Die Zukunft von Drägerwerk seit Corona (Seite 79)

eröffnet am 22.04.20 12:55:47 von
neuester Beitrag 05.12.20 17:12:55 von


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30.09.20 19:43:19
Beitrag Nr. 781 ()
Sehe da auch positive Ansätze, neben Beatmungsgeräten/Masken und Co.. Die neueste Technik zum lokalisieren von Gaslecks (weiß von Bekannten, das da noch immer "auf Verdacht " aufgegraben wird), die Dräger mit Akustik ortet, könnte wirklich ein Renner werden, da Gasleitungen weltweit ausgebaut werden und früh verlegte Rohre in die Jahre kommen. Bei der Babyversorgung, ja welches Krankenhaus will sich da nachsagen lassen, das DA gespart wird und eben NICHT das neueste Geräteset vorhanden ist?

WENN es Dräger gelingen sollte, ihren Detektor für Umweltgifte, irgendwie an ein Smartphone zu koppeln, damit JEDER, unabhängig von einer App direkt selbst vor Ort messen kann..... Das wäre wohl zahlungskräftigen Kunden in potentiellen Smog-Gebieten (Kalifornien, China, Grossstädte weltweit) einiges wert.

Wenn mittlerweile tatsächlich 25 % des Umsatzes mit Schulungen, Einarbeitungen, Fortbildungen usw. verdient wird, dann ist das ein schönes, solides, planbares Basisgeschäft mit schönen Margen.
Draegerwerk | 73,80 €
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30.09.20 20:08:13
Beitrag Nr. 782 ()
Ich habe mir die ganze HV live angetan.

Unternehmensreorgansisation
Die Vorteile der neuen Matrixorganisation kann ich nicht verstehen. Es wurde nicht erläutert, worin der Vorteil eines gemeinsamen Vertriebs von Medizintechnik und Sicherheitstechnik bestehen soll. Hier wäre es m.E. besser 2 klare Gesellschaften zu haben. So besteht die Gefahr, dass die beiden Bereiche Medizintechnik und Sicherheitstechnik mögliche Probleme auf den Vertrieb schieben (und umgekehrt). Auch wäre es m.E. langfristig sinnvoll Sicherheitstechnik abzutrennen (ggf. könnte man diese auch verkaufen und damit die Vorzugsaktien zurückkaufen).

Beatmungsgeräte
Die Begründung für die Aufgabe des Auftrages an die Bundesregierung fand ich etwas dünn. Man hofft die freiwerdenden Kapazitäten anderweitig zu verkaufen und damit dann auch langfristige Serviceverträge für die Wartung zu bekommen. Auf die Idee, die Lieferung an die Bundesregierung z.B. in das 2. Halbjahr 2021 zu verschieben scheint man nicht gekommen zu sein. Die Zahlung durch die Bundesregierung wurde nicht quantifiziert(hat aber wohl auch keiner gefragt, wobei ich 5 Minuten nicht zu hören konnte).
Dabei war für diesen Auftrag im Gegensatz zu anderen Aufträgen eine Stornierungsmöglichkeit explizit ausgeschlossen worden.
Da bei einigen Aufträgen eine Stornierung durch den Besteller der Beatmungsgeräte kostenfrei möglich ist, besteht ein Risiko, dass auch weitere Verträge gekündigt werden. Dieses dürfte m.E. auch eine Motivation für die Shortseller sein. Auch sind wohl etliche deutche Kunden von den Verträgen zurückgetreten, da Dräger nicht in den für eine staatliche Förderung bestehenden Fristen liefern konnte.
Insgesamt erwartet man für 2020 eine Verdoppelung der Produktion von Beatmungsgeräten, wobei zum Ende des Jahres hin die Produktionsgeschwindigkeit ggü. 2019 verdoppelt dürfte, so daß in Q 4 und Q 1 m.E. sehr hohe Umsätze erwirtschaftet werden dürften. Für die Mehrproduktion werden nur sehr geringe Investitionen benötigt. In den letzten Wochen ist die Nachfrage nach Beatmungsgeräten hoch geblieben, wobei aktuell stärker in kleinere Märkte wie Mongolei, Israel, Peru, Südafrika und Indonsien verkauft wird.
Ein Großteil der international von anderen Firmen in den letzten Monaten verkauften "hundertausende" Beatmungsgeräte sind wohl nicht für die Intensivstationen geeignet (können wohl weltweit nur ca. 20 Firmen, vor allem in USA produzieren, die aber alle unter Engpässen leiden).

FFP Masken
Hier läuft mittlerweile die Produktion der neuen Werke in USA und Frankreich, während UK noch im Aufbau ist. Bei FFP-Masken rechnet man längerfristig mit einer höheren Nachfrage und sieht sich gut positioniert. Für 2020 rechnet man mit Investionen von 50 Mio. Euro für dieses Geschäft vs. Gesamtinvestitionen von 125-145 Mio. Euro. (vs. F+E Kosten von 275-290 Mio. Euro.....).
Bezüglich der Dividende wurde mitgeteilt, dass eine Studie der Uni Tübingen (ich wußte bisher nicht, dass es dort eine BWL-Fakultät gibt....) ergeben hätte, dass andere Medizintechnikunternehmen eine höhere EK-Quote hätten als Dräger und man daher nicht so hohe Dividenden zahlen möchte (wohl auch in nächsten Jahren). Es wurde nicht mitgeteilt, ob es sich um die Betrachtung nur deutscher Firmen und der Buchwerte oder ob internationale Wettbewerber und Marktwerte betrachtet wurden (scheint ein Auftragsgutachten zu sein).

Kapitalstruktur
Für die Ablösung der Genußscheine erwartet man nicht die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung und sieht die Coventants nicht als gefährdet an. Lt. Planung werden bis dahin in ausreichendem Umfang Mittel erwirtschaftet bzw. wird eine gewisse Schuldenaufnahme notwendig (interessant fand ich, dass hierfür eine Planung besteht, während für 2021 nicht einmal die Investionssumme genannt werden konnte, da die Planung noch nicht abgeschlossen sei....).
Eine Zusammenlegung von Stammaktien und Vorzugsaktien ist nicht geplant.

Insgesamt fand ich die News der HV eher positiv (gemessen an meiner bescheidenen Erwartungshaltung) und kann den Kursrückgang nicht ganz nachvollziehen. Das keine Kapitalerhöhung kommt ist doch eine gute Nachricht. Aber der Managementabschlag ist doch recht hoch.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
Draegerwerk | 73,80 €
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30.09.20 20:26:55
Beitrag Nr. 783 ()
Natürlich muss man die Kürzung des Vertrages mit der Bundesregierung, in beiderseitigem Einvernehmen, diskret kommentieren. Fakt ist: Der Vertrag sah keine Kündigungsmöglichkeit vor, Dräger hätte diesen komplett liefern können UND die Regierung hätte bezahlen müssen! Was macht man nun als Firma, wenn ein Auftraggeber "AUF TEUFEL KOMM RAUS" den Auftrag kürzen will? Nach einer Zeit des Beharrens auf dem Auftrag, REDET man. ALSO der Regierung ist egal, wenn sie Sonderbeträge zahlen muss, es müssen nur GUTE GRÜNDE für die Zahlung von Sonderbeträgen vorliegen. ALSO entweder wir bestehen auf den kompletten Auftrag oder ihr zahlt uns den Ausbau unserer Produktion (noch vor Corona abgeschlossen), die Vorleistungen für die Fertigung (wird eh weiter genutzt) und schon beschaffte Materialkosten (werden einfach in andere Geräte verbaut). ALSO Dräger nennt keine genauem Beträge die die Regierung zahlt, die Zahlungen "verschwinden" mit mehreren Rechnungen/Zahlungen in nicht mehr detailliert nachvollziehbaren Bereichen, IM MITTLEREN ZWEISTELLIGEN MIO-Bereich!!!.....UND die Bundesregierung darf stolz verkünden "Wir haben es geschafft den Auftrag zu kürzen UND wir fördern die Produktion und den Betrieb von lebenserhaltenden Geräten..............Schon sind alle glücklich.......
Draegerwerk | 73,80 €
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30.09.20 20:55:18
Beitrag Nr. 784 ()
Für meinen Teil hatte ich mit guten Steigerungen gerechnet, allerdings nicht erwartet, dass alle Bereich anziehen.
Ich stelle hier mal die wichtigsten Folien aus der Präsentation ein.
Wird wohl ok sein

https://www.draeger.com/de_corp/Investoren/Hauptversammlung





Wenn das keine starken Zahlen sind, ganz besonders erfreulich die Steigerung beim EBIT
Besonders im Bereich Med Tech von minus 3,6% auf plus 8,4%
Bei einer gleichzeitigen Umsatzsteigerung von 21,9% und Steigerung der Auftragseingänge von103 %
Holla die Waldfee🍻
Schade, dass Draeger keine Elektroautos baut;)

Und wir reden hier vom 1sten Halbjahr
Die Steigerungen im 2ten Halbjahr sollten noch einmal deutlicher ausfallen.
Draegerwerk | 73,70 €
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01.10.20 08:16:50
Beitrag Nr. 785 ()
In allen filigranen Produktfeinheiten wurde eine Wachstumsstory vorgestellt, was kein Aktionär wirklich wissen will.

In Zahlen darf man sich dagegen selbst das laufende Halbjahr selbst errechnen. Für H2 gibts bis zu 1963 Mio€ Umsatz und bis zu 271 Mio€ EBIT, verglichen mit 1428 Mio€ Umsatz im ersten Halbjahr und 102 Mio€ EBIT ist das eine satte Grundlage für andere Kursregionen.

Die Abkopplung von Tiefkursregionen ist rechnerisch aus dem kommenden Genussscheinschwund begründet, was mit brauchbaren Zahlen, Wachstum und nachhaltigen Gewinnen ist nicht in jetzigen Kursen enthalten.

Vom Gefühl her ist das die erste Aktie mit bald negativen Kursen, um die minus 13€ für das am Hacken hängende Drägergefühl.
Draegerwerk | 74,10 €
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01.10.20 09:52:08
Beitrag Nr. 786 ()
Dräger heute:
Sehr geehrte Damen und Herren,



wie jedes Jahr, werden wir auch in diesem Jahr für unser jährliches Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Vorzugsaktien am Markt erwerben. Wir werden voraussichtlich rund 90.000 Vorzugsaktien über einen Zeitraum von 5 Wochen erwerben und sie teilnehmenden Mitarbeitern mit einer Haltefrist von 2 Jahren in ihre Depots buchen.



Detaillierte Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Veröffentlichung.
Draegerwerk | 74,40 €
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01.10.20 10:03:54
Beitrag Nr. 787 ()
Mein "Drägergefühl" sagt mir, wir haben hier einen Edelstein in einer Fassung aus rostigem Eisen.
Hätte SD, was durchaus bezahlbar wäre, für das nächste Jahr einen zehnfach höheren Dividendenvorschlag angekündigt, wäre der Rost auf einen Schlag weg.

So aber kapituliert der Kurs immer wieder vor irgendwelchen Widerständen, und Schreiberlinge, die sich dafür auch noch bezahlen lassen wollen, definieren weiter "Kursziele" und erzählen irgendwelchen Mist was Aktionäre dringend tun sollten.
Zum K..



(Das war jetzt nicht ganz sachlich, ich bitte um Nachsicht)
Draegerwerk | 74,10 €
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01.10.20 10:16:51
Beitrag Nr. 788 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.247.658 von bluebär am 01.10.20 09:52:08Quelle ???
Draegerwerk | 74,00 €
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01.10.20 10:48:39
Beitrag Nr. 789 ()
Jetzt wird es für die Nettoleerverkäufer immer ungemütlicher:
https://www.dgap.de/dgap/News/cms/draegerwerk-kgaa-veroeffen…

Noch mehr freue ich mich auf Mitte Oktober.
Draegerwerk | 74,00 €
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01.10.20 10:58:46
Beitrag Nr. 790 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.248.672 von Puhug am 01.10.20 10:48:39
Zitat von Puhug: https://www.dgap.de/dgap/News/cms/draegerwerk-kgaa-veroeffen…

Noch mehr freue ich mich auf Mitte Oktober.


Sehr schön !
Meine Lieblingsstelle :
Nur in dem theoretisch möglichen Fall, dass wenn alle berechtigten Mitarbeiter im vollen Umfang am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm teilnehmen und alle berechtigten Mitarbeiter die Gratisaktien im Rahmen der Schenkung anfordern, würden insgesamt bis zu 670.500 Stück eigene Vorzugsaktien zurückgekauft werden

Das ist mehr als ungemütlich für die Leerverkäufer💣
Sieht mehr nach Kriegserklärung aus
Draegerwerk | 74,30 €
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