fonds oder Mischfonds zur weiteren Diversifizierung. Alls das kannst du auch mit ETS´s machen. Ein Risiko besteht hier genauso wie bei den vorgeschlagenen Produkten deines Beraters.

Cash, Gold, Betongold, BitCoin ... man kann heute doch alle möglichen Assets als Investments sehen je nachdem wie Risikobereit man ist.
Um Ihnen etwas zu empfehlen, das zu Ihrer Situation passt, braucht man mehr Informationen.
Alter, verheiratet, Wohneigentum, wieweit ist eine selbstgenutzte Immobilie abbezahlt, die Bereitschaft Zeit zu investieren, Bildungsgrad, Höhe der zu investierenden Summe, wann brauchen Sie das Geld für Kauf von Haus, Auto, für Kosten einer Scheidung oder die Hochzeit Ihrer Tochter wieder zurück und dann die schwierigste Frage nach der Bereitschaft Risiken einzugehen.

Die vollkommen risikolose Anlagemöglichkeit mit einer Rendite von 3% gibt es nicht. Aber Risiken kann man vermindern, wenn man gut streut und nicht alle Eier in einen Korb legt.


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