Das Ende des Tradings durch neue Steuerregel? (Seite 151)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 62.439.684 von Sunny48 am 21.01.20 15:21:34
Zitat von Sunny48: ich finde, das ist nicht nichts... so kann man dem Futurehandel auch den "Gar" ausmachen...
du hast im Futurhandel ganz andere Kontraktwerte als im Aktienhandel. Die Finanztransaktionssteuer auf Derivate wäre der Supergau Nr. 2 -da ist dann auch der letzte Daytrader aus dem Markt gefegt...


Die träumen doch immer noch davon nach dem Brexit irgendwelches Banken- und Tradinggeschäft aus London nach Frankfurt, Paris ... holen zu können. Da lach ich mich doch tot.

Ich hab jetzt die letzten 3 Wochen mal bei Interactive bei der täglichen Übersicht auf Seite 2 die S/T Gewinne und Verluste einzeln addiert. Da ist im Jahr 2021 bei mir im Januar schon Ende mit Handel mit der neuen Grenze.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.439.684 von Sunny48 am 21.01.20 15:21:34
Zitat von Sunny48: bist du dir das so sicher? Die Finanztransaktionssteuer ist meines Wissens nach so konzipiert,
das 0,02 % auf die Handelssumme abzuführen wären.

Handelst du als Daytrader den FDAX intraday. so enststünden pro Roundturn
337.500 x 0,01 % = 33,75 x 2 für den Roundturn macht: 67,50 Euro

Bei > 30 Roundturns am Tag sind das mal eben > 2.025,00 Euro...

ich finde, das ist nicht nichts... so kann man dem Futurehandel auch den "Gar" ausmachen...
du hast im Futurhandel ganz andere Kontraktwerte als im Aktienhandel. Die Finanztransaktionssteuer auf Derivate wäre der Supergau Nr. 2 -da ist dann auch der letzte Daytrader aus dem Markt gefegt...

Die sollen einfach die Einkünfte aus dem Derivatehandel der normalen Einkommensteuer unterwerfen und gut is... schließlich ist Daytrading auch nicht anderes als ein Job von 08.00 bis 17.00 Uhr (so man nicht die US Märkte handelt)


Wenn man von Optionen ausgeht, wäre es doch die Optionsprämie, die besteuert wird. Und da sind 0,01% nun mal kaum etwas. Ob man bei Futures den vollen Kontraktwert als Bemessungsgrundlage nimmt, kann ich mir nicht vorstellen, da sonst ein Missverhältnis entstünde.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.439.669 von Blaubeermuffin am 21.01.20 15:19:51
Zitat von Blaubeermuffin: Bei der FTS auf Derivate ist aber der Nominalwert des Derivats die Berechnungsgrundlage.

Und 0,01% sind per Halfturn.

Heißt, du bist bei einem FDAX dann praktisch bei einem Spread von ca. 4 Punkten.


Wirklich? Dann kanst du nicht mehr traden.. Dann ist Ende mit dem Trading in der EU
Ich versteh gar nicht woher dieser ganze Sozialismus auf einmal wieder kommt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.438.175 von MK-ULTRA am 21.01.20 13:10:22
Zitat von MK-ULTRA:
Zitat von indexhunter: ...

Vor allem Flatex, Comdirect und Consors werden es besonders spüren.

Alles Broker, die dick mit den Emittenten Business machen und entsprechend von den Heavy Tradern leben.

Ich bin froh, dass ich bei denen keine Konten mehr habe.


Aha, warum bist du froh, bei denen keine Konten zu haben?


Weil absehbar ist, dass Heavy Trader sich von deutschen Brokern abwenden werden. Niemand wird sich die Form der neuen Abrechnungsmethode gefallen lassen. Das ist viel zu kapitalintensiv und geht massiv auf die Liquidtät.

Die meisten Hobbypiloten, denken ja, dass sie die kostenlose Depotführung, günstige Kursversorgung und halbwegs passable Ordergebühren bekommen, weil sie alle 2 Jahre mal Postbankaktien für 5000 Euro kaufen.

Man kann ja bei Flatex gerade sehen, was da abgeht, sobald Depotgebühren eingeführt werden.

Degiro bspw. betreibt sogenanntes Netting zwischen den Kunden. D.h. wenn es nur noch Buy and Hold gibt, dann muss jede Order an die Börse geroutet werden und dann ist da nichts mehr mit Low Cost Trading. Heavytrader sorgen nicht nur für die notwendige Liquidtät, sie bezahlen auch zum Teil die Infrastruktur der Anderen mit.

Selbst Maxblue lockt Heavytrader schon vorab mit Discount bis -20% auf die caped fees. Das machen die nicht umsonst.

https://www.maxblue.de/static/assets/files/maxblue_auszug_au…

InteractiveBrokers nennt es charmant: Inactivity Fee. Auf gut Deutsch, man wird "bestraft", wenn man nicht handelt.

Wenn die FTS und ab 2021 die Verlustverrechnung bei Derivaten so kommt wie es monentan aussieht. Dann bin ich froh nicht bei einem deutschen Broker ein Konto zu haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.439.930 von indexhunter am 21.01.20 15:40:54
Zitat von indexhunter: Wenn die FTS und ab 2021 die Verlustverrechnung bei Derivaten so kommt wie es monentan aussieht. Dann bin ich froh nicht bei einem deutschen Broker ein Konto zu haben.


Und was bringt dir ein Konto bei einem Auslandsbroker? Die FTS zahlst du generell überall, weil die direkt an der Börse abgezogen wird, also auch beim Auslandsbroker. Und ansonsten musst du ohnehin alles in deiner Steuererklärung angeben. Ist also völlig egal, wo du dein Konto hast.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.439.918 von bomike am 21.01.20 15:39:37
Zitat von bomike: Ich versteh gar nicht woher dieser ganze Sozialismus auf einmal wieder kommt.


Scholz hat nur noch eine einzige Chance als Kanzlerkanditat der SPD aufegstellt zu werden. Er muss der neuen linken Strömung -sichtbar durch die neue Doppelspitze- gefallen und sendet nun entsprechende Signale.

Angela Merkel will aus Eitelkeit mit Helmut Kohl gleichaufziehen was die Amtszeit angeht. Deshalb hat sie auch das Finanzamt für die große Koalition "geopfert". Entsprechend ist die CDU doppelt der Verlierer, nach innen und nach außen.

Ich denke, Scholz weiß, dass seine FTS zu scheitern verurteilt war. Aber nach der Niederlage für die Kandidatur für die Parteispitze ist das nun seine einzige verbliebene Chance. Am Ende kann er sagen: Schaut her: ich habe es versucht, aber die Anderen (Österreich, BFH etc.) haben es zu Fall gebracht. Aber ich bin einer mit einem sozialistisch kommunistischem Herz.

Er beidert sich indirekt innerparteilich an. Das ist alles.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.440.008 von MK-ULTRA am 21.01.20 15:46:21Andere Gebühren, die sich nicht verändern werden.

Die meisten unterschätzen den Kostenfaktor Transaktionskosten immens. Es gibt genügend dazu im Netz. Ich will hier nicht das Thema kapern und Vergleichrechnungen anstellen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.439.780 von MK-ULTRA am 21.01.20 15:31:24also im Aktienhandel ist definitv angedacht, den Wert der Handelssumme (Anzahl der Akiten x Kaufpreis) zu besteuern. Zu den Optionen kann ich leider nichts sagen- die handel ich nicht...
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.439.930 von indexhunter am 21.01.20 15:40:54das verstehe ich nicht... das Drama trifft dich zwar unterjährig nicht, wenn du bei einem ausländischen Broker handelst aber am (Jahres-)ende kriegen sie dich bei der Steuererklärung doch auch....
du schiebst verschiebst doch nur den Zeitpunkt für den Steuersupergau- oder steh ich auf dem Schlauch?
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