Das Ende des Tradings durch neue Steuerregel? (Seite 325)

eröffnet am 17.12.19 08:19:16 von
neuester Beitrag 27.11.20 00:34:20 von


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22.09.20 10:30:57
Beitrag Nr. 3.241 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.144.281 von Taxadvisor am 21.09.20 15:08:32kannst du bitte davon berichten, wenn du den Webtalk anschauen solltest.

Alle anderes sind auch angesprochen, falls ihr den Webtalk gesehen habt.

Danke
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22.09.20 12:36:44
Beitrag Nr. 3.242 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.153.116 von Chris_M am 22.09.20 10:30:57
Zitat von Chris_M: kannst du bitte davon berichten, wenn du den Webtalk anschauen solltest.

Alle anderes sind auch angesprochen, falls ihr den Webtalk gesehen habt.

Danke

Hier die Zusammenfassung:

Im Oktober soll das endgültige Schreiben kommen, es wird nicht mit Änderungen gerechnet. CFD, Optionen und Futures gelten als Termingeschäfte. Zertifikate und andere strukturierten Produkte gelten nicht als Termingeschäfte. Offen sind noch Auslegungen zur Frage, wann liegt ein Totalverlust vor?

Also alles wie gehabt, evtl. kommt aber noch eine Verschiebung der Anwendung auf der Bankebene (die materielle Regelung BLEIBT), d.h. Verlustverrechnung auf Bankebene bliebe in 2021 zunächst noch, mit Verpflichtung zur Korrektur über StErkl (da die Banken Probleme bei der Umsetzung haben=> das ist das "Gerücht"). GmbH wäre eine Lösung.

Im Rahmen des JStG 2021 sollen evtl. noch Anregungen von "interessierter" Seite (Zertifikateverband etc.) kommen, um das Gesetz zu ändern.

Grüße
Taxadvisor
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22.09.20 14:26:58
Beitrag Nr. 3.243 ()
Wer hat etwas anderes erwartet?

Dass da irgendwelche Änderungen kolportiert wurde, liegt lediglich am pathologischen Verhalten der Spielsüchtigen, die sich an jede Hoffnung klammern, dass das Casino offen bleibt.

Die sollte man aber nicht ernst nehmen, sondern sie vielmehr therapeutischer Behandlung zuführen.
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22.09.20 14:53:12
Beitrag Nr. 3.244 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.154.586 von Taxadvisor am 22.09.20 12:36:44Das mit den Totalverlust bezieht sich ja nur auf Aktien und nicht auf CFD, Optionen, Futures, Zertifikate bzw. strukturierte Produkte, da zählt kumuliert jeder Verlust bis zur Grenze von -10k ... nach Stand jetzt.

Ich habe ja schon gehofft das da etwas zum BMF Schreiben kommt aber da müssen wir uns gedulden. Das da keine Änderung für CFD, Optionen und Futures dabei war, war ja vorhersehbar.

Es kam hier ja auch oft Fragen bzw. Forex und Spot´s oder so ... wurde darüber auch gesprochen?
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22.09.20 16:46:33
Beitrag Nr. 3.245 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.156.080 von Chris_M am 22.09.20 14:53:12
Zitat von Chris_M: Das mit den Totalverlust bezieht sich ja nur auf Aktien und nicht auf CFD, Optionen, Futures, Zertifikate bzw. strukturierte Produkte, da zählt kumuliert jeder Verlust bis zur Grenze von -10k ... nach Stand jetzt.

Ich habe ja schon gehofft das da etwas zum BMF Schreiben kommt aber da müssen wir uns gedulden. Das da keine Änderung für CFD, Optionen und Futures dabei war, war ja vorhersehbar.

Es kam hier ja auch oft Fragen bzw. Forex und Spot´s oder so ... wurde darüber auch gesprochen?


Totalverlust ist ja für Optionen und vor allem strukturierte Produkte ein Thema, ggfs. ein anderer Topf. Forex war nur im Zusammenhang mit CFD/Währungen ein Thema, natürlich dann mit Verlustverrechnungseinschränkung.

Gruß
Taxadvisor
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24.09.20 23:57:31
Beitrag Nr. 3.246 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.029.974 von Blaubeermuffin am 09.09.20 12:01:27
Zitat von Blaubeermuffin: Nicht vergessen, dass geplant ist, dass die FTS auf den Nominalwert, nicht die Margin anfällt.

Das würde bei einem Steuersatz von 0,1% auf einen DAX-Future 325 Euro Steuer machen, pro Halfturn.

Es gibt auch Überlegungen, die Steuer sowohl auf Kauf, als auch auf Verkauf zu erheben.

Das wären dann für einen Roundturn im FDAX 650 Euro FTS.

Und ihr glaubt, Trading habe eine Zukunft.

Wer dieses Jahr nicht den Absprung schafft und sich Arbeit sucht, steht sehr bald auf verlorenem Posten da.



Guten Abend,

ich bin zwar erst seit heute hier im Forum angemeldet, lese diesen Thread aber schon eine Weile passiv mit. Dein Post hat mich nun aber dazu bewegt, mich hier anzumelden🙂

Nach meinem Kenntnisstand (bitte korrigieren, falls ich hier falsch liege), wird die Finanztransaktionsstuer (FTS) mit dem derzeit zur Diskussion stehenden Modell auf EU-Ebene von Österreich abgelehnt.

Sollte es dadurch zu einem deutschen Alleingang kommen, waren auch hier bisher immer nur Aktiengeschäfte (Aktien, ETFs, Versicherungen usw.) und keine Derivate im Gespräch. Genau DAS wird ja auch "Land hoch Land runter" von vielen kritisiert: Die hochspekulaitven Geschäfte, wie z.B. Derivate sollen von der Steuer ausgenommen werden.

Warum du nun die FTS auf dem Futerhandel beziehst kann ich nicht nachvollziehen. In einem weiteren Post von dir zu diesem Thema sagst du: "Ich habe dazu in den letzten Jahren sehr viel gelesen. Einfache Recherche würde dir weiterhelfen und meine Aussagen bestätigen."

Ich habe durch einfaches googeln z.B. diese Informationen zum Thema gefunden:
"So soll jede Transaktion von Wertpapieren, ETFs usw. erfasst werden – hochspekulative Derivate bleiben dagegen beispielsweise außen vor."

"Olaf Scholz plant einen deutschen Gesetzesentwurf einzubringen, womit die Regelung auf EU-Ebene vorweggenommen würde."

"Die Börsensteuer, die in Frankreich seit 2012 besteht, könnte als Vorbild dienen. Die französische Börsensteuer von 0,3 Prozent wird nur auf Aktienkäufe erhoben, nicht jedoch beim Verkauf von Aktien. Die Steuer wird nur beim Handel Unternehmen mit einem Börsenwert von über einer Milliarde Euro erhoben. Ausgenommen von der Steuer sind der Hochfrequenzhandel, Daytrading und spekulative Investitionsobjekte (Optionsscheine, Credit Default Swaps, Futures, Contracts for Difference)."

Quelle: https://www.finanztransaktionssteuer.de/nachrichten/finanztr… (auf dieser Seite werden unten im Artikel weitere, ausführliche Quellen angegeben).

Wie du nun darauf kommst, das die FTS auf Futures sogar angeblich "fullturn" kommen wird kann ich leider nicht nachvollziehen.

Könntest du hierzu eine Quelle nennen?
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25.09.20 11:27:14
Beitrag Nr. 3.247 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.188.129 von BerlinHills am 24.09.20 23:57:31Ich habe mich nach dem alten Entwurf der EU-Kommission gerichtet.

Du hast insoweit Recht, als dass derzeit eine abgeschwächte Variante diskutiert wird, die Derivate ausschließt.

Die alte, schärfere Variante der EU-Kommission wird allerdings immer noch von manchen Staaten gefordert und ist längst nicht vom Tisch.
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25.09.20 19:11:00
Beitrag Nr. 3.248 ()
gerade sehe ich auf guidants





eingeladen wird zu einem Webinar ...

Ich frage mich wirklich, angesichts unserer Diskussion, ob das noch Früchte tragen wird.
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26.09.20 15:08:15
Beitrag Nr. 3.249 ()
Binding hat sich zur FTS geäußert

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/lothar-binding/frag…

"Sie soll neben dem ursprünglichen Grundgedanken: Steuer zur Armutsbekämpfung, auch ein Instrument zur Eindämmung von komplexen Finanzinnovationen und spekulativen Finanzgeschäften wie etwa Hochfrequenzhandel, Arbitrage und exzessiven Hebel- und Spekulationsgeschäften sein. Wir hoffen, dass sich dann bestimmte Geschäfte weniger lohnen."

"Die Einführung einer substanziellen Finanztransaktionsteuer wollen wir zum Abschluss bringen.“ Die Bundesregierung setzt sich derzeit dafür ein, eine FTS auf europäischer Ebene einzuführen."

"Nach dem aktuellen Vorschlag sollen Transaktionen von im Inland emittierten Aktien inländischer Unternehmen besteuert werden. Voraussetzung ist, dass die Marktkapitalisierung der Unternehmen einen Wert größer einer Milliarde Euro aufweist. Der Steuersatz soll nicht unter 0,2% liegen."

"Die EU-Kommission hat eine Schätzung des Steueraufkommens auf Grundlage der französischen FTS durchgeführt. Bei einem Steuersatz von 0,2% würde sich für die 10 teilnehmenden Staaten aus der verstärkten Zusammenarbeit ein Steueraufkommen von ca. 3,5 Milliarden Euro ergeben. Auf Deutschland könnten ca. 1,25 Milliarden Euro entfallen. In dem Vorschlag heißt es, dass ein Teil des nationalen Steueraufkommens dem EU-Haushalt oder einem möglichen Eurozonenbudget zufließen soll. Hier tut sich schon eine dritte Verwendungsmöglichkeit auf…"

"Bei den Verhandlungen in der verstärkten Zusammenarbeit zeichnet sich folgendes ab: Eine Finanztransaktionssteuer nach der ursprünglichen Konzeption, die neben Aktien auch Derivate und andere Finanzprodukte mit in die Bemessungsgrundlage aufnimmt, bekommen wir wahrscheinlich nicht.
Ich bin der Meinung, dass die Bemessungsgrundlage diese Produkte einschließen sollte. Allerdings lassen sich dafür keine Mehrheiten finden. In der verstärkten Zusammenarbeit wollen einige Länder keinesfalls Zinsderivate, andere wollen keine Aktienderivate, wieder andere keine Altersvorsorgeprodukte. In Summe bleibt als Minimalkonsens der deutsch-französische Vorschlag. So bekommen wir nur, aber immerhin ein Füßchen die Tür. Denn ohne Konsens finden sich keine Mehrheiten und ohne Mehrheiten lässt sich die FTS überhaupt nicht realisieren, dann existiert sie weiterhin nur als Konzept auf Papier."

"Einen Richtlinienentwurf der EU-Kommission für eine FTS gibt es noch nicht. Momentan existieren Überlegungen, Verhandlungen und Vorschläge, aber noch keine Beschlüsse. Es ist aber unser Ziel, sich in Europa auf eine FTS zu verständigen, die nachhaltige Einnahmen schafft, ohne dabei die Privatanleger nachhaltig zu belasten, was bei dem vorgeschlagenen Steuersatz nicht passieren kann – es sei denn wir bewegen uns in der Zockerwelt."

"Mit Blick auf Überlegungen die FTS doch national einzuführen, wie es schon Italien und Frankreich getan haben, sollten und wollen wir zunächst doch alles versuchen, eine europäische Lösung, wenigstens in der verstärkten Zusammenarbeit zu finden."
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26.09.20 18:00:51
Beitrag Nr. 3.250 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.201.773 von justatrader am 26.09.20 15:08:15... Armutsbekämpfung .... Das klingt gut, da hat niemand was dagegen.

"Wir hoffen, dass sich dann bestimmte Geschäfte weniger lohnen." Das klingt dann schon wieder nach Bevormundung und Neid.
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