Clearstream Banking Einstellung der Verwahrung (Seite 2)

eröffnet am 09.04.20 06:50:52 von
neuester Beitrag 21.04.20 16:15:19 von


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09.04.20 17:19:33
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.289.777 von Alchemist57 am 09.04.20 16:36:14Das alles hat nichts mit Direktbank oder Kostenschrauben zu tun. Die ING-Bank kann nichts dafür, das ist eine Entscheidung von Clearstream Banking. Somit gilt das Gleiche auch für die dwpbank. Deine Kenntnis ist da falsch.

Wenn du dich dafür entscheidest, die Papiere zu halten, wird es voraussichtlich so sein, dass du sie zukünftig weder verkaufen noch übertragen kannst. Vielleicht ist ein Übertrag zu einem US-Broker möglich, aber diese Steuer von 10 % auf den Verkaufserlös (die ja Auslöser der Geschichte ist) fällt auch dort an.
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09.04.20 17:41:02
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.290.527 von JuliaPapa am 09.04.20 17:19:33
Ich habe bei der Deutschen Börse zumindest eine nette Dame am Telefon gehabt, die sich bemüht hat, aber mir leider auch nicht helfen konnte. Clearstream hat keine Endkundenbetreuung uns muss es auch nicht, da ihr Handelspartner die Banken sind. Daher bin ich schwer enttäuscht von der ING-Diba, ohne Vorwarnung so ein Schreiben zu versenden und nicht wirklich bemüht zu sein, eine Lösung zu suchen, sie macht es sich einfach und nimmt den leichten Weg, "Verkauf bis Dienstag und gut ist" Ich werde mir wohl überlegen, ob ich zukünftig mit so einem Partner zusammen arbeiten möchte.
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09.04.20 17:56:02
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.290.848 von Sebihg am 09.04.20 17:41:02Ich verstehe deinen Ärger, aber was soll die ING denn machen?

Clearstream ist ein Monopolist, die können sich diese Dinge erlauben. Ihre Kunden (alle Banken) leiden darunter, haben aber letztlich keine andere Wahl.

Und immerhin hat die ING zwar knapp, aber noch rechtzeitig informiert, sodass die Anteilsinhaber ihre Anteile noch verkaufen können. Ich weiß nicht, ob z.B. die dwpbank das auch macht. Da gucken die Kunden der Sparkassen und Volksbanken dann womöglich in die Röhre.
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09.04.20 18:09:43
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.291.106 von JuliaPapa am 09.04.20 17:56:02Es geht zumindest um die Art und Weise. Die Mitarbeiter der ING-Diba zeigten kein Verständniss und konnten auch keine Informationen geben. Ich denke, wenn so eine Nachricht ausgesendet wird, sollten die Kunden zumindest etwas mehr Informationen bekommen können. Angeblich soll der Ausstieg schon seit letztem Monat bekannt sein und da stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt rechtlich korrekt ist, dem Anleger eine 2 Tages Frist zu dem Verkauf zu geben. Zudem muss ich bei dem Verkauf auch noch die Gebühren tragen. Ich gebe der Ing.Diba nicht die Schuld, aber ich finde die Bank macht es sich hier in der Abwicklung für mich zu einfach. Es geht schließlich um teilweise hohe Verluste, die nichts mit den täglichem Börsengeschehen trotz Corono zu tun haben. Und ich hätte zumindest erwartet, dass die ING-Diba in diesem Schreiben Interesse zeigt für seine Kunden etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen.
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09.04.20 19:01:30
Die Argumentation pro ING von JuliaPapa überzeugt mich nicht.
Clearstream ist auch kein Monopolist, sonst würde es ja z.B. Dienstleister wie die dwpbank nicht geben...
Für mich ist die ING ganz klar das Problem, sowohl vom Zeitablauf wie auch inhaltlich.
Eine Stellungnahme von der ING steht für mich noch aus, bei Bedarf lässt sich deren Antwort ja sicherlich aber auch noch über die BaFin verifizieren.
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09.04.20 19:08:04
Och die Nachricht von Trade Republic erhalten:

Dein Depot enthält das Wertpapier Enviva Partners LP. Dieses Wertpapier wird ab heute (09.04.2020) zu Börsenschluss 23.00 Uhr nicht mehr an unserem Handelsplatz Lang & Schwarz Exchange zum Handel angeboten. Hintergrund ist, dass die Abwicklung von US-Kommanditaktien („US LP“) und anderen aktienähnlichen Instrumenten durch Clearstream Banking blockiert wird. Ab dem 14.04.2020 wirst du auch keine aktuellen Kurse mehr für das Wertpapier erhalten. Verkaufen kannst Du die Position bereits ab morgen nicht mehr über die App. Wir haben dies selbst erst sehr kurzfristig durch den Handelsplatz mitgeteilt bekommen. Wir empfehlen Dir, schnell zu reagieren


Dann muss ich wohl auch mit Verlust verkaufen :(
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09.04.20 19:27:35
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.292.054 von Alchemist57 am 09.04.20 19:01:30Den Unterschied zwischen Clearstream und dwpbank kennst du aber, oder?

Clearstream ist eine Wertpapiersammelbank und ein Zentralabwickler, und zwar der einzige in Deutschland. Jede Bank in Deutschland, die für ihre Kunden Wertpapierdepots unterhält, ist dort zwangsläufig Kunde. Ohne Ausnahme. Und ohne Chance, woanders hinzugehen.

Es sei denn, sie nutzen die dwpbank, die als Abwickler auftritt und eben Sparkassen, Volksbanken und andere Institute vertritt. Aber auch die dwpbank ist am Ende Kunde von Clearstream.
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10.04.20 07:01:49
https://www.clearstream.com/clearstream-en/products-and-serv…

Hier eine Liste der betroffenen Aktien (Unten auf List of impacted securities anklicken)

Zu dem Thema kann ich nur sagen das betrifft alle Broker/Banken und hat speziell mit der ING nichts zu tun.
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10.04.20 07:07:28
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.287.314 von Heisenberg88 am 09.04.20 14:16:49
Zur steuerlichen Behandlung
Kann mich erinnern dass bei einem Verkauf egal mit Verlust oder Gewinn keine steuerliche Behandlung vorgenommen wurde. Man kann das Ganze nur mit Einzelbelegen bei der Einkommensteuererklärung machen. In wie weit die Verluste dann vom zuständigen Finanzamt angerechnet werden ist soweit ich damals mitbekommen unterschiedlich.

Kann mich nur erinnern (dürfte schon irgendwo 3-5 Jahre her sein) dass nur ein Teil des Verlustes dann mit der normalen Einkommensteuer anerkannt wurde.
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10.04.20 14:06:32
Habe durch die bisherige Diskussion wieder dazu gelernt und sehe damit auch Clearstream Banking im Focus, auch wenn ich die ING-Kommunikation zu dem Thema für völlig unzureichend halte.
Was zu meiner weiteren Frage führt:

Kennt jemand eine nachvollziebare Begründung oder hat er die von seiner Bank erhalten, warum Clearstream Banking lt. eigener homepage

a) bereits am 20.02. mitgeteilt hat, dass U.S. L.P.s und "other equity-linked instruments" nicht länger eligibel sind und
b) am 2.04., dass diese shares mit Wirkung vom 20.April von Clearstream geblockt werden?

Und noch als 2. Frage dazu:
Wenn es sich bei Clearstream um einen quasi Monopolisten handelt, der für Deutschland und 109 andere Länder darüber entscheiden kann, welche Aktien über ihn gehandelt werden dürfen oder nicht, gibt es auch eine Kontrollinstanz, die solche Entscheidungen überprüft bzw. genehmigt?
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