ROUNDUP: Neubauer will Siemens-Posten nicht - Klimadebatte um Kohlebergwerk (Seite 3) | Diskussion im Forum

eröffnet am 13.01.20 00:01:28 von
neuester Beitrag 31.08.20 12:46:02 von


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23.02.20 18:08:29
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.353.877 von faultcode am 13.01.20 01:29:17
Siemens Energy IPO ade?
Zitat von faultcode: mal schauen, ob #fridaysforfuture die Siemens-Aktie indirekt auf ~EUR105 bringen kann...





<eines der schönsten Rounding Tops, was ich z.Z. kenne>


--> nein, das geht auch ohne #fridaysforfuture

--> "überall" nun dasselbe bei den großen Ausrüstern von Investitionsgütern. Letzte Woche z.B. Emerson:

23.2.
Investors Sold Emerson Stock After Restructuring News. They Missed the Point About the Internet of Things.
https://www.nasdaq.com/articles/investors-sold-emerson-stock…
Downbeat sentiment on the stock is linked to falling energy prices. But Emerson’s digital business can help the company grow, regardless of the cost of oil.

Wall Street wasn’t impressed with Emerson Electric’s latest review of its business at an analyst event the industrial conglomerate hosted recently. Stocks overall have been falling since, but Emerson’s has slid more quickly.

...

--> aus Japan weiß man, daß solche Werte durch fortgesetzte Nullzinsen und massive Liquiditätsspritzen der Zentralbank nicht mehr unbedingt oben gehalten werden können. In Japan kommt sogar noch der Kauf von Aktien-ETF's durch die Notenbank hinzu :eek: (*)


--> 2020 wird das Jahr, in dem essenzielle Lieferketten in China wg. Coronavirus geradezu gesprengt werden. D.h., auch Projekte außerhalb China's und nun auch Japan's und SK's sind davon betroffen, weil wichtige Bauteile aus diesen Ländern fehlen

--> hier rächt sich nun, daß Siemens und Co aus Kostengründen ganze Produktionslinien nur noch in China haben. Man wird sehen, wer alles im Laufe des Jahres hier die Hosen noch herunterlassen muss :eek:

Auch weigern sich viele MA's westlicher Firmen derzeit nach China zu fliegen.


--> Japan hat nun einen Double whammy; erst Rezession und nun eben Corona. Ich sehe das an den Werten, die ich beobachte (2018-2020, 2Y) mangels ETF:
• Hitachi Zosen: -28%
• Mitsui Mining and Smelting: -42%
• Sumitomo Heavy Industries: -37%
(alle drei Werte waren zuletzt regelmäßige Dividendenzahler)


=> vor diesem Hintergrund kann ich mir sogar vorstellen, daß der Siemens Energy IPO, der ja noch für 2020 geplant war (Beitrag Nr. 18), abgesagt wird


__
(*) https://www.reuters.com/article/us-japan-economy-boj-idUSKBN…
Siemens | 105,34 €
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20.03.20 01:09:33
Zitat von faultcode: ...und Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe scheint das alles egal zu sein: der redet lieber auf globaler Bühne von "exponential growth", "empathetic and experiential leadership" und so weiter...

...
Der Ursprung für das ganze Theater liegt in einer einzigen Person: Joe Kaeser. Wegen ihm ließ sich der Aufsichtsrat vergangenen September auf die halbgare Regelung ein, dass Busch zwar Kaesers Stellvertreter wurde. Ob es jemals zu einer Nachfolge durch Busch komme, ließen die Räte aber offen. Kaeser war es jetzt, der sich mit Sen und Patzak komplett zerstritt.

Die beiden wollten - nachvollziehbarerweise -, eine überlebensfähige Siemens Energy bauen. Kaeser jedoch drang darauf, dass die neue Firma möglichst viele Altlasten aus seinem dauernden Konzernumbau schultern soll. Die Siemens AG, sein Erbe, sollte dagegen glänzend dastehen und damit sein Ruf.

Mit dem Abgang von Sen und Patzak und der Ernennung von Kaeser zum Aufsichtsratschef von Siemens Energy ist der Gewinner in diesem Machtkampf wieder einmal: König Joe I. Und der Aufsichtsrat muss sich Kontrollverlust bescheinigen lassen.


Siemens-Chefkontrolleur Snabe - Joe Kaesers Spielball
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/siemens-j…
Siemens | 60,83 €
2 Antworten
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20.07.20 11:54:35
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.071.695 von faultcode am 20.03.20 01:09:33Siemens Energy - ein Spinoff stolpert an die Börse:

20.7.
Neuer Siemens Energy-Chef schließt Arbeitsplatzabbau nicht aus
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/vor-boersengang-ne…
...
"Wir müssen uns immer alle Standorte anschauen und prüfen, ob das, was jeweils gemacht wird, noch passt", sagte er der Süddeutschen Zeitung (Wochenendausgabe). "Ich bin ein Freund ehrlicher Worte: Ich kann einen Abbau von Arbeitsplätzen derzeit nicht ausschließen. Das gilt überall auf der Welt."

Siemens Energy soll Ende September als unabhängiges Unternehmen an der Börse starten. Das Unternehmen ist sowohl im Bereich fossiler Energieträger wie Kohle und Gas wie auch bei den erneuerbaren Energien Windkraft und Wasserstoff tätig. Allerdings soll sich dies langfristig verschieben. Bruch wies darauf hin, dass die "Transformation der Energiemärkte ein ständiger Prozess", sei, der Jahrzehnte brauche.

Christian Bruch ist seit dem 1. Mai neuer Chef bei Siemens Energy. Zuvor war er Executive Vice President bei der Linde plc und CEO von Linde Engineering.

...
Siemens | 113,64 €
1 Antwort
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31.08.20 12:46:02
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.471.308 von faultcode am 20.07.20 11:54:35
Zitat von faultcode: Siemens Energy - ein Spinoff stolpert an die Börse:
...

so ist es. Fünf vor zwölf soll die Braut noch hübsch gemacht werden :rolleyes:

Und dann so verdruckst, weil das gegenüber den betroffenen Mitarbeitern ja nicht so nett ist:

31.8.
Siemens Energy kündigt Abbau von Kapazitäten an - Siemens-Aktie freundlich
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/fuer-mehr-profitab…
...
"Wir haben einen klaren Plan, wie wir die Profitabilität steigern können", sagte Finanzchefin Maria Ferraro im Interview der Börsen-Zeitung. "Dazu müssen wir schneller, schlanker und flexibler werden." Ein Ansatzpunkt sei, die Kapazitäten an den auf ein gesundes Maß normalisierten Markt anzupassen.

Auf die Frage, ob dafür weitere Arbeitsplätze abgebaut würden, antwortete die Managerin: "Für eine klare Aussage ist es noch zu früh, aber ausschließen kann ich es nicht." Im Zusammenhang mit dem sogenannten Radolfzell-Abkommen, nach dem betriebsbedingte Kündigungen und die Schließung von Standorten in der Siemens AG ausgeschlossen sind, sagte Ferraro: "Wir werden mit den Arbeitnehmervertretungen Gespräche darüber aufnehmen, wie eine künftige gemeinsame Herangehensweise aussehen kann." Am Ende wollten alle, dass es dem Unternehmen gut gehe.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Unternehmen werde Siemens Energy dieses Abkommen nicht übernehmen, schreibt die Börsen-Zeitung weiter. Weil das Schließen von Standorten bisher vermieden worden sei, seien Lieferketten mit übermäßiger Komplexität entstanden. Die Rede sei von einem "Produkttourismus".

Die Finanzchefin sagte der Zeitung dazu: "Auch bei Beschaffung und Lieferketten sehen wir noch erhebliches Potenzial." Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte, dass Pläne für einen Stellenabbau und Schließungen öffentlich würden, bevor es Gespräche mit der Arbeitnehmerseite gegeben habe. Das komme als versteckte Drohung an.

Als weiteren wichtigen Ansatzpunkt für eine höhere Profitabilität nennt Finanzvorstand Ferraro das bessere Managen von Projekten. Offenbar erkennt der Vorstand mit dem Vorsitzenden Christian Bruch hier noch viel Bedarf für Verbesserungen. Angestrebt würden "weniger Abstimmungsschleifen, exaktere Zeitpläne, genaue Budgetplanungen", berichtet Ferraro. Nicht profitable Aufträge würden nicht mehr angenommen.

Die Aktie von Siemens Energy soll am 28. September zum ersten Mal an der Börse gehandelt werden.

...


Und was heißt hier "das bessere Managen von Projekten" bitte?!? :laugh:

Seit wie vielen Jahrzehnten managed Siemens Energie-Projekte? :rolleyes:
Siemens | 117,58 €


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