Das Ende des Tradings durch neue Steuerregel? (Seite 116)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.194 von Geysir am 18.01.20 14:15:14Du hast völlig Recht. Und es betrifft nicht nur die Börse. Es werden viele "Minderheiten" gequält und irgendwann sind sie halt durch damit und der letzte Schritt ist die Feierstunde zur Neugründung der "DDR".

Danke für dein Video. Ein Blick in die Zukunft. Wie wird die vereinigte Linke eigentlich heißen? SPD-PDS oder PDS-SED oder "sozialdemokratische Linke"?

Bzgl. der Auswanderung. Tschechien sieht gar nicht schlecht aus.

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11925044-lebensar…

Bin aber selbst weit weg von dem Schritt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.414.858 von artnaf am 18.01.20 13:01:31
Zitat von artnaf: Hab mir jetzt die ganzen Beiträge und die Reaktionen der Politiker angeschaut und ich glaube jetzt blicke ich da durch, wie es zusstande gekommen ist. Ich kenne ein wenig den Berliner Zirkus und wie so ausgekungelt wird.

Im übrigen bringen blöde Seitenhiebe auf "faule" Politiker garnichts, glaubt mir, keiner von uns Sesselpfurzern würde das machen wollen. Und nein, die meisten Politiker die darüber abstimmen wissen natürlich garnichts darüber, über was die abstimmen. Die bekommen ihr Stimmverhalten vom Fraktionsvorsitzenden vorgegeben, Stichwort: Fraktionszwang. Alles hat den Ursprung in den Fachausschüssen und wie ja hier schön gepostet ist da auch nix geheim und schnell durchgewunken. Leider wurde ja dieser selten dämliche Kommentar von dem GMT Idioten verlinkt. Nur weil der zu doof ist, das Gesetzgebungsverfahren zu kapieren und hier Verschwörungstheorien, natürlich genau hier in diesem Fall, zu postulieren, reagieren Politiker natürlich pikiert. Würde ich auch. Also völlige Aufmerksamkethascherei und für die Sache leider nicht zuträglich. (Barons Artikel ist sehr sehr viel besser)

Also finanzpolitischer Ausgangspunkt war dann wohl doch lange schwelende "Verlustverrechnung bei Totalausfall von Aktien / Optionen inkl. dem BFH Urteil der Ausgangspunkt. Das war ein "Dorn" im Auge von dem roten Zollstock, sein "Baby". Irgendwann, ich weiss wovon ich spreche, entkoppelt sich die "Sache" udn wird persönlich ... also ich bekomme dies dann bekommst du das und zwecks Gesichtswahrung knoblen wir so einen Kompromiss. Diese Gesichtswahrung liest man in den Reaktionen der CDU Seite. Und jetzt wird mir das klar ... den Kompromiss musste man in Text fassen ... um die "Kleinanleger" zu "schützen" hat man einfach 10k aus dem Hut gezaubert, ja wirklich sowas wird in Sitzungen aus dem Bauch heraus vorgeschlagen, und 10k? J aalso 10K? Ist doch viel oder nicht? 5k sind zu wenig aber 10k hört sich doch gut an ... also bis 10k sind "Kleinanleger" geschützt. Wer mehr als 10k hat der ist "Großanleger". So diese 10k mussten ja jetzt irgendwie ins Gesetz ... also passende Stelle finden und einfügen, diesen "Schutz". Ehrlich tiefer geht das nicht ... "Kleinanleger" "Schutz" "bis 10k" alles supi.

Und nach den Reaktionen der Abgeordneten sage ich ... nie nie nie nie, wird das geändert. Wenn Abgeordneten von zähen Verhandlungen sprechen, dann ist das persönlich geworden. Und das wollen die nie nie nie wiederholen. NUR und wirklich NUR wenn ein weiteres Verfassungsorgan sie dazu zwingt und dann auch nur sehhhhhhhrrr langsam.

Tja ... leider ist der Zug nachdem ich jetzt die Reaktionen der Beteiligten, besonders Frau Tillmann, gelesen habe, abgefahren. Das kann verfassungswidrig sein, gegen die guten Sitten was weiss ich. Völlig wurst. Schade ... war ne schöne Zeit, aber immerhin bin Gr0ßanleger gewesen, wusste ich noch garnicht.


Ich stimme deinem Kommentar weitgehend zu.

Mir ist ein neuer Gedanke in den Sinn gekommen. Angenommen man hätte ab 2021 ein direktes Handelsverbot von Derivaten für Privatpersonen eingeführt. Dann müsste es doch spätestens ab Januar 2021 eine Möglichkeit geben, gegen einen solchen staatlichen Eingriff in die persönliche Freiheit klagen zu können.

Falls ja, dann müsste das doch auch gehen, wenn eine Steuer erhoben wird, die quasi einem Handelsverbot gleichkommt. Denn sonst könnte der Staat ja alle Verbote, die er nicht direkt umsetzen kann, einfach über eine übermäßige Besteuerung einführen.

Die Frage kann natürlich nur ein Jurist, der sich mit dem Verfassungsrecht auskennt, beantworten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.194 von Geysir am 18.01.20 14:15:14Selbst wenn man im Jahr weniger als 10.000 Euro Verlust hat, wird man doch sprichwörtlich gezwungen bei einem ausländlichen Broker zu handeln weil dort die Steuer auf Gewinne nicht automatisch abgeführt wird.

Das ist doch eine Katastrophe für die deutschen Broker aber es spiegelt sich in den Aktienkursen, siehe Flatex, überhaupt nicht wider.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.383 von HarkoT am 18.01.20 14:49:04Das Thema ist doch immer noch in der Nische, also kaum bekannt. Selbst wenn Fonds bereits verkaufen, nutzen Kleinanleger dann halt die weiter "günstigen" Kurse.

Bzgl. der Klage gegen ein solches Gesetz, da haben wir schlechte Karten. Unsere Grundrechte sind ja nicht verletzt. Und so können wir nur den "Verwaltungsweg" gehen, also Einspruch, Finanzgericht, BFH, EuGH, BVerfG.

Tatsächlich sind wir abhängig vom Rechtsstaat und dass sich Politiker an den halten. Wenn sie das nicht mehr tun, weil sie aufgrund von "Haltung" über dem Gesetz stehen, haben wir verloren - siehe auch DDR.

Bei einem Verbot durch die BaFin (siehe mein Post gestern) müssten wir vemutlich die BaFin verklagen? Ich weiß nicht, ob da wer wegen der binären Optionen tätig wurde.
Ich habe gerade ein Video zur Unternehmensbesteuerung gesehen und zwar der Vergleich zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften.

Und wenn ich es richtig verstanden habe, dann darf die Steuer nicht höher sein als dies und das (fragt mich nicht nach Details, ich verstand ehr Bahnhof) ansonsten sei es Verfassungswidrig.

Und hier wurden ja auch Beispiele aufgezeigt, das man sogar bei Verlusten Steuern bezahlen müsste.


Gewinn 200.000
Verlust 220.000

Ergibt -20.000 Euro

Aber ab 2021

200.000 - max 10.000 = 190.000 Gewinn worauf die Kapitalertragsteuer + Soli + eventuell KSteuer zu zahlen ist.

Das ist Verfassungswidrig, wenn die Steuerbelastung höher ist als der positive Ertrag oder in diesem Beispiel sogar auf einen negativen Ertrag exorbitante Steuern fällig werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.443 von Chris_M am 18.01.20 15:02:44bist du so nett und stellst den Link von dem Video hier ein- würde ich mir auch gern anschauen.
Danke.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.443 von Chris_M am 18.01.20 15:02:44Ja, das wissen wir hier aber schon länger.

Es ist aber wirklich wichtig, dass das in die Köpfe möglichst vieler Menschen kommt. Damit die zu erwartende Aussage von CDU/CSU - ist uns jetzt auch egal, wir haben da keine Lust mehr drauf - entsprechend gewürdigt wird. Und damit Lothar Binding als das was er ist dargestellt wird!
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.428 von startvestor am 18.01.20 15:00:14
Zitat von startvestor: Bzgl. der Klage gegen ein solches Gesetz, da haben wir schlechte Karten. Unsere Grundrechte sind ja nicht verletzt. Und so können wir nur den "Verwaltungsweg" gehen, also Einspruch, Finanzgericht, BFH, EuGH, BVerfG.


Art. 2 Abs.1 GG:
Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.467 von Sunny48 am 18.01.20 15:09:14
Zitat von Sunny48: bist du so nett und stellst den Link von dem Video hier ein- würde ich mir auch gern anschauen.
Danke.


ich habe seit gestern die Videos von JUHN Partner GmbH angeschaut. Ist halt alles Rund um Steuern bei Kapitalgesellschaften.

Das mit der Verfassungswidrigkeit habe ich glaube ich aus dem Video wo es um GmbH vs. GmbH & Co KG geht.

Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.380 von MakeCashNotWar am 18.01.20 14:48:45Tja das mit der "persönlichen Freiheit" wird sehr gern genommen ... Zigarettenkonsumenten führen das ja (wegen der Werbung die darauf abzielt) auch immer an.

Das einzige wäre hier die "Unverhältnismässigkeit" die gerichtlich festzustellen und dann umzusetzen ... dauert Jahre ... und auch wenn andere an einer Regierung wären, wäre dies nicht Prio 1 ... also von da aus auch keine Hoffnung.

Leider ...
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