Die Zukunft von Drägerwerk seit Corona (Seite 139)

eröffnet am 22.04.20 12:55:47 von
neuester Beitrag 26.02.21 19:53:14 von


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24.01.21 23:17:30
Beitrag Nr. 1.381 ()
Sehe die Gefahr eines Delistings als extrem gering. Drägerwerk kann an der Börse noch in ganz andere Bewertungsregionen reinwachsen.
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24.01.21 23:22:16
Beitrag Nr. 1.382 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.585.917 von Selda31 am 24.01.21 20:30:34... der hat den Einstieg verpasst 😜
Draegerwerk | 71,20 €
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25.01.21 10:15:27
Beitrag Nr. 1.383 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.586.841 von superman am 24.01.21 23:22:16Eine KKR oder etwas vergleichbares im Unternehmen wäre SDs Alptraum. Da lohnt es sich noch weiter in der Vergangenheit zu wühlen um zu verstehen, wie SD tickt:

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article165870589/Eine…
https://www.goingpublic.de/life-sciences/unternehmer-dynasti…

als negativer Gegenpart aus Krisenzeiten:
https://www.manager-magazin.de/print/mm/d-66456733.html

Alt aber aufschlussreich. Was ist für ihn wichtig?

1) Die Firma wichtiger ist als die Familie:
- relativ wenig Familie in der Firma (Außer SD, seiner Frau und Nachfolgeträumen)
- Das Geld bleibt in der Firma wenn es dort gebraucht wird.

2) Unabhängigkeit der Firma
Im ersten Artikel beschreibt er die Episode, wie er im Jahr 2002 wegen einer Entscheidung des Aufsichtsrats wütend für drei Monate in die Wüste geflüchtet ist. Obwohl Siemens nur Minderheitenanteile bekam und das dadurch auf den ersten Blic durchaus Sinn gemacht hatte.
Was er da nicht benennt ist der Anlass. 100% ig war dass aber das 2002 beschlossene Joint Venture mit Siemens in der Medizintechnik. Es hat sieben Jahre gedauert, aber er hat es beendet. Preis dafür war 2009 eine Kapitalerhöhung mit der auch die Stammaktien an die Börse kamen. = wir sind eindeutig das kleinere Übel :-)

3) Eine gewisse Eitelkeit und Beratungsresistenz ist nicht zu übersehen, aber alleine im Verborgenen zu agieren wäre auch nicht sein Ding.

dazu 4) Er wird sicher noch ein paar Jährchen im Amt bleiben (ich würde auf die 67 tippen), aber er will auch kein Patriarch sein, der mit 80 noch an der Macht klebt.

Die ersten Punkte halte ich auch für glaubwürdig, da passen Worte und Handeln ganz gut zusammen. Wichtig für mich: Als Aktionär mit langem Atem sitzt man grundsätzlich immer noch im selben Boot wie die Drägers. Das ist kein Selbstbedienungsladen für die Familie, in dem Insider sich vor allem um ihre eigenen Pfründe sorgen. SD hat klare Ansichten und langfristige Pläne, kann die aber auch mal sehr halsstarrig verfolgen.

Der extrem kritische Bericht im Manager Magazin erschien übrigens im Herbst 2009. Im Dezember 2009 wurde das Joint Venture mit Siemens beendet. SD würde die ersten 4 Jahre seiner Vorstandschaft vermutlich nicht mit "Dräger rutscht in die Krise", sondern mit "Unabhängigkeit zurück erkämpft" überschreiben.
Der Geschäftbericht 2010 begann dann übrigens mit den Worten:"2010 war für Dräger ein Rekordjahr - das beste Geschäftsjahr unserer 122 jährigen Unternehmensgeschichte. Das was so nicht zu erwarten ... Jetzt sind wir wieder 100% Dräger."
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25.01.21 10:48:18
Beitrag Nr. 1.384 ()
Ich finde die Artikel, die ich bis auf den im Manager Magazin nicht kannte erschreckend. Das er sich indirekt mit Musk vergleicht und meint andere würden ihn für einen genialen Unternehmer und Ingenieur halten. Da ist jemand komplett abgehoben innerlich (auch wenn er nach außen sicherlich relativ bescheiden lebt, das ist er seiner Familie/Erziehung schuldig), da er sich nur mit Jasagern umgibt (so Manager Magazin) und Widerspruch nicht duldet. Auch dürfte er die Kränkungen auch aufgrund seiner wenig qualifizierten Ausbildung (Ingenieur von der Berufsakademie) nicht vergessen haben (evtl. war er auch in der Schule keine Leuchte, sonst hätte er m.E. wohl an der RWTH o.ä. studiert).

Insgesamt keine guten Aussichten für die Firma.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
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25.01.21 11:12:08
Beitrag Nr. 1.385 ()
ALSO da sind Artikel aus 2013, 2017 und einer der von schlechten Zahlen im Jahr............2009 (WAR DA WAS) berichtet..............UND WAS..........sollen diese nun belegen? Da gibt es, nach eigenen Aussagen EX-Aktionäre, die vor Kurzem Dräger Aktien verkauft haben und nun uralte Artikel, als Beweis für ein schlechtes Unternehmen/schlechten Unternehmenslenker anführen????

ALSO dann heirate ich heute eine Frau mit Vergangenheit, lasse mich morgen von ihr scheiden und berichte übermorgen darüber..............Welche Schlampe sie schon vor unserer Hochzeit war................Mit der Hoffnung die geile Nuss wieder in die Kiste zu bekommen??????????
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25.01.21 11:37:01
Beitrag Nr. 1.386 ()
Also das nimmt hier langsam abstruse Züge an, es leiden hier wohl einige an Paranoia oder sonst etwas, normal ist das nicht
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25.01.21 11:39:03
Beitrag Nr. 1.387 ()
Dazu noch schlechter Stil, keine Aktie mehr besitzen aber andere belehren wollen, fürchterlich solche Menschen
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25.01.21 11:53:29
Beitrag Nr. 1.388 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.590.306 von Lisaman am 25.01.21 10:15:27Interessant noch einmal zu lesen, dass Dräger in 2009 an Siemens 250 Mio. Euro bezahlt hat für 25% - und nur für 25% der Medizintechnik. Offenbar hat man 100% der Medizintechnik 2009 schon bei 1 Mrd. Euro gesehen, was fast der ganzen heutigen Börsenkapitalisierung entspricht.

Ich bin weiter sehr positiv - Dräger Stämme dominieren mein Depot, nachdem dies viele Jahre lang durchgehend GS A, K und D getan haben.
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25.01.21 12:02:31
Beitrag Nr. 1.389 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 66.590.306 von Lisaman am 25.01.21 10:15:27Du trägst hier mit besonders guten Beiträgen zum Austausch bei. Danke!

Ich weiß, wie viel Arbeit du hineinsteckt und noch zusätzlichen Aufwand hast,
um die Ergebnisse mit der Gemeinschaft zu teilen.


@ deepvalue,
gefällst du dir selbst mit deinem Stefan Dräger Bashing voller Vorurteile?
Langsam reicht es!
Zu einer differenzierten Sicht gehört auch, dass es sich nur um die Meinung der
Ursula Schwarzer (manager magazin) handelte.
Du bist von deinen Vorurteilen derart geblendet, dass du nicht einmal erkennst,
dass die Schwarzer völlig überzog und sie heute eingestehen müsste, dass
ihre Momentaufnahme zu vollkommen daneben liegenden Prognosen führte.

Die Realität ist, dass das Unternehmen Drägerwerk von 2009 bis 2013 einen
grandiosen Lauf hatte, der den Kurs von 13 auf 108 € (es war in 2013 zunächst
sogar ein neues Allzeithoch) katapultierte. Eine Verachtfachung!

Wenn ich hier dann das anerkannte Trendfolgemodell vorstelle, dass ausgehend
vom Tief 2019 mit 38,32 € statistisch eine Wiederholung der Ereignisse 2009 bis 2013
große Plausibilität besitzt, dann gehst du und deines gleichen (Extrader1) darüber hinweg
und es wird gar von tieferen Tiefs (Extrader1) fabuliert.

@ Extrader1,
ich bin mir 99,8 % sicher, dass du heute reflexartig einen deiner extrem seltenen Daumen
für den Beitrag von deepvalue vergabst und deine achtjährige "Daumenquote" in kürzester
Zeit von 27 auf 33 verbessertest. Du bist wie du bist. Bleib doch so, wenn du magst.
Meine Überlegungen, die ich stets in alle Richtungen anstelle, tendieren immer mehr dahin,
dass du Genussscheine hattest und diese vor der Kündigung durch Drägerwerk verkauftest.
So lässt sich nach meiner Abwägung dein Verhalten am ehesten erklären. Wenn du das so
offen und ehrlich kommunizieren würdest, hättest du meinen aufrichtige Anteilnahme.
Dein gebashe, angeblich trotz stetiger Gewinne mit Anlagen in Drägerwerk, ist von der
Argumentation her widersprüchlich und unglaubwürdig.

Das, was ich hier schreibe, würde ich euch auch Angesicht zu Angesicht gegenüber äußern;
sofern ihr auch im realen Leben so unterwegs seid wie hier im Forum.



Hoffentlich machen hier user wie Lisaman, hossinger und viele mehr weiter.
Bei mir schwindet momentan die Lust.
Draegerwerk | 71,10 €
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25.01.21 12:12:49
Beitrag Nr. 1.390 ()
Zu verstehen, wie ein Mensch tickt hilft immer. Speziell auch seine eigene Selbsteinschätzung, was früher gut oder schlecht lief. Aus Fehlern lernt man, aber echte oder vermeintliche Erfolge versucht man zu wiederholen.

Ich würde auch nicht sagen, dass er ein schlechter Unternehmer ist. So viele über alles erhabene Manager wie Jobs, Gates und Musks (Falls da nicht schon einer zu viel in der Aufzählung ist) gibt es nicht und im Zweifel ist mir das sogar lieber als ein nur von Quartalsanfang bis Quartalsende denkender rein kapitalmarktgetriebener Manager. SD denkt langfristig und zieht seine Pläne durch. Durchaus auch mit langfristigem Erfolg (siehe das Siemens Aus) und mit Blick auf die Zukunft.

Das was bei Dräger nach 2009 passiert ist (samt einer Vervierfachung der Kurse), kann gut auch in den nächsten Jahren passieren (diesmal mit zusätzlicher Corona Starthilfe).

Man sollte halt nur nicht darauf spekulieren, dass sich alles schnell ändert und SD schon morgen charmant Analysten bezirzt und sofort hohe Dividenden bezahlt. Punkte wie die niedrige Dividende für 2020 sind unter SD schlicht logisch, aus seiner Sicht braucht „die Firma“ das Geld aktuell dringender - und das ist dann wichtiger als die kurzfristige Außenwahrnehmung.

Und operativ würde ich ihm durchaus Lernfähigkeit bescheinigen: Wenn man das damalige Chaos rund um Infinity mit der Geschwindigkeit vergleicht mit der man jetzt Produktionskapazitäten reibungslos hochgezogen hat – dann liegen da Welten dazwischen.
Draegerwerk | 71,30 €
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