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Jungfraubahn ein langfristiger Value Stock? (Seite 4)

eröffnet am 17.03.20 09:23:34 von
neuester Beitrag 09.04.21 18:39:52 von


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15.12.20 10:40:11
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.069.109 von Steveguied am 15.12.20 10:11:51
jungfrauzeitung.ch
Hier Video anklicken und auf den 4.12. scrollen.
Etwas später auch noch die Eindrücke der ersten Eiger Express Reisenden
Jungfraubahn Holding | 136,00 CHF
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15.12.20 22:19:44
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.069.667 von serrest am 15.12.20 10:40:11Ja super Danke....Ich hatte aber am Anfang durchaus Probleme mich in die Sprache rein zu denken. Ich spreche tatsächlich nicht bayerisch, verstehe es aber. An dieser Stelle war das sehr hilfreich, da ist sich vieles sehr ähnlich.

Megainterview von einer mega Persönlichkeit.

https://www.jungfrauzeitung.ch/artikel/186600/

Herr Kessler hat ja oft auch noch so ein gewisses jugendliches Auftreten gehabt. Man merkt ihm die Strapezen des Baus nicht nur optisch gealtert, sondern auch durch ein ruhigeres Auftreten an. Dafür hat er umso mehr in der Reife gepunktet.

Die Ideen sind weiterhin da und ich bin für mich sehr stolz in so einer Bahn und auch in so einer Person investiert zu sein. Ich finde die "Punktlandung" bei der Abschätzung der Kosten der Bahn und dann auch noch früher als geplant wirklich bravurös. Ich denke da in Deutschland an unseren Berliner Hauptstadtflughafen.

Ich bin auch was die Mitarbeiter der Jungfraubahn angeht in der persönlichen Betreuung am Schalter höchst zufrieden. Hab noch nie jemand erwischt, die oder der unfreundlich gewesen wäre, auch nicht gegenüber zum Teil skurille Ideen von Kunden aus anderen Kulturkreisen.


Ps.: Ich muss auch ehrlich sagen, über die Geschäftsberichte habe ich sehr viel über Tourismus und auch die asiatischen Konsumenten gelernt und es hat mir auch in anderen Investments geholfen, mich in ne aufstrebende asiatische Schicht reinzuversetzen und macht durchaus Spaß. Das praktisch alles aus den Jungfraubahn Geschäftsberichten und den Interviews die ich um Urs Kessler mitbekommen habe.
Jungfraubahn Holding | 130,00 €
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27.12.20 11:36:01
V-Bahn - Das innovativste und spannendste Projekt der Alpen | Doku


von Jungfrau Railways

Hoffe hier hatten alle ein schönes Weihnachtsfest....
Jungfraubahn Holding | 133,40 CHF
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03.01.21 21:12:34
Am 05.01. werden die Frequenzzahlen bekannt gegeben. Ich hoffe, dass da auch ein paar Äusserungen kommen wie die V-Bahn gestartet ist, wenn auch nur mit einheimischen Gästen. Viel wird ja da bisher noch nicht so passiert sein. Interessant wird die Skisaison erst so im Februar und geht bei entsprechender Witterung bis in den April.

Ich bin auf die Wasserstandsmeldung sehr gespannt. Die Vorschusslorbeeren gab es ja schon mit dem Start der V-Bahn.
Jungfraubahn Holding | 137,20 CHF
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07.01.21 10:28:36
https://www.jungfrau.ch/de-ch/unternehmen/news/jungfraubahn-…

Im Jahr 2020 reisten 362'800 Besucherinnen und Besucher auf das Jungfraujoch – Top of Europe. Das sind 65,6 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019 und ähnlich viele wie letztmals in den 1980er Jahre. Das Jahr 2020 liess sich zuerst sehr gut an. Die Jungfraubahn konnte den besten Januar in ihrer Geschichte verzeichnen. Dann gingen die Zahlen aufgrund der Ausbreitung von Covid-19 bereits im Februar zurück....

.......Wiedereröffnung erfolgte erst am 6. Juni 2020 unter ungünstigen Witterungsverhältnissen. Dank des schönen Wetters und der positiven Wirkung der verschiedenen Promotionen in der Schweiz reisten im Juli und August 153'000 Personen aufs Jungfraujoch – Top of Europe. Die Herbstferien fielen dann dem meist schlechten Wetter zum Opfer, während im November das schöne Herbstwetter zu erfreulichen Gästezahlen führte.

.....Firstbahn verzeichnete über Sommer und Winter insgesamt ein Minus von 42,2 Prozent. Bei der Mürrenbahn waren es 50,3 Prozent weniger Gäste als im 2019, die Harderbahn verzeichnete 57,2 Prozent weniger Besucherinnen und Besucher....

....Vorverkauf des Top4-Skipasses.....28’400 Top4-Skipässe (gegenüber 42'200 Exemplare 2019) wurden bis am 24. Dezember 2020 abgesetzt. Vom Saisonstart bis zum 31. Dezember 2020 registrierte die Jungfrau Ski Region 153'700 Skier Visits und verzeichnete gegenüber der gleichen Periode vor einem Jahr einen Rückgang von 7 Prozent.....


Da ich im Juli und nochmal im August selbst in der Jungfrau Region war bestätigt sich was ich da gesehen hatte, dass zumindest in dieser Zeit das Geschäft Bombe lief. Was ich vorher schon angesprochen hatte schön ist zu sehen, dass die 3 - S Bahn so gut angenommen wird und der Rückgang bei den Skier Visits sich trotz sehr viel weniger verkaufter Saison Abonnements relativ zufriedenstellend gestaltet. Ein Rückgang bisher von -7% entspricht einer normalen Jahresschwankung ( ohne Covid19). Bleibt also die Hoffnung, dass vielleicht auch mit Öffnung von Grenzen, vielleicht auch mehr Ausländer den Weg auf die Skipiste finden und so vielleicht der Jahresstart einigermaßen auskömmlich gestaltet werden kann und dann vielleicht die Hoffnung besteht, dass ab März April erste assiatische oder US Gäste auch schon wieder anreisen können. Man darf sich keiner Illusion hingeben 2021 wird kaum besser als 2020 zumal 2020 die ersten 2 Monate noch sehr sehr gut verliefen. Aber die Hoffnung besteht, dass ab Herbst die Covid Sache abklingt und man dann die Buchungen für 2022 festzurren kann. Ich hatte hier ja mehrfach angekündigt, dass auch 2021 noch ein sehr sehr schwieriges Jahr werden würde.

Ansonsten sind die Zahlen eigentlich im Rahmen dessen was man sich vorstellen konnte. Ermutigend wie gesagt der Wintersport bisher verknüpft mit der Hoffnung, dass es in der Hochphase des Wintersports bis dahin auch so hält.

Gruß
Stefan
Jungfraubahn Holding | 135,80 CHF
1 Antwort
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07.01.21 10:36:15


Hier sieht man mal bisschen was von der Gondel und dem Panoramablick.
Jungfraubahn Holding | 135,60 CHF
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07.01.21 12:45:28
Vielen Dank für das Video! Sehr eindrucksvoll, was dort erbaut wurde.
Jungfraubahn Holding | 135,20 CHF
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14.03.21 11:20:15
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.322.838 von Steveguied am 07.01.21 10:28:36Also April ist als Hoffnung noch nicht ganz gestorben, aber der März wird es nicht mehr. Dafür sieht es in GB danach aus, da die ein konkretes Datum genannt haben, wann die die Rolläden wieder hochfahren und als das bekannt gegeben wurden, ist in manchen Reiseportalen die Buchungsrate an einem Wochenende um 90% nach oben geschossen. Britische Touristen sind aber nicht so die Bringer für die Jungfraubahn.

Ich sehe eine Spitzengruppe aus Ländern, wo nicht nur die Länder ganz vorne mit dem Impfen sind, sondern auch welche mit Testen und Nachverfolgen. Dahinter kommt ein breites Mittelfeld und dann folgt Groupe Rumänien, in der beim Impfen mal D mal Rumänien vorne liegt. Es ist eine Schande, weil es zeigt wie weit abgeschlagen sich Deutschland inzwischen international bewegt. D Anspruch kann nicht sein, hinter dem Mittelfeld rumzustrampeln. Das Argument, der Impfstoff von Biontech war ursprünglich zu teuer angeboten worden, mit knapp über 100 Euro pro Person, also, etwas über 8 Mrd Euro, wenn man für ganz D eingekauft hätte bei 2 Impfdosen, das soll zu teuer sein, aber eine Woche lockdown ist ernsthaft billiger, um Menschen vor dem Tod zu bewahren. Am besten, wir haben den Impfstoff aus Frankreich in gleichen Dosen wie aus D gekauft ( die EU) und Sanofi kann frühestens erst nächstes Jahr liefern. Geil , ist ja billig. Geiz ist geil hört dann auf, wenn es um Menschenleben geht , abgesehen davon relativieren die Kosten von 1 Woche lockdown den billigen Impfstoff ganz erheblich. Das kehrt es brutal um und macht ihn zum teuersten Impfstoff überhaupt.

Toll ......


Aber nun zur Jungfraubahn. Eigentlich sieht es weiterhin danach aus, dass ab Herbst Entspannung in die Sache kommt und die eigentlich und das ist auch bisher weiterhin die positive Nachricht, mit einem wieder relativ normalen Jahr, womöglich sogar mit Nachholeffekten rechnen könnten. Ich würde auch gerne zur Disposition stellen, ob man wenn es gut aussieht mit dem Impfen und allem, ob man nicht auch Zeittickets vermehrt anbietet und vielleicht das Tageslimit von 5.000 Gästen pro Tag etwas modifiziert und sagt maximal so und so viele Gäste pro Stunde oder so. Weil speziell manche Asiatischen Gäste, werden nur hoch wollen Selfies , CLips und so machen wollen... Luft schnuppern und sind in 2 Stunden wieder aufm Rückweg. Denen könnte man mit dem Anliegen entgegen kommen und das Tageslimit aufgrund der besonderen Situation modifizieren.

Verschneiten Gruß aus München.
Jungfraubahn Holding | 144,00 CHF
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08.04.21 07:40:36
Jungfraubahn-Gruppe verzeichnet für 2020 einen Verlust, erzielt aber ein positives EBITDA

Die Jungfraubahn-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 erstmals in der Geschichte des Unternehmens einen Verlust erlitten. Der Verlust in der Höhe von 9,7 Millionen Franken folgt auf den Rekordgewinn von 2019 von 53,3 Millionen Franken. Positiv zu werten ist, dass im von Covid-19 geprägten 2020 trotz allem ein positives EBITDA von 22,3 Millionen Franken erzielt werden konnte. Der Verwaltungsrat schlägt aufgrund der aktuellen Situation vor, auf eine Dividende zu verzichten. Die Folgen der Corona-Krise sind bis zum jetzigen Zeitpunkt ausgeprägter und länger anhaltend als bisher angenommen und bleiben weiterhin schwer abschätzbar. Es muss davon ausgegangen werden, dass das Ergebnis 2021 nochmals stark durch die Corona-Krise beeinflusst sein wird.

Die Unternehmung ist bezüglich Liquidität und Eigenkapital solide aufgestellt. Mit einem positiven EBITDA von 22,3 Millionen Franken ist die betriebliche Liquidität sichergestellt. Es ist erfreulich, dass dies in einem äusserst herausfordernden Umfeld mit einer historisch einmaligen Pandemie gelang. Covid-19 hatte nicht nur einen fast dreimonatigen Lockdown bei den touristischen Bahnen zur Folge, auch das grösste Gästesegment aus Asien brach nach Ausbruch der Pandemie ab März 2020 komplett weg. Die Jungfraubahnen konnten das Ausnahmejahr mit der Vollendung des Generationenprojekts V-Bahn mit einem Höhepunkt abschliessen.

Insgesamt erwirtschaftete die Jungfraubahn-Gruppe einen Betriebsertrag von 125,7 Millionen Franken, was einem Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2019 von 97,6 Millionen Franken entspricht. Die wichtigste Ertragsquelle, der Verkehrsertrag, betrug 75,6 Millionen Franken und lag damit 86,2 Millionen Franken tiefer als im 2019. Besonders stark gelitten hat mit einem Rückgang von 65,6% der Verkehrsertrag aus dem bedeutendsten Segment Jungfraujoch-Top of Europe aufgrund des Einbruchs des internationalen Reisegeschäfts.

Um rund die Hälfte eingebrochen ist der Verkehrsertrag bei den Erlebnisbergen, wobei erfreulicherweise die Tochterunternehmen Harderbahn mit 1,0 Millionen Franken und die Firstbahn mit 2,0 Millionen Franken trotzdem einen Gewinn erzielen konnten. Die Verkehrseinnahmen aus den Wintersportpässen gingen lediglich um 5,2% zurück.

Die Jungfraubahn-Gruppe leitete bereits sehr früh Sparmassnahmen ein. Die Betriebskosten und Investitionen wurden laufend überprüft und reduziert. Dadurch und dank der Nutzung des Instruments der Kurzarbeit konnte der Betriebsaufwand um 14,1% auf 103,4 Millionen Franken reduziert werden. Dies obschon im Berichtsjahr mit der Übernahme der Gastronomiebetriebe auf dem Jungfraujoch und der Betriebsführung der Gondelbahn Grindelwald-Männlichen neue, zusätzliche Geschäftstätigkeiten wahrgenommen wurden.

Die Abschreibungen beliefen sich auf 33,5 Millionen Franken. Entsprechend betrug das operative Ergebnis EBIT -11,2 Millionen Franken und der Jahresverlust -9,7 Millionen Franken.

Die Konzernbilanz per 31. Dezember 2020 weist ein Eigenkapital von 597,0 Millionen Franken aus. Dies entspricht einer sehr soliden Eigenkapitalquote von 72,9%. Im Fremdkapital von 221,7 Millionen Franken sind Finanzverbindlichkeiten von 109,3 Millionen enthalten. Davon sind lediglich 45,0 Millionen Franken verzinsliche Bankverbindlichkeiten. Die übrigen 64,3 Millionen sind nicht verzinsliche, grösstenteils bedingt rückzahlbare Darlehen der öffentlichen Hand zur Finanzierung von Bahninfrastrukturen.

Jungfraujoch - Top of Europe

Im ersten Jahr der Pandemie blieb das Jungfraujoch - Top of Europe das bedeutendste Segment der Jungfraubahn-Gruppe, obschon die negativen Auswirkungen von Covid-19 in diesem Segment am gravierendsten waren. Der Nettoumsatz ging um 80,6 Millionen Franken, beziehungsweise um 53,8% auf 69,2 Millionen Franken zurück. Nach Rekordfrequenzen im Januar schwächte sich die Nachfrage bereits im Februar ab. Nach der behördlich verordneten Schliessung vom 14. März bis 5. Juni 2020 war die Gästestruktur bis Ende Jahr nicht mehr vergleichbar mit der Zeit vor dem Ausbruch von Covid-19. So reduzierte sich die Zahl der Jungfraujoch-Gäste um 65,6% auf 362'800. Erfreulich war, dass alleine im Juli und August 2020 rund 153'000 Gäste das Jungfraujoch - Top of Europe besuchten, wovon rund 145'000 Schweizerinnen und Schweizer waren.

Erlebnisberge

Bei den Erlebnisbergen sank der Nettoumsatz 2020 um 48,3% auf 16,8 Millionen Franken und das EBITDA um 69,0% auf 5,8 Millionen Franken. Alle Bahnen - die Harderbahn, die Firstbahn und die Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren - verzeichneten erhebliche Umsatzrückgänge. Die während des Lockdowns erlittenen Einbussen konnten trotz ansprechender Frequenzen durch zahlreiche Schweizer Gäste in den Sommermonaten nicht wettgemacht werden.

Wintersport

Am geringsten waren die Auswirkungen von Covid-19 im Segment Wintersport. Die Zahl der Skier Visits in der gesamten Jungfrau Ski Region (Kooperationsprodukt, an dem die Jungfraubahn-Gruppe mit über 60% beteiligt ist) sank im Vergleich zu 2019 infolge des abrupten Saisonendes am 14. März 2020 zwar um 16,0% auf 898'400 Skier Visits. Der anteilige Verkehrsertrag der Unternehmensgruppe nahm um lediglich 5,2% auf 22,2 Millionen Franken ab. Bei einem Nettoumsatz von 29,7 Millionen Franken erzielte das Segment Wintersport ein EBITDA von 3,7 Millionen Franken, was einer Steigerung von 2,0 Millionen Franken im Vergleich mit dem Vorjahr entspricht.
Segmentinformationen
Tausend CHF 2020 2019 Veränderung in %
Segmentumsätze
Nettoumsatz Jungfraujoch 69'214 149'839 -53,8%
Nettoumsatz Erlebnisberge 16'849 32'620 -48,3%
Nettoumsatz Wintersport 29'675 30'779 -3,6%
Nettoumsatz übrige Segmente* 42'239 49'125 -14,0%
Elimination konzerninterne Umsätze -32'326 -39'053 -17,2%
Total Betriebsertrag 125'651 223'310 -43,7%


*Zu den übrigen Segmenten zählen insbesondere das Kraftwerk der Jungfraubahn, die Jungfraubahnen Management AG sowie die Parkhäuser in Grindelwald und Lauterbrunnen.

Investitionen

Insgesamt betrug das Investitionsvolumen der Jungfraubahn-Gruppe im vergangenen Jahr 123,7 Millionen Franken. Davon entfielen 91,3 Millionen Franken auf das V-Bahn-Projekt. Mit der Eröffnung des Terminals, des neuen Parkhauses und der modernen 3S-Bahn Eiger Express am 5. Dezember 2020 konnte das Generationenprojekt erfolgreich dem Betrieb übergeben werden.

Insgesamt investierte das Unternehmen bisher rund 340 Millionen Franken in das V-Bahn-Projekt, welches neben den Kernelementen die bereits früher abgeschlossenen Rollmaterialerneuerungen bei der Wengernalp- und der Jungfraubahn umfasst. Die Investitionen sind noch nicht ganz abgeschlossen. Insgesamt wird eine Kostenüberschreitung von ca. 10% (namentlich Projektanpassungen und schwierige Baubedingungen) gegenüber der ursprünglichen Planung erwartet.

Das zweite Grossprojekt in der Jungfraubahn-Gruppe ist das Erneuerungsprogramm der BergbahnLauterbrunnen-Mürren, welches als Teil des abgeltungsberechtigten Verkehrs durch den Kanton Bern finanziert wird. Für die gesamte Erneuerung der Mürrenbahn sind Kosten von gut 50 Millionen Franken veranschlagt. Im 2020 wurden 9,9 Millionen Franken in den Ausbau der Station und Werkstätte Grütschalp sowie in eine Modernisierung der Station Winteregg investiert. Ende Jahr konnten zudem drei Niederflurtriebzüge bestellt werden, welche 2023 in Betrieb genommen werden.

Auf dem Jungfraujoch wird die Bahnhofshalle bis ins Frühjahr 2021 hinein erneuert. Im Berichtsjahr wurden hierfür 7,1 Millionen Franken investiert. Bei der Harderbahn werden der Antrieb und die Steuerung der Standseilbahn erneuert, was 2020 Investitionen von 1,6 Millionen Franken auslöste.

Infolge des hohen Investitionsvolumens betrug der Free Cashflow -93,3 Millionen Franken. Trotz der Covid-19-Krise konnte das Investitionsprogramm grösstenteils aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Kennzahlen der Konzernrechnung
Tausend CHF 2020 2019 Veränderung in % %
Betriebsertrag 125'651 223'310 -43,7%
Verkehrsertrag 75'643 161'807 -53,3%
EBIT -11'188 67'504 -116,6%
Jahresergebnis -9'681 53'344 -118,1%
Free Cashflow -93'342 -21'511 -333,9%
Personalbestand (Vollzeitstellen) 665 612 8,7%
2020 2019 Veränderung in % %
Dividende 0.0 (Antrag) 0.0 0,0%


Ausblick

Die Jungfraubahn-Gruppe muss sich weiterhin mit der Corona-Krise auseinandersetzen. Diese dauert bereits über ein Jahr an und deren Folgen sind immer noch schwer abschätz- und vorhersehbar. Die Auswirkungen sind ausgeprägter und dauern länger als bisher angenommen. Die grössten Risiken bleiben dabei die Reisebeschränkungen, die fehlende Planungssicherheit sowie die weltweit unterschiedlichen Impfstrategien.

Dennoch kann die Jungfraubahn-Gruppe dank einer guten Infrastruktur, einer starken Verankerung in den internationalen Märkten, einer soliden Finanzierung und ihrer Innovationskraft zuversichtlich in die Zukunft schauen. Gerade das Ende 2020 abgeschlossene Generationenprojekt V-Bahn macht die Jungfraubahn-Gruppe an vorderster Front konkurrenzfähig und bildet damit eine wichtige Grundlage, um rasch von den sich nach der Krise bietenden Wachstumsmöglichkeiten zu profitieren. Die V-Bahn stärkt dabei die Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Jungfrau Region nachhaltig.

Den Gästen wird mehr Raum, eine angenehme Besucherführung und insgesamt ein qualitativ besseres Reiseerlebnis geboten. Aus der aktiven und digital unterstützten Gästelenkung resultiert ein Zeit- und Komfortgewinn. Die Bahnen können Massenansammlungen und Staus aktiv abbauen und bestehende Kapazitäten bestmöglich nutzen. Dank des neuen Anschlusses ans Eisenbahnnetz wird die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gefördert. Damit leistet die Jungfraubahn-Gruppe einen wichtigen Beitrag dazu, die Gäste, die aufgrund von Covid-19 wieder vermehrt auf den Individualverkehr umgestiegen sind, auf die Schiene zurückzuholen.

Die Jungfraubahnen haben in ihrer über 100-jährigen Geschichte verschiedene globale Krisen erlebt. Mit der Überarbeitung der Kostenstrukturen und der höheren Flexibilität sowie dem guten Start der V-Bahn wird das Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Es muss davon ausgegangen werden, dass das Ergebnis 2021 nochmals stark durch die Corona-Krise beeinflusst sein wird. Zentrale Zielsetzung der Jungfraubahn-Gruppe bleibt es, ein positives EBITDA zu erzielen.

Geschäftsbericht und Anträge an GV

Die Generalversammlung der Jungfraubahn Holding AG wird am 17. Mai 2021 in Interlaken durchgeführt. Sie wird gänzlich unter Ausschluss der physischen Teilnahme der Aktionärinnen und Aktionäre abgehalten. Mittels persönlicher Einladung und statutengemässer Publikation werden die Aktionärinnen und Aktionäre über die Form der Generalversammlung und das Vorgehen zur Stimmabgabe informiert. Der Verwaltungsrat schlägt aufgrund der aktuellen Situation vor, auf eine Dividende zu verzichten.

Der Geschäftsbericht der Jungfraubahn Holding AG wurde für das Berichtsjahr 2020 als Online-Ausgabe erstellt. Der Online-Geschäftsbericht ist unter folgendem Link veröffentlicht:

- Geschäftsbericht 2020: www.jungfrau.ch/geschaeftsbericht

- Link zur Traktandenliste der Generalversammlung 2021: www.jungfrau.ch/generalversammlung/

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Sehr clever geschrieben. Im Prinzip ist das eingetreten was man prognostiziert hatte und das werte ich in jedem Fall positiv. Was mich selbst überrascht, diese extrem niedrige Fremdkapitalquote unter dem Aspekt, dass ein Großteil des Fremdkapitals aus öffentlichen Quellen stammt. Damit dürfte man auch besonders für private Geldgeber begehrt sein und bekommt womöglich bessere Konditionen. Der Ausblick ist eigentlich idem zum Ergebnis des letzten Jarhes.

Gruß allen Investierten.
Stefan
Jungfraubahn Holding | 132,40 €
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09.04.21 18:39:52
Ich finde die Zahlen für die Umstände gut. Das der Umsatz durch die Pandemie fast halbiert wird ist geradezu mild, da können viele Hotels nur davon träumen. Und das trotzdem nur ein Verlust von knapp unter 10 Millionen bei einem Vorjahresgewinn von über 50 Millionen anfällt ist geradezu erstaunlich.
Leider sehen das auch andere so weshalb der Kurs nicht unbedingt zum Nachkaufen einläd.

Viele Grüße

Steffen
Jungfraubahn Holding | 132,00 €


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Jungfraubahn ein langfristiger Value Stock?