Das Ende des Tradings durch neue Steuerregel? (Seite 119)

eröffnet am 17.12.19 08:19:16 von
neuester Beitrag 24.11.20 14:06:24 von


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18.01.20 23:59:47
Beitrag Nr. 1.181 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.417.570 von ibu800 am 18.01.20 23:29:45Fall 1 (nur ein Verkaufstrade):

Kauf: 150.000 (100.000 + 50.000)
Verkauf: 160.000
Gewinn: 10.000
Steuer: 2.500


Fall 2a:

Kauf: 100.000 (10.000 * 10)
Verkauf: 80.000 (10.000 * 8)
Gewinn: 20.000

Fall 2b:

Kauf: 50.000 (10.000 * 5)
Verkauf: 80.000 (10.000 * 8)
Verlust: 30.000


Steuerberechnung:
Gewinntrades: 20.000
Verluste echt: 30.000
Saldo: -10.000
Verluste gekappt: 10.000
Saldo gekappt: 10.000
Steuer: 2.500
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19.01.20 00:06:11
Beitrag Nr. 1.182 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.417.660 von startvestor am 18.01.20 23:59:47Nee, mein Fall 2 war falsch rum, nun richtig:

Fall 2a:
Kauf: 100.000 (10.000 * 10)
Verkauf: 80.000 (10.000 * 8)
Verlust: 20.000

Fall 2b:
Kauf: 50.000 (10.000 * 5)
Verkauf: 80.000 (10.000 * 8)
Gewinn: 30.000


Steuerberechnung:
Gewinntrades: 30.000
Verluste echt: 20.000
Saldo: 10.000
Verluste gekappt: 10.000
Saldo gekappt: 20.000
Steuer: 5.000
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19.01.20 00:09:50
Beitrag Nr. 1.183 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.417.678 von startvestor am 19.01.20 00:06:11Natürlich ist das Ergebnis absurd.

Aber Intention ist nunmal ein Derivateverbot. Das Ziel Bindings ist, dass überhaupt keine Derivate mehr gehandelt werden, maximale Abschreckung nennt man das.
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19.01.20 00:34:10
Beitrag Nr. 1.184 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.417.690 von startvestor am 19.01.20 00:09:50Das "Problem", dass in Fall 1 nur 2.500 € Steuer anfallen, könnte der spitzfindige Herr Binding übrigens dadurch "lösen", dass er den Fall "steuerlich" in 2 Verkäufe "uminterpretiert" (es waren ja auch 2 Käufe), dann kassiert er doch wieder seine 5.000 €.

Ich halte obigen Trick nicht für völlig abwegig. Er zeigt, dass selbst bei Vermeidung von Fall 2 man sich in Fall 1 nicht sicher fühlen darf. Derivate sind sehr toxisch und das FA könnte dir auch Verluste "konstruieren", um sie dann zu kappen. Ist quasi Gestaltungsmibrauch, aber durch das FA an dir.
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19.01.20 02:01:36
Beitrag Nr. 1.185 ()
Jetzt stehts auch in der WELT

https://www.welt.de/finanzen/article205127736/Einkommensteue…

Ich denke die Diskussion geht jetzt erst so allmählich richtig los. Glaube weiterhin nicht, dass die Folgen in ihrer Gänze beabsichtigt waren und es dabei bleibt. Mal sehen, wies weitergeht.
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19.01.20 06:25:52
Beitrag Nr. 1.186 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.415.359 von startvestor am 18.01.20 14:46:40Wie wird die vereinigte Linke eigentlich heißen? SPD-PDS oder PDS-SED oder "sozialdemokratische Linke"?

Eine Vereinigung der Parteien ist nicht nötig.
In der DDR war das so:
Bei den Volkswahlen gab es einen Wahlvorschlag der
Nationalen Front des demokratischen Deutschlands (ab 1973 der DDR)
das war eine Liste die mit Kanditaten
folgender Parteien (= Blockparteien) aufgestellt war:
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) (=Kommunistische Partei und SPD, Zwangsvereinigung 1946)
Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) (entspricht FDP)
Christlich Demokratische Union (CDU)
Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD)
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD)

Diese Liste wurde von der SED festgelegt und dem Wähler vorgelegt.
Am Wahltag wurde die Liste von 99% der Wähler gefaltet und in die Wahlurne gesteckt.
Wer das nicht wollte ging nicht zur Wahl. Der gesellschaftliche Druck war aber so groß das es wenig Nichtwähler gab.
Auch gab es keinen Wahlkabinenzwang. Wer in die Wahlkabine ging wurde auf einer Liste markiert.

Heute in der DDR x.x ist das etwas flexibler:
Egal was gewählt wird es gibt immer mehr sogenannte Kenia-Koalitionen
aus SPD, CDU und den Grünen. Auf Landesebene gibt es die in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
In Thüringen wird zur Zeit ausgekungelt wie die große Einheitesfront aus SPD, Linke, Grüne und CDU an die Macht kommen kann.

Alles getreu nach dem Motto von Walter Ulbricht (Erbauer der Berliner Mauer)



„Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“
https://de.wikiquote.org/wiki/Walter_Ulbricht
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19.01.20 08:08:46
Beitrag Nr. 1.187 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.417.738 von startvestor am 19.01.20 00:34:10
Zitat von startvestor: Das "Problem", dass in Fall 1 nur 2.500 € Steuer anfallen, könnte der spitzfindige Herr Binding übrigens dadurch "lösen", dass er den Fall "steuerlich" in 2 Verkäufe "uminterpretiert" (es waren ja auch 2 Käufe), dann kassiert er doch wieder seine 5.000 €.


Das ist doch jetzt schon so. Man muss eine FiFo Berechnung durchführen und dann trennt sich der eigentlich nur eine Verkauf in mehrere Veräußerungsgeschäfte auf.

Viel schlimmer ist es bei Futures. Bei offenen Futurepositionen wird ja täglich eine Buchung zum Settlement Kurs durchgeführt. Entweder ich bekomme Variation Margin gutgeschrieben oder abgezogen. D.h. täglich kommen Verluste oder Gewinne hinzu obwohl ich die Position gar nicht glattstelle. Ob diese Zahlungen steuerlich erfolgswirksam sind oder ob das erst bei der Glattstellung zu einem Gewinn oder Verlust i.S.D EstG führt kann man zumindest diskutieren.
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19.01.20 08:19:16
Beitrag Nr. 1.188 ()
beim Future sollte Abrechnungszeitpunkt “Closing” sein...
aber im Idealfall handelst Du den über IB, da hast Du dann ja bei der Steuerzahlung ohnehin mehr Spielraum... wichtig ist halt so eine eigene kleine Schattenbuchführung über die kumulierten Verluste des Jahres zu führen
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19.01.20 08:32:01
Beitrag Nr. 1.189 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.417.996 von DAX7003 am 19.01.20 08:19:16Beschäftige mich nur gerade mit der Buchführung zu Futures und da muss ich wohl auch die täglichen Zahlungen buchen. Erhaltene Zahlungen über "bank an sonst. verbindlichkeiten" und geleistete Zahlungen an "sonst. vermögensgegenstände an Bank" bzw. zum Stichtag Rückstellungen bilden für erhaltene Zahlungen, also über "sonst. betriebliche aufwände an sonst. rückstellungen"

Die Schattenbuchhaltung ist schon fertig im täglichen IB Kontoauszug drin. In der Sektion "Übersicht der realisierten und unrealisierten Performance" findet man die Spalten "S/T Gewinn" und "S/T Verlust". da stehen genau die Zahlen drin.
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19.01.20 08:55:12
Beitrag Nr. 1.190 ()
ich mach einfach einen simplen Kontovergleich: Beginn des Geschäftsjahres 1000.00 EUR, Ende des Geschäftsjahres 2100.00 EUR, dann hab ich in der Kategorie “Future” 1100 EUR Gewinn zu versteuern... und wenn Dein Steuerberater oder Finanzbeamter dazu gerne Belege hätte, bekommt er den entsprechenden CashFlow Report von IB
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